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Das Geheimnis gesunder Kinder - siemagbkk.de · ICD-10 - Code AU-begründende Diagnose(n)(ICD-10) derlich gehalten orlage bei der Krankenkasse ICD-10 - Code ICD-10 - Code ICD-10 -

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Text of Das Geheimnis gesunder Kinder - siemagbkk.de · ICD-10 - Code AU-begründende Diagnose(n)(ICD-10)...

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    mer

    2 ·

    Juli

    2018

    Das Geheimnis

    gesunderKinder

    Ort der Geistesblitze:Wir stellen das Gehirn vor

    Tauchen: Faszination Tiefe

    Diabetes Typ 2: Wie riskant ist Ihr Lebensstil?

  • Patienteninfos in sechs Sprachen

    Medizinische Fachinformationen zu verstehen, ist schon für Muttersprachler

    schwierig. In einer Fremdsprache wird es zur echten Herausforderung. Auf www.patienten-

    information.de/kurzinformationen können Flyer zu verbreiteten Krankheiten in den Sprachen Arabisch, Englisch, Französisch,

    Russisch, Spanisch und Türkisch heruntergeladen werden. Sie sollen

    vor allem das Arzt-Patienten-Gespräch erleichtern.

    vor allem das Arzt PatientenGespräch erleichtern.

    ArabischEnglisch

    Französisch Russisch SpanischTürkisch

    NewsDas Bundesministerium für

    Gesundheit hat seinen „Ratgeber

    Demenz“ aktualisiert. Er enthält

    auf 142 Seiten wertvolle Infor-

    mationen zum Krankheitsbild

    sowie viel Wissenswertes zur

    Pflege von Demenzkranken, zu

    Leistungen, Unterstützungsangeboten – auch

    für Angehörige – sowie hilfreiche Kontakt-

    adressen. Sie können den Ratgeber unter Angabe

    der Bestell-Nr. BMG-P-11021 kostenlos per Mail

    an [email protected] oder

    telefonisch unter 030 182722721 bestellen.

    Ratgeber Demenz

    Gegen KopfschmerzenWissenschaftler der Universität Freiburg haben herausgefunden, dass Koffein die

    Bildung eines Enzyms blockiert, das für die Freisetzung von sogenannten Prostaglan-dinen verantwortlich ist – das sind Hor-

    mone, die für den Schmerz verantwortlich sind. Koffein erweitert zudem die Blutge-fäße im Gehirn, was ebenfalls schmerz-lindernd wirkt. Und auch das Vitamin C

    der Zitrone unterstützt den Körper, seine Schmerzhemmung zu aktivieren.

    AU-Bescheinigung rechtzeitig versenden

    Im Januar 2018 hat das Sozialgericht Detmold in einem

    Urteil bestätigt, dass Arbeitnehmer, die ihrer

    Krankenkasse eine Arbeitsun-fähigkeitsbescheinigung

    (AU-Bescheinigung) verspätet vorlegen, ihren Anspruch auf

    Krankengeld verlieren.Urteil des SG Detmold vom 12.01.2018 (Az.: S 3 KR 824/16)

    Schon gewusst?Bis zum 70. Lebensjahr

    hat der Mensch im Schnitt bis zu 50 Kilo Haut-schuppen verloren.

    bescheinig g

    Muster 1a (1.2016)

    Vertragsarztstempel / Untersch

    rift des Arztes

    Name, Vorname des Versicherte

    ngeb. am

    Kostenträgerkennung V

    ersicherten-Nr.Status

    Betriebsstätten-Nr. A

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    Krankenkasse bzw. Kostenträge

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    Sonstige

    Leistungen zur

    medizinischen Rehabilitation

    Endbescheinigung

    ab 7. AU-Woche oder

    sonstiger Krankengeldfall

    stufenweiseWiedereingliede

    rung

    sonstiger Unfall,

    Unfallfolgen

    Versorgungs-

    leiden (z.B. BVG)

    Im Krankengeldfall

    Erstbescheinigung

    Folgebescheinigung

    ICD-10 - CodeAU-begründen

    de Diagnose(n) (ICD-10)

    Es wird die Einleitung folgende

    r besonderer Maßnahmen für e

    rforderlich gehalten

    Ausfertigung zur Vorlage bei

    der Krankenkasse

    ICD-10 - Code

    ICD-10 - Code

    ICD-10 - Code

    ICD-10 - Code

    ICD-10 - Code

    arbeitsunfähig seit

    festgestellt am

    voraussichtlich arbeitsunfähig

    bis einschließlich oder letzter

    Tag der Arbeitsunfähigkeit

    Arbeitsunfall, Arbeitsunfall-

    folgen, Berufskrankheit

    dem Durchgangsarzt

    zugewiesen

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  • fühlen Sie sich manchmal als Eltern überlastet? Sorgen Sie sich, ob Sie den Bedürfnissen Ihres Nachwuchses gerecht werden? „Ein Kind großzuziehen birgt viele Herausforderungen und bedeutet permanente Veränderung“, weiß die Kinderärztin Dr. Karella Easwaran. Wie Sie gelassener mit den Herausforderungen umgehen können, erfahren Sie im Interview mit ihr auf den Seiten 10 und 11.

    Buchstäblich einmal abzutauchen, fördert in jedem Fall die Gelassenheit. Tauchen ist aber auch ein sanftes Ganzkörpertraining, bei dem vor allem das Herz-Kreislauf-System arbeiten muss. Außerdem wird die Muskulatur be-ansprucht, und die Unterwasserwelt lenkt vom täglichen Kleinkram ab. Der Verband Deutscher Sporttaucher und regionale Tauchvereine veranstalten alljährlich Schnuppertage. Mehr zum Thema lesen Sie auf den Seiten 4 und 5.

    Eine sportliche Betätigung baut nicht nur mentalen Stress ab, sie ist selbst-verständlich für den ganzen Körper gut. So können Sie mit regelmäßiger Bewegung und zusätzlich bewusster Ernährung beispielsweise Diabetes vor-beugen. Welches die Risikofaktoren für Diabetes sind und in welche Rich-tung man den Lebensstil ändern sollte, haben wir auf den Seiten 8 und 9 für Sie zusammengestellt.

    Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Sommer. Bleiben Sie gesund!

    Ihr

    Jochen Kühn

    Übrigens: Wenn Sie Anregungen haben, schreiben Sie mir. Ich freue mich auf Ihre Nachricht: [email protected]

    BEWEGUNG 4 Tauchen:

    Faszination Tiefe

    WOHLFÜHLEN 6 Was steckt eigentlich im Shampoo?

    GESUNDHEIT 8 Diabetes keinen Zucker geben

    MEDIZIN 10 Das Geheimnis gesunder Kinder

    WISSEN 12 Was ist denn ...?

    MEDIZIN 13 Richtig handeln bei Verdacht

    auf Herzinfarkt

    14 Unser Gehirn – Ort der Geistesblitze

    GESUNDHEIT 16 Psychotherapie per Internet

    KRANKENVERSICHERUNG 17 EU-Patienten: grenzenlose

    Gesundheitsversorgung

    REISEN 18 Friedvolle Ferien im

    Osnabrücker Land

    BKK INTERN 20 Der Schutz Ihrer Daten

    ist uns wichtig

    FREIZEIT 21 Buch- und Ausflugstipps

    22 KINDER

    RÄTSEL 23 Tageskarten fürs LEGOLAND

    zu gewinnen

    LIEBBE LESEERINNNENN, LIEBBE LESEER,

    ÖFFNUNGSZEITENKundenzentrum Hilchenbach:

    Mo.–Fr. von 8 bis 16 Uhr

    und nach Vereinbarung

    Geschäftsstelle Burbach:

    BKK-Büro im Gebäude der Waldrich

    Siegen Werkzeugmaschinen GmbH.

