Aufstieg deutschland kurzfassung

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  • Aufstieg Deutschland - Kurzfassung -

    Vom kranken Mann zum Popeye

    Henner Lttich

  • Henner Lttich:Henner Lttich studierte bis 1983 Betriebswirtschaftslehre an der Westfli-schen-Wilhelms-Universitt WWU Mnster. Studienschwerpunkte: Marketingund Statistik.

    Nach Studienabschlu trat der Diplom-Kaufmann als geschftsfhrenderGesellschafter in die familieneigene CONTOR GmbH ein. Die Unterneh-mensttigkeit lag in der Beratung von Kommunen bei der Umnutzung brach-liegender Industrieareale und der Beratung von Industrie- undGewerbebetrieben bei der Standortsuche. Er legte einen neuen Schwerpunktauf die wirtschaftliche Sanierung notleidender Unternehmen. Im Zuge dieserSanierungsarbeiten wurde mehrfach die Investition an falschen Standortenals Auslser fr die Notsituation der Unternehmen ausgemacht. Mit dieser Erkenntnis begann er 1996 mit der systematischen Erarbeitungeines neuen multivariaten statistischen Verfahrens zur Standortsuche frUnternehmen. Bis heute wurde dieses Verfahren um Ranking- und Struktur-analysen ergnzt.

    2007 stellte er mit dem Online-Analysemodell CONTOR-REGIO daswahrscheinlich erste Analysetool Europas vor, das simultane Standort- undStrukturanalysen smtlicher Gemeinden Deutschlands und aller EU-Regio-nen online erlaubt. Henner Lttich war jahrelang als Dozent an der Immobilienakademie derEBS, European Business School in Oestrich-Winkel, ttig. Er fertigte Studienfr namhafte Pressemedien wie dem Manager-Magazin, Capital oder Finan-cial Times Deutschland. 2007 verffentlichte er zusammen mit Prof. Dr.Jrgen Weigand von der WHU, Otto Beisheim School of Management dasBuch Boomplaces 2010. Seitdem erscheinen in der Reihe Standortkom-pass CONTOR Studien und Bcher zum Thema Standort. Er bert Unternehmen bei der Standortwahl, der Analyse vorhandenerStandorte und bei Immobilien-Investments sowie Stdte und Regionen beider Analyse ihrer Standorte. Weitere Informationen finden sich auf:

    http://www.thema-standortanalyse.dehttp://www.contor.org

    CONTOR Gesellschaft fr Grundbesitz- Baubetreuung- Investitionen mbHTenderingsweg 7, 46569 Hnxe, Tel: +49 (0) 2064 / 31809 , e-mail: info@contor.org

    Internet: http://www.contor.org und http://www.thema-standortanalyse.deAmtsgericht Duisburg HRB 10648, Geschftsfhrer: Henner Lttich

    Bankverbindung: Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hnxe, BLZ 352 510 00, Konto-Nr. 132 720IBAN DE66 3525 1000 0000 1327 20, BIC (SWIFT-Code) WELADED1DIN

    USt-IdNr.: DE119061271

  • Vorbemerkung

    Bei diesem Dokument handelt es sich um einen zusam-menfassenden Auszug aus dem Buch Aufstieg Deutsch-land. Ziel und Zweck der Studien sind erklrt, dieangewandten Methoden werden genannt sowie die Ergeb-nisse der Studien aus deutscher Sicht beschrieben.Ausfhrliche Zahlenwerke und Graphiken sind in dieserZusammenfassung nicht enthalten. Diese finden sich imBuch Aufstieg Deutschland. Die Originalstudien knnenals Buch erworben werden oder die lteren StudienStandorte typisierter Unternehmen in Europa, Deutsch-land - sterreich und Deutschland 2010 als PDF-Doku-mente direkt beim Autor bezogen werden.

