Teilleistungs- / Wahrnehmungsstأ¶rungen / Teilleistungsstأ¶rungen bei der Informationsaufnahme • Die

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Text of Teilleistungs- / Wahrnehmungsstأ¶rungen / Teilleistungsstأ¶rungen bei der Informationsaufnahme...

  • Ein Projekt der

    B u n d e s A r b e i t s G e m e i n s c h a f t zur Förderung der Kinder, Jugendlichen

    und Erwachsenen mit Teilleistungs- / Wahrnehmungs-Störungen e.V.

    (BAG-TL/WS)

    Gefördert von:

    Teilleistungs- / Wahrnehmungsstörungen / ADHS Informations- und Dokumentationszentrum für Deutschland

  • Teilleistungsstörungen – Was ist das? Bei der Teilleistungsstörung handelt es sich um eine reduzierte Leistungsfähigkeit in einem oder mehreren Phasen der Informationsverarbeitung.

    •  Informationsaufnahme:

    Lernprozess

    Die Information wird über die Sinne ins Gehirn aufgenommen und erfasst (wahrgenommen).

    •  Informationsverarbeitung: Die erhaltene Information wird interpretiert.

    •  Gedächtnis: Die Information wird gespeichert und später wieder abgerufen.

    •  Informationsweitergabe: Die Information wird durch Sprache oder Gesten weiter gegeben.

  • Teilleistungsstörungen bei der Informationsaufnahme

    •  Die Informationen aus der Umgebung werden „falsch“ wahrgenommen.

    •  Diese Fehlwahrnehmung beruht nicht auf einer Seh- oder Hörschwäche.

    •  Es spielt keine Rolle was Betroffene sehen, sondern wie sie das Gesehene wahrnehmen.

    •  Visuelle Wahrnehmungsstörung

    Führen häufig zu Verwirrung, Angst und Frustration. Kann man seiner eigenen Wahrnehmung nicht trauen, machen sich Selbstzweifel breit.

    •  Auditive Wahrnehmungsstörung

    •  Soziale Wahrnehmungsstörung

    Wahrnehmungsstörung

  • Teilleistungsstörungen bei der Informationsverarbeitung

    •  Ordnen: Die Information wird in eine sinnvolle Ordnung gebracht.

    •  Abstraktion: Ableitung eines Sinnes aus Worten und Gesten.

    •  Organisation: Die neue Information wird mit bereits gelerntem verglichen und sinnvoll neu eingereiht.

  • Gedächtnisstörungen

    Betroffene mit Teilleistungsstörung haben im allgemeinen keine großen Schwierigkeiten mit dem Langzeitgedächtnis.

    •  Kurzzeitgedächtnis •  Langzeitgedächtnis

    Wir müssen uns an das erinnern, was wir gelernt haben.

    Die Betroffenen haben ein ausgezeichnetes Langzeitgedächtnis bezüglich des eigenen Versagens in der Vergangenheit.

    Haben sie etwas hinzugelernt, so behalten sie es auch – besonders dann, wenn die Information interessant und sinnvoll ist.

  • Schwierigkeiten bei der Informationsweitergabe Sprachstörungen (Wortfindungsstörungen) •  Spontan: Man wählt selbst den Gegenstand (die Situation), über die man sprechen

    möchte. •  Auf Anforderung: Es wächst der Druck, in kurzer Zeit die richtigen Wörter (die richtige

    Antwort) zu finden. •  Sozial: Kommunikation mit anderen und die Fähigkeit, Bedürfnisse adäquat zu

    äußern.

    •  Impulsivität •  Unaufmerksamkeit •  Ablenkbarkeit

    Verhaltensauffälligkeiten

    Motorische Störungen •  Feinmotorik •  Grobmotorik

    •  Perseveration

    •  Soziale Fehlwahrnehmung •  Unflexibilität •  Hyperaktivität

  • ADHS – Was ist das?

    Leitsymptome •  Unaufmerksamkeit •  Überaktivität •  Impulsivität

    •  ICD 10 (Klassifikationsschema der WHO) •  DSM IV (Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen der American Psychiatrie Associatiation)

    Diagnostik – nach international festgelegten Kriterien

    Neurologisch bedingte Stoffwechselstörung im Neurotransmitterhaushalt des Gehirns.

    Symptomatik – verschieden nach Altersabschnitten •  Säuglinge und Kleinstkinder •  Kleinkinder und Grundschulkinder •  Jugendliche •  Erwachsene

  • Häufige ADHS-Begleitstörungen

    Multimodales Behandlungskonzept: •  Psychotherapie

    •  Pädagogische und psychosoziale Hilfestellungen •  Trainingsprogramme •  Selbstmanagement-Programme

    •  Angststörungen •  Depressionen

    •  Störungen des Sozialverhaltens

    •  Tic-Störungen •  Teilleistungsstörungen

    •  Medikamentöse Therapie

    Wie wird ADHS behandelt?