    Jeden Dienstag von 11:30 bis 15 Uhr

    und nach Vereinbarung

    Spannende Unterwasser-welt – tauchen Sie doch mal ab! Seite 4

    Diabetes: mit guter Er-nährung und Bewegung viel bewirken.Seite 8

    Entspannte Erziehung fördert Kinder-gesundheit.Seite 10

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    Foto: iStockphoto/Rainer von Brandis

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  • Die Unterwasserwelt ist mit ihrer reichen, vielerorts noch unentdeckten Flora und Fauna fast so etwas wie ein eigener Planet. Als Taucher kann man ein kleines Stück davon kennenlernen. Doch wie bei

    jeder Expedition kommt es auch beim Tauchen auf eine gute Vorbereitung an.

    TauchenFaszination Tiefe

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    4 | BEWEGUNG

  • Ist das was für mich?

    Wenn Sie begeisterter Schwimmer sind, liegt es nahe, es eine Etage tiefer zu versuchen. Aber auch wenn Sie sonst radelnd oder wandernd die Natur erkunden, lohnt es sich, einmal das Element zu wech-seln. Fürs Ausprobieren muss man nicht einmal einen Kurs buchen. Der Verband Deutscher Sport-taucher veranstaltet immer wieder Schnuppertage, an denen die ihm angeschlossenen Tauchschulen Tauchgänge in Schwimmbädern anbieten. „Schon bei einem Tauchgang merkt man meist, ob man sich unter Wasser wohlfühlt oder ob man Platzangst empfindet oder mit der Atmung nicht zurecht-kommt“, sagt Frank Ostheimer.

    Was ist gesund am Tauchen?Tauchen fordert den Körper ähnlich wie Schwimmen. Es ist ein sanftes Ganzkörpertraining, bei dem vor allem das Herz-Kreislauf-System arbeiten muss. Auch die Muskulatur wird beansprucht – besonders die der Beine und der Lungen: „Anders als an Land erfolgt das Ausatmen gegen einen Widerstand. Das erledigen Muskeln, die sonst nicht gefordert sind“, sagt Heike Gatermann, Ärztin beim Verband Deutscher Sporttaucher e. V. (VDST). Im Wasser entspannen können sich dagegen die Gelenke – deshalb sind Unterwasser-Expeditionen eine gute Alternative für Men-schen, denen bei Bergwanderungen die Gelenke schmerzen. Wie sportlich das Tauchen wird, hat man größtenteils selbst in der Hand: „In Ägypten oder auf den Malediven im war-men, ruhigen Wasser zu tauchen, ist eine relativ leichte Übung“, sagt Frank Ostheimer, stellvertretender Ausbilder beim VDST. „Wenn man in Deutschland mit einem dicken Neoprenanzug ins Wasser geht oder im Mittelmeer gegen Strömungen schwimmen muss, ist Tauchen schon deutlich anspruchsvoller.“

    ... Und wer sollte lieber vorsichtig sein?Jeder Tauchkurs beginnt mit einem gründlichen Gesundheits-check, der sogenannten Tauchtauglichkeitsuntersuchung. „Auch wenn man einen Tauchkurs im Ausland belegt, sollte man sich in Deutschland untersuchen lassen, weil hier der Standard hoch ist und kein Arzt ein Gefälligkeitsattest ausstellt“, rät Heike Gatermann. Ärzte, die eine Fortbildung in Tauchmedizin absolviert haben, findet man über die Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (www.gtum.org). Es gibt körperliche Einschränkungen wie Epilepsie, Herzrhythmusstörungen oder chronische Ohrentzündungen, die das Tauchen von vornherein ausschließen. Bei anderen Erkran-kungen wie Asthma, Bluthochdruck und Diabetes kommt es darauf an, wie gut der Patient eingestellt ist. Die Tauch-tauglichkeitsuntersuchung sollte in regelmäßigen Abständen wieder-holt werden, ab 40 wird sie bei-spielsweise jährlich empfohlen.

    Wie finde ich den richtigen Tauchkurs?Erste Voraussetzung ist, dass die Tauchschule einem Tauch-verband angeschlossen ist. Die wichtigsten sind:❚ CMAS (Confédération Mondiale des Activités

    Subaquatiques); in diesem weltweiten Verband sind nationale Verbände wie der VDST organisiert

    ❚ PADI (Professional Association of Diving Instructors)❚ SSI (Scuba Schools International)

    „Die Kursinhalte, die in den Anfängerkursen von etwa einer Woche Dauer vermittelt werden, sind weltweit sehr ähn-lich“, sagt Frank Ostheimer. Dennoch sollte man die ins Auge gefasste Tauchschule vor allem im Hinblick auf zwei Fragen prüfen:❚ Verstehe ich die Unterrichtssprache? Wenn der Kurs

    beispielsweise auf Englisch abgehalten wird, sollten die Fremdsprachenkenntnisse so gut sein, dass man auch komplexere Sachverhalte versteht.

    ❚ Wie groß ist die Lerngruppe? „Ideal ist es, wenn bei Tauch-gängen ein Lehrer auf einen Schüler kommt, wie es bei unseren Beginnerkursen Standard ist“, empfiehlt Frank Ostheimer.

    Gute Kurse gibt es sowohl in Deutschland als auch im Aus-land. Für einen Tauchkurs in exotischen Gewässern sprechen das warme Wasser, die daraus folgende leichte Ausrüstung und die farbenprächtige Unterwasserwelt. Eine Alternati-ve für alle, die nicht so weit fliegen wollen, ist das Mittel-meer. „An manchen Stellen der französischen Küste fühlt man sich wie in den Tropen“, schwärmt Frank Ostheimer. Der Vorteil bei einem Kurs in Deutschland ist, dass man

    für den Theorieunterricht keinen Urlaubstag opfern muss, sondern diesen am Wochenende ab-

    solvieren kann. Heimische Gewässer sind herausfordernder. Aber wer hier bei

    trüberer Sicht und kälteren Tempe-raturen lernt, für den ist Tauchen in Ägypten oder auf den Malediven später ein Kinderspiel.

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  • Bitte mit „ohne“: Immer öfter werben Haarshampoos und -spülungen damit, welche Stoffe sie nicht ent-halten. Wir haben einige dieser Inhaltsstoffe unter

    die Lupe genommen.

    Was steckt eigentlich

    INCI steht für „International Nomenclature of Cosmetic

    Ingredients“, die Zutatenliste.

    im Shampoo?ParabeneWas ist das?Parabene sind Konservierungsstoffe, die Kosmetika wie Shampoos vor Bakteri-en und Pilzen schützen. Sie gelten als besonders verträglich und haben ein sehr geringes allergenes Potenzial.

    Was ist problematisch?Kritiker befürchten, dass die Stoffe hor-monell wirksam sein könnten. Das ist aber nicht bewiesen. Der Gesetzgeber hat für vier Parabene Höchstkonzentrationen in Kosmetikprodukten festgelegt: Butyl-, Propyl-, Methyl- und Ethylparaben.

    Was sind die Alternativen?Anstelle von Parabenen verwenden Hersteller beispielsweise Sorbinsäure, Natriumbenzoat, Benzoesäure, DMDM-Hydantoin oder Diazolidinyl Urea. Meist werden mehrere Stoffe kombiniert, um Schutz vor vielen Keimen zu bieten.

    Woran erkenne ich das auf der INCI-Liste?An der Bezeichnung „Paraben“ oder der Endung „-paraben“.

    58 Konservierungsstoffe sind in der Kosmetik-Verordnung

    zugelassen.g

    6 | WOHLFÜHLEN

  • SilikoneWas ist das?Silikone sind synthetische Stoffe, die aus ei-ner Verbindung von Silizium und Sauerstoff hergestellt werden. In Shampoos und Spü-lungen legen sich Silikone wie ein dünner Film ums Haar – und machen es geschmei-diger, glänzender und leichter kämmbar.

    Was sind die Alternativen?Gängiger Ersatz sind Polyquaterni-um-Verbindungen, die Haarschuppen schließen und dadurch für einen Glättungs-effekt sorgen. Auch Polyquaternium kann sich auf dem Haar ablagern und ist biolo-gisch schwer abbaubar. Doch ganz ohne synthetische Glattmacher sieht trockenes Haar manchmal strohig aus.

    Woran erkenne ich das auf der INCI-Liste?An den Endungen „-icone“ oder „-xane“.

