Über die Veränderungen im Blut und Harn nach intravenösen Zuckerinfusionen beim Menschen

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    12-Aug-2016

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  • XIV.

    Aus der Medizinischen Klinik WUrzburg.

    Uber die Ver~tnderungen im Blut und Harn nach intraveniisen Zuckerinfusionen beim ]~Ienschen.

    Von

    Priv.-Doz. Dr. W. :N'onnenbruch und Dr. W. Szyszka.

    Schon die ersten Versuehe 1), die sich mit den Folgen yon in- travenSsen Zuckerinfusionen beschi~ftigten~ zeigten~ dab nut ein ganz kleiner Teil des injizierten Zuckers im ttarn erscheint~ der grSBere Teil dagegen im K(irper zurUckbleibt. Es wurde weiterhin gefunden, dab ein Teil dieses Zuckers in der Leber in Glykogen umgesetzt wird, dab abet die Menge des neugebildeten Glykogens in keinem Verbiiltnis zu dem zurUckgehaltenen Zucker steht. Eingehend be- arbeitet wurden die ganzen Fragen zuerst durch v. Brasol 2) im Ludwigschen Laboratorium, und seine Arbeit bildet noch heute die Grundlage fiir alle einschl~igigen Untersuchungen. v. Brasol in- jizierte bei Hunden Zuekerliisungen in ,verschiedener Konzentration and Menge und fand~ dab kein direkter Zusammenhang zw~schen dem Quantum des einffespritzen Zuckers und dem Blut- und Harnzucker bestand, und dab die Menffe des letzteren nur gering war. Die Unter- suchungen des Bhtes auf seinen Zucl~ergehalt vorund nach der In- jektion zeigten 7 dab der Zucker die Blutbahn sehr rasch verlieB und dab 1--2 Stunden nach der Injektion der Blutzuckerwert ziemlich am Ausgangspunkt angelangt und einige Male sogar darunter war. v. Brasol injizierte 0~9--5 g pro Kilo in 20--84 o/oiger Li~sung. Uber die Schnelligkeit der Injektion machte er keine Angaben.

    1) Falk-Limpert und Forster, zitiert v. Brasol~ Du Bois Reymond Arch. 1884.

    2) v. Brasol, Ebenda.

  • 9.82 XIV. W. I~ON~EN~rtUCH und W. SZrSZKA.

    Diesos rasche Vorschwindon des injizierten Zuckers aus dem Blur wurde best~tigt dutch Buttci)~ Lgpine2), Pavy 3) u. a. Christoffel4), der Mengen yon tiber 1 g pro Kilo in 10- -20 0/0iger L~sung bei Kaninchen intraven~s injizierte, land nach dem Absinken der ersten Hyperglykamie ein zweites Ansteigen und Absinken der Blutzuckerku~'ve~ wobei auch auf der HSho dieser zweiten Schwankung meist hyper- glyk~tmische Werte erreicht wurden. Chr is tof fe l hat zuerst auf diese zweite Hyperglyk~mie, die auch schon in /ten Versu~hen v. Brasols deut- lich war m aber nicht besonders erw~thnt wurde~ aufmerksam gemaeht und s~hloB daraus~ dab der ilberschiissige Zucker nieht sofort verbrannt wurde. Bang 5) land bei langsamer Injektion nur unbetr~chtlich niedrigere Blut- zuekerwerte als bei um das Mehrfache schnellerer Injektion. Bei ken- tinuierlicher Injektion einer 10o/0igen w~sserigen Zuckerl~sung fand er, dab der Blutzuckerwert nur im Anfang anst'ieg, bei tier fortgesetzten In- jektion, die doch die gr~Bte Menge des Zuckers umfaBte~ aber so gut wie unver~tndert blieb~ der eingeftihrte Zueker also sofort aus dem Blut ver- schwand. Dieser Befund bildete mit eine Hauptstiitze fiir unsere in einer friiheren Arbeit6) dargelegte Ansicht, dab ftir den {~bertritt yon Zucker in die Gewebe das Zuekergef~tlle maBgebend sei. Bei einem iiberschtissigen Angebot von Zucker ans Blut steigt der Blutzueker an. Das zeigt, dab die Zuckerabgabe an die Gewebe der vermehrten Zufuhr nicht stand h~tlt und ist zunachst ein Ausdruck der Zuckeriiberstauung im Blur. Dutch den Blutzuekeranstieg wird aber aueh das Zuekergef~lle gegen die Gewebe vergrSBert nnd dadurch eine raschere Abgabe des tiberschiissigen Zuckers erm5glieht und das Blut vor einer weiteren Zuckertiberstauung behiitet. Insofern liegt in dem Anstieg des Blutzuckers aueh, etwas Zweekmafiiges~ well dadurch das Bht vor einer weiteren l~berstauung mit Zucker behiitet werden kann.

