Vertecem V+ System. Mobile/Synthes International...¢  2 Synthes Vertecem V+ System Operationstechnik

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  • Vertecem V+ System. Verbesserte Viskosität für kontrollierte Injektion.

    Operationstechnik

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  • Synthes 1

    Inhaltsverzeichnis

    Einführung

    Operationstechnik

    Produktinformation

    Bibliografie 32

    Vertecem V+ System 2

    AO Prinzipien 4

    Indikationen und Kontraindikationen 5

    Präoperative Planung 6

    Lagerung des Patienten 8

    Operativer Zugang – Optionen 9 – A Geführte Technik 9 – B Direkter Zugang 13 – C Biopsie-Technik 16

    Vorbereitung und Injektion von Vertecem V+ Zement 18

    Entfernung der Kanüle 26

    Postoperative Vorgehensweise 27

    Hinweise und Warnungen 28

    30

    Bildverstärkerkontrolle

    Warnung Diese Beschreibung reicht zur sofortigen Anwendung des Produkts nicht aus. Eine Einweisung in die Handhabung dieses Produkts durch einen darin erfahrenen Chirurgen wird dringend empfohlen.

    Aufbereitung, Wartung und Pflege von Synthes Instrumenten Allgemeine Richtlinien und Informationen zur Funktionskontrolle und Demontage mehrteiliger Instrumente finden Sie unter: www.synthes.com/reprocessing

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  • 2 Synthes Vertecem V+ System Operationstechnik

    Vertebroplastiespezifische Spritzen Vertecem V+ Spritzen haben breite, integrierte Flügel sowie verstärkte Spritzen kolben für ausgezeichnete Kraftübertragung kombiniert mit gutem taktilem Feedback.

    Grosse Auswahl an Vertebroplastiekanülen Ein breites Sortiment an Kanülen mit Diamantschliff und Schrägschliff bietet Lösungen für alle Anforderungen und Präferenzen. Alle Kanülen sind sowohl für die Zementinjektion durch die Frontöffnung geeignet als auch für die Injektion durch die seitliche Öffnung für eine bessere Kontrolle des Zement- flusses.

    Gebrauchsfähige Viskosität Bei Vertecem V+ Zement entfällt die Wartezeit bis zum Erreichen der für die Injektion optimalen Zementviskosität. Die Injektionsphase des gebrauchs - fähigen Zements darf bei Raumtempe- ratur bis zu circa 27 Minuten dauern und bietet Ärzten somit die Möglich- keit, Zement unter deutlich verkürzten zeitlichen Vorgaben zu injizieren.

    Anwenderfreundlich und effizient Das Vertecem V+ System ist ein ge- schlossenes, sauberes und anwender- freundliches Vertebroplastiesystem. Dank der Modularität der angebotenen Kits können die Ärzte Operationen effizient durchführen.

    Vertecem V+ System. Verbesserte Viskosität für kontrollierte Injektion.

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  • A B

    Zement-Fliessverhalten im Vergleich: Injektion durch Kanüle mit frontaler Öffnung (A) und Kanüle mit seitlicher Öffnung (B). Bei identischer Platzierung der Kanülen zeigt sich bei Verwendung der Kanüle mit seitlicher Öffnung nach Injektion von 2 cc deutlich, dass der Zement in den medialen Teil des Wirbelkörpers eintritt.

    Lenkung des Zements durch die seitliche Öffnung

    Synthes 3

    Vertecem V+ Spritzen-Kit: Vertecem V+ Spritzen-Kit mit Ab- sperrhahn für einfache, saubere und schnelle Befüllung der 1 cc und 2 cc Spritzen.

    Vertebroplastie Kanülen-Kit: – 8 Ga (blau), 10 Ga (gelb) und

    12 Ga (grün) Kanülen mit Diamantschliff und Schrägschliff.

    – Optionales Biopsie-Kit für 8 Ga und 10 Ga Kanülen.

    Vertecem V+ Zement-Kit Zur Optimierung der visuellen Kontrol- lierbarkeit bei der Zementinjektion enthält Vertecem V+ Zement 40% Zirconiumdioxid. Zusammen mit weite- ren 15% Hydroxylapatit besteht Vertecem V+ Zement zu 55% aus keramischen Komponenten und nur zu 45% aus PMMA.

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  • 4 Synthes Vertecem V+ System Operationstechnik

    AO Prinzipien

    1958 formulierte die Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthese- fragen, AO, vier Grundprinzipien1, die heutigen Leitlinien für Osteosynthese. Diese Prinzipien haben auch in der Wirbel- säulenchirurgie Gültigkeit: – Stabile Osteosynthese – Erhalt der Blutversorgung – Frühzeitige aktive, schmerzfreie Mobilisierung – Anatomische Reposition

    In Bezug auf die Vertebroplastie (VP) können diese Prinzipien wie folgt ausgelegt werden:

    Stabile Osteosynthese Die Injektion von Vertecem V+ Zement ermöglicht das Ein- dringen in den spongiösen Knochen. Dies verbessert den trabekulären Zusammenhalt, Mikrobewegungen innerhalb des Wirbelkörpers werden verhindert.

