ZTV ING Part 3

Embed Size (px)

DESCRIPTION

Concrete specifications germany bastguidelinesprescriptive requirements

Text of ZTV ING Part 3

  • Stand:03/12

    Bundesanstalt fr Straenwesen

    Zustzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien

    fr Ingenieurbauten

    ZTV-ING

    Teil 3 Massivbau

    Abschnitt 1 Beton

  • ZTV-ING - Teil 3 Massivbau - Abschnitt 1 Beton

    Stand: 03/12 2

    Inhalt Seite

    1 Allgemeines .......................................... 3

    2 Anforderungen an die Ausgangsstoffe .................................... 3

    2.1 Gesteinskrnungen ................................ 3

    2.2 Zemente ................................................. 3

    2.3 Zugabewasser ....................................... 3

    2.4 Zusatzstoffe ........................................... 3

    2.5 Zusatzmittel ............................................ 3

    3 Anforderungen an die Betonzu-sammensetzung ................................... 3

    3.1 Verwendung von Gesteinskrnungen.... 3

    3.2 Verwendung von Zusatzstoffen ............. 4

    3.3 Verwendung von Zusatzmitteln ............. 4

    3.4 Betontemperatur .................................... 5

    3.5 Chloridgehalt .......................................... 5

    4 Anforderungen in Abhngigkeit von Expositionsklassen ...................... 5

    5 Anforderungen an den Frischbeton ... 6

    6 Anforderungen an den Festbeton ...... 6

    7 Festlegung des Betons ....................... 6

    7.1 Beton nach Zusammensetzung ............. 6

    7.2 Beton nach Eigenschaften ..................... 7

    8 Lieferung von Frischbeton ................. 7

    8.1 Angaben des Betonherstellers fr den Verwender .............................................. 7

    8.2 Lieferschein fr Transportbeton ............. 7

    8.3 Lieferschein fr Beton von Fertigteilen .. 7

    8.4 Konsistenz bei Lieferung ....................... 7

    9 Produktionslenkung ............................ 7

    9.1 Betonzusammensetzung und Erstprfung ............................................ 7

    9.2 Lagerung der Baustoffe ......................... 7

    9.3 Verfahren der Produktionslenkung ........ 7

    10 Prfungen von Frisch- und Festbeton .............................................. 8

    10.1 Bestimmung des Wassergehalts durch Darren .......................................... 8

    10.2 Prfung des Wassereindringwiderstands ................... 8

  • ZTV-ING - Teil 3 Massivbau - Abschnitt 1 Beton

    Stand: 03/12 3

    1 Allgemeines (1) Der Teil 3 Abschnitt 1 gilt nur in Verbindung mit dem Teil 1 Allgemeines.

    (2) Es gilt DIN-Fachbericht Beton, in dem DIN EN 206-1 und die in DIN 1045-2 festgelegten nderungen und Ergnzungen zusammengefasst sind.

    (3) Bei Bezugnahme auf DIN 1045-1 in dem DIN-Fachbericht Beton ist stattdessen der DIN-Fachbericht Betonbrcken anzuwenden.

    (4) Hochfester Beton und selbstverdichtender Be-ton drfen nur mit Zustimmung des Auftraggebers verwendet werden.

    (5) Fr Beton fr Fertigteile gelten DIN-Fach-bericht Beton und DIN 1045-4.

    2 Anforderungen an die Ausgangsstoffe

    2.1 Gesteinskrnungen (1) Es drfen nur Gesteinskrnungen nach DIN EN 12620 und DIN EN 13055-1 verwendet werden.

    (2) Fr die Gesteinskrnung gilt zustzlich folgen-des:

    Der Anteil leichtgewichtiger organischer Verun-reinigungen darf fr die grobe Gesteinskrnung 0,05 M.-% und fr die feine Gesteinskrnung 0,25 M.-% nicht berschreiten.

    Die Kornform von groben Gesteinkrnungen muss fr gebrochenes Korn mindestens der Ka-tegorie SI20 entsprechen.

