Bericht أ¼ber mein Auslandssemester an der University of ... Bericht أ¼ber mein Auslandssemester an

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  • Bericht über mein Auslandssemester an der University of Western Ontario in London 

     

    1.Vor dem Studium:  

    Wohnungssuche: 

    Ich habe mir bereits im Vorfeld meines Aufenthalts ein Zimmer gesucht, weil ich dachte, dass  ich am Anfang dort sowieso erst mal vieles organisieren muss und dann zumindest der Punkt  Wohnungssuche wegfällt. Allerdings würde ich das im Nachhinein  nicht mehr so machen!  Die Bilder im Internet entsprachen nicht unbedingt der Realität, meine Mitbewohner waren  extrem unordentlich und es war doch sehr dreckig (und ich bin alles andere als ein  Putzjunkie…). Deswegen wäre meine Empfehlung definitiv zu Beginn für ein, zwei Tage in ein  Hostel (das Guest House on the Mount ist eine preisgünstige Möglichkeit, allerdings sehr  spartanisch) oder Couchsurfing. Da London eine der höchsten Leerstehraten in ganz Kanada  hat, kann man innerhalb kürzester Zeit relativ einfach ein Zimmer finden, welches man sich  vorher auch ansehen kann und nicht nur auf Bilder angewiesen ist. Auf diversen Hauspartys  hatte ich den Eindruck, dass in der Stadt wohl ziemlich viele moderne Condomiums gebaut  werden und alle zahlten genau denselben Preis wie ich, nämlich 450 CAD, was ziemlich  genau dem durchschnittlichen Zimmerpreis bei Studenten entspricht. Meine Wohnung war  dann am Ende eben nicht im 10. Stock sondern im basement, wie die Kanadier so schön  sagen und dementsprechend wenig Licht hatte ich auch. Da ich nicht weiter anspruchsvoll  bin und wenig zuhause war, hätte mich das nicht weiter gestört, wenn ich nicht gewusst  hätte, dass ich für denselben Preis etwas viel Besseres bekommen hätte. Grundsätzlich soll  meine Erfahrung jedoch nicht bedeuten, dass man mit der Wohnungssuche im Voraus nicht  auch einen Volltreffer landen kann. In diesem Fall würde ich jedem die Website  http://www.has.uwo.ca/housing/offcampus/och_app/ empfehlen, auf der auch alle  Angebote von der Uni überprüft werden. 

     

    Flug: 

    Natürlich sind die Chancen einen günstigen Flug zu bekommen deutlich höher, umso früher  man bucht. Ich habe im Oktober meinen Flug für Januar gebucht und dafür 400 Euro oneway  gezahlt. Es kann sich lohnen nicht direkt zu dem relativ kleinen Flughafen in London zu  fliegen, sondern nur bis Toronto und von dort mit einem der vielen Busunternehmen nach  London zu weiterzufahren. Letztere operieren rund um die Uhr und ich habe zum Beispiel  Robert Q um 1 Uhr morgens genommen, was ca. zwei Stunden dauert. Ich wurde dann sogar  ohne Aufpreis bis direkt vor die Haustür gefahren (was bei Ankunft in einer fremden Stadt,  bei Nacht, extremen Schneefall und dem ganzen Gepäck definitiv Gold wert war).  Alternativen zu Robert Q kann man sich hier anschauen und vergleichen:  http://www.torontopearson.com/en/toandfrom/outoftown/#  , wobei denke ich Greyhound  bei frühzeitiger Buchung am günstigsten ist.  

  • Kurswahl: 

    Bei der Kurswahl gibt es einige Hürden zu meistern. Grundsätzlich sollte man sich vorher  informieren, welche Kurse auch wirklich in dem term angeboten werden, in dem der  Austausch stattfindet (manche Kurse gibt es nur in einem von beiden terms). Die  Partnerschaft der DSHS besteht ja nur mit der school of kinesiology, jedoch wurde mir  gesagt, ich könne prinzipiell auch alle anderen Kurse wählen. Dementsprechend habe ich  mich dann auch für einige Wirtschaftskurse beworben, jedoch ohne Erfolg. Entweder ist es  daran gescheitert, dass es direkt hieß, ich erfülle die Voraussetzungen nicht oder ich konnte  nicht nachweisen, dass ich sie erfülle. Letzteres lag vor allem daran, dass ich keine  Möglichkeit gefunden habe, den Inhalt der DSHS Kurse an die UWO zu vermitteln. Die DSHS  konnte mir keine englischen Modulbeschreibungen liefern und auch meine Versuche die  verantwortliche Mitarbeiterin in Kanada an Modulbeauftragte hier in Köln weiterzuleiten  sind gescheitert. Letztlich war mir das ewige Hin und Her mailen dann auch zu viel und ich  habe mich auf die kinesiology classes beschränkt, mit denen ich im Endeffekt dann aber  mehr als nur zufrieden war! Eine Übersicht über die Kurse könnt ihr hier einsehen (die  homepage der UWO ist doch sehr unübersichtlich…):  http://www.uwo.ca/fhs/kin/ug/courses.html 

    Eure Ansprechpersonen sind Shannon Woods und Wendy Mandiago. Ihr solltet euch  rechtzeitig bei ihnen melden, weil viele Kurse schnell voll sind! 

