Vom - .3 10. vom 7. März 2013 „Empfehlungen zur Eignungsabklärung in der ersten Phase der Lehrerbildung“

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    Rechtsverordnung des Kultusministeriums ber Rahmenvorgaben fr die Umstellung der allgemein bildenden Lehramtsstudiengnge an den

    Pdagogischen Hochschulen, den Universitten, den Kunst- und Musikhochschulen sowie der Hochschule fr Jdische Studien Heidelberg auf

    die gestufte Studiengangstruktur mit Bachelor- und Masterabschlssen der Lehrkrfteausbildung in Baden-Wrttemberg (Rahmenvorgabenverordnung

    Lehramtsstudiengnge - RahmenVO-KM)

    Vom

    Es wird verordnet auf Grund von

    1. 35 Absatz 3 des Schulgesetzes in der Fassung vom 1. August 1983 (GBl. S.

    397), gendert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 18. Dezember 1995 (GBl. 1996

    S. 29),

    2. 15 Absatz 4 des Landesbeamtengesetzes (LBG) vom 9. November 2010 (GBl.

    S. 793, 794),

    3. 34 Absatz 5 des Landeshochschulgesetzes (LHG) vom 1. Januar 2005 (GBl. S.

    1) , zuletzt gendert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 1. April 2014 (GBl. S. 99)

    im Einvernehmen mit dem Wissenschaftsministerium:

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    Anwendungsbereich, Bezeichnungen, Grundlagen, Ziele

    (1) Die gestuften lehramtsbezogenen Studiengnge sichern die Professionalitt und

    Qualitt knftiger Lehrkrfte allgemein bildender Schulen; sie vermitteln dafr inte-

    griert fachwissenschaftliche, fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Kennt-

    nisse und Kompetenzen sowie schulpraktische Erfahrungen. Sie erffnen auch die

    Mglichkeit, sich andere Berufsfelder sowie den vereinfachten Einstieg in fachwis-

    senschaftliche Studiengnge zu erschlieen.

    (2) Diese Verordnung bestimmt grundlegende Elemente des Bachelor- und Master-

    studiums sowie fr alle Fcher und Fachrichtungen Kompetenzen und Studieninhal-

    te, die in den Studien- und Prfungsordnungen der Pdagogischen Hochschulen, der

    Universitten, der Kunsthochschulen und Musikhochschulen sowie der Hochschule

    fr Jdische Studien Heidelberg umgesetzt werden.

    (3) Die genannten Hochschulen haben bei der Umstellung auf die gestufte Studien-

    gangstruktur folgende Beschlsse der Kultusministerkonferenz (KMK) in der jeweils

    geltenden Fassung zu beachten:

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    1. vom 6. Mai 1994 in der Fassung vom 10. Oktober 2013 Rahmenvereinbarung

    ber die Ausbildung und Prfung fr sonderpdagogische Lehrmter (Lehr-

    amtstyp 6)

    2. vom 28. Februar 1997 in der Fassung vom 10. Oktober 2013 Rahmenverein-

    barung ber die Ausbildung und Prfung fr Lehrmter der Grundschule bzw.

    Primarstufe (Lehramtstyp 1)

    3. vom 28. Februar 1997 in der Fassung vom 7. Mrz 2013 Rahmenvereinba-

    rung ber die Ausbildung und Prfung fr Lehrmter fr alle oder einzelne

    Schularten der Sekundarstufe I (Lehramtstyp 3)

    4. vom 28. Februar 1997 in der Fassung vom 7. Mrz 2013 Rahmenvereinba-

    rung ber die Ausbildung und Prfung fr Lehrmter fr die Sekundarstufe II

    (allgemeinbildende Fcher) oder fr das Gymnasium (Lehramtstyp 4)

