Über das Verhalten des weißen Blutbildes, der Serumeiweißkörper und des Serumcholesterins bei experimenteller Kuhpockeninfektion von Jungrindern

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    10-Jul-2016

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  • Zeitsehr. f. Hygiene, Bd. 145, S. 199--208 (1958)

    Aus der Bundesstaatliehen Impfstoffgewinnungsanstalt in Wien (Direktor: Hofrat Dr. F. I~V~TmAM)

    ~ber das Verhalten des weiflen Blutbildes, der Serumeiweil~kSrper und des Serumcholesterins

    bei experimenteller Kuhpockeninfektion yon Jungrindern

    Von 17. PUNTIGAM und K. BERGER

    Mit 2 Textabbildungen

    (Einfl~angen am 7. Juli 1958)

    In einer frfiheren Arbeit [BERoER U. PV~TIOAM (2)] haben wir fiber das Aussehen und das VerhMten der Lokalver~nderungen nach experi- menteller Kuhpoekeninfekt ion von Jungr indern berichtet. Dureh Beob- achtung des weiBen Blutbildes, best immter Ver~inderung der Serum- eiweiBk6rper sowie des Serumcholesterins versuehten wir, einen Einbl ick in die durch das Kuhpoekenvirus verursachten Al lgemeinreaktionen bei Jungrindern zu erhalten.

    Die Untersuehungen wurden an l0 Jungrindern im Gewichte yon durchschnitt- lich 284 kg ausgcfiihrt. Die Tiere waren klinisch gesund, reagierten mit einer Aus- nahme auf eine intracutane Tuberkulininjektion yon 0,1 ml einer Verdiinnung 1 9 100 negativ. Alle lieen bei der Schlaehtung an den inneren Organen krankhafte Ver~nderungen vermissen. Zur Infektion standen uns 3 Kuhpockenst~mme, A, B trod C, zur Verfiigung 1. Der Titer war beim Stamm A 10 -*nach GROTH, bei Stature B l0 -5 bis 10 -~ und beim Stamm C 10 -~. Die Tiere wurden inThiopentalnarkose am Bauch und der Unterbrus~ einer Striehimpfung unterzogen. Die Blutentnahme erfolgte morgens vor Fiitterung der Tiere. Bei den im naehfolgenden mitzuteilenden Untersuehungsergebnissen wurden nur solche beriicksiehtigt, die an 8 Tieren er- hoben wurden, die klinisch das vollausgebildete typische Bild einer Kuhpocken- erkrankung boten. Bei einer 3 Wochen n~ch der Kuhpockeninfektion erfolgten Nachimpfung mit der handelsiiblichen Vaccine zeigten alle diese Tiere eine Im- munitatsreaktion. Wie in der friiheren Arbeit (2) hervorgehoben, zeigten die ersten beiden Rinderpassagen des fiber 2 El- und 2 Kaninehenpassagen gefiihrten Stammes B unserer Versuche nieht das vollausgebildete klinische Bfld der Kuh- pocken. Entspreehend dem klinischen Bild verhielt sieh aueh das weife Blutbild atypiseh. Dasselbe zeigte sich in einem Vorversueh, in dem die Infektion mit einem mehrfach fiber Eikulturen gefiihrten Kuhpockenstamm beim Rind weder das typisehe klinische Bild der Kuhpoeken noah aueh ein gesetzm~6iges Verhalten des weiBen Blutbildes ergab. Beziiglieh der Technik der verwendeten Serumlabilit~ts- reaktionen und der Cholesterinbestimmung wird auf LErPERT-PmI~GER-PmGE~S- TORFER verwiesen. Die Elektrophoreseuntersuchungen wurden nach Vorsehrift

    1 Beziiglieh Herkunft dieser Stamme siehe die friihere Arbeit. z. IIyg. Infekt.-Kr., Bd. 145 14

  • 200 F. PUNTIOAM und K. BERGEn:

    yon GRASSMANN U. HANNIO mit dem Elphorger/it durchgefiihrt. Veronalnatrium- Natriumaceta~-Puffer yon PH 8,6, Ionensti~rke 0,1. Papier: Schl. & Sch. 2043a, Spannung ll0 V, Stromst/~rke etwa 1 mA, Dauer 16 Std. Um Druckkosten zu sparen, wird yon der VerSffenflichung einer 1]bcrsicht der Untersuchungsergeb- nisse in Tabellenform abgesehen. Interessenten kSnnen die TabeUen beider Bundes- staatlichen Impfstoffgewinnungsanstalt in Wien zur Einsicht anfordern.