  • Inhaltsverzeichnis

    Seite

    1. Einfhrung 1

    2. Situation und Stimmung vor 2004 3

    3. 2004: Standorte typisierter Unternehmen in Europa 83.1. Fazit Standorte typisierter Unternehmen in Europa 10

    4. 2005: Deutschland - sterreich 12

    5. 2005: Deutschland 2010 155.1. Fazit der Studie Deutschland 2010 18

    6. 2007: Boomplaces 2010 206.1. Fazit Boomplaces 2010 24

    7. 2010: Zukunftsregionen EU 267.1. Fazit Zukunftsregionen EU 29

    8. 2011: Die Robustheit der EU-Staaten 318.1. Fazit Die Robustheit der EU-Staaten 33

    9. Vom kranken Mann zum Popeye 35

  • 1. Einfhrung

    Deutschland hat in den letzten 10 bis 15 Jahren eineerstaunliche Entwicklung durchlebt. Whrend es um dieJahrtausendwende noch der kranke Mann Europas war,gehrt es wenige Jahre spter zu den Lndern in der EUmit einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung undebenfalls positiver Prognose. Aufgrund seiner Gre undWirtschaftskraft ist es daher auch das einzige Land, dasdie Mglichkeit besitzt, Lokomotive fr den Wirtschafts-raum Europa zu werden und positive Akzente fr diewirtschaftliche Entwicklung Europas zu setzen. Momen-tan spricht auch der Internationale Whrungsfonds IWFin seinem Lnderbericht davon, da Deutschland einwichtiger Anker der regionalen Stabilitt ist.

    Der Autor hat diese Entwicklung Deutschlands als Stand-ortberater und Standortanalytiker fr Unternehmen oderImmobilien-Investoren verfolgt. In seinen Wirtschafts-und Standortanalysen, die in Zeitschriften wie demManager Magazin, der Zeitschrift Capital oder der Finan-cial Times Deutschland verffentlicht wurden, spiegeltsich genau diese Entwicklung. Dabei ist es ihm gelungen,diese Entwicklung zu einem Zeitpunkt vorherzusehen,an dem dies noch ziemlich absonderlich klang, wie dasManager Magazin besttigte.

    Insbesondere fr die Zeitschrift Manager Magazinwurden mehrere Studien mit dem Ziel erstellt, dieStellung deutscher Regionen und die Standortqualittdeutscher Regionen fr verschiedene Industriebereicheim europischen Umfeld zu untersuchen. Gerade anhanddieser Studien lt sich der Weg Deutschlands in denletzten 10 bis 15 Jahren vom kranken Mann Europas

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  • zum vor Kraft strotzenden Popeye sehr gut und einfachnachvollziehen. Dies soll im Folgenden geschehen.

    Diese Entwicklung ist durch verschiedene Wirtschaftsre-formen der Jahre 2003 und nachfolgend in Deutschlandverursacht oder doch zumindest angestoen worden. DieZahlen und Fakten aus den Studien besttigen dies.ber Ursache und Wirkung in der Wirtschaftspolitik wirdhufig und heftig gestritten. Die Zusammenhnge sindderartig vielfltig und komplex, da eine eindeutigeAussage darber zumeist kaum gegeben werden kann.Die Ergebnisse der Contor-Studien legen jedoch starkeZusammenhnge zwischen Reformen und positiverEntwicklung nahe.

    Das hier vorliegende Dokument ist ein zusammenfassen-der Auszug aus dem Buch Aufstieg Deutschland.

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  • 2. Situation und Stimmung vor 2004

    In den Jahren vor 2004 hatten sich die konomischenDaten Deutschlands deutlich verschlechtert. So stiegenz.B. die Arbeitslosenzahlen und die Insolvenzen. Hierseien im Folgenden nur diese beiden Indikatoren alsAusdruck der Bedingungen angegeben. Natrlich gebendiese Zahlen kein umfassendes Bild der konomischenSituation, zeigen jedoch beispielhaft die Lage.

    Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg von 1995bis 2004 an, von 22.344 im Jahr 1995 auf 39.213 im Jahr2004. Dabei ist eine kurze Pause steigender Insolvenzenzwischen 1997 und 1999 zu erkennen.

    Die Insolvenzen betreffen natrlich nicht nur die Unter-nehmen. In Folge der Unternehmensinsolvenzen steigtauch in der Regel die Arbeitslosigkeit und danach dieZahl der Privatinsolvenzen.

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    Unternehmensinsolvenzen

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    1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004

    Jahr

    Zahl Insolvenzen

  • Die Arbeitslosenzahlen stiegen von 3.612.000 im Jahr1995 auf fast 4.400.000 im Jahr 1997, fielen dann wiederbis zum Jahr 2001, um danach wiederum auf 4.400.000im Jahr 2004 zu steigen.

    Whrend andere europische Staaten wie z.B. ster-reich Reformen zur Strkung des Wirtschaftsstandortesdurchfhrten, hatte sich in Deutschland ein enormerkonomischer Reformstau aufgebaut. Bereits vor derdeutschen Wiedervereinigung gab es laute Rufe nachReformen. Jedoch war Deutschland nach der Wiederver-einigung offensichtlich mit anderen Problemen beschf-tigt und dringend bentigte konomische Reformenblieben aus.

    Auch andere europische Lnder reformierten ihreWirtschaft und verbesserten damit ihre Wettbewerbsf-higkeit. Dies wurde besonders deutlich in den Lndern,die 2004 der EU beitraten. Estland, Lettland, Litauen,Malta, Polen, Slowakei, Tschechien, Ungarn und Zypern

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    Arbeitslosigkeit

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    1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004

    Jahr

    Zahl Arbeitslose

  • nutzten den EU-Beitritt 2004, um bereits vorher wesentli-che Reformen vorzubereiten, anzustoen und dann 2004umzusetzen. Dies fhrte in diesen Lndern zu einerenormen Aufbruchstimmung und in der deutschenWirtschaft zu der Sorge, als Wirtschaftsstandort in sehrweiten Teilen nicht mehr konkurrenzfhig zu sein.

    Der bereits viele Jahre andauernde Reformstau inDeutschland, die sich weiterhin verschlechternden Datenund Fakten bei sich gleichzeitig verbessernden konomi-schen Bedingungen in anderen europischen Lndern,fhrten zu einer geradezu depressiven Stimmung beivielen deutschen Unternehmen und Managern. Ein Lichtam Ende des Tunnels war nicht zu erkennen. DeutscheUnternehmen wollten nur noch raus aus Deutschland.Insbesondere der bevorstehende EU-Beitritt von 10Lndern im Jahr 2004 fhrte im Vorfeld zu geradezupanischen Reaktionen. Deutsche Unternehmen warenvielfach davon berzeugt, der kommenden Konkurrenznicht gewachsen zu sein. Die Bedingungen am StandortDeutschland schienen zu schlecht.

    Dies zeigte sich auch bei Standortberatungen, die derAutor zu dieser Zeit durchfhrte. Die Angst vor derdrohenden Konkurrenz bei Unternehmen war manchmalso gro, da nur noch auf die viel niedrigeren Arbeitskos-ten in den neuen EU-Lndern geachtet wurde. AndereStandortfaktoren wie Produktivitt, Infrastruktur, Ausbil-dungsniveau und Qualifikation der Arbeitnehmer fandenkaum Beachtung. Der Autor hatte bei Beratungenmanchmal erhebliche Mhe, den Blick auch auf dieseFaktoren zu richten. Auch die niedrigsten Arbeitskostenfhren schlielich zu keinem positiven Ergebnis, wenndie Produktion nicht ausgeliefert werden kann oder die

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  • Produktion aufgrund unzureichend qualifizierter Arbeit-nehmer mangelhaft erfolgt.

    Der