Hauptversammlung Dresden vom 30. Mai bis 2. Juni 1928

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    06-Jun-2016

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<ul><li><p>Zeitschr. far angew. [ Chemie. 41. J. 1928 Verein deutscher Chemiker ________._ </p><p>442 </p><p>genannter Betriebsrezepte eine Gefahr, denn wirklich wertvolle Dinge wiirden in dieser Form der Allgemeinheit selten zur Verfugung gestellt werden. Meist handele es sich um Ver- fahren, die iiberholt sind. Die Presse niusse sich unbedingt mehr der Mitarbeit und der Kontrolle von Fachleuten bedienen. </p><p>Der neue Bezirlrsverein sol1 den Naiiien ,,Magdeburg und Umgebung" fiihren. Die Satzungen des neuen Bezirksvereins werden dem Vorshndsrat zur Genehmigung vorgelegt. </p><p>Der Vorstand besteht aus den Herren: Apotheker R. F e 1 d - h o f f , Magdeburg-Sudost, Dr. A. S c h o n e , Dr. E. N o l t e , Magdeburg, und Dr. E. H e 11 e r (Schriftfuhrer), Wasserwerk Buckau. </p><p>In der S i t z u n g a m 17. A p r i l , die sehr zahlreich be- sucht war, hielt Prof. Dr. B. R a s s o w , Leipzig, einen Vortrag uber : ,,Die Verfliissigung der h"ohlen."l) </p><p>Nachsitzung im ,,Pschorr-Brau". Berirksverein Dresden. Im elektro-rhemischen Institut der </p><p>Technischen Hochschule zu Dresden hielt am 6. Marz 1928 der Betriebsdirelrtor a n der Staatlichen Porzellanmanufaktur MeiSen, Dr. F u n k , den Vortrag: ,,Neues iiber Erzeugnisse und aus d e m Betriebe der Sluatl. Porzellcrnmanufnklur Meipen.'. </p><p>Vortr. erorterte den Verlauf der Vorgange, die sich in den keramischen Massen beim Erhitzen bis zur Erweichung abspielen, ferner die keramischen porosen Mausen, wie sie heute in Laboratorium und Technik fur viele Zwecke weit- gehende Verwendung finden, und diejenige porose Masse, aus der die keramischen Rauchgasfilter hergestellt werden, die der MeiOner Manufaktur unter Nr. 996744, K1. 421, gesetzlich ge- schiitzt sind und ihr neuestes Erzeugnis auf chemisch-tech- nischem Gebiete darstellen. </p><p>Die keramischen 'Rauchgasfilter finden Verwendung beim Arbeiten mit selbsttatigen Rauchgas-Untersuchungsapparaten, wo sie dem Gaszuleitungsrohr vorgeschaltet werden, um ein Eindringen von RUB und Staubteilchen in die Apparatur, damit aber das Verschmutzen und Verstopfen der Hohrleitung und so- mit das Versageri des Apparates zu verhuten. Die Rauchgasfilter bestehen aus genugend starkwandigen kurzen Hohlzylindern aus kuerfestem porosem Material. Sie sind mit dem Gas- zuleitungsrohr fest verbunden, und der Zwischenraum zwischen den beiden Teilen ist mit keramischem Verkittungsmaterial ausgefiillt, das Filter und Rohr dicht und rissefrei zusammen- htilt und ausreichend feuerfest ist, um den Gebrauch der Filter auch bei hohen Temperaturen zu ermoglichen, ohne daB eine treibende oder gegenteilige Wirkung eintritt. Die Filter- </p><p>1) Vgl. Ztschr. angew. Chem. 41, 365 [1928]. </p><p>niasse selbst ist so beschaffen, daS sie beim Brennen eine hohe Porositat annimmt und die relativ diinnen W h d e der vielen Zellen, aus denen die Masse besteht, die lange andauernde Er- hitzung aushalten, der die Rauchfilter im Gebrauche ausgesetzt werden. Vortr. wies auf die Bedeutung der Rauchfilter fur alle diejenigen Industrien hin, bei denen die Kontrolle von Feue- rungen in Frage kommt, moge es sich nun um Dampfkesselfeue- rungen, metallurgische Schmelzofen, Glasschmelzofen, kera- mische oder andere Brennofen handeln. Die Filter werden in die Gasentnahmerohre keramisch fest eingesetzt geliefert, wo- bei man Rohre aus gewohnlichem Hartporzellan oder anderen keramischen gasdichten Massen von noch groberep Feuerfestig- keit (Schmelzpunkt S.K. 35/37, d. h. 1770 bis reichlich 18000) verwenden kann. Die Gasdichtigkeit der hochfeuerfesten Rohre, die die M e i h e r Manufaktur jetzt herstellt, wurde den Zuhorern experimentell an Rohren von 1 m LBnge vorgefiihrt. Ebenso wurden auch Rauchfilter in verschiedener Ausfuhrung vorgezeigt. </p><p>Im AnschluB a n diese Ausfuhrungen schilderte Vortr. an lfand zahlreicher Lichtbilder aus