    Sulfate

    Was ist problematisch?Silikone waschen sich nicht immer gut aus dem Haar aus, können sich also an Kopf-haut und Haar ablagern und es weni-ger aufnahmefähig für Pflegestoffe oder Farbe machen. Zudem sind Si-likone schwer biologisch abbaubar.

    Was ist das?Sulfate gehören zur großen Gruppe der Ten-side: Das sind waschaktive Substanzen in zahlreichen Produkten vom Geschirrspül-mittel bis zum Shampoo. Alle Tenside lösen Schmutz und Fett. Die Stärke der Sulfate

    ist darüber hinaus die Schaumbildung.

    Was ist problematisch?Die am häufigsten verwendeten Tenside in Shampoos, Sodium Lau-reth Sulfate und Sodium Lauryl Sul-

    fate, reinigen und entfetten besonders stark. Trockene und empfindliche Kopf-

    haut können sie austrocknen. Für eher fetti-ge Haut sind sie dagegen meist kein Problem.

    Was sind die Alternativen?Ein mildes Tensid mit guter Schaum- und Reinigungswirkung ist Disodium Laureth Sulfosuccinate. Noch milder sind Zucker-tenside auf pflanzlicher Basis (Coco-Gluco-side, Disodium/Sodium Cocoyl Glutamate). Diese werden vor allem in der Naturkos-metik verwendet.

    Woran erkenne ich das auf der INCI-Liste?Am Wortbestandteil „Sulfat(e)“.

    Wie funktioniert’s in der Naturkosmetik?Silikone und Parabene sind in zertifizierter Naturkosmetik nicht erlaubt. Um Haare glänzender und geschmeidiger zu machen, setzen Hersteller beispielsweise Extrakte aus Kamille und Bambus sowie Pflanzenöle ein. Die Funktion von Konservierungsstoffen übernehmen zum Teil ätherische Öle und Alkohol. Ein vom Zertifizierungsverband Natrue zugelassenes Sulfat ist Sodium Coco Sulfate auf Basis von Kokos- und Palmrohstoffen.

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  • verursachen. „Weder Body-Mass-Index noch Bauchansatz sind ein ausschließ-licher Grund dafür, dass Menschen an Typ-2-Diabetes erkranken. Vor allem die Ansammlung von Fett in der Leber be-günstigt die Störung des Blutzucker-stoffwechsels“, sagt Prof. Dr. Martin Hrabě de Angelis, Vorstand des Deut-schen Zentrums für Diabetesforschung (DZD). Untersuchungen zeigten, so Hrabě de Angelis, dass eine Fett-leber vermehrt das Hormon Fetuin-A produziert und in den Blutkreislauf abgibt. Dieses Protein heftet sich an Insulinrezeptoren in Muskulatur und Fett-zellen, sodass dort kein Insulin mehr andocken kann, und trägt so zu einer Insulinresistenz bei. Eine solche Resis-tenz ist die Vorstufe zu Diabetes.

    Stellschraube ErnährungZu Störungen im Insulin-haushalt kann es auch kom-men, wenn der Blutzuckerspiegel ständig auf einem hohen Level ge-halten wird, also die Bauchspeicheldrüse permanent Insulin produzieren muss.

    Dies passiert etwa durch häufige Mahlzeiten und Snacks am Tag, durch viele süße Produkte oder durch Lebens-mittel mit kurzkettigen Kohlenhydra-ten. Industriell hergestellte Produkte sind oft wahre Mogel-

    Die große Mehrheit der Stoffwechsel-erkrankten, nämlich 95 Prozent, hat Typ-2-Diabetes. Das bedeutet, dass einerseits die Freisetzung von Insulin gestört ist und andererseits die Körper-zellen resistent gegen Insulin geworden sind. Es sind also zwei Faktoren, die bei diesem Diabetes eine Rolle spielen. Circa 300.000 Menschen in Deutsch-land haben einen Typ-1-Diabetes. Hier-bei handelt es sich in der Regel um eine angeborene Autoimmunkrankheit, die meist im Kindes- und Jugendalter auf-tritt: Die Zellen der Bauchspeicheldrüse produzieren kein Insulin mehr.

    Das von Medizinern immer häufiger diagnostizierte krankhafte Überwicht (Adipositas) bei Kindern gilt als ein Risikofaktor für Diabetes Typ 2 im Jugend- und Erwachsenenalter. Fach-leute rechnen deshalb für die kom-menden Jahre mit einer noch stärkeren Zunahme von Typ-2-Diabetikern.

    Die RisikofaktorenZu den Auslösern eines Typ-2-Diabetes gehören neben Übergewicht auch ein Mangel an Bewegung, erhöhte Blut-fettwerte, Bluthochdruck sowie geneti-sche Faktoren. Für einige Wissenschaft-ler steht fest, dass Bewegungsmangel oder Übergewicht allein keinen Diabetes

    In Deutschland leiden 6,7 Mio. Menschen an Diabetes mellitus, und jährlich kommen rund 300.000 Neuerkrankungen dazu. Als Ursache für die wachsende Zahl sehen die Experten der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Diabetes-Hilfe (diabetesDE) vor allem einen ungesunden Lebensstil.

    Dem Diabetes keinen Zucker geben

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    8 | GESUNDHEIT

  • Ändern Sie Ihren LebensstilMit individuellen Maßnahmen wie Gewichtsreduktion

    und mehr Bewegung kann man die Stoffwechselerkrankung verhindern oder zumindest lange hinauszögern.

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    Die tägliche Nahrung sollte zu maximal 30 Prozent aus Fett bestehen. Davon sollten höchstens zehn Prozent gesättigte Fettsäuren sein, die z. B. in Butter, Käse, Wurst, Fleisch und Kuchen enthalten sind.

    Wenige oder besser keine zuckerhaltigen Getränke zu sich nehmen.

    Bei Übergewicht das Gewicht um fünf bis sieben Prozent reduzieren.

    Sich an mindestens fünf Tagen in der Woche jeweils 30 Minuten so bewegen, dass man leicht ins Schwitzen kommt.

    packungen. Die Werbung suggeriert den Verbrauchern, dass es sich um gesun-de Produkte handelt, aber die Liste der Inhaltsstoffe zeigt das Gegenteil – zu viel Salz, zu viel Zucker, zu viel Fett. Oft genug sind die Aufdrucke auf den Verpackungen für Laien außerdem un-verständlich. Hinzu kommt, dass man in einigen Lebensmittelprodukten gar kei-

    nen Zucker vermutet, weil sie nicht süß schmecken. So können etwa

    Fertigsalate wie Krautsalat, ein-gelegte Rote Bete, saure Gur-

    ken, Ketchup und viele wei-tere Produkte erhebliche Mengen an Zucker ent-halten. Wer wiederum gerne zu stark fetthal-tigen Produkten greift, erhöht die tägliche Kalorienzufuhr, oft-mals ohne sich des-sen bewusst zu sein.

    Es ist empfehlens-wert, so weit wie mög-

    lich auf stark verarbei-tete Fertigprodukte zu

    verzichten. Wer sein Dia-betes-Risiko senken will oder

    bereits an Diabetes erkrankt ist, sollte auf eine ausgewogene Ernäh-

    rung mit möglichst frischen Lebens-mitteln setzen.

    30 Gramm Ballaststoffe pro 1000 Kilokalorien essen, also Vollkornbrot, Beeren-früchte, viel Gemüse.

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    5.

    Augen-erkrankungen (Diabetische Retinopathie)

    Schlag-anfall Nieren-

    insuffi-zienz

    Nerven-schädi-gungen

    Herz-schwäche,

    Herzinfarkt

    Diabe-tischer

    Fuß

    Arterio-sklerose

    Folgeerkrankungen von Diabetes

    | 9

    Quelle: Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2018

  • dert. Dazu kommen Erwartungen an sich selbst, aber auch die Anforderungen der Gesellschaft. Das führt zu Stress, Verun-sicherung – und macht Angst.

    Ihre Herkunft ermöglicht Ihnen den Blick von außen auf die hiesige Gesellschaft. Was können wir von Äthiopien oder Indien lernen?

