update Juli - September 2014, Ars Electronica Center Linz

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    22-Jul-2016

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update, the magazine of the Ars Electronica Center, informs quarterly about current exhibitions and events at the Museum of the Future. German language only.

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  • www.aec.at

    FESTIVAL ARS ELECTRONICA

    C... WHAT IT TAKES TO CHANGE

    NEUE AUSSTELLUNG

    DEVICE ART

    JULI SEPTEMBER 2014

    DO 4.9. MO 8.9.2014Ars Electronica Centertglich 10:0021:00genet

  • ars electronica ganz kurzars electronica ist stets auf der suche nach dem neuen. Der blick ist dabei nie allein auf kunst, technologie oder gesellschaft ge-richtet, sondern auf die vielschichtigen beziehungen und wech-selwirkungen zwischen ihnen. seit 1979 ist ars electronica in die-ser spezifischen ausrichtung eine weltweit einmalige plattform fr digitale kunst und medienkultur mit vier sulen: ars electronica Festival, prix ars electronica, ars electronica Futurelab und ars electronica Center.

    Das ars electronica Center ist als museum der Zukunft nicht nur in seiner markanten architektur auergewhnlich. auch in den aus-stellungsthemen, der angebotsstruktur und dem vermittlungs-konzept ist das neue immer gegenwrtig. offene labors und interaktive installationen beziehen besucherinnen aller altersstu-fen aktiv ein. im vordergrund steht dabei nicht die Frage nach den technologischen Zusammenhngen, sondern ganz konkret: was bedeuten bestimmte entwicklungen fr mich und mein leben?

    update bietet ihnen einen berblick ber die aktuellen ausstellungen und veranstaltungen im ars electronica Center. wir freuen uns auf ihren besuch!

    inhalt

    3 titelstory

    6 highlights

    10 ausstellungen

    12 programm

    22 rckblick

    24 auf einen blick

    25 kontakt, ffnungszeiten, eintrittspreise

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  • Coverfoto: Keith Tsuji, tou

    chtouchy.com

    ARS ELECTRONICA:VERNDERUNG ALS ALLTAG

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    Die Suche nach dem Neuen und die Oenheit fr Vernderungen sind bei der Ars Electronica Alltag. 1979 mit dem Festival ins Le-ben gerufen das nach wie vor jhrlich im September internatio-nales Publikum nach Linz zieht hat sich Ars Electronica seitdem den Auswirkungen von neuer Technologie auf Kunst und Gesell-schaft verschrieben. Das erfordert, sich stets fr neue Ideen, Be-wegungen und Entwicklungen zu interessieren. Einen Einblick in Prototypen und Projekte von KnstlerInnen aus aller Welt liefern jedes Jahr die ca. 4.000 Einreichungen zum Prix Ars Electronica. Der 1987 gegrndete Wettbewerb ist nach wie vor eine der wich-tigsten Auszeichnungen fr Kreativitt und Pioniergeist im digi-talen Medienbereich weltweit. Die Kategorien des Wettbewerbs wurden allerdings im Laufe der Jahre entsprechend den technolo-

    gischen Innovationen wie dem Internet angepasst. Eine ganz entscheidende Neuerung war 1996 die Ernung des Ars Elec-tronica Center und des Futurelab. Das Center, das Museum der Zukunft, ist ein Ort, der in Ausstellungen ganzjhrig die Inhalte des Festivals zugnglich macht und sich Themen zuwendet, die nicht mehr nur KnstlerInnen und ExpertInnen bewegen, sondern jeden von uns betreen. Das Futurelab arbeitet als Forschungs- und Entwicklungsabteilung an Zukunftsszenarien. Seit 2012 wird es vom Bereich der Ars Electronica Solutions ergnzt, der dem wachsenden Interesse von Unternehmen an interaktiven Medien-lsungen gerecht wird und sich auf mageschneiderte interaktive Produkte und Dienstleistungen spezialisiert hat.

  • Vizebrgermeister Bernhard Baier: Es bleibt so, wie es ist, dass sich alles verndert Kinder und Jugendliche im Ars Electronica Center: Spa haben und kritisch reflektieren

    Im Interview reflektiert Mag. Bernhard Baier, Vizebrgermeister von Linz und Aufsichtsratsvorsitzender der Ars Electronica Linz GmbH, den Werdegang des Unternehmens.

    Herr Mag. Baier, im April haben Sie die 1.000.000. Besucherin im Ars Electronica Cen-ter begrt. Was macht Ihrer Meinung nach den anhaltenden Erfolg des Museums der Zukunft aus?

