VCD St¤dtecheck 2014 - Wie sicher sind Fug¤ngerinnen und Fug¤nger unterwegs?

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Jede und jeder ist irgendwann am Tag einmal zu Fuß unterwegs. Dies scheint so selbstverständlich, dass das Zufußgehen kaum im Fokus der Verkehrssicherheitsarbeit steht. Doch wie sicher sind wir unterwegs? Mit dem vierten VCD Städtecheck ist der VCD dieser Frage nachgegangen und hat 80 deutsche Großstädte analysiert.

Text of VCD St¤dtecheck 2014 - Wie sicher sind Fug¤ngerinnen und Fug¤nger unterwegs?

  • VCD Hintergrund

    VCD Stdtecheck 2014Sicherheit von Fugngerinnen und Fugngern

    VCD Stdtecheck 2014 RZ_VCD 01/09/2014 10:30 Seite 1

  • 2VCD Stdtecheck 2014 Verkehrssicherheit von Fugnger/-innen 09/2014

    InhaltVerzeichnis der Abbildungen 4

    Tabellenverzeichnis 4

    Verzeichnis der Abkrzungen 4

    1 Zu Fu gehen so normal, dass es keiner Beachtung lohnt? 5

    2 Der VCD Stdtecheck 2014: Sicherheit von Fugngerinnen und Fugngern 6

    3 Die Methodik 7

    31 Die Grundeinstufung: Tendenz der letzten fnf Jahre 7

    32 Die Kategorien 8

    33 Vergleichsniveau 8

    34 Thematische Vertiefungen 8

    341 Verursacher, Unfallursachen und Unfallschwerpunkte 8

    342 Verunglckte Fugnger/-innen bezogen auf den Fuverkehrsanteil 8

    343 Verunglckte Fugnger/-innen in Relation zur Stadtgre und Stadtdichte 9

    3.4.4 Alters- und geschlechtsspezifische Besonderheiten 9

    4 Die Ergebnisse im berblick 9

    41 Grner Bereich: Positive Entwicklung Weiter so! 10

    42 Gelber Bereich: Wachsam bleiben! 10

    43 Roter Bereich: Achtung, vermehrter Handlungsbedarf! 10

    44 Vergleichsniveau 10

    45 Die Ergebnisliste mit bersichtskarte 10

    46 Ergebnistabelle 11

    47 VCD Stdtecheck-Karte 12

    5 Vertiefungen 13

    51 Verursacher, Unfallursachen und Unfallschwerpunkte 13

    511 Verursacher 13

    512 Unfallschwerpunkte 13

    513 Unfallursachen 13

    52 Verunglckte Fugnger/-innen bezogen auf den Fuverkehrsanteil 14

    53 Verunglckte Fugnger/-innen in Relation zur Stadtgre und Stadtdichte 15

    5.4 Alters- und geschlechtsspezifische Besonderheiten15

    541 Besonderheiten der Altersgruppe Kinder 17

    542 Besonderheiten der Altersgruppe Senioren 18

    543 Ist Fuverkehr Frauensache? 18

    6 Gute Beispiele 19

    61 Krefeld19

    611 Initiative Krefelder Fairkehr 20

    612 Tempo 30 20

    613 Bauliche Manahmen 20

    614 Netzkonzeption 21

    615 Mehr Platz fr den Fuverkehr 21

    62 Frankfurt a M 23

    621 Infrastrukturmanahmen 23

  • 3VCD Stdtecheck 2014 Verkehrssicherheit von Fugnger/-innen 09/2014

    622 Rechtliche Manahmen und Kontrollen 25

    623 ffentlichkeitsarbeit 25

    624 Funktionierende Zusammenarbeit 26

    625 Klares Votum fr Nahmobilitt 26

    626 Temporre Spielstraen26

    627 Mobilittsbildung 26

    63 Trier 26

    631 Mobilittsbildung 27

    64 Herne 28

    65 Jena 29

    66 Zusammenfassung 30

    7 Manahmen zur Verbesserung der Fugngersicherheit 30

    71 Querungshilfen 30

    711 Sichere Zebrastreifen 30

    712 Diagonalgrn 30

    713 Sichere Knotenpunkte31

    714 berquerungsmglichkeiten an Haltestellen u Bahnhfen d ffentlichen Personennahverkehrs 31