    Thannhauser und Pfitzer~) in]izierten beim Mensehen 500 ccm einer 7 o/oigen ZuckerlSsung innerhalb 15 Minuten. Der Blutzueker stieg dabei beim blormalen maximal bis zu 0,2 6/6 an und erreiehte naeh 1/4 Stunde wieder den Ausgangswert. Ebenso land L 5 wy s) nach Injektion yon 200 ccm 20 6/6 iger LSsung beim Menschen nach 1/4 8tunde ~vieder normale Werte.

    Die Frage, wie sieh das Blut yon einem Uberschufl an Trauben- zucker entledigt, bildete schon den Hauptgegenstand der Unter- suehungen v. Braso ls . Er fand ebenso wie alle sp~teren Forscher, dal~ mit dem Urin nut ein klei~ier Prozentsatz des Zuekers den K~rper

    1) Butte, C. r. soc. biol. 1895, S. 274; zitiert Bang, S. 73. 2) L~pine, Le Diab~te~ Ebenda. 3) Pavy~ Journ. of Physiology Bd. 24. 4) Christoffel, Z. f. d. ges. exp. Med. Bd. III, Hft. 2. 51 Bang, Der Blutzucker. Wiesbaden 1913, S. 78. 6) Nonnenbruch, Uber die innere Hyperglyk~mie. Arch. f. exp. Path.

    u. Pharm. 1920, Bd.'86, Hft. 5/6. 7) Thannhauser uud Pfitzer, MUnchen. reed. Wochenschr. 1913, Nr. 39. 8) L~wy~ D. Arch. f. kl. Med. Bd. 120, S. 181.

  • Uber die Ver~inderungen im Blut und Ham usw. 283

    verlieB. Dabei fiel ihm bereits die sehr merkwttrdige Tatsaehe auf~ dal~ die Zuekerausseheidung im Ham noch fortdauerte, naehdem der Bhtzucker bereits unter den Ausgangswert gesunken war.

    Gerade hiervon ist in den sp~teren Arbeiten nur wenig die Rede. Aus Versuehen Christoffels 1) ist zwar auch diese Glykosurie bei Hypo- glykRmie herauszulesen~ wird aber nicht besonders betont. Erst in aller- j/ingster Zeit bes~h~ftlgte sich Lipschltz21~ der Versuche an Kaninchen mit intravenSser Injektion yon 25~ TraubenzuekerlSsung machte, wieder eingehend mit dieser Glykosm~e. Beim nieht diabetisehen Menschen~ bei dem man immer nur viel geringere Zuekermengen pro Kilo injizierte, wurde dlese Art Glykosurio, soviel wir ersehen~ bisher nieht erwahnt.

    DaB die Glykosurie nicht verantwortlieh far das Versehwinden des Zuekers aus dem Blue ist~ ging weiterhln aus Versuchen yon WeyertS 1 und L~pine 4) hervor~ die nach Unterbindung der Ureteren den Zueker un- geaehtet aus dem Blut versehwinden sahen. J. S. Kleiner 5) sah dies aueh noeh, nachdem die Tiere nephrektomiert waren und durch ~eiue Anastomose zwisehen Vena cava und Aorta die hintere KSrperhiilfte zum grS~ten Tell ausgesehaltet war.

