Ausgabe 13/13 (Spezial: Tagesgeld und kurzfristige Geldanlagen)

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Text of Ausgabe 13/13 (Spezial: Tagesgeld und kurzfristige Geldanlagen)

  • J u b i l u m2003 - 2013

    P f l i c h t b l a t t d e r b r s e n d s s e l d o r f s t u t t g a r t h a m b u r g b e r l i n m n c h e n

    13 Sonntag , 31 . mrz 2013

    Editorial

    Beim Geld geht Sicherheit jetzt vor

    SPEZIAL > SEItE 10

    L I E B E L E S E R I N N E N U N D L E S E R ,

    es hat doch geklappt: Zypern darf in den Klub der Geretteten. Der Troika sei Dank! Der souverne Staat musste sich nur den Bedingungen beugen und sich sagen lassen, wie er sein Geld nicht mehr zu verdienen hat. Das bisherige zyprische Ge-schftsmodell passt den solidarischen Partnern nicht mehr in den Kram. Die Weisen aus Euro-Traumhausen werden den Zyprern aber schon sagen, aus welcher Richtung knftig der Rubel zu rollen hat. Steht Zypern somit eine rosige Zukunft bevor? Daran drften selbst die Retter nicht glauben, die je-doch wie blich ihre typischen Erfolgsmeldungen absonder-ten. Manch einer lehnte sich dabei wohl etwas zu weit aus dem

    Fenster. Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem hatte die nun erfolgte Zypern-(Banken-)Rettung mit der Beteiligung von Kontoinhabern als Modell fr knftige Hilfspakete bezeichnet. Holla, ging da ein Raunen durch die Reihen der Euro-Retter. Das darf man doch nicht laut sagen. Schnell wurde von vie-len Seiten dementiert und auch Dijsselbloem ruderte zurck. Zypern sei ein Sonderfall und kein Modell fr die Zukunft, hie es. Ihr Scherzkekse, der 1. April ist doch erst morgen!

    Herzlichst,Ihre Redaktion von BRSE am Sonntag

  • SoNNTAG, 31. MRZ 2013

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    AKTIEN & MRKTESchliekers Woche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3Markt im Fokus: Italien wieder strker im Fokus . . . . . . . . . 4Mrkte im berblick: S&P 500, DAX, EURo SToXX 50 . . . . 5Aktie der Woche: LPKF Laser & Electronics . . . . . . . . . . . . 6

    IN EIGENER SAcHEBRSE am Sonntag LESER-AWARD 2013 . . . . . . . . . . . . . . 9

    SPEZIALTagesgeld und kurzfristige Geldanlagen . . .10 Gastbeitrag: Hans-Joachim Michel . . . . 12 UNTERNEHMENUnternehmen der Woche: Weltrad . . . . . 13News: Evotec, SMA Solar, Jenoptik . . . . 14

    FoNDSFonds der Woche: carmignac Patrimoine . . . . . . . . . . . . . . .15Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

    ZERTIFIKATEZertifikate-Idee: DAXplus-Seasonal- Strategy-Index-Zertifikat . . . . . . . . . . . . 17Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

    RoHSToFFERohstoff der Woche: l. . . . . . . . . . . . . . 19Rohstoffanalysen: Mais, Weizen, Gold, Baumwolle . . . . . . 20

    LEBENSARTRefugium der Woche: The Marker Hotel, Dublin . . . . . . . . . . 22 Kulturkalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22coffeetable-Favourites: New York city 23Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 24

    Es gab Krisen schon immer, es gab schwere Krisen und sogar in Friedenszeiten auch schon extrem gefhrli-che diplomatische Ver-wicklungen. Die heute Lebenden allerdings sehen natrlich weni-ger auf Ungeschick-lichkeiten, Hybris und schiere Dummheit, die schon veritable