    DR. EASWARAN: Was wir überneh-men können: dass weniger manchmal mehr ist. Um glücklich und zufrieden zu sein, bedarf es in erster Linie einer inneren Haltung, die wir lernen und einüben kön-nen. Wir handeln hier in Deutschland oft nicht aus uns heraus, sondern entspre-chen gesellschaftlichen Anforderungen.

    Sie beschreiben, wie wir Menschen „ticken“ und wie wir unser Denken positiv ver-ändern können. Wie geht das?

    DR. EASWARAN: Wir Eltern müs-sen lernen, anders zu denken als im vor-herigen Leben ohne Kinder. Und wir müssen lernen, positiv mit den Verände-

    Dr. Karella Easwaran beobachtet in ihrer Kölner Kinderarztpraxis tagtäglich, dass viele Eltern verunsichert und gestresst sind und sich über Gesundheit und Entwicklung ihrer Kinder buchstäblich verrückt machen. Als Antwort darauf hat die Kinder- und Jugendärztin ein Buch geschrieben: „Das Geheimnis gesunder Kinder. Was Eltern tun und lassen können“. Wir haben sie nach ihrem Rezept für mehr Entspannung gefragt.

    Dr. Karella Easwaran ist als Tochter eines indischen Diplo-maten und einer äthiopischen Mutter in einer Groß-familie in Äthiopien aufgewachsen. Ein Stipendium ermöglichte ihr das

    Medizinstudium in Europa. Weiter-bildungen in Naturheilverfahren, Ernährungsmedizin und Mind-Body-Medizin in den USA folgten. Entsprechend ganzheitlich ist der Ansatz der 53-jährigen Mutter zweier Söhne in der Kinderheilkunde.

    Weshalb sind Mütter und Väter verunsichert?

    DR. EASWARAN: Ein Kind groß-zuziehen birgt viele Herausforderungen und bedeutet permanente Veränderung. Es fehlt aber oft die nötige Unterstüt-zung durch Großfamilie, Freunde oder Nachbarn. Eltern sind sehr oft allein mit der Erziehung und fühlen sich überfor-

    rungen umzugehen, die sich einstellen, wenn man Kinder hat. Wir können nicht unsere Familie und Freunde herzaubern, um uns zu helfen, oder die Gesellschaft mit ihrem Erwartungsdruck ändern. Wir können aber lernen, unsere eigenen Ge-danken in eine vorteilhafte Richtung zu steuern. Dadurch werden wir gelassener.

    Wie geht das, vorteilhaft zu denken?

    DR. EASWARAN: Bei der Metho-de des Beneficial Thinking („vorteilhaf-tes Denken“), die ich empfehle, werden sorgenvolle und beängstigende Gedan-ken gegen angenehme, vorteilhafte Gedanken ausgetauscht. Sorgen reduzie-ren die Wirklichkeit auf ihre negativste Variante. Dass diese tatsächlich eintritt, ist vergleichsweise unwahrscheinlich. Daher rate ich: Wenn negative Ge-danken aufkommen, ersetzen Sie sie durch positive Bilder. Etwa durch Ge-danken an den letzten tollen Urlaub. Es sollten immer die gleichen positiven Bilder sein, an die Sie denken, wenn Sie mal wieder in einer Sorgenschleife fest-

    Entspannterzi

    10 | MEDIZIN

  • » Wir müssen lernen,

    positiv mit den Veränderungen umzugehen, die sich einstellen,

    wenn man Kinder hat. «

    Dr. Karella Easwaran

    hängen. Das braucht allerdings etwas Übung, damit diese Bilder automatisch erscheinen. Man sollte zweimal zwanzig Minuten am Tag, einmal morgens, ein-mal abends, als Übung an sie denken, um sie zu festigen.

    Sie empfehlen verschiedene Techniken ...

    DR. EASWARAN: Ja, in meinem Buch erkläre ich zum Beispiel die SADH-Me-thode (Stopp, Atmen, Denken, Handeln).

    Kinder können immer wieder für Stress sorgen, indem sie es schaffen, ihre Eltern zu ärgern oder aufzuregen. Manchmal sind sie „nur“ krank, oder Eltern erhalten einen Anruf aus dem Kindergarten oder der Schule ... Das bringt uns Eltern schnell aus der Ruhe, und wir stressen uns. Da ist es hilfreich, bevor man etwas Ungutes äußert oder tut, „stopp“ zu sagen, tief Luft zu ho-len und zu atmen. Das bremst die Aus-schüttung von Stresshormonen und gibt

    uns eine Sekunde Zeit, um unsere Emo-tionen und unseren Stress herunterzu-drehen. Dann sollten wir uns fragen: „Was ist passiert? Was kann ich tun?“ Das ist der Moment, in dem wir den-ken, danach können wir wieder bewusst handeln. Wenn wir diese Übung wieder-holen, lernen wir, aus akuten Zuständen herauszukommen, die uns krank machen können oder zu schlechten und unüber-legten Entscheidungen führen.

    Warum handeln wir so, wie wir handeln?

    DR. EASWARAN: Das Stammhirn, der primitivste Teil unseres Gehirns, wird als Reptilienhirn bezeichnet. Reptilien haben nur diesen Teil des Gehirns, der alle überlebenswichtigen Handlungen steuert. Empfinden Menschen Gefahr – auch in Stresssituationen ist das der Fall –, schaltet sich das Reptilienhirn ein und sagt: Kämpfe oder fliehe! Dominiert das Reptilienhirn, denken wir nicht rati-onal, sondern funktionieren unüberlegt. Sagen wir in einer Stresssituation „stopp“ und reflektieren die Situation, können wir wieder bewusst handeln. Bei Schreck oder Gefahr veranlasst die Amygdala im limbischen System des Mittelhirns, wo wir Ängste, Sorgen und Stress wahrneh-men, zudem eine Kettenreaktion, die zur Freigabe von Stresshormonen ins Blut führt. Allein ein negativer Gedanke kann dies auslösen. Das Gegenmittel ist vor-teilhaftes Denken.

    BUCHTIPPDr. Karella Easwaran: Das Geheimnis gesunder Kinder. Was Eltern tun und lassen können. Taschenbuch, 264 Seiten. Verlag Kiepenheuer & Witsch, 12,99 Euro. ISBN 978-3-462-04959-6.Während Teil 1 des Buches für mehr Gelassen-heit sorgen soll, widmet sich der 2. Teil konkreten Kinderkrankheiten und dem Umgang mit ihnen. Fot

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  • Was ist denn ...

    ... SCHWARZER BZW. WEIßER HAUTKREBS?Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) entsteht aus den Pigmentzellen in oberen Hautschichten, die den Farbstoff Melanin herstellen. Durch UV-Strahlung können sie entarten. Sehr wichtig ist, den Krebs frühzeitig zu entfernen, sonst verläuft er oft töd-lich. Gesetzlich Krankenversicherte haben ab 35 daher alle zwei Jahre Anspruch auf eine Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung. Weißer Hautkrebs ist zwar am häufigsten, sei-ne Heilungschancen sind jedoch wesentlich besser. Ebenfalls durch UV-Licht ausgelöst, tritt er frühestens ab 50 Jahren oft im Gesicht auf. Basalzellkarzinome, die häufigste Form, lassen sich gut vollständig entfernen, sie bilden selten Metastasen. Platten-epithelkarzinome sollten frühzeitig entfernt werden, da sie Metastasen bilden können.