    5. vom 10. Oktober 2003 in der Fassung vom 4. Februar 2010 Lndergemein-

    same Strukturvorgaben fr die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudi-

    engngen

    6. vom 16. Dezember 2004 in der Fassung vom 12. Juni 2014 Standards fr die

    Lehrerbildung: Bildungswissenschaften

    7. vom 2. Juni 2005 Eckpunkte fr die gegenseitige Anerkennung von Bachelor-

    und Masterabschlssen in Studiengngen, mit denen die Bildungsvorausset-

    zungen fr ein Lehramt vermittelt werden

    8. vom 16. Oktober 2008 in der Fassung vom 11. Dezember 2014 Lnderge-

    meinsame inhaltliche Anforderungen fr die Fachwissenschaften und Fachdi-

    daktiken in der Lehrerbildung

    9. vom 7. Mrz 2013 in der Fassung vom 27. Dezember 2013 Regelungen und

    Verfahren zur Erhhung der Mobilitt und Qualitt von Lehrkrften; Lnder-

    gemeinsame Umsetzungsrichtlinien fr die Anpassung von Regelungen und

    Verfahren bei der Einstellung in Vorbereitungs- und Schuldienst sowie fr die

    Anerkennung von Studien- und Prfungsleistungen in Studiengngen der

    Lehramtsausbildung

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    10. vom 7. Mrz 2013 Empfehlungen zur Eignungsabklrung in der ersten Phase

    der Lehrerbildung.

    Die Beschlsse der KMK sind verffentlicht im Internet unter www.kmk.org und in der

    Sammlung der Beschlsse der Stndigen Konferenz der Kultusminister der Lnder in

    der Bundesrepublik Deutschland, Loseblattwerke, Carl Link Verlag.

    (4) Die von allgemein bildenden Lehramtsstudiengngen mit dem Abschluss Erstes

    Staatsexamen fr ein Lehramt auf die gestufte Studiengangstruktur umgestellten

    Studiengnge der Lehrkrfteausbildung werden nach den Lehramtstypen der Rah-

    menvereinbarungen der KMK auf das Lehramt Grundschule (Lehramtstyp 1 nach

    Absatz 3 Nummer 2), Lehramt Sekundarstufe I (Lehramtstyp 3 nach Absatz 3 Num-

    mer 3), Lehramt Gymnasium (Lehramtstyp 4 nach Absatz 3 Nummer 4) und Lehramt

    Sonderpdagogik (Lehramtstyp 6 nach Absatz 3 Nummer 1) ausgerichtet. Sie um-

    fassen jeweils lehramtsbezogen einen Bachelor of Education, Bachelor of Arts, Ba-

    chelor of Science, Bachelor of Fine Arts oder Bachelor of Music und einen ebenfalls

    lehramtsbezogenen Master of Education, der den Zugang zum Vorbereitungsdienst

    fr das jeweilige aufgefhrte Lehramt vermittelt. Beim Lehramt Grundschule erffnet

    das mit 240 Leistungspunkten nach dem europischen System zur bertragung und

    Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS-Punkte) nach 2 Absatz 3 absolvierte

    Studium den Zugang zum entsprechenden Vorbereitungsdienst.

    2

    Studienumfang, Regelstudienzeiten, Kooperationen, Schulpraxis

    (1) Der Studien- und Prfungsumfang fr Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungs-

    wissenschaften und schulpraktische Anteile betrgt fr die Bachelor- und Masterstu-

    diengnge insgesamt 300 ECTS-Punkte und wird in dieser Verordnung jeweils in-

    nerhalb der erforderlichen Gesamtleistung fr den Bachelor- (180 ECTS-Punkte) und

    den Masterstudiengang (120 ECTS-Punkte) zusammen ausgewiesen; fr das Lehr-

    amt Gymnasium mit Kunst oder Musik betrgt er 360 ECTS-Punkte nach 6. Die

    jeweilige Aufteilung der Studienanteile und Studieninhalte auf den Bachelor- und den

