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    Lebenshilfe

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    4/2015

    Zeitung der Lebenshilfe NRW Ausgabe Olpe

    15890_Titelseite Olpe/ cyan magenta yellow schwarz

    IHR KONTAKT VOR ORT

    Susanne Schtz

    Telefon: (0 27 61) 94 21 51

    E-Mail: schoetz.susanne@ lebenshilfe-nrw.de

    Lebenshilfe Wohnen NRW gGmbH Lebenshilfe Center Olpe Franziskanerstrae 10 57462 Olpe

    IMPRESSUM SEITE 1n Herausgeber: Lebenshilfe NRW,

    Lebenshilfe Wohnen NRW gGmbH, Abtstrae 21, 50354 Hrth

    n Redaktion: Karina Scheld und Susanne Schtz

    n Presserechtlich verantwortlich: Herbert Frings, Hauptgeschftsfhrer Monika Oncken, Geschftsfhrerin

    n Teilauflage: 12 000 Exemplare

    Knstler auf Tour groes Verkaufstalentunst kann Brcken bauen und Kunst kann Barrieren einreien. Sie gibt den

    Blick frei auf Neues und Unbe-kanntes. Desweiteren gibt es kein Falsch und Richtig; Kunst liegt im Auge des Betrachters. Auch Men-schen mit Behinderung knnen ihre knstlerischen Talente ausleben und mchten diese der ffentlich-keit zugnglich machen.

    Die Heider Kunsttour ist kein ge-whnlicher Markt, vielmehr ist es ein groes Sommerfest fr Knstler, das alle zwei Jahre stattfindet und das gesamte Dorf in einen bunten Park verwandelt. Im Vordergrund steht weniger der Verkauf, sondern die Arbeit, die Gesprche, die Un-verbindlichkeit und das gemeinsa-me Interesse.

    Seit 2009 ist die Lebenshilfe aus Wenden ein fester Teilnehmer des Kunstmarkts in Heid, auch 2015 begrten Bewohner und Pdago-gen der Einrichtung bei strahlen-dem Sonnenschein die Besucher an Stand Nummer eins. Dort wurden nicht nur Eigenkreationen prsen-tiert; vielmehr gab es Angebote, bei

    denen Besucher, insbesondere Kin-der, die durch das Bedrucken von Einkaufstaschen mittels Lavendel-l mit einbezogen wurden, sowie

    handgemachte Musik von Andre-as Niklas als Untermalung.

    K

    Soziales Jahr als Wegweiser ins Leben Soziales Engagement sorgt bei Jugendlichen fr berufliche und persnliche Orientierung

    ach der Schule noch keine rechte Idee, wo es hingehen soll? Den Wunsch, sich fr

    das Gemeinwohl zu engagieren? Dann knnte ein soziales Jahr im Lebenshilfe Center Olpe die richtige Entscheidung sein. FSJ und BFD so vielfltig und verwirrend die Be-zeichnungen inzwischen sein m-gen, so einheitlich ist die Absicht, die dahinter steckt: Orientierung finden. Ein soziales Jahr, wie es auch die Lebenshilfe anbietet, kann die Entwicklung einer beruflichen Perspektive aber auch der eigenen Persnlichkeit nachhaltig frdern.

    Neben dem Kennenlernen un-terschiedlichster Arbeitsfelder der ambulanten Hilfen gehren Selbst-erfahrung und Selbstreflexion zu den wesentlichen Inhalten. Je nach Interesse der Absolventen knnen Menschen mit Behinderung im Am-bulant Untersttzten Wohnen, im Familienuntersttzenden Dienst, in der schulischen Integrationshilfe oder bei diversen Freizeitaktivitten begleitet werden.

    Die Mglichkeit, sowohl prakti-sche Erfahrungen als auch soziale Kompetenzen zu erwerben macht ein solches Jahr besonders fr Schul-abgnger attraktiv, wei Britta Grammel, Leiterin des LH Centers

    Lernen frs Leben: Lea Grella (hier mit Tim Zimmermann im Ferien-programm) hat mit ihrem Praktikum im Lebenshilfe Center Olpe die richtige Entscheidung getroffen. Foto: Susanne Schtz

    Olpe. Und im Lebenslauf wirkt das freiwillige Engagement immer gut.