    Schmerzlinderung Die Wiederherstellung der mechanischen Eigenschaften des Wirbelkörpers durch eine Vertebroplastie führt in den meis- ten Fällen (80% bis 90%)2 zu einer raschen Schmerzlinde- rung. Damit ist die Vertebroplastie eine effektive Schmerzbe- handlung.

    Minimalinvasiver Zugang Die angewendeten perkutanen Techniken ermöglichen den sicheren, minimalinvasiven Zugang zum Wirbelkörper.

    Frakturreposition/Wiederherstellung der Höhe Die Vertebroplastie allein ermöglicht keine aktive Reposition der Wirbelkörperfraktur. Es ist möglich, die spontane Reposi- tion durch geeignete körperliche Positionierung nach der Augmentation zu erhalten. Dies stabilisiert die Fraktur und stoppt den weiteren Kollaps des Wirbelkörpers.

    Bei Wirbelkompressionsfraktur (VCF) kann die Höhe durch eine zusätzliche Versorgung mit dem Synthes Vertebral Body Stenting (VBS) System wiederhergestellt werden. Hinsichtlich der Indikationen siehe Operationstechnik zum VBS.

    Frühe Mobilisierung Die minimalinvasive Injektionstechnik für Vertecem V+ Zement erzielt sofortige Stabilität und ermöglicht, sobald verträglich, die Mobilisierung des Patienten und die Wiederaufnahme der Aktivitäten des täglichen Lebens.

    1 Müller ME, Allgöwer M, Schneider R, Willenegger H (1995) AO Manual of Internal Fixation. 3rd, expanded and completely revised ed. 1991. Berlin, Heidelberg, New York: Springer

    2 McGraw JK, et al. (2002): Prospective evaluation of pain relief in 100 patients undergoing percutaneous vertebroplasty, results and follow-up. JVIR.; 13:883 –886

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  • Synthes 5

    Indikationen und Kontraindikationen

    Indikationen Indikationen für Vertecem V+ Knochenzement sind: – Wirbelkompressionsfrakturen (VCF) – Progressive Kompressionsfrakturen eines oder multipler

    Wirbel mit nachfolgender Entwicklung zunehmender Kyphose

    – Patienten mit andauernder Instabilität nach einer Wirbelkörperfraktur

    – Kombinierte Vorgehensweisen mit interner Fixation bei Osteoporose

    – Osteolyse – Metastatische Läsionen – Hämangiom vom aggressiven Typ

    Kontraindikationen – Infektionen – Patienten mit Gerinnungsstörungen – Patienten mit schwerer kardialer und/oder respiratorischer

    Insuffizienz – Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit oder Allergie

    gegen eine der Komponenten von Vertecem V+ Knochen- zement (siehe Gebrauchsinformation Zementzusammen- setzung)

    – Vertebra plana oder wenn der sichere perkutane Zugang zum Wirbelkörper nicht gewährleistet ist

    – Instabile Wirbelkörperfrakturen mit Beteiligung der posterioren Wand bei Einzelverfahren zur Wirbelkörper - augmentation (z.B. Vertebroplastie)

    – Verletzungen der Pedikelwand in der Vorgeschichte (transpedikulärer Zugang)

    – Frakturen oder Neoplasie mit einhergehender Verengung des Spinalkanals (über 20%) und Myelopathie

    – Myelopathie infolge einer Retropulsion von Wirbelfrag- menten

    – Zufriedenstellender Erfolg bei konservativer Behandlung – Asymptomatische, stabile Wirbelkörperfrakturen – Vertecem V+ Knochenzement darf nicht zur Fixierung von

    Gelenkersatz verwendet werden.

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  • 6 Synthes Vertecem V+ System Operationstechnik

    1 Klinische Vorbereitung

    Die präoperative Vorbereitung beinhaltet die sorgfältige Be- fragung und Untersuchung des Patienten einschliesslich: – Krankengeschichte des Patienten (Art der Schmerzen und

    Zeitpunkt des Auftretens) – Möglichst im Stehen aufgenommene Röntgenbilder der

    Brust- und Lendenwirbelsäule in zwei Ebenen für die Beurteilung von Fraktur und Wirbelsäulenausrichtung

    – Bei mehrdeutigen Röntgenbildern eine spinale CT- oder MR-Aufnahme (idealerweise mit STIR-Frequenz) der schmerzenden Region der

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