    Weltkriege ausgelst haben. Man sieht das, was heute geschieht, und vergleicht es nicht mit der Vergangenheit, sondern mit dem, was mglich und wnschenswert wre.Zur Entschuldigung der europischen und vor allem deutschen Politik kommt daher auch niemand auf die Idee zu sagen, dass eitle Mo-narchen und bornierte Militrs ja frher noch viel mehr Schaden angerichtet htten als der gewhlte Reprsentant das heute tut. Es wre auch sinnlos, denn im Informationszeitalter sollten doch nur Fakten zhlen, rational Beleg-bares. Man sieht auf zahlreichen Feldern, dass das nicht der Fall ist. Das Beispiel Zypernkrise II (es gab schon mal eine) ist derzeit noch in schaurig-schner Blte. Die Rettungsaktionen der untereinander nicht kompatiblen charak-tere an der EU-Spitze sind geeignet, den ganzen Euro-Raum nebst nahestehenden Lndern wie Grobritannien erheblich aus dem Gleichge-wicht zu bringen. Wenn an den Mrkten un-terdrckte Panik herrscht, dann hat die kaum unterdrckte Panik in Brssel einen fairen Bei-trag dazu geleistet. Die Attacke auf die Sparer in Nikosia htte auch Moskau Inkasso nicht besser reiten knnen, die anschlieende Vernebelung des Gewollten und Gemeinten aber dafr muss man studiert haben. Eine gemeinsame Konstante in der heutigen Politik scheint aber das Geld zu sein. Im Grunde war es das natr-lich immer, aber es kommt dem Kolumnisten so vor, dass die Sorglosigkeit des Umgangs mit dem Geld anderer Leute in der Politik zuge-nommen hat. Waren frher die regelmigen Berichte zum Beispiel des Bundes der Steuer-zahler ber staatliche Verschwendung irgendwo zwischen dem Komischen und dem sehr Komi-schen angesiedelt, so vergeht einem heute schnell

    das Lachen. Zypern ist da nur ein Beispiel, wo es gelingen soll, einem nicht nher bekannten Per-sonenkreis einfach etwas wegzunehmen, ohne Gerichtsurteil, ohne Vorankndigung. Dort mag man immerhin hoffen, dass die Ziele zum Wohle aller erreicht werden. Eine ganz andere Sache ist beispielsweise die deutsche sogenannte Energiewende. Was man insgeheim ahnte, gibt es nun auch belegbar: Der konom und Statis-tiker Bjrn Lomborg hat leidenschaftslos ausge-rechnet, was uns diese Wende kostet: 100 Mrd. Euro veranschlagt allein die Bundesregierung fr die Solarfrderung der heute bestehenden Anlagen in den kommenden zwei Jahrzehn-ten. Die damit zu erreichende Verringerung des co2-Ausstoes ist lcherlich gering und wrde die Erwrmung der Erde, so sie denn berhaupt kommt, um 0,0001 c im Jahr 2100 verringern (so Lomborg im Spiegel). Sonstige Kosten der berstrzten Pseudopolitik nicht gerechnet. Auch nicht mitgerechnet, dass anderswo natr-lich keiner auf die Idee kommt mitzuziehen: Auch dem Export-Vizeweltmeister macht man nicht jeden Unsinn nach. ber so etwas kann man nicht mehr lachen, schon da es unser aller Geld ist, das da sinnlos verbrannt wird. Argu-mentiert man ethisch-moralisch, knnte einem natrlich einfallen, dass das Verplempern von 100 Mrd. sich verbieten sollte, solange es auf dem Planeten noch Leute gibt, die kein sauberes Trinkwasser oder genug zu essen haben. Solche Vergleiche waren immer ein Spezialgebiet gerade jener Leute, die jetzt die teure Symbolpolitik mit Zhnen und Klauen verteidigen. Jenseits aller Ideologie sollte man einen wirklich attraktiven Nobelpreis aussetzen fr jenen, der eine Me-thode erfindet, wie man der Politik die Freude am Ausgeben fremden Geldes zum Schaden der eigenen Bevlkerung abgewhnen kann.