  • Das Problem

    - bei den Betroffenen - bei den Eltern

    •  Verunsicherung - Ratlosigkeit - Hilflosigkeit

    - bei den Erzieher/-innen

    Das Wissen um die Gründe für kindliche Verhaltensauffälligkeiten und Lernschwächen Jugendlicher mit Teilleistungs-/Wahrnehmungsstörungen oder mit ADSH ist erheblich gewachsen. Nicht gewachsen ist die Fähigkeit, auf ihre spezifischen Bedürfnisse im Schulalltag einzugehen. Es fehlt häufig an Möglichkeiten der frühen Erkennung von Entwicklungsauffälligkeiten im Kindergarten- sowie der zielgerichteten Behandlung und Förderung im Schulalter.

    Unerkannt und unbehandelt wachsen:

  • Die Folgen Negative Auswirkungen beeinträchtigen das gesamte weitere Leben

    •  Geringe Frustrationstoleranz •  Negatives Selbstbildnis •  Ungeduld •  Aggression •  Zurückgezogenheit •  Depressives Verhalten •  Emotionale Störungen •  Beziehungsschwierigkeiten •  Soziale Ausgrenzung

  • Fazit Mehr Information – als wichtiger gesellschaftlicher Beitrag

    •  Informationen

    -  in der Politik

    •  Verbesserung der Situation der Betroffenen

    - sammeln - organisieren - verbreiten

    •  Verständnis für Teilleistungs- / Wahrnehmungsstörungen und ADHS fördern -  in der Öffentlichkeit

    Quellen: • Ratgeber „Neurofibromatose Typ 1 und Teilleistungsstörungen“, Hrsg. Von Recklinghausen Gesellschaft e. V., Hamburg • Ratgeber „adhs ... Was bedeutet das?“, Hrsg. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln

  • Informationen zum Krankheitsbild ADHS

    Die Idee

    Sammlung – Organisation – Verbreitung

  • Ausgangslage Informationsanbieter •  Pharmazeutische Unternehmen

    - Wissenschaftliches Informationsmaterial - Populärwissenschaftliches Material

    •  Inhaltliche Qualität •  Redaktionelle Aufbereitung

    Verschiedene Quellen – unterschiedliche Qualität

    •  Universitäten •  Große Kinderarztpraxen •  Therapiezentren •  Bundesverbände •  Elterninitiativen •  Selbsthilfegruppen •  Bücher

    •  Strukturierung der Informationen

  • Ziel der BAG-TL / -WS Schaffung eines ADHS – Informations- und Dokumentationszentrums •  Informationen sammeln

    •  Informationen strukturieren

    •  Informationen bereitstellen – Bevölkerung und Fachpublikum

    - betroffenen Eltern - Verbänden und Elterninitiativen - Erzieher/innen und Lehrer/innen - Ärzten - Behörden ( auf Landes- und Bundesebene)

    - Quellenangabe - keine wissenschaftliche Bewertung - keine Selektion

    - Bevölkerung allgemein

  • Ziel der BAG-TL / -WS Schaffung eines ADHS – Informations- und Dokumentationszentrums •  Breite Öffentlichkeit schaffen – in Politik und Gesellschaft

    •  Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit- oder Hyperaktivitätsstörungen*

    - entspricht ca. 3 – 5% aller jungen Menschen - Zusätzlich bisher nicht quantifiziertes Potential Erwachsener

    *Quelle: Pressemeldung der Bundesärztekammer, Oktober 2005

    - für das Thema sensibilisieren - Akzeptanz schaffen - Einstellung ändern

    - 300.000 – 500.000 Kinder und Jugendliche

    - Chancen der Betroffenen verbessern - Hoffnung geben

  • 1. Dokumentations-Datenbank

    Umsetzung - Organisation

    2. Presse-Datenbank

  • Dokumentations-Datenbank

    1.  Diagnose (Kinder, Jugendliche, Erwachsene)

    2.  Kinder mit ADHS

    3.  Erwachsene mit ADHS

    4.  Familien mit ADHS

    5.  Co-Morbiditäten

    6.  Behandlungsmöglichkeiten

    7.  Literaturhinweise

    8.  Adressen

    9.  Kooperationspartner

    10.  Internationale Ansprechpartner

  • ADHS

    Beschreibung des Störungsbildes

    Komplikationen nach Lebensalter: • Kinder • Jugendliche • Erwachsene

    Diagnose

    • Diagnostik nach ICD-10 / DSM-IV • Exploration • Fragebogen-Verfahren • Testpsychologische Verfahren • Organische Diagnostik • Verhaltensbeobachtung • Verlaufskontrolle

    Differentialdiagnostik Komorbididäten

    • Depressionen • Angststörungen • Lernstörungen • Tic / Tourette-Syndrom • Wahrnehmungs- und Teilleistungsstörungen • Autismus • Sucht • Borderline-Störung

    Behandlungs- möglichkeiten

    • Multimodale Therapie • Psychotherapie • Pharmakotherapie • Ergotherapie • Psychomotorik • Logopädie • Alternative Behandlungen

    Dokumentations-Datenbank _ Beispiel / ADHS

  • Multimodale Therapie Beiträge / Artikel

    Aufklärungsarbeit

    • Aufklärung / Beratung der Eltern, des Kindes und des Erziehers bzw. Lehrers

    Soziale u. pädagogische Maßnahmen

    • Interventionen in der Familie - Training/ Therapie • Interventionen im Kindergarten / in der Schule

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