    Vcrhalten der KSrpertemperatur Die drei mit dem Stamm A infizierten Tiere begannen im Durch-

    schnitt am 4. Tag post infectionem zu fiebern (39,6 ~ C). Die Temperatur. kurve erreichte am 8. Tag mit 40,3~ C ihr Maximum und am 15. Tag post infectionem mit 38~9 ~ C wieder normale Werte.

    Die drei mit dem Stamm B infizierten Tiere wiesen im Durehsetmitt eine 39,5~ iibersteigende Temperatur nieht auf, wohl aber wurden bei dem Tier, das mit der IV. Rinderpassage geimpft war, zwischen 4. und 12. Tag post infectionem Temperaturerh6hungen einmal bis 40 ~ C und dreimal his 39,6 ~ C festgestellt.

    Die zwei mit dem Stamm C geimpften Tiere begannen gleich den mit dem Stamm A infizierten Tieren am 4. Tag post infectionem zu fiebern (40,4 ~ C) und erreiehten am i2. Tag post infeetionem wieder eine normale K6rpertemperatur.

    Das weille Blutbild

    ]~ber das Verhalten des weil~en Blutbildes des Rindes nach experi. menteller Kuhpockeninfektion konnten wir im Schrifttum Angaben nieht finden. Die Gesamtzahl der Leukoeyten blieb bei den mit den drei genannten Kuhpoekensts eutan infizierten Tieren bis 19 T~ge post infectionem, zu welcher Zeit die Versuche abgebroehen wurden, im wesentlichen innerhalb der Norm. Bei den mit dem Stamm A in. fizierten Tieren wurde ein Absinken der Leukocyten bis 3800 am 8. Tag, bei den mit dem Stamm B infizierten Tieren auf 5700 am 9. Tag und bci den mit Stamm C inoculierten auf 4300 am 8. Tag post infectionem beobachtet, dem ein Anstieg bei den A-Tieren am 13. Tag auf 9500, bei den B-Tieren auf l l000 am 14. Tag und bei den C-Tieren am 12. Tag auf 9200 folgte. Bei alien 3 Gruppen sanken die Leukoeytenwerte all. m~hlich his zum Ende der Beobachtungszeit und n/~herten sich dea Ausgangswerten.

    Im Dffferentialblutbild waren sehr beachtliehe Vers lest. stellbar.

    Die neutrophilen Granulocyten zeigten am 1. Tag post infectionem eine Vermehrung ihrer Ausgangswerte (bei den A-Tieren um 24,8~ absolut yon 2309 auf 2881; boi den B-Tieren um 71,5%, absolut yon 2562 auf 4395 und bei den C-Tieren yon 166,0~ absolut yon 1833 attf 4876), sanken am 2. Tag post infeetionem ab, um sodann neuerlich

  • Experimentelle Kuhpoekeninfektion yon Jungrindern 201

    anzusteigen. Die A- und C-Tiere erreichten am 4. Tag, die B-Tiere am 5. Tag post infectionem ein erstes Maximum. Ein zweites Maximum wurde yon den A- und B-Tieren am 14., yon den C-Tieren am 15. Tag post infeetionem erreieht. Z,~ischen diesen beiden Maxima fiel die Kurve der neutrophilen Granuloeyten bei den A- und C-Tieren am 8. Tag, bei den B-Tieren am 9. Tag auf ihren tiefsten Punkt.