    715 berbreiter Fugngerberweg 31

    716 Farbmarkierungen 31

    717 Mittelstreifen und Gehwegvorstreckungen 31

    72 Weitere Infrastrukturmanahmen 31

    721 Manahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung 31

    722 Freihaltung der Gehwege 32

    723 Design fr alle 32

    73 Rechtliche Manahmen und Kontrollen 32

    731 Falschparken 33

    74 Temporre Manahmen 33

    75 ffentlichkeitsarbeit 33

    76 Beteiligung 34

    77 Manahmen fr besondere Zielgruppen 34

    78 Weitere Manahmen 35

    8 Fazit/Empfehlungen 35

    9 Quellen 37

    Anhang: Datentabelle 41

    Impressum 44

  • 4VCD Stdtecheck 2014 Verkehrssicherheit von Fugnger/-innen 09/2014

    Verzeichnis der AbbildungenAbbildung 1: Modal Split der Wege 2008

    Abbildung 2: Erluterung der Regressionsgeraden am Beispiel Reutlingen

    Abbildung 3: Entwicklung der Verunglcktenzahlen im Fuverkehr

    Abbildung 4: VCD Stdtecheck-Ergebniskarte

    Abbildung 5: Anteil der verunglckten Fugnger an den insgesamt Verunglckte in Relation zum Fuverkehrsanteil

    Abbildung 6: Verunglckte Fugngerinnen und Fugnger nach Alter und Geschlecht

    Abbildung 7: Unfallhufigkeit von Kindern und lteren Fugngern je 100.000 Personen des jeweiligen Altersclusters

    Abbildung 8: Prozentualer Anteil der verunglckten Kinder unter 15 Jahren nach Verkehrsbeteiligung

    Abbildung 9: Prozentualer Anteil der verunglckten Senioren ber 65 Jahren nach Verkehrsbeteiligung in Relation zum Modal Split der Wege

    Abbildung 10: Anteil der Fuwege nach Alter und Geschlecht

    Abbildung 11: Entwicklung der Verunglcktenzahlen im Fuverkehr Krefeld

    Abbildung 12: Krefelder Fairkehr

    Abbildung 13: Lollis

    Abbildung 14: Krefelder Kissen

    Abbildung 15: Minikreisverkehre

    Abbildung 16: Krefelder Kalotten

    Abbildung 17: Entwicklung der Verunglcktenzahlen im Fuverkehr Frankfurt a M

    Abbildung 18: Lollis in Frankfurt a. M. mit Verkehrsdezernent Stefan Majer

    Abbildung 19: Fahrradbgel zur Verhinderung von Falschparken, Tngesgasse, Stadtbcherei

    Abbildung 20: Schachbrettmarkierung als Eingang in den verkehrsberuhigten Bereich

    Abbildung 21: Karte Nina

    Abbildung 22: ffentlichkeitsarbeit mit Konzert-Eintrittsbndern

    Abbildung 23: Entwicklung der Verunglcktenzahlen im Fuverkehr Trier

    Abbildung 24: Aufpflasterung im Einmndungsbereich in Trier

    Abbildung 25: Entwicklung der Verunglcktenzahlen im Fuverkehr Herne

    Abbildung 26: Entwicklung der Verunglcktenzahlen im Fuverkehr Jena

    Abbildung 27: Anhalteweg bei Tempo 30 und bei Tempo 50

    TabellenverzeichnisTabelle 1: Ergebnisse im berblick

    Verzeichnis der AbkrzungenEW Einwohner

    WHO Weltgesundheitsorganisation

    WB Werktagsbevlkerung

    GDV Unfallforschung der Versicherer beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e V

  • 5VCD Stdtecheck 2014 Verkehrssicherheit von Fugnger/-innen 09/2014

    1 Zu Fu gehen so normal, dass es keiner Beachtung lohnt?Auf den ersten Blick scheint Fuverkehr kein aktuelles Thema zu sein Die Medien sind voll von Berichten zum Radverkehr, aber das Zufugehen scheint so normal, dass es keiner Beachtung lohnt. Dabei wird in Deutschland fast jeder vierte Weg zu Fu zurckgelegt 2008 lag der Anteil der Fuwege in den Kernstdten sogar bei 27 %1 Kinder und ltere Menschen sind noch fter zu Fu unterwegs. Und fr Kinder zwischen 7 und 10 Jahren ist das Laufen sogar die hufigste Fortbewegungs-art