    V. Braso l suehte welter in den Geweben naeh dem verschwuno denen Zucker und land hier einen erh~hten Zuekergehalt, es blieb aber noeh ein Rest yon etwa 30 o/o , den die Analyse nicht wieder ~ntdeeken konnte und tiber dessen Verbleib sieh v. Brasol auBer- stande erkl~irte aueh nur Vermutungen auszuspreehen. Auf Grund der neueren Untersuchungen, namentlich der Gaswechseluntersuehungen yon Bernste in und Falta6), kann man sieh heute den Vorgang ~wohl so vorstellen, dab ein UbersehuB an Zueker rasch in die Gewebs- fltissigkeit tibergeht und deft allmiihlieh yon den zuekeraviden Zellen aufgenommen und verarbeitet wird. Dabei bedient sieh der Organismus ebensosehr der Zuckerverbrennung; wie der Speieherung yon Gly- kogen oder tier Umwandhng yon Zueker in Fett. 1~ur bei ganz brUsker Ubersehwemmung kommt es zu Glykosurie.

    Die Frage der Zusammensetzung des Bhtes naeh dem pl~tzliehen Hereinbreehen des Traubenzuekers wurde aueh schon dutch v. B ras el geprUft. Er bestimmte den EinfluB, den die Zuekerinjekti0nen auf den HKmoglobingehalt hatten und schloB daraus auf die Bhtver-

    1) Chrlstoffel, Z. f. d. ges. exp. Med. Bd. HI, Hft. 2, u 7 und 10. 2/Lipschitz, Arch. f. exp. Path. u. Pharm. 1920, Bd. 86, Hft. 1/2. 3) Weycrt, Du Bois Reymond Arch. 1891, S, 187; zitiert Bang, S. 77. 4) L6plne, Le Diab~te, Ebenda S. 199. 5) J. S. Kleiner, Journ. of experim, reed. Bd. 23. Ref. Jahrb. Tierchemie

    1916, S, 124. 6) Bernstein und Falta, D. Arch. f. kl. Med. Bd. 125.

    Archiv f. erperlmen~. Path. u. PharmakoL Bd. 86. 19

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    diinnung. Er fand~ dal] bei Injektion yon etwa 3 g pro Kilo in hochprozentiger L~sung (bis zu 84 o/o ) der H~moglobingehalt betr~cht- l i ch - - in einem Fall his auf 31 o/o des Ausgangswertes - - sank. Die Verdiinnung muBte auf Grund eines Einstromes yon FlUssigke~t aus den Geweben ins Blur erfolgen~ geniigte aber nicht~ um die oben erw~thnten niederen Blutzuekerwerte nach der Injektlon zu erkliiren. 1--2 Stunden naeh der Injektion fand v. Brasol den H~tmoglobin- gehalt wieder normal oder dariiber, v. Brasol maehte auch EiweiB- bestimmungen im Serum vor und nach der Injektion und land regel- m~tl~ig eine starke Yerminderung.

    Die Verminderung des Serumelwei~gehaltes nach der intr~ven~sen Zuekerinfusion stellte neuerdings auch L~wy l) dureh refraktometrisehe Eiweigbestimmungen fest.