    Die Zahl der eosinophilen Leukocyten blieb bei allen drei Tier- gruppen bis zum 10.--11. Tag post infectionem relativ unbeeinflul~t, um sodann bis gegen alas Ende der Beobaehtungszeit anzusteigen (um 60--107~ des Ausgangswertes).

    Die basophilen Leukoeyten und Monoeyten zeigten bei allen drei Tiergruppen keine wesentliehe Abweiehung yon der Norm.

    Die Lymphoeyten zeigten yore 1. Tag post infectionem eine geringe Verminderung ihrer Zahl, die bei den A-Tieren his zum 11. Tag mit Tiefpunkt am 8. Tag, bei den B- und C-Tieren bis zum 10. Tag mit Tief- punkt am 6. bzw. 8. Tag anhielt.

    Wiederholt wurde der Einflu$ yon 25 mg ACTH 1 i. m. auf das weil~e Blutbild geprfift.

    Alle A-Tiere wiesen am 7. Tag 4 Std nach i. m. Injektion yon 25 mg ACTH eine Senkung tier Zahl tier Eosinophilen im Durchschnitt um nur 2,6% auf. Demgegeniiber war eine Zunahme der neutrophilen Granuloeyten nm 118,2% und eine Verminderung der Zahl der Lympho- cyten um 2,7~ festzustellen. Nur ein Tier der Gruppe A wies aueh am 3. Tag post infeetionem einen negativen Thorn-Test auf (Abnahme der Eosinophilen um 36,5% , tier Lymphoeyten um 30,5% ).

    Die B-Tiere zeigten alle ein normales Verhalten nach ACTH-Ver- abfolgung. Von den beiden C-Tieren wies eines am 4. Tag einen negativen Thorn-Test auf (KSrpertemperatur zu dieser Zeit 40,5 ~ C).

    Die Bluteiweil3kSrper Das Koagulationsband nach W~LTMA~. Bei allen drei Tiergruppen

    war ehle m~t$ige Verkiirzung des WB lois zu einem Sehwellenwert yon 0,40/00 0aCl 2 (RShrehen 3), vereinzelt auch bis 0,45~ CaC12 (RShrehen 2) festzustellen, die bei den A-Tieren in der Zeit vom 6.--13. Tag post infectionem, bei den B- und C-Tieren in der Zeit yore 4.--10. Tag post infectionem beobachtet wurde. Iffaeh dieser Zeit trat eine Verl/~ngerung des WB ein, so dal3 am 19. Tag die Ausgangswerte wieder erreicht waren.

    Die Zinksul]at-Triibungsreaktion. Die Triibungswerte blieben zun/tehst relativ unver/~ndert. Bei den A- und C-Tieren ab dem 7. Tag, bei dan B-Tieren ab dem 9. Tag war ein leiehtes Ansteigen der Triibungswerte

    x Herrn Dr. Sroszus, dem Inhaber der Firma Sanabo, Wien XII, sei auch an dieser Stelle ffir die groBzfigige Zurveffiigungstellung der zu diesen Untersuehungen erforderliehen ACTH-Mengen nochmals bestens gedankt.

    14"

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    festzustellen, und zw~r bei den A-Tieren im Durchschnitt yon 8,7 TrE ante infectionem auf 19,8 TrE am 19. Tag, bei den B-Tieren yon 10,5 TrE auf i7,8 TrE und bei den C-Tieren yon 9,2 auf 14,7 TrE.

    Die Titration mit Hayemscher LSsuny nach GROS. Diese Reaktion ist in gewissem Sinne eine Albuminreaktion. Bei den A-Tieren wurden bis zum 19. Tag post infectionem immer geringere ~engen I-Iayemscher LSsung bis zur irreversiblea Flockung verbraucht. Bei den B- und C- Tieren wurden bis zum 7. Tag post infectioncm immer geringere und sodann im wesentliehen gleiche Mengen Reagens verbraucht.

