Checker Tobi Der Judentum-Check - ¢â‚¬â€Checker Tobi: Der Judentum-Check¢â‚¬“ (Film 25 min) Tobi entdeckt

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    T r a i l e r a n s e h e n

    Checker Tobi

    Der Judentum-Check Religion Ethik Förderschulen

    Klasse 3–6 Klasse 3–6 Klasse 3–6

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    Schlagwörter

    Abraham; Ägypten; Antisemitismus; Bibel; Bund; Chanukka; Christen; Christentum; Dekalog; Exodus; Familie; Feiertag; Feste; Frieden; Gebet; Gemeinschaft; Gesetze; Glaube; Glaubens- bekenntnis; Gott; Hebräisch; Holocaust; Islam; Israel; Jahwe; Jerusalem; Jom Kippur; Judentum; Judenverfolgung; Kippa; koscher; Mose; Muslime; Nahost; Pessach; Purim; Rabbiner; Regeln; Religion; Ruhe; Sabbat; Schabbat; Schalom; Synagoge; Tempel; Thora; Zehn Gebote

    Systematik

    Grundschule › Ethik › Religion › Christliche und nichtchristliche Religionen

    Religion › Religionskunde › Nichtchristliche Religionen

    Ethik › Religionen, Weltanschauungen

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    Zum Inhalt

    „Checker Tobi: Der Judentum- Check“ (Film 25 min) Tobi entdeckt heute das Judentum. Er nimmt seine Zuschauer mit auf eine kleine Zeitreise und stellt fest, dass das Juden- tum, das Christentum und der Islam ge- meinsame Wurzeln haben. Er verbringt einige Zeit bei Familie Meyer und entdeckt verschiedene Rituale, die typisch jüdisch sind, z. B. das gemeinsame Abendessen an Schabbat, für das er mit Mama Mela- nie einkauft und kocht. Sie erklärt ihm auch die jüdischen Speiseregeln. Neben dem wöchentlichen Ruhetag gibt es noch einige andere besondere Feier- tage im Judentum. Diese spielt Tobi mit seinem Gastbruder Marlon nach.

    In der Synagoge trifft Tobi Rabbiner Ju- lian. Mit ihm darf Tobi auch die Thora, die Heilige Schrift der Juden, ansehen. Tobi hat viel Spaß während seiner Zeit mit Familie Meyer, doch immer wieder erfährt er Dinge, die ihn nachdenklich machen, z. B. den Grund, warum vor der jüdischen Schule Sicherheitsleute stehen und dass auch Familie Meyer in der Zeit des Nationalsozialismus liebe Menschen verloren hat.

    Filmsequenzen Weltreligion Judentum (3:40 min) Rund 14 Millionen Juden leben auf der Welt, die meisten von ihnen in Amerika und Israel. Bei Familie Meyer in Frankfurt erfährt Tobi, wie Juden in Deutschland leben, z. B. sprechen sie manchmal eine

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    besondere Sprache, Hebräisch, die Juden auf aller Welt verbindet. Auch das Sch‘ma Israel, das Glaubensbekenntnis, ist allen Juden wichtig. Die Kinder der Familie Meyer singen es jeden Abend in ihrem Schlaflied. In einer kurzen Animationssequenz lernen die Zuschauer den Urahnen des Judentums, Abraham, kennen. Dieser folgte vor über 4000 Jahren dem Ruf, künftig nur noch einem einzigen Gott zu folgen. Aus Respekt sprechen die Juden dessen Namen aber nicht aus, sondern nennen ihn „Adonai“ („Herr“) oder „der Allmächtige“.

    In der Synagoge (5:50 min) Bevor Tobi und Alon die Synagoge be- treten, muss erst einmal jeder eine Kippa aufsetzen. Dann treffen die beiden Rab- biner Julian, der erklärt, welche Auf- gaben ein Rabbiner in der jüdischen Gemeinde hat. Und Tobi darf das Aller- heiligste in der Synagoge anschauen. Hinter reich bestickten Samtvorhängen

    holen Alon und Julian die prächtig ge- schmückte Thora hervor und der Rabbi- ner singt einige Verse daraus vor. Beim Blick in die Thora gibt es auch einen Aha- Moment: Juden, Christen und Muslime haben viele Gemeinsamkeiten in ihrer Religion – die Religionen sind eng ver- wandt!

    Schabbat und Speisegesetze (5:00 min) Von Freitagabend bis Samstagabend dauert der Ruhetag der Juden. Weil man dann keinerlei Arbeit verrichten und keinen Stromschalter betätigen darf, gibt es davor noch allerhand zu tun: Haus- aufgaben, Aufräumen und das Abend- essen für Schabbat mit den traditionellen Hefezöpfen Challot vorbereiten. Manche Dinge kommen dabei bei gläu- bigen Juden nie auf den Tisch, lernt Tobi. Meeresfrüchte, Salamipizza und Gummi- bärchen passen z. B. nicht mit den jüdi- schen Speisegesetzen zusammen, die Schweinefleisch und das Vermischen von Milch- und Fleischprodukten verbieten. Jüdische Feiertage (1:40 min) Gemeinsam mit Marlon macht Tobi eine kurze Reise durch den jüdischen Fest- kalender. Im Winter feiern Juden Cha- nukka – mit einem speziellen Kerzen- leuchter und vielen Geschenken. Purim

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    ist ein lustiges Fest, an dem sich alle gern verkleiden. An Pessach erinnern sich Juden an den Auszug aus der Sklaverei in Ägypten. Jom Kippur ist der Versöh- nungstag, ein ernster Feiertag, an dem gefastet wird.