    Aber auch gestandene Mitbr-ger bis 60 Jahre knnen durch den neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD) noch einmal vllig andere Im-pulse erhalten. Freiwillige, die lter als 27 Jahre sind, sollen sich nach der Gesetzesintention wchentlich fr mindestens 20 Stunden ver-pflichten. Sie bekommen Taschen-geld, Verpflegung, Urlaub und Fort-bildung sowie eine kontinuierliche fachliche Beratung.

    Die Bedingungen sind beim Frei-willigen Sozialen Jahr (FSJ) iden-tisch allerdings ist dieses in jedem Fall eine Vollzeit-Beschftigung. Junge Leute bis zu 26 Jahren lernen so das ganz normale Berufsleben kennen. Wer in der Arbeit mit und fr Menschen mit Behinderung eine berufliche Perspektive sieht, sichert sich durch entsprechendes Engage-ment im sozialen Jahr gute Chan-cen auf einen Ausbildungsplatz als Heilerziehungspfleger/in bei der Le-benshilfe.

    Interessierte knnen sich ab so-fort im Lebenshilfe Center Olpe, Franziskanerstrae 10, Telefon (0 27 61) 9 42 31 51 nher infor-mieren und/oder bewerben. Ger-ne auch per E-Mail an: lhc-olpe@lebenshilfe-nrw.de Schtz

    N

    Fotos: Scheld

    Den originellen Dekorationsarti-keln, der Offenheit und dem Ver-kaufstalent der Bewohner sei Dank, wurden alle angebotenen Waren restlos verkauft. Im direkten Dia-log mit den Besuchern des Kunst-

    marktes erfuhren die Bewohner der Lebenshilfe Anerkennung fr die eigene Leistung und konnten nach einem langen Tag stolz die Heimrei-se antreten mit leeren Kisten im Gepck. Scheld

    Bewohner des Hauses Lebenshilfe in Wenden auf dem Kunstmarkt Foto: Schramm

    INHALT

    n DortmundBesonderes WG-Miteinander: Stu-denten und Menschen mit Behin-derung wohnen gemeinsam und erfahren viel ber das Leben des anderen.

    Seite 2

    n KlnBernd Stelter spielt Gitarre, Klavier und Theater. Der Entertainer unterhlt sein Publikum auf der Bhne mit viel Humor. Er liest und radelt gerne. Lesen Sie mehr ber Bernd Stelter privat auf Seite 2

    n Bad LippspringeChance auf reale Teilhabe am Arbeitsleben: Adelheid Hoff-bauer gehrt zu den Pionieren unter den Integrationsunterneh-men in Westfalen-Lippe.

    Seite 3

    n Mnchen/BerlinFC Bayern Mnchen erhlt Medi-enpreis BOBBY: Der deutsche Re-kordmeister hat am Down-Syn-drom-Tag ein Zeichen fr Vielfalt und Inklusion gesetzt.

    Seite 4

  • Lebenshilfe

    2

    15890_Inhaltseite 2/ cyan magenta yellow schwarz

    Besonderes MiteinanderInklusive Hausgemeinschaft: Studenten und Menschen mit Behinderung wohnen gemeinsam und erfahren viel ber ihr Leben

    Gemeinsam aktiv: Bewohner und Mitarbeiter der inklusiven Hausgemeinschaft in Dortmund. Foto: Lebenshilfe Dortmund

    Post von Bernd Stelter Genieer-Spieer

    ernd Stelter spielt Gitarre, Klavier und Theater. Der 54-jhrige Entertainer aus

    Unna unterhlt sein Publikum auf der Bhne mit viel Humor und be-zeichnet sich selbst als Genieer-Spieer. Er liest und radelt gerne, mag Vitello Tonnato und engagiert sich fr verschiedene soziale Pro-jekte. Lesen Sie mehr ber Bernd Stelter privat im journal-Steckbrief.