    Bes onders eingehend hat L i p s e h it z 2) die Frage der Blutveranderungen naeh der Injektion yon 250/oiger Traubenzueker-Ringerl~sung kiirzlich an Kaninehen untersueht. Er hat H~moglobin, Blutzueker~ Gesam~stiek- stoff~ Gesamtehloride und Gesamttroekengehalt bestimmt. Bei Rlibenkaninehen fand er als unmittelbare Folge der Infusion eine momentane briiske Blut- verdfinnung dutch salz- und N-armes Gewebswasser. Innerhalb der ersten lI/2 Stunden glieh sieh diese Verdllnnung dutch Abstrom yon Wasser durch die Nieren und Naehriieken yon NaC1 aus den Geweben ins Blut iiber- sehieBend aus~ w~hrend dis Hyperglyk~mie noeh hoeh blieb. Dann be- gann eine zweite Phase der Hydr~mie~ die 4--6 Stunden naeh der In- jektion kulminierte und jenseits der 24-Stundengrenze neuerdings die Norm erreiehte. Es war also in allen einsehl~gigen Versuehen als erste Folge einer intravenSsen Traubenzuekerinfusion eine erhebliche Verdiinnung des Blutes gefunden worden~ die bei weitem nieht dureh die injizierte Fliissig- keitsmenge erld~'t war, sondern einen Einstrom yon Wasser aus den Ge- weben ins Blur verlangte. An der Verd~innung beteiligten sich sowohl die Chloride und das H~moglobin wle das SerumeiweiB und das Gesamt- eiweiiL Im weiteren gingen Chloride elnerseits, H~moglobin und Gesamt-- eiweil3 andererseits auseinander, indem die letzteren naeh einem Ansteigen ein zweites Stadium der Senkung durehmaehten, wahrend die Chloride etwas langsamer anstiegen, dann aber keinen Sturz erlitten.

    Dutch die Arbeiten BUdingens 3) iiber die Ern~hrungsbehand- lung des Herzmuskels mit intravenSsen Zuekerinfusionen haben die behandelten Fragen neuerdings ein besonderes Interesse far die Klinik gewonnen. Bltdingen nennt den Traubenzueker den Hauptbetriebs- und l~ihrstoff fur das arbeitende Herz und steUt eine Beziehung auf

    1) L~wy, D. Arch. f. klin. Med. Bd. 120. 2) Lipsehitz, Arch. f. exp. Path. u. Pharm. 1920, Bd. 86, Hft. 1/2. 3) Biidingen, D. Arch. f. klin. Med. Bd. 114 bud Ern]ihrungsst~rungen

    des Herzmuskels. Leipzig 1917.

  • Uber die Veri~nderungen im Blut und Harn usw. 285

    zwischen Herzleistung und Traubenzucker im Blur. Dnrch intravenSse Injektion yon rraubenzueker will er einen Niihrreiz auf das tterz ausiiben und eine Ablagerung yon Glykogen bewirken~ das dann einen Kraftstoff im Falle der Not abgibt.

    Da der wesentliohe Anreiz zu der vermehrten Zuekm'ausnutznng des Herzens in der hohen Konzentration des Zuekers im Blur und in dem plStzUehen Angebot liegt~ wie sic bei intravenSsen Zuekerinfnsionen be- stehen, kann eine Zuekergabe per os wegen der regulierenden Tiitigkcit der Leber die intravenSse Zuekergabc hier nieht ersetzenf dcnn es kommt beim Mensehen 7 wie Frank~) zeigt% aueh naeh peroraler Zufuhr yon 100 g Glukose nur zu eincr ganz unbetr~tehfliehen Steigerung des Blut- zuekers. Dabei ist vorausgesetzt, dab der Blutzueker in dem zur Unter- suehung ge!angten peripheren Blur dem Blutzueker im Herzblut entspricht. Bernste in und Fa l ta haben neuerdings die Lehre yon der ,inneren Hyperglykitmie( aufgestellt, die besagt, dall der Blutzuekergehalt im hepato- pnlmonalen Gefliggebiet starken Sehwankungen unterworfen ist, nnd dag bier besonders naeh kohlehydratreieher Nahrung eine Hyperglyk~imie be- stehen kann, ohne dag diese im peripheren Blut nachweisbar zu sein braueht. Btidingen erbliek~e hierin einen Angriff auf seine Lehre, dab es not- wendig sei~ den Zucker zur Erzeugung einer Hyperglyk~tmie in dem das Herz ernahrenden Blut intraven0s zuzufiihren. Wie uns seheint~ ist aber dieser Angrlff in der Lehre Bernstein und Fal tas gar nieht enthalten, denn die das Herz vorwiegend crnahrenden KoronargefitBe nehmen an der ~inneren IIyperglykitmie~ gar nieht teil~ da sic dem vierten Kapillar- system, das der Zueker naeh seiner Resorption im Darm zu passieren hat, angehSren~ in dem naeh den Vorstellungen Bernstein nnd Fa l tas der die ~innere Hyperglykamie~ ausmaehende liberschlissige Blutzueker bereits abgegeben ist: Augerdem glanben wir~) dureh Zuekerbestimmungen in gleiehzeitig aus Ohr nnd Herz yon Kaninehen unter versehiedenen Ver- snehsbedingnngen entnommenen Blutstropfen gezeigt zu haben~ dag die Lehre yon der ,inneren Hyperglykamie, nieht die Bedeutung hat, die ihr Bernstein nnd Yal~a zuspreehen, so daft die im peripheren Blur ge- fundenen Zuekerwcrte far das ganze Gefagsystem angenommen werden kSnnen.