    Auch wenn ich nicht alle Kurse bekommen habe, die ich gerne gehabt hätte (eben weil die  maximale Teilnehmerzahl bereits erreicht war), muss ich sagen, dass alle Kurse echt Hammer  waren. Normalerweise wählt man zwei Sport‐ und vier Theoriekurse.  

    Anatomiekurse sind sehr anspruchsvoll, besonders wegen den englischen Fachbegriffen,  sodass ich davon abraten würde. Besonders zu empfehlen sind aber alle Kurse mit Darwin  Semotiuk. Leider waren diese bei mir schon voll und so blieb mir „nur“ der Kuba Kurs, weil  man sich dafür mit cv und letter of motivation extra bewerben muss. Der Kurs ist sehr  interessant und das Highlight ist natürlich die zehntägige Exkursion nach Havanna. Darwin  liebt Austauschstudenten und es bewerben sich nicht viele für den Kurs, da es nur wenige  Kinesiology exchange students gibt. Also auf jeden Fall Zeit nehmen für eine ausgereifte  Bewerbung und eure Chancen sind hoch! Allerdings muss man erwähnen, dass der Kurs  1200 CAD kostet und man auch in Kuba viel Geld lässt. Für mich war es allerdings eine der  besten Erfahrungen während meiner ganzen Zeit im Ausland. Man lernt die anderen  Studenten wirklich kennen, wenn man zusammen Projekte vorbereitet und natürlich noch  besser, wenn man zusammen zehn Tage in Havanna verbringt. Was wir dort alles erlebt  haben, kann ich bis heute noch nicht ganz glauben und selbst Darwin, der diesen Kurs schon  seit Jahren mitmacht, hatte noch nie so viele unvorhergesehen Ereignisse. Wir haben vom  spartanischen ländlichen kubanischen Krankenhaus über die Polizeistation in Havanna alles  mitgemacht. Tagsüber haben wir immer verschiedene Sporteinrichtungen  (Sportministerium, Nationale Trainingsstützpunkte Turnen, Volleyball) oder Schulen und  Kindergärten besucht und dabei gelernt, dass die Kubaner uns in Sachen 

  • Sport(früh)förderung doch meilenweit voraus sind! Der Abend steht dann meist zur freien  Verfügung und wir haben die Zeit meistens genutzt, um mit dem Taxi (Vorsicht  Touristenabzocke) in die Innenstadt zu fahren. Die Kubaner sind extrem gastfreundlich und  haben uns zu sich nach Hause oder auf diverse Feiern eingeladen. Dabei ist es extrem  hilfreich, wenn man spanisch spricht und ab und zu mal ein Bucanero ausgibt! Alles in allem  war dieser Kurs eine unvergessliche Zeit, in der ich die engsten Freundschaften zu  kanadischen Studenten schließen konnte und glücklicherweise noch einen Blick auf das sich  rasant veränderte Kuba des Fidel Castro werfen konnte. 

     

     

     

    Ebenfalls nicht ganz billig ist der Praxiskurs Ski. Dieser findet in der ersten Uniwoche von  Montag bis Freitag in Blue Mountain statt  (http://www.bluemountain.ca/winter_quickfacts.htm ). Ich habe dafür 400 CAD gezahlt, was  sich aber sicherlich gelohnt hat! Dabei ist die ganze Verpflegung schon beinhaltet, welche  wir in unseren sehr gemütlichen Chalets selber zubereitet haben. Die Ausbildung selber war  eine gelungene Mischung aus Anspruch, sodass ich auch von mir sagen kann, ich habe was  dazugelernt, aber auch hohem Spaßfaktor, wie das obligatorische Bier mit unserem  Dozenten nach dem letzten Schwung. Das Skigebiet hat nicht unbedingt die längsten oder  spektakulärsten Abfahrten, aber einen tollen Ausblick auf die Georgian Bay/Lake Huron.  Besonders geholfen hat mir der Kurs dabei, direkt zu Beginn kanadische Studenten  kennenzulernen. Es ist kein Problem andere exchange students kennenzulernen (siehe  unten), aber ich denke (und fast alle anderen Internationalen haben mir das bestätigt), dass 

  • es grundsätzlich schwer ist, Einheimische wirklich gut kennenzulernen. Während der fünf  Tage im Skigebiet war das jedoch relativ einfach und ich hatte mit vielen Bekanntschaften,  die sich daraus ergaben, bis zum Ende regelmäßigen Kontakt. 

     

     

  • Desweiteren würde ich allen SMK Studierenden den Kurs sports marketing empfehlen, den  man sich super als SMK 5 oder SMK 10 Profilergänzung anrechnen lassen kann. Besonders  gefallen haben mir daran der starke Praxisbezug und die vielen Gäste aus der Wirtschaft, die  nicht einfach nur etwas vorgetragen haben, sondern wirklich eine interaktive