    Der Ausfall der Serumlabilit/~tsproben stimmt sehr gut mit dem Ergebnis der Papierelektrophorese fiberein. Bei allen drei Gruppen ist eine Abnahme der Albumine, eine geringgradige Zunahme der ~-Glo- buline, bei den A- und B-Tieren bis zum 8., bei den C.Tieren bis zum 9. Tag und bei allen drei Gruppen eine Zunahme der ~-Globuline ab 9. Tag festzustellen. Aueh die fl-Globuline zeigen eine geringgradige Zunahme, bei den A-Tieren bis zum 9., bei den B- und C-Tieren bis zum 8. Tag post infeetionem, um sodann wieder auf den Ausgangswert zu- riickzufallen. Dieses Verhalten der einzelnen Globulinfraktionen wird auch deutlich, wenn man, dem Vorschlag yon RrcA folgend, die Quo-

    a-Globulin ~ und y-Globulin tienten Gesamtglobulin Gesamtglobulin ~176 errechnet.

    Serumcholesterin

    Die Cholesterinbestimmung im Serum erfolgte nach der yon SCHSN- HEI~I~.~ U. SPEm~r angegebenen ~ethode. Bei allen Tiergruppen war eine Abnahme des Serumeholesterinspiegels bis zum 9.--12. Tag post infeetionem und sodarm wieder eine leiehte Zunahme feststellbar, wobei jedoch am 19. T~g post inf. die Ausgangswerte in keiner der drei Gruppen erreicht wurden. Die Kurve des Gesamtcholesterins erreiehte bei den A-Tieren durehsehlfittlieh am 11., bei den B-Tieren am 10. und bei den C-Tieren am 9. Tag post inf. ihren Tiefpunkt.

    Diskussion l~berbliekt man die vorstehenden Befunde, so kSnnen sowohl im

    wefl~en Blutbild als auch in den Serumeiweil3kSrpern und im Serum. cholesterinspiegel des Rindes nach experimenteller Kuhpockeninfektioa Ver/~nderungen festgestellt werden.

    Die Zeit, w/~hrend welcher die infizierten Tiero eine K6rpertemperatur fiber 39,5 ~ C hatten, betrug bei den mi~ dem Stamm A infizierten 10 Tage, bei den mit dem St~mm C geimpften 6 Tage. Die mit dem Stamm B inoculierten Tiere batten bis auf eines, das mi~ der vierten Rindorpassage dieses S~ammes gcimpft women war, und w~hrend 4 Tagen Temperaturzaeken fiber 39,5 ~ C hatte, keine erhShte K6rpertemperatur.

    Gegenfiber dem beider Vaechm-Infektion des Rindes beobachteten Temperatur. verlauf ist festzuhalten, dall bei Kuhpoekenerkrankungen eine ErhShung der

  • Experimentelle Kuhpockeninfektion yon Jungrindern 203

    KSrpertemperatur fiber 39,5 ~ C nieht vor dem 4. Tag post infectionem beobaehtet wurde, w~hrend bei der Vaccina-Infektion sehon am 3. Tag Fieber bis 40,5 ~ C fest- zustellen ist. Die Fieberperiode dauert auch bei der Vaceina-Infektion etwa 10 Tage, Bei der Kuhpoekenerkrankung tritt nach unseren Beobachtungen das Fieber signifikant sphter als bei der Vaccina-Erkrankung auf.