    Bernhard Baier: Das Ars Electronica Center ist in seiner Auspr-gung nach wie vor einzigartig auf der Welt und zieht sowohl regi-onal als auch international BesucherInnen an. Die Ausstellungen befassen sich stets mit spannenden aktuellen Themen, die jeden von uns betreen. Aber diese Themen werden nicht einseitig aus technischer oder wissenschaftlicher Sicht beleuchtet, sondern die knstlerischen Projekte ermglichen Zugnge, die die gesell-schaftlichen Auswirkungen brisanter Entwicklungen bewusst machen viel eindringlicher, als reine Fakten dies tun wrden. Auch die Aufbereitung der Ausstellungen, die vielen interaktiven Stationen und die gesprchsorientierte Vermittlung durch die In-fotrainerInnen ermglichen den BesucherInnen eine sehr direkte, persnliche Auseinandersetzung mit Themen, die auf den ersten Blick sehr fern und abstrakt wirken, z. B. Gentechnik, Neurowis-senschaften oder Datensicherheit. Das Ars Electronica Center erwartet von seinen BesucherInnen auer Neugierde keinerlei

    Fotos: Lois La

    mmerhu

    ber/Nicolas Ferrand

    o, Rob

    ert Ba

    uernha

    nsl, Martin Hieslmair, Florian Vo

    ggeneder

    Titelstory

    Voraussetzungen. Familien, Schulkinder, TouristInnen, Firmen-gruppen, KnstlerInnen, SeniorInnen Jeder ist willkommen und wird sich von seinem Museumsbesuch etwas mitnehmen. Und das spren jedes Jahr rund 180.000 BesucherInnen, so viele wie in keinem anderen obersterreichischen Museum.

    Sie sind Aufsichtsratsvorsitzender der Ars Electronica Linz GmbH. Die Ars Electronica be-steht nicht nur aus dem Center, dem Museum.

    Bernhard Baier: Genau. Fr den Erfolg der Ars Electronica als Gesamtes sind gerade die verschiedenen Unternehmensbereiche wichtig, die sich gegenseitig ergnzen und befruchten. Das Mu-seum ist wichtig als ganzjhrige Anlaufstelle, oen fr alle. Das Festival und der Prix Ars Electronica ziehen ExpertInnen aus der ganzen Welt an. Die knstlerischen Projekte, die beim Prix ein-gereicht und/oder beim Festival ausgestellt werden, zeigen, mit welchen Themen sich MedienknstlerInnen gerade beschftigen. Und sie liefern natrlich Ideen fr die Ausstellungen im Museum, flieen teilweise auch als Exponate ein. Die Ars Electronica macht aber auch viel im privatwirtschaftlichen Bereich: Das Ars Electro-nica Futurelab leistet Forschungs- und Entwicklungsarbeit, auch fr externe Auftraggeber, z. B. fr SAP in Deutschland oder fr Schardscha, die islamische Kulturhauptstadt 2014, wo das Spa-xels-Team krzlich fr die spektakulre Ernungsshow engagiert war. Der Unternehmensbereich AE Solutions ist darauf speziali-siert, mageschneiderte interaktive Lsungen zu realisieren, zu-

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  • Die Spaxels des Ars Electronica Futurelab bei der Ernung des Festivals 2013

    sondern mehr um die Ideen, die dadurch transportiert werden. Es wird groer Wert darauf gelegt, dass die BesucherInnen nicht nur schauen, sondern sich wirklich mit den Inhalten befassen, sich eigene Gedanken machen, sich eine Meinung bilden und etwas mit nach Hause nehmen. Das wird durch das umfassende Pro-grammangebot untersttzt. Ein Fokus liegt auf Kindern und Ju-gendlichen, von denen jedes Jahr ca. 35.000 als Schulgruppen ins Museum bekommen. Ebenso wird das Ferienprogramm mit den Interaktiv-kreativ-Tagen und Summer bzw. Winter Camps sehr gut angenommen. Es ist uns ein Anliegen, Kinder und Jugendli-che auf diese Art und Weise mit Technologien und neuen Medien vertraut zu machen, aber auch das Bewusstsein fr einen kriti-schen Umgang damit zu frdern. Natrlich gibt es fr Erwachsene ebenfalls Fhrungen, Workshops und Vortrge sowie zielgrup-penspezifische Angebote, z. B. fr LehrerInnen oder fr SeniorIn-nen. Auch hier wird stetig verndert und erweitert, so gibt es ab Herbst spezielle Angebote fr Lehrlinge.

    C what it takes to change lautet das dies-jhrige Thema des Ars Electronica Festival im September. Was bedeutet das fr Sie?