dem Betriebe den Gang der Porzellanbereitung, wie e r sich heute in der MeiOner Manu- faktur abspielt. </p><p>Rheiniseher Bezirksverein. Gesellschaftsabend des Rhei- nischen Bezirksvereins, Koln, ani 10. Marz 1928, in der ,,Er- holung",' KiSln. </p><p>An der vergnugt und stimmungsvoll verlaulenen Festlich- keit nahmen etwa 100 Mitglieder ,nit jhren Damen teil. Uin dio Vortrage des Abends machten sich verdient die Damen: Ortrun B u s s e und Irene N a o u 111, und die Herren: Dr. C a r l , K r o n e r , N a o u m , O e h n i e , S t e c h und W 0.1' t ni a n n. </p><p>Sitzung am Montag, den. 26. Mar8 1928. Der Bezirksverein Aarhen hatte zu einem am Montag, den 26. Marz dieses Jahres, stattfindenden Filmvortrag in der Technischen Hochschule eingeladen. </p><p>An der Hand von Mitteilungen der Aluminiumberatungs- stelle und auf Grund eigener fruherer Arbeiten und Erfah- rungen auf diesern Gebiete hielt Dr.-Ing. A. S u I f r i a R einen einleiteuden Vortrag und gab wahrend der anschliefienden Filmvorfuhrung die erforderlichen Erlauterungen. In dem Film wurde die Geic-innung des Aluminizims teils an Hand von Trick- aufnahmen, teils nach der Wirklichkeit gezeigt. Ein weiterer Abschuitt zeigte das GieSen und Walzen, wiihrend i n den beiden letzten Abschnitten die Verarbeitung zu Draht, Ge- fa6en usw. und die Verwendung des Aluminiums im Haushalt, Flugzeug-, Luftschift- und Fahrzeugbau vorgefiihrt wurde. </p><p>Berirksverein Aachen. </p><p>HAUPTVERSAMMLUNG DRESDEN VOM 30. MA1 BIS 2. J U N I 1928 </p><p>Vortriige for Fachgruppensitzungen. Es sind noch folgende Vortrlige') angemeldet : </p><p>Fachgruppe fur organisehe Chemk. 8. Prof. Dr. H. W i e n h a u s , Miltitz b. Leipzig: ,$in- </p><p>zoirkung freien Snuerslofis ouf hydronromalisehe Verbindzingen." - 9. Priv.-Doz. Dr. C. W e i g a n d , Leipzig: , ,Kryptoisomerie beim Dibenzoyl-methan-enol und seinen Ahern." - 10. Prof. Dr. W. S c h n e i d e r , Jena: ,,Die Mulnrolrriion der Gluco- thiose (1-Thioglueose)." - 1 1 . Priv.-Doz. Dr.-Ing. K. K ii r s c h - n 0 r , Briinn: ,,Uber Fichtenlignin, Haminkijrper und Brnun- kohle." - 12. Dr. K. R e h o r s t , 13reslau: , , ilber dns Snponita der Zuekerriibe." - 13. Dr. E. R o s e n h a u e r , Erlangen: ,,Uber d ie Chromierfarbung der Chromotrop-P'rrrbstoffe." (Zu </p><p>I'aehgriippe fiir gewerblirheii Reehtssrhiitr. V o r t r a g s f o l g e : 1. Geh. Justizrat Prof. Dr. H. (:a h n I, Niirnberg: ,,Sehrclc </p><p>der Verteidigungszeichen." - 2. Senatsprasident Dr. D e g e n , Dresden: ,,Fubrikspionage." - 3. Prof. Dr. W. F i s c h e r , Hamburg: ,,Die Bedeutung von Pnienl und Wnrenzeiehen fur d ie Chemie." - 4. Rechtsanwalt Dr. (i r o IJ , Dresden: ,,Die Stellung der Induslrie zum Rechl lcnd ziir Rechispflege." - 5. Landgerichtsdirektor Dr. N i e t z o 1 d , Dresden: ,, Ver- slarkung des getverbliehen Reehlssehzilzes dureh Resehleunigung des zivilprozessualen Verfahrcns." - 6. Direktor Dr. W e i d - 1 i c h , Hochst a. M.: (Das Thema steht noch nicht fest.) </p><p>diesem Vortrage werden die Mitglieder der Fachgruppe fiir Farben- und Textilchemie eingeladen.) - 14. Prof. Dr. H. D e G k e r , Jena: ,,Wo sollen zoir die Andenken unserer gropen Chemiker. ihre Praparate und ihren sehrifflichen NnchlnP 15. Dr. .I. S 111 i t, Amsterdam: ,,Uber die Bewerlung der Koli- </p><p>IQwhgriippe fur Wasserehemie. Weiter sind folgende Vortrage angemeldet : </p><p>samrneln?" (Zu diesem Vortrage werden nicht nur die Mit- glieder der. Fachgruppe fur deschichte der Chemie, sondern auch alle Versammlungsteilnehmer eingeladen.) </p><p>1) Vgl. Ztschr. angew. Chem. 41, 328 [1928]. </p><p>berunde im 'I'rinktcusser." - 16. 1)r.-Ing. F. K r o 11, Berlin: ,,Nezies uber die Berliner Abicasser und ihre Zzisnmmenselzung" (mit Lichtbildern). - 17. Ing. M. G r e v e ni e y e r , Berlin: ,,Die Wassericirtschafl in der Riibenzuekerfabrikation." </p><p>Verlag: Chemie, G. m. b. 11.. Berlin W 10. - Verantwortlicher Schriftleiter: Prof. Dr. A. B i n z , Berlin. - Druck von Maurer &amp; Dimmick, Berlin SO 16. </p></li></ul>