    Judenverfolgung und Antisemitismus (3:20 min) Vor der jüdischen Schule stehen Sicher- heitsleute und die Polizei. Laura erklärt, dass es Menschen gibt, die Juden nur aufgrund ihrer Religion ablehnen. Leider haben Juden in ihrer langen Geschichte immer wieder Ausgrenzung und Verfol- gung erlebt. Mit einer auf wesentliche Bilder reduzierten Animation greift Tobi auch das Thema Holocaust auf. Von Alon erfährt er, dass auch Familie

    Meyer in der Zeit des Nationalsozialismus Angehörige verloren hat und auch er selbst schon wegen seines Glaubens an- gegriffen wurde. Damit Menschen nie wieder wegen ihrer Religion leiden müs- sen, appelliert er an alle, aufmerksam zu sein und aktiv für Ausgegrenzte einzu- treten.

    Bilder Die Bildergalerie greift wichtige Elemen- te aus dem Judentum auf, anhand derer

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    Grundwissensbegriffe zum Judentum gesichert werden können. Optional an- wählbare Infotexte können sowohl in der Lern- als auch in der Sicherungsphase herangezogen werden. Die Bilder zeigen: • Menora • Synagoge • Thora • Kippa • Schabbat (vorbereiteter Tisch)

    Bezug zu Lehrplänen und Bildungsstandards

    Die Schülerinnen und Schüler • kommunizieren vorurteilsfrei mit An-

    gehörigen des Judentums; • kennen bekannte Juden aus den un-

    terschiedlichen Jahrhunderten in der Welt und auch weniger bekannte aus der näheren Umgebung;

    • begegnen dem Judentum mit den unterschiedlichen Besonderheiten und kennen die zentralen Inhalte;

    • begegnen Juden in Freundschaft; • handeln gemeinsam zum Wohl der

    Menschen; • gehen von Erfahrungen mit der eige-

    nen Religion aus und vergleichen sie mit dem Judentum;

    • stellen Gemeinsamkeiten und Unter- schiede zwischen der eigenen Religion und dem Judentum fest;

    • öffnen sich für Gotteserfahrungen anderer.

    Didaktische Hinweise

    Das Judentum ist ca. 4000 Jahre alt und die älteste Religion in der westlichen Welt. Das Christentum ist dagegen erst ca. 2000 Jahre alt und hat seine Wurzeln im Judentum. In der gemeinsamen Ge- schichte von Judentum und Christentum gibt es klare Abgrenzungen, aber auch viele Gemeinsamkeiten. Das Christentum begann mit dem Bekenntnis zu Jesus Christus. Die Christen sind davon über- zeugt, dass Jesus der im Alten Testament verheißene Messias ist, dass er Gottes Sohn ist und dass er für ihre Sünden am Kreuz gestorben ist. Für Juden ist er es nicht. Sie warten bis heute auf ihn. Neben dem Judentum berufen sich auch der Islam und das Christentum auf Ab- raham. Der jüdische Glaube hat dabei eine große kulturprägende Bedeutung, da auch das Christentum und der Islam auf dem Glauben an einen einzigen wah- ren Gott durch Abraham aufbauen. Des- halb werden sie auch monotheistische oder abrahamitische Religionen genannt.

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    Dem Judentum gehören weltweit 14 Millionen Gläubige an. Die Grundla- ge ihres Glaubens bilden für Juden die ersten fünf Bücher Mose, die Thora. Die Juden treffen sich in der Synagoge zum Gebet. Dort wird aus der Thora gelesen. Juden bekennen sich zu einem Gott, dessen heilbringendes Wirken und Of- fenbarung sie in der Geschichte ihres Volkes erfahren. Sie nennen Gott aber nicht bei seinem Namen, sondern um- schreiben ihn. Im Hebräischen gibt es kein Wort für Re- ligion. Juden kennen auch keinen geson- derten Raum, in dem die Nähe Gottes spürbar sein soll, sondern nach ihrer Vorstellung offenbart sich Gott ständig und überall. Juden bekennen sich zu den Offenbarungen an Mose, wie sie in der Thora aufgeschrieben sind. Im Judentum wird der Mensch nicht so sehr als gna- denbedürftiges, sündiges Wesen be- trachtet wie im Christentum, sondern als Ebenbild Gottes, das zu einem selbst- bewussten Partner Gottes reifen soll. Die Thematisierung des Christentums in der Begegnung mit anderen Religionen zählt zu einem wichtigen Bereich der allgemeinen Bildung, weit über den Re- ligionsunterricht hinaus. Aus dem Blick- winkel der eigenen Kultur bzw. der eige- nen Religion schauen die Kinder in die

    Welt, auf andere Kulturen und auf ande- re Religionen. Der Film „Der Judentum-Check“ greift zielgruppengerecht alle wichtigen As- pekte der ältesten der drei abrahamiti- schen Religionen auf. Neben Basisinfor- mationen über Verbreitung, Tradition, Sprache, Gebetspraxis und Heiliger Schrift des Judentums erfahren Kinder Wissenswertes über den jüdischen All- tag, in dem Speisegesetze beachtet wer- den müssen und die Schul- und Arbeits- woche mit dem Ruhetag Schabbat endet. Feiertage geben dem jüdischen Jahr ei- nen Rhythmus. In kindgerechter Form wird auch das Thema Judenverfolgung und Anti- semitismus aufgegriffen. Das Thema Schoah ist eingebettet in die Erfahrung vor Ort, dass jüdische Einrichtungen wie Schulen und Synagogen besonderen Schutzes bedürfen, und Alons Erzählung darüber, dass auch Verwandte von ihm während der Zeit des Nationalsozialismus um kamen. Die Arbeitsblätter sind auf eine breite Erarbeitung des Themas Judentum hin ausgerichtet und greifen teilweise auch Aspe