    Bernhard Baier: Dieses Thema konzentriert die Bestrebungen der Ars Electronica sozusagen und bringt sie auf die Spitze: Was braucht es, was muss gegeben sein, damit sich Innovationen, Er-neuerungen entfalten knnen? Das Festival stellt dabei ja Kunst als Katalysator in den Mittelpunkt. Linz als Kultur- und Kreativi-ttsstadt liegt mir am Herzen. Es ist mir ein groes Anliegen, in dieser Stadt Rahmenbedingungen zu schaen, die es jungen Fa-milien, Kindern, Jugendlichen in all ihrer Verschiedenheit ermgli-chen, ihren Platz zu finden und sich zu entfalten. Fr das Festival wnsche ich mir, dass auch viele Menschen aus Linz und Obers-terreich die Veranstaltungen besuchen. Es wird hier ein sehr viel-fltiges Programm geboten, das wirklich nicht nur fr internatio-nale Knsterlnnen, sondern auch fr jeden Interessierten aus der Region oen und wertvoll ist. Besonders das u19 CREATE YOUR WORLD Festival ist ein bunter, erlebnisreicher Ort fr Kinder, Ju-gendliche und Familien.

    Zur Person Vizebrgermeister Mag. Bernhard Baier ist seit Ende 2013 Auf-sichtsratsvorsitzender der Ars Electronica Linz GmbH. Der 39-Jh-rige ist Jurist und lebt mit seiner Frau und vier Kindern in der Linzer Innenstadt.

    Fotos: Lois La

    mmerhu

    ber/Nicolas Ferrand

    o, Rob

    ert Ba

    uernha

    nsl, Martin Hieslmair, Florian Vo

    ggeneder

    Titelstory

    letzt fr das Gsser Braumuseum, den Geopark Karawanken und das vielen LinzerInnen bekannte Ausstellungszelt LINZ VERN-DERT am Urfahranermarkt.

    Wie geht es weiter mit der Ars Electronica?

    Bernhard Baier: Es klingt etwas paradox, hat sich aber bewhrt: Es bleibt so, wie es ist, dass sich alles verndert. Die Ars Electro-nica wird sich weiterhin in all ihren Unternehmensbereichen mit der Suche nach dem Neuen beschftigen. Dank des groen Enga-gements und des tollen Einsatzes aller rund 190 MitarbeiterInnen wird es der Ars Electronica auch unter schwierigeren Rahmenbe-dingungen gelingen, sich auf hohem Niveau weiterzuentwickeln. Ein Meilenstein war natrlich die Ernung des neuen Ars Elec-tronica Center vor nun schon mehr als fnf Jahren, das mit Life Sciences nicht nur ein groes neues Themenfeld fr die Aus-stellungen erschloss, sondern durch die rumliche Situation der oenen Labore auch vllig neue Mglichkeiten fr das Kulturver-mittlungsprogramm, fr Fhrungen und Workshops geschaen hat. Neben sichtbaren groen Vernderungen wie neuen Ausstel-lungen oder den Festivalaktivitten sind also auch kontinuierliche Angebote wie das Vermittlungsprogramm zu beachten. Das Ars Electronica Center als Museum hat ja auch einen Bildungsauftrag. Wie kann ein Museum einen Bildungsauftrag erfllen? Einerseits natrlich durch die Ausstellungen selbst, die den BesucherInnen Zugang zu gesellschaftlich aktuellen Themen ermglichen. Im Ars Electronica Center geht es dabei weniger um die Exponate an sich,

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  • Highlights / Device Art

    Fotos: M

    aywa Denki, tou

    chtouchy.com

    Device ArtAusstellungsernung Device ArtMI 3.9.2014, 18:30Eintritt freiAnmeldung unter 0732.7272.51 oder center@aec.at

    Device Art ist eine Kunstform, die Kunst, Design, Technologie, Wissenschaft und Unterhaltung zur Synthese bringt. Es wer-den neuartige Materialien und Techniken eingesetzt, um Gerte mit ausgefeiltem, verspieltem Design zu schaen, die uns das Wesen von Technologie aufzeigen. Bei Device Art ist das Gert an sich der Inhalt. Seine Form, sein Aussehen sind nicht mehr von der Funktion zu trennen. Diese Kultivierung von Alltags-gegenstnden und alltglichen Handlungen hat in Japan, dem Ursprungsland der Device Art, lange Tradition. Auch die Wert-schtzung des Spielerischen ist tief in der japanischen Kultur verwurzelt. Zum Beispiel wurden und werden fr Teezeremonien oder die Herstellung von Blumenarrangements hoch entwickelte Gerte verwendet.