    Wir haben in den letzten Monaten einc Reihe yon intraven~sen Zucker- infusionen bei Herzkranken gemaeht. Die Zahl der F~lle ist aber noeh zu goring, um ein definitive~ Urteil tiber die Wirksamkeit abzugeben. Die objekfivc Behebung crier Besserung einer Kreislanfinsufflzienz konnten wir bisher in keinem Fall einwandfrei als Folge der Zuekerinfnsionen sehen. Dagegen empfanden die Patienten fast dnrehweg subjektiv naeh den Zueker- infuslonen eine erhebliehc Erleichterung.

    Besonders eklatant war dies bei einem ~ilteren Mann mit fehlenden Patellarreflexen 7 abet negativem Wassermann~ der Fall 7 der seit vielen

    11 Frank, Hoppe Seyler Bd. 70, S. 291. 2) Nonnenbrueh, Obcr die inhere Hyperglykiimie. Arch. f. exp. Path.

    u. Pharm. 1920, Bd. 86, Hft, 5/6. 19"

  • ~86 XIV. W. NONNENBRUOH undW. SZYSZKA.

    Wo~hen tiglich ~u~erst heftigc h-isenartige, veto Epigastrium zum Herzen ziehende Schmerzen hatte, die wlr als tabische Gef~Bkrisen oder Angina peetoris auffa~ten. Er litt sehr~ und das Leben war ihm zur Qual. Naeh der ersten Zuckerlnfusion blieben die Schmerzen aus und der Mann war iibergltickli~h und dankbar. W~hrend der weiteren 14 Tage wurde die Injektion noeh 2mal wiederholt~ und jetzt noch naeh 8 Woehen arbeitet der Mann, der monatelang arbeitsunf~hig und eine Plage seiner Familie geworden war, besehwerdefrei, gl/ieklich und arbeitsfroh in seinem Beruf als Schutunaeher.

    Das klinisehe Material sell naeh Sammlung weiterer Erfahrungen sp~ter mitgeteilt werden.

    Bei den Zuekerinfusionen interessierte es uns, zun~chst genau zu verfolgen, wie rasch nach der Injektion der yon BUdingen benutzten L~sungen der Zucker aus dem Blut verschwindet, welehe Ver- ~nderungen das Blut dabei durchmacht und welehe Zuckermengen im Harn auftreten. Wit injizierten 30--60 g Traubenzucker in 15 bis 20 o/o iger L~sung und bestimmten Blutk~rperchenzahl~ Blutzueker, Serumeiwei~ und Serumchloride vorund nach der Injektion. Au~er- dem wurde der Urin in Einzelportionen aufgefangen und Menge, spezifisches Gewieht und Zuckergehalt bestimmt.

    Die Z~hlung der roten Blutk~.rperchen glbt AufschluB/iber die Fl~issig- keltsmengen, welche die Blutbahn verlassen haben oder dazu gekommen slnd, und sic ist vielfach verwendet worden, um daraus Schliisse auf Ver- ~nderung der Blutkonzentratlon zu zlehen. Die Methode ist durch die Einfiihrung der Biirkerschen Z~hlkammer bedeutend e...

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