    Abbildung 1: Modal Split der Wege 2008, eigene Darstellung nach MiD (2008)

    Jede und jeder ist irgendwann am Tag zu Fu unterwegs. Ein normaler Bromensch legt jedoch durchschnittlich nur noch 0,4 bis 0,8 Kilometer pro Tag zu Fu zurck2 Das ist viel zu wenig gemessen an dem Bewegungspensum, das gesundheitlich sinnvoll wre Die Weltgesundheitsorganisation WHO rt dazu, sich tglich mindestens 30 Minuten intensiv zu bewegen Bei Jugendlichen sollten es tglich sogar 60 Minuten sein und fr Kinder werden sogar 23 Stunden tglich empfohlen3 Alltagswege zu Fu, sind eine gute Mglichkeit, diese Vorgaben zu erreichen Das Ministerium fr Bauen, Wohnen, Stadt-entwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen wirbt unter anderem mit folgenden Gesundheitsargumenten fr seinen Aktionsplan Nahmobilitt:

    Zweimal pro Woche intensiv bewegen reduziert das Risiko fr Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf ein Zwanzigstel

    30 Minuten Bewegung pro Tag halbiert das Herzinfarktrisiko und mindert die Anflligkeit fr Schlaganflle auf fast ein Drittel

    Regelmige Bewegung reduziert das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, um 60 %

    Das Darmkrebsrisiko sinkt durch Bewegung um die Hlfte und das Brustkrebsrisiko um 30 bis 40 %4

    Dazu kommt, dass regelmige Fuwege helfen, Staus zu vermeiden und den Verkehrslrm zu reduzieren Jede eingesparte Autofahrt wirkt sich zudem positiv auf das Klima aus Alles gute Grnde, den Fuverkehr zu strken Und das Thema scheint an Aktualitt zu gewinnen: 2013 fand in Mnchen mit der Walk21, seit langem der erste groe internationale Fugn-gerkongress in Deutschland statt Im September 2014 fhren die Unfallforschung der Versicherer (UDV), der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Bergische Universitt (BUW) mit dem 1 Deutschen Fugngerkongress dieses Thema fort5 Umso wichtiger ist es, auch die Sicherheit von Fugngerinnen und Fugngern in den Fokus zu rcken Das ist Anlie-gen des VCD Stdtechecks 2014

    1 MiD 20082 Grober 20073 Ministerium fr Bauen, Wohnen Stadtentwicklung und Verkehr NRW 2012:94 ebenda:105 wwwudvde/de/info/veranstaltungen/1-deutscher-fussverkehrskongress

    Modal Split der Wege 2008

    24 27 2932 38

    10 1014 10

    7

    58 49 4251 43

    9 15 146 11

    0%

    10%

    20%

    30%

    40%

    50%

    60%

    70%

    80%

    90%

    100%

    gesamt Kernstdte Kinder bis 17 Jahre

    65-74 Jahre 75 und lter

    Modal Split der Wege 2008

    PNV

    Auto

    Fahrrad

    Fu

    100 %

    90 %

    80 %

    70 %

    60 %

    50 %

    40 %

    30 %

    20 %

    10 %

    0 %

  • 6VCD Stdtecheck 2014 Verkehrssicherheit von Fugnger/-innen 09/2014

    2 Der VCD Stdtecheck 2014: Sicherheit von Fugngerinnen und FugngernDas Einfhrungskapitel hat verdeutlicht, dass die Frderung des Fuverkehrs ein wichtiger Teilaspekt zur Frderung der Nahmobilitt ist, auch wenn er weniger Beachtung erfhrt, als der Radverkehr Neben der Aufenthaltsqualitt in den Straen und der nutzerfreundlichen Fhrung von Fugngerrouten ist die Verkehrssicherheit von Fugngerinnen und Fugngern ein wesentlicher Erfolgsfaktor zur Frderung des Fuverkehrs Denn nur wer als Fugnger unfallfrei unterwegs sein kann, wird auch gerne zu Fu gehen

    Verkehrsunflle mit Fugngern und Fugngerinnen sind ein Thema der Stdte und Drfer In den vergan