Basisأ¼bungen zur Kأ¶rper- und Muskelwahrnehmung beim 2014-09-29آ  2Herrmann, Christoph/ Fiebach, Christian

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  • Dr. Martina Liedke-Göbel – www.m-liedke.de – Workshop Aussprache DaF – G I Athen 25.-27.09.2014

    © Liedke-Göbel 2014

    1

    Workshop Aussprache –Themen im Überblick

    1 Erfahrungsaustausch Neurolinguistik und Didaktik Basisübungen zur artikulatorischen Bewusstheit und Feinmotorik

    2 Was macht den „griechischen Akzent“ aus? Rezeptionsübungen, Diagnose-Bogen 3 Sprechprinzipien im Sprachvergleich (mit praktischen Übungen)

    Mit 4 Regeln den Akzent mindern Laute im Sprachvergleich (mit praktischen Übungen)

    4 Sprich mit! Räume für das Sprechen eröffnen Auswertung

    Neurolinguistik und Didaktik – Perspektiven für den Ausspracheunterricht

    Welche Gefühle verbinden Sie mit dem Ausspracheunterricht … aus der Kursleiterperspektive? … ausgehend von Ihren eigenen Erfahrungen als Fremdsprachenlerner?

    positiv eher positiv eher negativ negativ http://learningapps.org/display?v=pzbgfqphj01

    • Lernen erfolgt als Anknüpfen an Bekanntes (-> L1, mentale Bilder) • Lernen erfordert positive Emotionen • Lernen erfordert Einsicht in seine Zwecke und Ziele • Lernen benötigt Wiederholung (100 Wdh. pro Vokabel, Grein 2013:7) • Lernen sollte „mit allen Sinnen“ erfolgen (multimodal) • Lernen benötigt Bewegung (-> Sauerstoffzufuhr) • Gestik fördert das Lernen • Vormachen von Handlungen generiert Nachvollzug (Spiegelneuronen;

    Sehen = Tun)

    Unterrichtsbeispiel 1: Deutsche Schule Sevilla

    � Schart, Michael/ Legutke, Michael (2012): Lehrkompetenz und Unterrichtsgestaltung. (=Deutsch Lehren Lernen 1) Berlin u.a.: Langenscheidt, Begleit-DVD

    Dr. Martina Liedke-Göbel – www.m-liedke.de – Workshop Aussprache DaF – G I Athen 25.-27.09.2014

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    2

    Basisübungen zur Körper- und Muskelwahrnehmung beim Sprechen

    Von Kopf bis Fuss (3:28)

    Basisübungen 1 (3:48) http://youtu.be/r_PaHxH8HsA

    Mit den Händen zählen

    • körperorientierter Einstieg

    • durch Anspannung und Entspannung Körpermuskulatur und Atmung wahrnehmen

    • Muskelbeweglichkeit erfahren

    Unterrichtsbeispiel 2: Westwood High School ASL – Feinmotorik lehren (Rob Nielson)

    � Zählen in ASL (http://youtu.be/teK9oqqOo6g) (1:33) � Buchstabieren in ASL (http://youtu.be/pDfnf96qz_4) (3:31)

    Videos

    � How to speak fluent Greek … (A. Gonella, http://youtu.be/xAr2Hdvu17M) (2:01) Literaturhinweise

    � Grein, Marion (2013): Neurodidaktik. Grundlagen für Sprachlehrende. München. Hueber � Herrmann, Christoph/ Fiebach, Christian (20072): Gehirn & Sprache. Frankfurt a. M.: Fischer � Gallagher, Shaun (2005): How the Body Shapes the Mind. Oxford: Clarendon Press � McNeill, David (2005): Gesture and Thought. Chicago: The University of Chicago Press. � Ingram, John C. (2007) Neurolinguistics. An Introduction to Spoken Language Processing and

    its Disorders. Cambridge: University Press � The International Phonetic Association (ed.) (1999) Handbook of the International Phonetic

    Association. A Guide to the Use of the International Phonetic Alphabet. Cambridge: University Press

  • Dr. Martina Liedke-Göbel – www.m-liedke.de – Workshop Aussprache DaF – G I Athen 25.-27.09.2014

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    Dr. Martina Liedke-Göbel – www.m-liedke.de – Workshop Aussprache DaF – G I Athen 25.-27.09.2014

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    Basisübungen Mundgymnastik: Artikulationsdimensionen

    Ü Lächeln – Küssen – Lächeln – Küssen… Muskeln: Mundringmuskel, Risorius lächeln + „i“ und „e“ sprechen, dann den Mund langsam zu einem Kuss formen [i] -> [y] i -> ü; [e] -> [ø] e -> ö

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    Ü „Die Sirene“ Muskeln: Mundringmuskel, Risorius

    Lächeln – Küssen in schneller Abfolge i – ü – i – ü … e – ö – e – ö …

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    Ü Schlagzeug Muskeln: Mundringmuskel

    Untermalen Sie die beats eines Musikstücks! [p h ] [t

    h ] [k

    h ] Li

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    Ü Zahnbeißer japanisch Muskeln: Kiefernmuskeln

    „Wir beißen die Zähne beim Sprechen zusammen und sprechen japanisches Deutsch. Unsere Gesichtsmuskeln sollen sich möglichst wenig bewegen.“ K