    1. Meine Hobbies:Ich bin eine Leseratte. Seit eini-

    ger Zeit lese ich immer ein aktuelles Buch und danach einen Klassiker. Spannend, wie gut mir heute B-cher gefallen, die ich in der Schule gehasst habe. 2. Mein Lieblingsessen:

    Vitello Tonnato, wenn es denn richtig gut gemacht ist. Zartes, dnn aufgeschnittenes Kalbfleisch, mit einer selbst gemachten Thunfisch-Mayonnaise und Kapernpfeln. Ich knnte mich reinlegen. 3. Mein Traumreiseziel:

    Ich mchte gern einmal mit einem weien Dampfer von Anchorage, Alaska, nach Kalifornien schippern. Bleibt wohl nur ein Traum, aber so lautete ja die Frage, nicht wahr? 4. Licht aus, Kamera aus so bin ich privat:

    Ich habe mir mal von meinem Freund Notker, mit dem ich schon seit zwanzig Jahren zusammen schreibe, eine bse Kritik eingefan-gen, weil ich mich selbst als Genie-er-Spieer bezeichnet habe. Er meinte, das klingt muffig-konser-vativ. Mag sein. Aber mir gefllts, und es ist doch viel knackiger und prgnanter als Freundlicher Phi-lanthrop, Freund des Weines und des Buches, Familienmensch, der den Sden der Niederlande zu sei-nem Zweitdomizil und das Leben auf Tournee zu Beruf und Hobby erklrt hat. 5. Ich bin Lebemann oder Sparfuchs?

    Grozgig, aber nicht grospurig. Sparsam, aber nicht geizig. 6. Den ersten Tag meines Urlaubs beginne ich mit:

    Der Radtour an unserem Strand in Holland. Da gehe ich auf den Deich

    zu. Man kann das Wasser noch nicht sehen, aber man kann es spren. Wenn ich zum ersten Mal ber dem Deich die Brandung sehen kann, spre ich immer eine gewaltige Lust zu leben. Sren Kierkegaard hat einmal gesagt: Verstehen kann man das Leben nur rckwrts. Le-ben muss man es vorwrts! 7. Mein Lebenswunsch/grter Lebenstraum:

    Zufrieden werden und Mensch bleiben.8. Mein ganz persnliches Engage-ment:

    Ich engagiere mich sehr gern fr meine Bornheimer Brger-Stiftung Unsere Kinder, unsere Zukunft, die habe ich selber mit ins Leben gerufen. Denn es ist wichtig, etwas fr die Jugendarbeit zu tun, vor al-lem in Zeiten, in denen sich viele Kommunen das nicht mehr leisten knnen.

    B

    GWohnung wohnen kann und nicht im Pflegeheim wohnen muss, sagt Petra Hollmeier, die gleich zu Be-ginn in die Hausgemeinschaft ein-gezogen ist und den Austausch zu den anderen Mitbewohnern gut findet.

    Indra Paas wohnt und arbeitet in der Hausgemeinschaft. Die 23-Jhri-ge arbeitet 16 Stunden pro Woche fr die Lebenshilfe Dortmund in der Hausgemeinschaft und studiert Soziale Arbeit. Indra Paas: Wir ler-nen voneinander und die Grenzen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung existieren hier nicht mehr.

    Die Servicewohnung gilt gleich-zeitig als Treffpunkt fr alle Haus-bewohner, damit sie sich austau-schen und gemeinsame Aktionen

    planen knnen. So standen in der Vergangenheit gemeinsame Grill- abende und Unternehmungen auf dem Programm: Der Austausch untereinander ist gut und wichtig. Eine Bewohnerin mit Behinderung hat einen Studenten zur Uni be-gleitet und so wertvolle Einblicke in sein Leben erhalten, sagt Gabrie-le Hennig-Gruber, Bereichsleitung Ambulantes Wohnen der Lebenshil-fe Dortmund.

    Gabriele Hennig-Gruber: Es geht um ein gleichwertiges Verhltnis. Und darum Berhrungsngste und Vorurteile abzubauen. Der Erfolg der Hausgemeinschaft zeige, dass Interesse und Bedarf hoch sind, viel-leicht zuknftig noch weitere Haus-gemeinschaften dieser Art umzuset-zen. vw

    emeinsam voneinander zu erfahren, wie das Leben des anderen aussieht. Die in