    Die Kornzusammensetzung der groben Ge-steinskrnung muss enggestuft sein. Kornge-mische und natrlich zusammengesetzte (nicht aufbereitete) Gesteinskrnungen 0/8 drfen nicht verwendet werden.

    2.2 Zemente (1) Fr nicht genormte Zemente ist dem Auftrag-geber die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vorzulegen.

    (2) Es sind Zemente nach DIN EN 197-1, DIN EN 197-4, DIN 1164-10 oder DIN 1164-11 zu verwenden.

    2.3 Zugabewasser Wenn die Eignung des Wassers zur Betonherstel-lung untersucht wurde, mssen die Ergebnisse dem Auftraggeber vorgelegt werden.

    2.4 Zusatzstoffe Fr nicht genormte Betonzusatzstoffe ist dem Auf-traggeber die allgemeine bauaufsichtliche Zulas-sung vorzulegen.

    2.5 Zusatzmittel Fr nicht genormte Zusatzmittel ist dem Auftrag-geber die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vorzulegen.

    3 Anforderungen an die Betonzusammensetzung

    3.1 Verwendung von Gesteins- krnungen

    (1) Die Gesteinskrnungen bis einschlielich 8 mm Grtkorn sind in mindestens zwei getrenn-ten Korngruppen, Gesteinskrnungen grer als 8 mm Grtkorn in mindestens drei getrennten Korngruppen zuzugeben.

    (2) Das Grtkorn der Gesteinskrnung ist unter Bercksichtigung der Betondeckung, der kleinsten Querschnittsabmessung und des kleinsten Ab-standes der Bewehrungsstbe auszuwhlen.

    (3) Alle Bauwerke im Bereich der Bundesfernstra-en sind der Feuchtigkeitsklasse WA gem der Richtlinie des Deutschen Ausschusses fr Stahlbe-ton (DAfStb) Vorbeugende Manahmen gegen schdigende Alkalireaktion im Beton (Alkali-Richtlinie) zuzuordnen.

    (4) Die Gesteinskrnung muss hinsichtlich des Frost-Tau-Widerstandes mindestens der Kategorie F2 entsprechen.

    (5) Der Nachweis des Frost-Tau-Widerstandes in der Expositionsklasse XF2 und XF4 gilt nur dann als erbracht, wenn bei der Prfung gem DIN EN 1367-6 (Natriumchloridverfahren) der Masseverlust 8 M.-% nicht berschreitet.

    (6) Grobe Gesteinskrnung, deren Masseverlust bei der Prfung gem DIN EN 1367-6 8 M.-% berschreitet, kann in den Expositionsklassen XF2 und XF4 nur eingesetzt werden, wenn im Beton-versuch nach DIN V 18004

    die Abwitterung 500 g/m nicht berschreitet und

    die visuelle Prfung der Prfoberflche keine Hinweise auf Verwitterung mehrerer Gestein-krner gibt.

    Die Festbetonprfung kann mit dem Plattenverfah-ren oder dem CDF - Verfahren nach

  • ZTV-ING - Teil 3 Massivbau - Abschnitt 1 Beton

    Stand: 03/12 4

    DIN CEN/TS 12390-9 an gesgten Flchen durch-gefhrt werden.

    (7) Hhere Abwitterungen als 500 g/m knnen im Einzelfall dann vereinbart werden, wenn ein aus-reichender Frost-Tausalz-Widerstand in Expositi-onsklasse XF4 durch ergnzende Untersuchungen besttigt wird.

    3.2 Verwendung von Zusatzstoffen (1) Werden Spanngliedverankerungen verwendet, bei denen der Spannstahl in direktem Kontakt zum Beton steht (z.B. Besen- und Fcherverankerun-gen), drfen nur Betonzusatzstoffe nach DIN-Fachbericht Beton Abschnitt 5.2.5.1 verwendet werden.

    (2) Insgesamt darf der Gehalt an Flugasche 60 M.-% bezogen auf den Zementgehalt, nicht berschreiten.

    (3) Die anrechenbare Flugaschemenge darf 80 kg/m nicht berschreiten.