    ... EIN SCHÄDEL-HIRN-TRAUMA?Ein Schlag, Sturz oder Aufprall auf den Kopf kann ein Schädel-Hirn-Trauma (SHT) verursachen. Schädelverletzungen mit Gehirnbeteiligung sind hierzulande die häufigste Todesursache bei unter 40-Jährigen*. Man unterscheidet: eine Gehirnerschütterung mit maximal fünfminütiger Bewusstlosigkeit – es bleiben lediglich Erinnerungslücken. Ein mit-telschweres SHT: Bewusstlosigkeit bis zu 30 Minuten – Symptome wie Schwindel bilden sich innerhalb von Wochen zurück. Ein schweres SHT: längere Bewusstlosigkeit – meist liegt ein Schädelbruch vor, der jedoch glimpflich ver-laufen kann. Die Rehabilitation kann allerdings Jahre dauern. *www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org

    ... NARKOLEPSIE?Die „Schlafsucht“ bewirkt, dass Betroffene in jeder erdenklichen Situation urplötzlich einschla-fen können. Emotionen wie Lachen können eine Muskelschwäche auslösen, die sich vom Gesicht über den ganzen Körper ausbreitet und Betroffene erschlaffen lässt (Kataplexie). Bei völliger Entspannung, beim Einschlafen oder Aufwachen können Narkoleptiker bei vollem Bewusstsein in eine Starre verfallen, sodass sie sich minutenlang nicht regen können. Auch quälende Hallu-zinationen kommen mitunter hinzu. Die neurologische Funktionsstörung tritt meist im Alter zwischen 15 und 30 Jahren auf. Hierzulande sind von 10.000 Menschen schätzungsweise zwei betroffen.* Auslöser ist ein fehlender Botenstoff im Gehirn, der sonst den Schlaf-Wach-Rhyth-mus mit reguliert. *Deutsche Narkolepsie-Gesellschaft e. V. (www.dng-ev.de)

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    12 | WISSEN

  • 112So handeln Sie richtigEtwa 40 Prozent aller Menschen, die in Deutschland einen Herzinfarkt erleiden, versterben inner-

    halb von 28 Tagen. Häufiger Grund dafür ist, dass zu viel Zeit bis zur Behandlung verstreicht.

    HerzinfarktVerdacht auf

    Unspezifische Symptome ernst nehmenObwohl vor allem bei Frauen auch unspezifische Symp-tome wie starke Kurzatmigkeit, Übelkeit, Erbrechen und ein Druckgefühl im Brustbereich – insbesondere in nicht bekannter Heftigkeit – eher auf einen Herzinfarkt hin-deuten können als bei Männern, sollten auch Männer bei solchen Beschwerden sofort an einen Herzinfarkt denken und entsprechend handeln. Immer gilt: Niemals mit dem eigenen Fahrzeug in die Klinik fahren oder sich von Freun-den fahren lassen. Nur ein Rettungswagen ist für den Not-fall eingerichtet.

    Weitere Infos unter: www.herzstiftung.deHier finden Sie auch einen Infarktrisiko-Test.

    Hohes Risiko für Raucher

    Laut der Deutschen Gesellschaft für Kar-diologie belegt eine Auswertung von Daten aus dem Berliner Herzinfarktregister, dass mehr als drei Viertel der Menschen, die

    bereits vor ihrem 55. Lebensjahr einen Herzinfarkt erlitten, Raucher waren.

    Starke, mitunter brennende und ausstrahlende Schmerzen im Oberbauch, massives Engegefühl, eine blasse Haut – der Verdacht auf einen Herzinfarkt drängt sich auf. Jetzt gilt es, schnell und besonnen zu handeln, damit so zügig wie mög-lich lebensrettende Hilfe kommt. So gehen Sie vor:

    Rettungswagen sofort alarmieren Jede Minute zählt. Rufen Sie ohne Verzögerung den Notarzt an – auch nachts und am Wochenende:❚ Wählen Sie die 112 oder die örtliche Notrufnummer. Äußern Sie den Verdacht auf Herzinfarkt.❚ Sagen Sie Ihren Namen, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer.❚ Warten Sie ab, ob noch Rückfragen kommen. Das Gespräch beendet die Leitstelle.Der Notarzt kommt zusammen mit einem Rettungswagen, sodass der Patient zunächst zu Hause, aber auch auf dem Weg in die Klinik versorgt werden kann. So ist zum Beispiel jeder Rettungswagen mit einem Defibrillator ausgestattet, mit dem lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen (Kam-merflimmern) beendet werden können. Ist eine Verengung in den Herzkranzgefäßen Ursache eines Infarktes, ist das schnelle Einleiten von Gegenmaßnahmen äußerst wichtig, um zu verhindern, dass Herzmuskelgewebe durch die Un-terversorgung mit Blut und Sauerstoff abstirbt.Fot

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    MEDIZIN | 13

  • Was das menschliche Gehirn leistet, ist faszinierend – umso mehr bei der Vielzahl von Anforderungen, die in einer immer komplexer werdenden Welt auf unser Denkorgan einprasseln.

    schaulichen. Das ist auch für Krankhei-ten des Gehirns relevant: Man weiß, dass zum Beispiel die Alzheimer-Demenz im Hippokampus beginnt. Dort werden auch unsere Erinnerungen und Erfahrungen gespeichert. Das ist der Grund, warum sich Betroffene bei fortschreitender Er-krankung nicht mehr orientieren können und die Erinnerungsfähigkeit verlieren.

    Das Gehirn brauchtlaufend NahrungUm die komplexe Denkarbeit leisten zu können, braucht das Gehirn ständig Sau-erstoff und Glukose (Blutzucker). Fast ein Viertel des gesamten Energiebedarfs ei-nes Menschen entfällt auf das Gehirn. Die Glukosemenge, die wir mit der Nahrung aufnehmen, kommt sogar überwiegend dem Gehirn zugute. Entsprechend wird das Denkorgan über die Halsschlagader und einen gut geschützten Gefäßring laufend mit Blut versorgt. Das soll ge-

    Unsere frühen Vorfahren mussten noch über vergleichsweise simple Dinge wie das Feuermachen oder die nächste Bärenjagd nachdenken. Heute muss der Mensch, etwa über das Internet, eine ungleich größere Menge an Informati-onen und Nachrichten verarbeiten und einschätzen. Interessanterweise scheint das menschliche Gehirn aber mit den Anforderungen – und auch aufgrund des verbesserten Nahrungsangebots – zu wachsen. Wissenschaftler unter ande-rem der Technischen Universität Chem-nitz* fanden heraus, dass die Gehirnmas-se beim Menschen innerhalb des letzten Jahrhunderts kontinuierlich zugenom-men hat – und damit auch in kleinerem Umfang der Intelligenzquotient (IQ).

    *www.tu-chemnitz.de/tu/pressestelle/aktuell/7182.

    Milliarden von GeistesblitzenDas Gehirn mit all seinen sprichwört-lichen Windungen, geschätzten 100 Milliarden Gehirnzellen und Billi-onen von Zellverknüpfungen ist in seiner Funktionsweise schon sehr gut erforscht. Und dennoch gilt es, im-mer wieder neue Zusammenhänge zu ergründen. Jede menschliche Regung, jede Äußerung, jeder Gedanke und jede Emotion entspringt einer sehr kom-plexen „Entscheidung“ des Gehirns, an der bis zu 200 Milliarden Nervenzellen in ganz unterschiedlichen Hirnregionen beteiligt sind.

    Mediziner können die beteiligten Hirn-areale in einer funktionellen Magnet-resonanztomografie des Gehirns veran-

    Was Beziehungen und Rauschgefühle gemeinsam habenIn Beziehungen wie im Umgang mit Drogen kommt es zu einem Gewöhnungseffekt, so die Neurowissenschaftlerin Franca Parianen. Hat sich das Gehirn erst einmal an ein gehobenes Aktivierungslevel gewöhnt, reagiert es irgendwann mit Langeweile – bis man die Dosis erhöht. Auch an die Beziehung zum geliebten Menschen kann man sich gewöhnen. Trennt man sich dann, weil das „Feuer“ nicht mehr da ist, fällt beiden häufig auf, dass es ohne Beziehung gar keinen Oxytocin- und Opiat-Nachschub mehr gibt – also gar keine „Glücklichmacher“ mehr ausgeschüttet werden. Viele fallen dann in ein emotionales Loch. Mögliche Lösungsansätze gibt’s im Buch-Tipp auf Seite 21.

    Wunderwerk

    Gehirn

    Die Länge aller Nervenbahnen im

    Gehirn beträgt 5,8 Millionen Kilo-

    meter. Das entspricht 140 Erdumrundungen.