    So zeigen auch die Werke in der Ausstellung im Ars Electronica Center durch die Verwendung neuer Materialien und Gerte berraschende Mglichkeiten moderner Technik auf. Verspielte Oberflchen verstecken die ernsthaften Konzepte auf den ers-ten Blick. Die so entwickelten Gerte knnen bzw. knnten in unserem Alltag verwendet werden. Einige sind sogar bereits als Produkte kommerzialisiert, z. B. das Musikinstrument Otama-tone von Ryota Kuwakubo. Kunst sollte der japanischen Tradi-tion entsprechend in den Alltag integriert sein. Die Kombination aus Kunstwerk, Spielzeug und technischem Gert als Gadget macht dies mglich.

    Otamatone, ein etwas anderes Musikinstrument

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  • Highlights / Device Art

    Fotos: M

    aywa Denki, tou

    chtouchy.com

    Touchy, eine Kamera, die bei Berhrung ihres Trgers knipst

    Nachdem die Verschrnkung von Kunst und Technologie und deren Auswirkung auf unseren Alltag das Grundinteresse der Ars Electronica sind, waren bereits in den letzten Jahren immer wieder KnstlerInnen der Device-Art-Bewegung in Ausstellun-gen vertreten. BesucherInnen unseres Museums erinnern sich vielleicht an SiliFulin, den bewegungsuntersttzenden Schweif zum Umschnallen, oder an Nicodama, die ganz simplen, aber fesselnden blinzelnden Augen, von Ryota Kuwakubo.

    Die Bewegung Device Art wurde 2004 durch eine Gruppe um Hiroo Iwata von der Universitt in Tsukuba in Japan gegrndet. Finanziert wird das Projekt Device Art vom Core Research for Evolutional Science and Technology (CREST) der Japan Science and Technology Agency. Inzwischen gibt es aber auch in anderen Lndern KnstlerInnengruppen, die der Philosophie von Device Art folgen. Die Ausstellung im Ars Electronica Center zeigt ne-ben Arbeiten der japanischen Gruppe auch Werke von Knst-lerInnen des ART|SCI Center der University of California Los Angeles und des in Zagreb, Kroatien, beheimateten Bureau of Contemporary Art Praxis Kontejner.

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  • Fotos: Christoph

    er Son

    nleitner, U

    niversal Everything

    Festival Ars ElectronicaFestival Ars Electronica: C ... what it takes to changeDO 4.9. MO 8.9.2014Ars Electronica Center tglich genet 10:0021:00www.aec.at/c

    Unter dem Motto C what it takes to change beschftigt sich das Ars Electronica Festival dieses Jahr mit der Frage, welche Vo-raussetzungen und Rahmenbedingungen gegeben sein mssen, damit sich gesellschaftliche Innovation und Erneuerung entfal-ten und wirksam werden knnen. Es geht nicht nur darum, wie unsere Zukunft aussehen wird, sondern vor allem wie sich der Weg dorthin formen wird und mit welchen Menschen es wir zu tun haben werden, die diesen fr uns ebnen.

    Im Mittelpunkt steht dabei das Konzept Kunst als Katalysator. Recherchiert, diskutiert und provoziert wird wie gewohnt mit reger Beteiligung zahlreicher KnstlerInnen und Wissenschaft-lerInnen aus aller Welt. Anerkannte Geistesgren treen dabei auf junge QuerdenkerInnen, ExpertInnen auf interessierte Laien. Noch strker als bisher wird die Ars Electronica auf die Menschen zugehen und sie in eines der wichtigsten internationalen Festi-vals fr Medienkunst einbinden.

    Hinweis: Auf www.aec.at/c finden Sie ab Mitte Sommer 2014 das vollstndige Programm des Festivals. Weiterfhrende Informatio-nen und Interviews bietet Ihnen der Ars Electronica Blog: www.aec.at/aeblog

    Highlights / Festival Ars Electronica

    Von mitreienden Performances ...

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  • Fotos: Christoph

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    niversal Everything

    Highlights / Festival Ars Electronica

    ... bis hin zu prmierten Animationen

    Vom 4. bis 8 September wird die Ars Electronica damit einmal mehr zur Plattform des Austausches und der Vernetzung, zu einem einzigartigen Forum, in dem Ansichten und Meinungen verhandelt und in Form von Vortrgen, knstlerischen Installa-tionen, Performances und Interventionen prsentiert werden. Schauplatz der Ars Electronica 2014 werden zahlreiche Locations mitten in Linz se...

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