    (4) Fr Grndungsbauteile, wie z.B. Bohrpfhle, darf einem Beton mit CEM III/B Flugasche zuge-geben werden. Fr weitere Anwendungsbereiche bedarf die Zugabe von Flugasche zu Beton mit CEM III/B der Zustimmung des Auftraggebers.

    (5) In Beton fr Kappen (Expositionsklassen XF4 und XD3) darf Flugasche nicht angerechnet wer-den.

    (6) Die Anrechnung von Flugasche in der Exposi-tionsklasse XF2 darf bei Betonen mit CEM I und CEM II/A-Zementen erfolgen. Die Anrechnung bei Verwendung anderer Zementarten bedarf der Zu-stimmung des Auftraggebers.

    (7) Die Anrechnung von Flugasche in der Exposi-tionsklasse XF4 bedarf der Zustimmung des Auf-traggebers.

    (8) Silikastaub darf dem Beton nur in Form einer homogenen Suspension zugegeben werden. Aus-genommen hiervon ist das Betontrockengemisch fr Spritzbeton.

    (9) Eine gleichzeitige Verwendung von Flugasche und Silikastaub bedarf der Zustimmung des Auf-traggebers. Dies bezieht sich auch auf Flugasche und Silikastaub als Bestandteil des Zements.

    3.3 Verwendung von Zusatzmitteln (1) Aus einer Wirkungsgruppe darf nur ein Beton-zusatzmittel verwendet werden.

    (2) Betonzusatzmittel mit Wirkstoffgruppen Sac-charose und Hydroxycarbonsure drfen nicht verwendet werden. Dies gilt auch fr Mischproduk-te, die diese Wirkstoffgruppe enthalten.

    (3) Verzgerungszeiten ber 12 h sind mit dem Auftraggeber abzustimmen.

    (4) Bei Nachdosierung von Fliemittel darf der Be-ton nicht so weit angesteift sein, dass die zum Zeitpunkt vor der Erstdosierung an der Baustelle gemessene Ist-Konsistenz unterschritten wird. Auf der Baustelle ist dies durch Messung des Aus-breitmaes vor der Nachdosierung sicherzustellen.

    (5) Bei Verwendung von Luftporenbildern gilt das Merkblatt fr die Herstellung und Verarbeitung von Luftporenbeton der Forschungsgesellschaft fr Straen- und Verkehrswesen. Fr den Luftgehalt im Frischbeton unmittelbar vor dem Einbau in das Bauteil gilt Tabelle 3.1.1. Verluste von Luftporen-whrend des Frderns, insbesondere bei Pump-frderung, sind durch entsprechende Vorhaltema- e zu bercksichtigen. Zu deren Festlegungen sind ggf. bei den ersten Betonagen zustzliche Luftgehaltsbestimmungen nach der Pumpe vorzu-nehmen.

    Tabelle 3.1.1: Luftgehalt des Frischbetons

    Grtkorn Mittlerer Mindest-Luftgehalt 1) in Vol.-% fr Beton der Konsistenz

    [mm] C1 ohne FM oder BV C2 bzw. F2 und F3 C1 mit FM oder BV F4

    3)

    8 5,5 6,5 2) 6,5 2)

    16 4,5 5,5 2) 5,5 2)

    32 4,0 5,0 2) 5,0 2) 1) Einzelwerte drfen diese Anforderungen um hchstens 0,5 Vol.-% unterschreiten. 2) Wenn bei der Erstprfung nachgewiesen wird, dass die Grenzwerte fr die Luftporenkennwerte am Festbeton entsprechend Merkblatt eingehalten werden, gilt ein um 1% niedrigerer Mindestluftgehalt. Fr diesen Nachweis darf der Luftgehalt des Frischbe-tons bei einem Grtkorn von 8 mm 6,0 Vol.-%, von 16 mm 5,0 Vol.-% und von 32 mm 4,5 Vol.-% nicht berschreiten.

    3) Bei der Ausbreitmaklasse F6 sind die Luftporenkennwerte am Festbeton entsprechend Merkblatt nachzuweisen.

  • ZTV-ING - Teil 3 Massivbau - A