    Quelle: Audioversum Science-Center Innsbruck

    14 | MEDIZIN

  • währleisten, dass es möglichst zu kei-ner Unterversorgung kommt. Denn die-se kann zu bleibenden Schäden führen.

    Der Ursprung aus dem Neuralrohr beim EmbryoSchwangere sollten darüber hinaus gut mit Folsäure versorgt sein. Denn das Gehirn hat seinen Ursprung im Neu-ralrohr des Embryos. Folsäure kann einem Neuralrohrdefekt vorbeugen. Aus dem Neuralrohr und sogenannten Hirnbläschen bildet sich im Mutterleib eine noch unausgereifte Version des Gehirns. Es muss sich nach der Geburt noch weiterentwickeln und reifen. Die Natur hat das so eingerichtet. Denn um noch im Mutterleib weiter reifen zu können, hätte das Ungeborene ei-nen wesentlich höheren Energiebedarf, der durch die Schwangere schwer zu decken wäre. Und der Kopf des Kindes muss letztlich ja auch durch den Ge-burtskanal passen.

    Das Gehirn ist hierarchisch aufgebaut: Das Großhirn, die oberste Ent-scheidungszentrale, ähnelt in Aufbau und Struktur einer Walnusshälfte. Das Zwischenhirn ist eine Art vorgeschaltetes Sekretariat: Hier kommen Informationen aus den Sinnesorganen an und werden, wenn sie wich-tig erscheinen, nach „oben“ weitergeleitet. Hypothalamus und Hypophyse steuern dafür recht eigenständig den Hormonhaushalt. Das Kleinhirn wie-derum ist mit der Koordination unserer Bewegungen befasst. Es meldet an das Großhirn, wie unsere Lage im Raum ist, um so das Gleichgewicht zu steuern. Das Nachhirn ist das verlängerte Rückenmark. Es regelt le-benswichtige Grundfunktionen wie Atmung, Herzschlag und Reflexe.

    Zwischenhirn

    Nachhirn

    Kleinhirn

    Großhirn Hypothalamus

    Hypophyse (Hirnanhangdrüse)

    Mittelhirn

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  • Angesichts der zum Teil langen Wartezeiten für einen Therapieplatz erscheinen Online-Therapien als gute Alternative. Welche Vorteile, welche Grenzen hat eine solche Therapie? Diese Fragen thematisierten Experten beim Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im März 2018 in Berlin.

    Als besonders erfolgversprechend gelten Online-Angebote für Patienten mit Depressionen und Angststörungen. „Bei diesen handelt es sich meist um therapeutenunterstützte Programme – das heißt, der Patient durchläuft das Therapie-programm weitestgehend selbstständig, erhält aber regel-mäßig Rückmeldung durch einen Therapeuten, der auch für Fragen zur Verfügung steht“, erklärt Prof. Dr. med. Stephan Zipfel, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsklinik Tübingen. Angebote, die eine sehr niedrige Zugangsschwelle haben, also beispielsweise anonym und ohne vorherigen Abklärungsprozess mit einem Therapeuten gestartet wer-den können, werden gerne genutzt, aber oft auch wieder abgebrochen, zeigt die Erfahrung. Angebote mit höherer

    Therapie per Internet

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    Zugangsschwelle haben sich in Studien als nachhaltiger er-wiesen. Das gilt vor allem bei Programmen zur Behandlung einer Depression. „Generell ist eine vorgeschaltete Diag-nostik durch einen Facharzt empfehlenswert, bei der sich dieser einen ausreichenden Eindruck vom Patienten und von dessen körperlichem und psychischem Zustand sowie seiner sozialen Einbindung machen kann“, empfiehlt Zipfel.

    Eine verlässliche Diagnose könne ein Internetprogramm allerdings grundsätzlich nicht stellen, so die Bundespsy-chotherapeutenkammer (BPtK). Sie rät Betroffenen, ihre psychischen Beschwerden auch in der Sprechstunde eines Psychotherapeuten abklären zu lassen. Als Ergänzung zu dieser Empfehlung hat die BPtK eine Checkliste entwickelt, mit der Patienten Internetprogramme für psychische Be-schwerden und Erkrankungen selbst einer ersten Überprü-fung unterziehen können. Jedes Programm sollte zumindest die Antworten auf die Fragen dieser Checkliste bieten, die Sie in Auszügen hier lesen können. Ist dies nicht möglich, sollte ein Patient das Programm nicht nutzen.

    Worauf achten bei einem ONLINE-PROGRAMM?❚ Wer ist der Anbieter?

    ❚ Für wen ist das Programm gedacht (zum Beispiel Kinder, Jugendliche, Eltern, Erwachsene)?

    ❚ Wozu ist das Programm gedacht? Soll es über psychische Erkrankungen informieren oder bietet es Unterstützung bei der Behand-lung psychischer Erkrankungen?

    ❚ Wie viel Zeit erfordert das Programm pro Tag oder Woche? Wie lange dauert die Nutzung des Programms insgesamt? Wann und wo kann der Nutzer das Programm einsetzen? Gibt es eine mobile Version?

    ❚ Gibt es einen direkten Ansprechpartner? Sind die direkten Ansprechpartner Psycho-therapeuten oder Ärzte?

    Die komplette Checkliste finden Sie auf: www.bptk.de/uploads/media/20170627_patienten-checkliste.pdf

    16 | GESUNDHEIT

  • Grenzenlose Gesundheits-versorgungWer eine medizinische Behandlung im EU-Ausland plant, sollte sich vorab genau über Möglichkeiten, Kosten und Verfahren informieren. Nationale Kontaktstellen geben Auskunft.

    Es gibt viele Gründe, eine ärztliche Behandlung im Ausland vornehmen zu lassen – etwa weil dort ein Spezialist für eine seltene Krankheit praktiziert oder ein qualifizierter Ansprechpartner für eine Zweit-meinung sitzt. Doch nur wenige EU-Bürgerinnen und -Bürger wissen, wie sie grenzüberschreiten-de Möglichkeiten medizinischer Versorgung optimal nutzen können. Viele Fragen stellen sich vorab, beispiels-weise, welche Kosten erstattet werden, ob eine Nachbe-handlung zu Hause möglich ist oder welche Regelungen zum Schutz von Patientendaten gelten. Eine EU-Richtlinie zur Patientenmobilität gibt mehr Sicherheit.

    Nationale KontaktstellenAuf Grundlage dieser Richtlinie arbeiten die nationalen Kontaktstellen für grenzüberschreitende Gesundheitsver-sorgung, die alle EU-Mitgliedsstaaten und Norwegen seit Ende Oktober 2013 eingerichtet haben. Alle Kontaktstellen sind miteinander vernetzt und haben eine eigene, mehr-sprachige Website.

    EU-Patienten.de arbeitet wettbewerbsneutral und ist als Organisationseinheit bei der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung – Ausland (DVKA) im GKV-Spitzenverband angesiedelt. Kontaktdaten:Pennefeldsweg 12 c, 53177 BonnTelefon: 0049 228 9530-802/800Fax: 0049 228 9530-801

    Über EU-Patienten.de

    Das Portal www.eu-patienten.de etwa informiert Sie umfassend zum Thema, bietet außerdem Checklisten, Antworten auf häufig gestellte Fragen und eine Liste aller nationalen Kontaktstellen im EU-Ausland. Auch Bürger an-derer Mitgliedsstaaten können sich entsprechend über eine Behandlung in Deutschland informieren.

    Wichtig: Klären Sie vor der Behandlung bei Ihrer BKK ab, welche Behandlungskosten sie in welchem Umfang übernimmt.

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    KRANKENVERSICHERUNG | 17

  • Friedvolle Ferien im

    Osnabrücker Land Geheimtipp für Natur-freunde, Geschichtsinter-essierte, Gesundheitsbe-

    wusste und Seelenbaumeln-lasser: Das Osnabrücker Land bezaubert

    durch reizvolle Landschaften, eine Stadt mit Flair, historische Stätten und Wellness-

    angebote. Wir stellen die Highlights vor.