    Masterstudiengang nehmen die Hochschulen in ihren jeweiligen Studien- und Pr-

    fungsordnungen vor. Beim Studiengang fr das Lehramt Grundschule werden fr

    den Masterstudiengang pauschal 60 ECTS-Punkte aus dem Vorbereitungsdienst auf

    den Abschluss Master of Education angerechnet. Hierfr wird von den zustndigen

    Staatlichen Seminaren fr Didaktik und Lehrerbildung den Anwrterinnen und Anwr-

    tern pauschal eine erfolgreich durchlaufene Ausbildungszeit von zwlf Monaten im

    Vorbereitungsdienst fr das Lehramt Grundschule schriftlich besttigt.

    http://www.kmk.org/
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    (2) In ihren Studien- und Prfungsordnungen knnen die Hochschulen ECTS-Punkte

    fr angebotene Module entsprechend den in 4 Absatz 1 und 2, 5 Absatz 1, 6

    Absatz 1, 2 und 3 sowie 7 Absatz 1 ausgewiesenen Tabellen variieren; die Ge-

    samtanzahl der ECTS-Punkte fr den Bachelorstudiengang beziehungsweise fr den

    Masterstudiengang bleibt davon unberhrt.

    (3) Die Regelstudienzeiten betragen fr die Studiengnge der Lehrmter Sekundar-

    stufe I, Gymnasium und Sonderpdagogik jeweils zehn Semester (davon sechs Se-

    mester fr den Bachelorstudiengang und vier Semester fr den Masterstudiengang),

    bei den Studiengngen des Lehramts Gymnasium mit Kunst oder Musik zwlf Se-

    mester (davon acht Semester fr den Bachelorstudiengang und vier Semester fr

    den Masterstudiengang) und bei den Studiengngen fr das Lehramt Grundschule

    acht Semester (davon sechs Semester fr den Bachelorstudiengang und zwei Se-

    mester fr den Masterstudiengang).

    (4) Soweit in den Anlagen 2 und 4 vorgeschriebene Kenntnisse in einer alten Fremd-

    sprache (Latein, Griechisch, Hebrisch) nicht durch das Reifezeugnis nachgewiesen

    sind, bleiben je Fremdsprache bis zu zwei Semester unbercksichtigt. Sind moderne

    Fremdsprachen Studienvoraussetzung, knnen fr diese, mit Ausnahme von Eng-

    lisch, zusammen bis zu zwei Semester zustzlich verwendet werden. Diese Studien-

    voraussetzungen sind Zulassungsvoraussetzung zum Vorbereitungsdienst.

    (5) Bei der Ausgestaltung der Studiengnge streben die beteiligten Hochschulen so-

    weit als mglich strukturierte und institutionalisierte Kooperationen an.

    (6) Der bergang von einem lehramtsbezogenen Bachelorstudiengang auf einen auf

    ein anderes Lehramt bezogenen Masterstudiengang ist auch hochschulbergreifend

    mglich. Gegebenenfalls fehlende fachliche Qualifikationen und schulpraktische Stu-

    dien sind nachzuholen. Studiengnge fr das Lehramt Grundschule, das Lehramt

    Sekundarstufe I und fr das Lehramt Sonderpdagogik bleiben den Pdagogischen

    Hochschulen zugeordnet. Studiengnge fr das Lehramt Gymnasium bleiben den

    Universitten, Musikhochschulen, Kunsthochschulen sowie der Hochschule fr Jdi-

    sche Studien Heidelberg zugeordnet.

    (7) Studiengnge mit dem Ziel eines nach 1 Absatz 4 lehramtsbezogenen Bachelo-

    rabschlusses des Lehramts Sekundarstufe I werden von den Pdagogischen Hoch-

    schulen, Studiengnge mit dem Ziel eines entsprechenden lehramtsbezogenen Ba-

    chelorabschlusses des Lehramts Gymnasium werden von den Universitten, Musik-

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    hochschulen, Kunsthochschulen sowie der Hochschule fr Jdische Studien Heidel-

    berg angeboten. Die in Satz 1 genannten Hochschulen knnen gemeinsam verant-

    wortete Studiengnge mit dem Abschluss Master of Education anbieten. Sie koope-

    rieren miteinander bei Fcherkombinationen mit Bildender Kunst, Musik oder Jdi-

    scher Rel