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    Ü Zahnbeißer deutsch Muskeln: Kiefernmuskeln Variation: Korken-Sprechen (mit Zähnen einen Korken oder Stift festhalten)

    „Wir beißen die Zähne zusammen und lassen unsere Muskeln beim Sprechen richtig arbeiten. Achtung, das kann Muskelkater geben!“

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    Ü Lippenleser Muskeln: Sprechmuskulatur insgesamt

    „Wir sprechen langsam und deutlich ohne Ton. Verstehen Sie mich? Bei dieser Übung kontrollieren wir die Geschwindigkeit und Genauigkeit unserer Aussprache. Probieren Sie es aus.“

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    Ü Vokale Muskeln: Kiefernmuskeln

    Mundöffnung: i, e , i e a , ü, ö , a, o, u

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    Ü Zungenschieber (Teekessel) Muskeln: Zungenmuskulatur

    Sprechen Sie „s“ und ziehen Sie die Zunge zurück.

    Schieben Sie die Zunge abwechselnd nach vorn und nach hinten: [s] [ʃ]

    Zu n

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    Videogestützte Übungen

    Rundvokale: Lächeln – Küssen… „Zahnbeisser“ Eins zwei drei vier… Lippenspannung: Plosive Zungenposition: Schokoladeneis

    Vokale Dimensionen der Artikulation

    • Wahrnehmung von Artikulations- dimensionen

    • Spannungsaufbau: Mund-/Wangen- muskulatur, Lippen

    • Zungenposition • Kiefernöffnung

    • „schwierige“ Laute:

    ü und ö, „sch“

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    Der „griechische Akzent“

    Rezeption - Übung 1 Welcher der folgenden Sprecher spricht Standardaussprache?

    Sprecher A Sprecher B Sprecher C Sprecher D

    Unterrichtsbeispiel 3: Schule Lissabon Sekundarstufe A1 Einführung Akkusativ: Haustiere Phase der Sprechanwendung: Dialoge vor der Klasse. Zu übende Phrasen (an der Tafel vorgegeben)

    • Ich glaube, du hast (k/)ein/e/n…. • Ja, das ist richtig./ Nein, das ist falsch.

    Ich habe (k/)ein/e/n…

    Rezeption - Übung 2 Was macht den griechischen Akzent des Sprecher aus? (Radiospot „Grieche“)

    Genießen wie die Götter auf dem Olymp! Taverne Akropolis – der Grieche in Hoppenstadt! Kosten auch Sie griechische Spezialitäten vom Grill, köstliche Weine und süße Nachspeisen!

    Taverne Akropolis – in Hoppenstadt, Hauptstraße fünf. Unser Tipp: Jeden Samstag griechische Live-Musik und Tanz.

    Rezeption - Übung 3 Hat dieser Sprechen einen „griechischen Akzent“? (Nachrichten, Gerhard Jüssenhofen)

    Gerhard Jüssenhofen, Schöpfer zahlreicher unvergesslicher Lieder, starb am dreizehnten Juli zweitausendsechs. Geboren am dreißigsten Januar neunzehnhundertelf in Köln, erhielt er bereits früh Klavierunterricht und begann zu komponieren. Nach Jurastudium und Promotion zum Doktor Jurist war Gerhard Jüssenhofen bei der Industrie- und Handelskammer in Köln tätig und studierte weiter Klavier und Komposition.

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    20 Merkmale eines „griechischen Akzents“ im Deutschen Prosodische Abweichungen

    1 höhere Sprechstimmlage, breiteres Tonfeld

    2 Akzentuierungsmuster: Wortakzentuierungen werden nicht zugunsten der Satzintonation abgeschwächt -> „unruhige“ Sprechmelodie

    3 Länge als Hervorhebungsmerkmal von betonten Silben im GR -> Kurzvokale D werden in betonten Silben lang ausgesprochen

    4 Realisierung von in unbetonten Nebensilben mit Vollvokal, [ə] nicht vorhanden ->Ersatzlaut [ε]

    5 keine Tilgung des Schwa-Lautes in unbetonten Nebensilben auf [ ֽn] [ ֽm] -> [εn]

    6 in unbetonten Nebensilben als Vollvokal und [r] realisiert : [ɐ] -> [εr]

    7 keine Auslautverhärtung -> strukturierendes Grenzsignal entfällt [ph], [th], [kh] -> [b], [d], [g]

    8 keine obligatorische Anlautung durch Konsonanten [ʔ] -> strukturierendes Grenzsignal entfällt (Arbeitsamt = arbeitsam)

    9 Assimilation der Stimmhaftigkeit statt Stimmlosigkeit -> strukturierendes Grenzsignal entfällt (Arbeitsamt = arbeidsamt)

    Abweichungen Vokale

    10 Länge und Vokalqualität -> alle Vokale werden als ungespannte Kurzvokale realisiert => [i:] [y:] [e:] [u:] [o:] -> [ɪ] [ε] [ʊ] [ͻ]

    11 gerundete Vorderzungenvokale [y:][ʏ] [ø:][œ] -> Aussprache ohne Lippenrundung, Ersatzlaute [ɪ], [ε]

    12 Diphthonge [aɪ] [aʊ] [ͻɪ]: Gleitlaute [ʊ̯], [ɪ ̯]̯ /[ʏ]̯ werden als eigenständige Vokale ausgesprochen, bei Silbenbetonu

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