    Grüner wird’s nichtDie niedersächsische Landesgarten-schau findet in diesem Jahr in Bad Iburg statt. In zwölf Themengärten sind raffiniert angeordnete Blumen die Stars. Nach einem Spaziergang durch die Gärten darf es ein paar Etagen höher gehen: Auf einem barrierefrei-en Baumwipfelpfad erschließt sich die Tier- und Pflanzenwelt des Waldkurparks aus einer ganz neuen Perspektive. Mehr Informa tionen zur Lan-desgartenschau gibt es unter: laga2018- badiburg.de

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    D ie „Hauptstadt“ der Region ist ganz klar Osnabrück. Metropolenhektik hat in der Universitätsstadt allerdings keinen Platz. Durch die Osnabrücker Altstadt mit ihren Giebelhäusern lässt es sich herrlich entspannt bummeln – und auf Schritt und Tritt Geschichte begeg-nen: Die Anfänge des Doms St. Peter reichen mindes-tens ins 11. Jahrhundert zurück. Im Friedenssaal des Rat-hauses fanden die Verhandlungen zum Westfälischen Frieden statt, der 1648 den Dreißigjährigen Krieg been-dete. Weil man über Frieden gar nicht genug nachdenken

    kann, steht die nächste Station schon fest: Das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum erinnert an den in Osnabrück geborenen und aufgewachsenen Schriftsteller, der in sei-nem 1929 erschienenen Roman „Im Westen nichts Neues“ eindrucksvoll das Frontelend des Ersten Weltkrieges be-schrieb. Aus derselben Generation wie Remarque stammt auch der Maler Felix Nussbaum, der in Auschwitz ermordet wurde. Das Felix-Nussbaum-Haus zeigt eine umfangreiche Sammlung seiner Werke – in einem spektakulären Gebäu-de, das Star-Architekt Daniel Libeskind entworfen hat.

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    F einschmecker steuern in Osnabrück das 3-Sterne- Restaurant La Vie an, während es Naschkatzen in die Chocola-terie Leysieffer zieht, die 1909 in Osnabrück ihr süßes Ge-schäft begann. Genuss für den ganzen Körper versprechen der Kneipp-Kurort Bad Iburg und die traditionsreichen Sole-Heilbäder

    im Osnabrücker Land: Bad Essen, Bad Laer und Bad Rothenfelde. Interessant: In Bad Essen befindet sich die mineralreichste Solequelle in Europa – der Salz-gehalt übertrifft sogar den im Toten Meer! Eine Oa-se der Entspannung ist auch die nach altrömischem Vorbild gestaltete Varus Therme in Bramsche. (www.osnabruecker-land.de)

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    Bio Hotel für zwei Personen zu gewinnen

    Die Lage in Bad Laer am Rande des Teuto-burger Waldes könnte kaum idyllischer sein. Und auch das Bio Hotel Melter sorgt mit seinem gepflegten Garten und den gemüt-lichen, modernen Zimmern für eine Wohl-fühlatmosphäre. Viel Wert legt das Hotel auf eine frische, regionale Saisonküche – alle Zutaten sind selbstverständlich in Bio-Quali-tät. Wer bei den Mahlzeiten einmal zu oft nachgenommen hat, kann sich die Kalorien im hoteleigenen Schwimmbad wieder abtrainieren. Eine Sauna, Massage- und Beautyangebote sowie ein Fahrradverleih eröffnen noch mehr Möglichkeiten für einen entspannten, aktiven Urlaub.

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    D ie Region im Südwesten von Niedersachsen ist land-schaftlich abwechslungsreich. Zu ihr gehören die Höhenzüge des Teutoburger Waldes und des Wie-hengebirges, Flussauen, Felder und Wiesen sowie Moorlandschaften. Ein dichtes Netz an Rad- und Wan-derwegen macht das individuelle Entdecken einfach. Besonders loh-nend ist eine Radtour durch das Artland – nicht nur weil die Wege so schön flach sind, sondern auch, weil die Route entlang alter Bauernhöfe den Radler in eine andere Zeit entführt. Die meisten historischen Bauern-häuser wurden Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut. Um die mächtigen Fachwerkhäuser herum wird noch immer Landwirtschaft betrieben – dank der mineralienreichen Erde. Weitgehend unberührt von menschlichen Ein-griffen ist der Naturpark TERRA.vita (www.geopark-terravita.de). Er ist einer von nur sechs UNESCO Global Geoparks in Deutschland. Diese Parks zeichnen sich da-durch aus, dass sie geologische Phänomene zeigen und erdgeschichtliches Wissen vermitteln.

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    Der Gewinn beinhaltet 5 Übernachtungen im Doppelzimmer sowie pro Person eine Massage. Mehr Infos: www.haus-melter.de oder www.biohotels.info

    Wenn Sie gewinnen möchten, rufen Sie an unter 0137 810018-3 (50 ct/Gespräch aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk ggf. abweichend) und geben Sie das Stichwort „Osnabrücker Land“ mit deutlicher Nennung von Name, Anschrift und Telefonnummer an. Teilnahmeschluss ist der 5.8.2018. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn kann nicht in bar ausge-zahlt werden. Datenschutz: Die Daten dienen ausschließlich zur Gewinn-benachrichtigung. Sie werden nicht an Dritte weitergegeben und nach der Gewinnauslosung gelöscht. Allgemeine Informationen zur Datenver-arbeitung und zu Ihren Rechten finden Sie auf der BKK-Internetseite unter dem Stichwort „Datenschutz“.

    * Der Gewinn wurde nicht mit Beitragsgeldern finanziert, sondern vom Bio Hotel Melter kostenlos zur Verfügung gestellt.

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  • Wenn eine Kranken- oder Pflegekasse Daten über einen Versicherten erhebt, verarbeitet oder nutzt, werden diese Angaben zu Sozialdaten und sind damit besonders geschützt. Sie unterliegen nun dem Sozialgeheimnis. Die Kranken- und Pflegekassen sind verpflichtet, sehr sorgsam mit diesen Daten umzugehen. Die gesetzlichen Vorgaben dafür finden sich im Zehnten Buch Sozialgesetzbuch (SGB X), im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und seit dem 25. Mai 2018 zu-sätzlich in der Datenschutz-Grundver-ordnung (DSGVO).

    Die SIEMAG BKK und die SIEMAG BKK Pflegekasse legen ein besonderes Au-genmerk auf den Schutz Ihrer Daten. Wir erheben und speichern Ihre Daten nur in dem Umfang, wie es für unsere Aufgabenerfüllung erforderlich ist. Und wir löschen die Daten, sobald sie für die Zwecke nicht mehr gebraucht werden.

    Wir informieren SieWir sind verpflichtet, Sie darüber zu in-formieren, zu welchem Zweck wir Ihre Daten erheben und an wen wir sie gege-benenfalls weiterleiten. Dies soll zu einer fairen und transparenten Verarbeitung beitragen. Auch trifft uns eine Informa-tionspflicht, wenn Ihre Daten zu einem

    DatenschutzIhre Daten sind uns wichtigOb Einkommensnachweise oder Bescheide zu Sozialleistungen – die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen fordern und speichern allerhand Informationen von ihren Mitgliedern. Doch dürfen sie das auch?

    anderen als dem ursprünglichen Zweck verwendet werden sollen. Hingegen be-steht beispielsweise keine Informations-pflicht, sofern Sie mit der Nutzung oder Übermittlung Ihrer Daten an bestimmte Empfänger rechnen müssen, wie zum Beispiel die Weiterleitung von einem An-trag an einen Leistungserbringer.

    Sie informieren unsDamit die SIEMAG BKK und die SIEMAG BKK Pflegekasse ihre gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben vollum-fänglich wahrnehmen können, hat der Gesetzgeber Mitwirkungspflichten der Versicherten im Sozialgesetzbuch ver-ankert. Danach haben Sie Ihrer Kran-ken- und Pflegekasse bestimmte Daten zu Ihrer Person, die für die Erledigung der Sie betreffenden gesetzlichen Auf-gaben erforderlich sind, zur Verfügung zu stellen. Bei fehlender Mitwirkung Ihrerseits kann es zur Verzögerung oder sogar zur Ablehnung der von Ihnen be-antragten Leistung kommen. Von diesen Daten ausdrücklich ausgenommen sind freiwillige Angaben wie Telefonnummer oder E-Mail-Adresse. Sollten Sie diese letztgenannten Daten nicht zur Verfü-gung stellen, liegt keine Verletzung einer Mitwirkungspflicht vor und es entsteht Ihnen dadurch kein Nachteil.