    Methode chaos, teueres

    WAS DENKEN SIE BER DIESES THEMA? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de

    Schliekers Woche

    Reinhard Schlieker

    ZDF Wirtschafts-korrespondent

    bRSE am Sonntag 13/1 302

  • Dell: BieterkampfAnfang Februar hatte Firmengrnder und Konzernchef Michael Dell die vollstndige ber-nahme des computerbauers Dell (WKN: 121092) zwecks Umstrukturierung angekndigt. Gemeinsam mit der Investment-Gesellschaft Silver Lake wurden je Aktie 13,65 US-Dollar beziehungsweise insgesamt 24,4 Mrd. US-Dollar geboten. Nach Firmenangaben liegen in-zwischen konkurrierende bernahmeofferten der Investment-Gesellschaft Blackstone sowie des Milliardrs carl Icahn vor. Blackstone will mehr als 14,25 US-Dollar je Aktie zahlen. Icahn bietet fr 58% des Unternehmens 15 US-Dollar je Aktie.

    LPKF Laser: Ausschttung erhhtLPKF Laser (WKN: 645000) will die Dividende fr das vergangene Jahr von 0,40 auf 0,50 Euro je Aktie erhhen. Zudem plant der Spezialmaschinenbauer einen Aktiensplit. Anteils-eigner sollen je Aktie eine Gratisaktie erhalten. Die zugrunde liegende Kapitalerhhung erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung durch die Umwandlung von Gewinn- beziehungsweise Kapitalrcklagen in Grundkapital. Der Aktienkurs wird sich dadurch optisch halbieren. Mehr zu LPKF Laser unter Aktie der Woche.

    KUKA: Jahresberschuss fast verdoppeltDas Darben hat ein Ende: Nach vielen Jahren will der im MDAX notierte Roboterbauer KUKA (WKN: 620440) wieder eine Dividende zahlen. Aktionre werden mit 0,20 Euro je Aktie bedacht. Zuletzt war fr das Geschftsjahr 2007 je Aktie 1 Euro ausgeschttet worden. KUKA steigerte den Gewinn im vergangenen Jahr von 29,9 auf 55,6 Mio. Euro, den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 72,6 auf 109,8 Mio. Euro. Der Umsatz zog von 1,44 auf 1,74 Mrd. Euro an. 2013 sollen Umsatz und Gewinn leicht zulegen.

    Tops und Flops der Woche

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    TERMINE DER WocHE

    01.04. 01:50 Japan Bank of Japan, Tankan-Bericht Q1

    01.04. 02:00 china Einkaufsmanager-index verarb. Ge-werbe (cFLP) Mrz

    03.04. 15:00 USA ISM-Index (Dienstleistungs-gewerbe) Mrz

    04.04. 13:45 EU EZB, Ergebnis der Ratssitzung

    04.04. - Japan Bank of Japan, Ergebnis der Ratssitzung

    05.04. 12:00 DE Auftragseingangs-index verarbeitendes Gewerbe Februar

    05.04. 13:30 USA Arbeitsmarktbericht Mrz

    ZITAT DER WocHE

    Europa ist unsolidarisch.Zyperns Auenminister Iouannis Kasoulidis kritisiert die Eurozone wegen ihrer Bedin-gungen fr das Hilfspaket als unsolidarisch und verweist auf den zyprischen Eigenbetrag in Milliardenhhe zur Abwendung eines Staatsbankrotts.

    ZAHL DER WocHE

    0,3%Die fnf Wirtschaftsweisen rechnen 2013 nur noch mit einem Miniwachstum in Deutschland. Der Sachverstndigenrat senkte seine Prognose fr dieses Jahr von zu-vor 0,8% auf nunmehr nur noch 0,3%.

    Euromicron: GewinneinbruchDer Jahresberschuss des Netzwerkausrsters Euromicron (WKN: A1K030) schrumpfte 2012 von 12,86 auf 8,83 Mio. Euro. Vor Steuern brach der Gewinn (EBT) von 17,80 auf 12,23 Mio. Euro ein, vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 24,16 auf 17