    Die Gesambzahl der weiflen Blutlc6rperchen ]iegt im Durch- sehnitt w~hrend der Beobach- tungszeit (bis 19 Tage post infec- tionem) innerhalb der als Norm angegebenen Grenzwerte. :Die Kurve der Leukocyten weist zwci Maxima nm den 4. und 12. Tag und ein Minimum um den 9. Tag post infeetionem anf. Im Diffe- rentialbild sind gleichfalIs be- tr~ehtliehe Yer/~nderungen fest- stellbar. Die neutrophilen Granulo- cyten zeigen am 1. Tag nach der Impfung eine recht erhebliche Vermehrung (ira Durchschnitt um 74~ des Ausgangswertes, ver- mutlich als Ausdruek der Stress- Situation der Impfung, sinken am 2. Tag post infectionem ab, urn neuerlich anzusteigen und am 4. Tag post infectionem ein erstes Maximum (im Durchsehnitt 4260) zu erreiehen. Vom 4. Tag an ist ein Absinken der Zahl der neu- trophilen Granuloeyten b is zum 9. Tag festzustellen, an welchem Tage die Knrve ein Minimum (im Durchschnitt 1381) erreieht. Von diesem Tag an steigt die Zahl der nentrophflen Granulocyten neuerlich, nm am 14. Tag mit durcbschnittlieh 3268 Zellen ein zweites Maximum zu erreichen. Der Kurvenverlanf der neutro- philen Granuloeyten des Rindes bei Kuhpoekenerkrankung ~hnelt somit der Bewegung dieser Zellen bei Vaccina-Erkranknng des Rindes [Pu~TmAM u.BERGER (1)], wobei jedoch ein statistiseh

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    Abb.1. Verhalten der Temperatur, der neutrophilen Granulocyten, der eosinophilen Leukocyten. des Serumcholesterins und verschiedener Serumkolloid- ]abilitiitsreaktionen bei Kuhpocken- und Vaccina-Er- krankung des Rindes (gleitende I)urchschnittc ~ x = 3)

    gesicherter Unterschied im Verlauf der Granuloeytenbewegung nach den beiden genannten Infektionen insofern festzustellen ist, als bei der Kuhpoeken- erkrankung die neutrophilen Granulocyten sp~ter, n~mlich im Durchschnitt ersb am 4. Tag gegenfiber dem 3; Tag bei der Vaccina-Erkrankung das erste Maximum

  • 204 F. PUl~TIGAl~ und K. B~.Ros~:

    und das Minimum am 9. Tag gegeniiber der Vaccina-Erkrankung am 7. Tag erreichen. Wie bei der Vaccina-Erkrankung entsprieht auch bei der Kuhpocken. erkrankung das ~Vellental der Kurve der neutrophilen Granulocyten einer Er- hebung der Temperaturkurve (bei den A- und C-Tieren), ein Verhalten, wie es yon SOBO~ u. PI~Q~Y~T beim Menschen naoh Vaccination ffir die Gesamtzahl der Leukoeyten gefunden wurde.

    Die Zahl der eosinophilen Leukoc~en erf~hrt bei der Kuhpockenerkrankung des Rindes bis zum 10.--11. Tag post flffectionem im strSmenden Blur eine relativ geringe Beeinflussung, um sodann bis gegen das Ende der Beobachtungszeit anzu- steigen und den Ausgangswert um 60--1070/o zu fibersteigen. Im Gegensatz zu diesem Verhalten erfolgt bei der Vaccina-Erkrankung eine rasche Verminderung der Zahl der eosinophflen Leukocyten im strSmenden Blur bis auf 3~ des Aus- gangswertes am 11. Tag post vaecinationem, um sodanu allm~hlich wieder almu- steigen und am 19. Tag post vaccinatlonem immer noch um 75,60/0 gegeniiber dem Ausgangswert gemindert zu sein, w~hrend, wie eben erwahnt, bei der Kuhpoeken- erkranktmg des Rindes zu diesem Zeitpunkt die Zahl der eosinophilen Leukocyten im strSmenden Blur um 60--107~ gegeniiber dem Ausgangswert vermehrt ist.

    In einer friiheren Arbeit (2) konnten wir zeigen, dab beim Jungrind nicht nur die eosinophilen Leukoeyten, sondern auch andere Zelltypen naeh Verabfolgung yon 25 mg ACTH i. m. ein weitgehend gesetzm~l~iges Verhalten zeigen. Dieses Ver- halten gleieht jenem der gleichen Zellarten beim Menschen. W~hrend bei der Vaccinakrankheit des Jungrindes vom 3. bis etwa dem 15. Tag post vaccinationem naeh ACTH-Verabfolgung...

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