    Was ändert sich mit der Datenschutz-Grundverordnung?Dem Grunde nach ändert sich für Sie nichts. Ihre persönlichen Daten wer-den weiterhin besonders geschützt und sind bei uns in guten Händen. Durch das Inkrafttreten der DSGVO zum 25. Mai 2018 wird der Datenschutz europaweit einheitlich geregelt. Für uns als Kran-ken- und Pflegekasse und für Sie än-dern sich lediglich die Paragraphen und die Gesetze, in denen der Schutz ge-regelt ist. Inhaltlich bleibt der besondere Schutz Ihrer Daten garantiert.

    Wir schützen Ihre persönlichen DatenDamit Sie einen Überblick über die Ver-arbeitungszwecke und Rechtsgrund-lagen sowohl in der Kranken- als auch in der Pflegekasse erhalten, stellen wir Ihnen diese gerne in einer übersicht-lichen Form zur Verfügung und geben Ihnen darüber hinaus Informationen u. a. zur Wahrnehmung Ihrer Daten-schutzrechte und zu Ansprechpartnern. Besuchen Sie dazu einfach unsere Inter-netseite unter www.siemagbkk.de oder fordern Sie unseren Flyer zum Thema Datenschutz bei uns an.

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    20 | BKK INTERN

  • BUCHTIPPPAPA, WIR MACHEN DICH GESUND!

    Jen Whitington erzählt die wahre Geschichte ihres Schwiegervaters Geoff, der neun Jahre lang an Diabetes Typ 2 litt und mithilfe seiner Familie und eines ausgefeil-ten Ernährungs- und Fitness-programms wieder gesund wurde. Das Buch informiert nicht nur über Ursachen, Fol-gen und Therapien der Stoff-wechselkrankheit, sondern beschreibt auch auf sehr persönliche Weise, wie Geoff nach und nach lernt, negative Gewohnheiten abzulegen und – trotz anfänglicher Widerstände – seinen Lebensstil so zu verändern, dass er die Krankheit überwinden kann. Seine Geschichte kann Betroffene motivieren, den Diabe-tes nicht als schicksalsgegeben hinzunehmen. Praxistaug-liche Programme, Rezepte und Einkaufslisten machen das Buch darüber hinaus zu einem wertvollen Begleiter auf dem Weg zur Gesundheit. Jen Whitington: Papa, wir machen Dich gesund! Die Geschichte, wie wir unseren todkran-ken Vater zurück ins Leben holten. 182 Seiten. Flexocover. Unimedica im Narayana Verlag. 16,80 Euro. ISBN: 978-3-946566-93-9

    AUSFLUGSTIPPEINFACH TIERISCH. REISS-ENGELHORN-MUSEEN, MANNHEIM

    Schnapp dir deine Kamera und geh auf eine ungewöhnliche Fotosafari! In der Ausstellung „Einfach tierisch!“ kannst du nicht nur große Tierbilder sehen und und sogar den Schä-del eines T-Rex bestaunen. Das Beste: Du kannst selbst in die Fotoszenen eintauchen und Teil der Lebenswelt von Dino, Panda & Co. werden. Erst mit deinem Einsatz werden die Fotos richtig vollständig: Füttere Dinosaurier, streichle Tiger oder küsse einen Delfin. Mit dir entstehen die tollsten Abenteuerfotos – und das in 3D! Ganz nebenbei erfährst du noch viel Spannendes über die Welt der Tiere. Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Weltkulturen D5, 68159 Mannheim. Vom 10.5.2018 bis 10.3.2019, Öffnungszeiten: Di.–So. (auch an Feiertagen): 11–18 Uhr www.rem-mannheim.de

    Kultur und Co.BUCHTIPPWOHER SOLL ICH WISSEN, WAS ICH DENKE, BEVOR ICH HÖRE, WAS ICH SAGE? DIE HIRNFORSCHUNG ENTDECKT DIE GROSSEN FRAGEN DES ZUSAMMENLEBENS.

    Der Titel verrät es schon: Im Gehirn geht es drunter und drüber. Nervenzellen feuern unablässig. Dadurch inter-pretiert, analysiert und reimt es sich auch zusammen, was andere denken und von uns erwarten. Und dann funkt auch noch das ziemlich ei-genständige Hormonsystem dazwischen. Da verwundert es fast, dass der Mensch so schnell reagieren, Entschei-dungen treffen und handeln

    kann. Das Gehirn ist enorm lernfähig und passt sich mit der Zeit neuen Anforderungen an. Dennoch basiert es auf einer Grundausstattung, die schon für unsere ersten Vorfahren von Vorteil war. Verstehen wir das Gehirn besser, können wir auch besser nachvollziehen, wie wir als Menschen ticken. Franca Parianen: Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage? Die Hirnforschung entdeckt die großen Fragen des Zusammenlebens. 352 Seiten. Rowohlt Taschenbuch Verlag. 14,99 Euro. ISBN: 978-3-499-63203-7

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  • Auflösung unseres Gewinn-Rätsels aus der letzten GESUNDHEIT:MACHT NICHT LANGE SATT ...BROETCHEN MIT MARMELADEGESUNDHEIT erscheint viermal im Jahr im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtung der BKK zur Aufklärung über Rechte und Pflichten aus der So zialversicherung.

    Herausgeber, Verlag, Redaktion und Bildredaktion: Arthen Kommunikation GmbH, Käppelestr. 8a, 76131 Karls ruhe, 0721 62514-0. Verantwortlich: Herbert Arthen. Für indivi duel le Seiten einzelner Betriebs krankenkas sen zeichnen diese verantwortlich. Redaktion: Ulrike Burgert, Kerstin Faas, Mareike Köhler, Dagmar Oldach. Artdirection: Martin Grochowiak. Grafik: Isabelle Göller; Herstellung: Stefan Dietrich; Bildnachweis Titel: F1online/Matelly Cultura Creative

    © Arthen Kommunikation GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Aufnahme in Onlinedienste, Internet, Vervielfältigung auf CD-ROM, DVD etc. nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Verlages. BKK-Versicherte erhalten das Magazin im Rahmen ihrer Beiträge durch ihre BKK. Abonnementbestellun-gen bei Arthen Kommunikation GmbH. Eine Kündigung des Abonnements ist zum 31. Dezember eines Jahres mit halbjährlicher Kündigungsfrist möglich. Ist die Arthen Kommunikation GmbH durch höhere Gewalt, Streik oder dergleichen an ihrer Leistung verhindert, besteht keine Ersatzpflicht; Preisrätsel: Alle Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Ein Umtausch der Gewinne ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Arthen Kommunikation GmbH und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen. Auf Wunsch wird das jeweilige Gewinnerverzeichnis gegen Erstattung des Brief-portos zugesandt. Alle Gewinne wurden von Sponsoren gestiftet und belasten nicht die BKK-Versicherten gemeinschaft.

    IMPRESSUM

    Weißt du eigentlich, warum e

    s im

    Sommer draußen wärmer ist

    als im

    Winter?

    Klar, weil die Sonne mehr sch

    eint,

    denkst du vielleicht. Aber tat

    säch-

    lich liegt es daran, dass die S

    trah-

    len der Sonne jetzt „direkter“

    – also

    in einem weniger schrägen W

    in-

    kel – auf der Erde ankommen

    . Da-

    durch verlieren sie auf ihrem

    etwa

    150 Millionen Kilometer lan

    gen

    Weg zur Erde weniger Energ

    ie und

    strahlen wärmer.

    Die SonneWelche Bilder sehen genau gleich aus?

    Welche Biene

    findet den rich-

    tigen Weg zu

    den Blumen?

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    Lösung: Sommerurlaub –

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