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„Behalten Sie Ihre Zuzahlungen im Blick. So zahlen Sie nicht mehr als nötig.“ Steffen Herold, SBK-Kundenberater Starke Leistung. Ganz persönlich. Seite 1/2 09/2015 sbk.org Gesetzliche Zuzahlungen. Ein Überblick von Steffen Herold, SBK-Kundenberater. Als gesetzlich Versicherter übernehmen Sie bei einigen medizinischen Leistungen einen Teil der Ausgaben selbst, zum Beispiel bei Krankengymnastik, Medikamenten oder einer Behandlung im Krankenhaus. Diesen Anteil nennt man Zuzahlung. Die wichtigsten Zuzahlungen auf einen Blick. Zuzahlungen für Arzneimittel Fahrkosten Hilfsmittel Verbandmittel 10 % der Kosten, mindestens 5,– € und maximal 10,– €. Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind (z. B. Windeln bei krankhafter Inkontinenz): Zuzahlung ist auf 10,– € pro Monat begrenzt und es gibt keine Mindestgrenze von 5,– €. Häusliche Krankenpflege Heilmittel (Bäder, Massagen etc.) 10 % der Kosten plus 10,– € je Verordnung. Häusliche Krankenpflege: Die 10 %ige Zuzahlung ist auf die ers- ten 28 Behandlungstage pro Kalenderjahr begrenzt. Haushaltshilfe Soziotherapie Je Tag 10 % der Kosten, mindestens 5,– €, maximal 10,– €. Stationäre Krankenhaus- behandlung 10,– € je Tag, für maximal 28 Tage pro Kalenderjahr. Die 28 Tage umfassen auch Anschlussheilbehandlungen. Stationäre oder ambulante Reha 10,– € je Tag. Bei Anschlussheilbehandlungen nach Ihrer stationären Krankenhausbehandlung bezahlen Sie die 10,– € nur für insgesamt maximal 28 Tage. Stationäre Vorsorgemaßnahme 10,– € je Tag. Höhe der Zuzahlung Ausnahme Wie viel Zuzah- lungen sind von mir zu leisten? Ihre Zuzahlungen sind auf 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen Ihres Haushalts begrenzt. Für die Berechnung dieser Grenze werden immer die Einnahmen und Zuzahlungen aller Familienmitglieder im gemeinsamen Haushalt betrachtet. Zum Haushalt gehören Ihr Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner und Kinder bis zum Kalenderjahr, in dem sie ihren 18. Geburtstag feiern – unabhängig davon, wie sie krankenversichert sind. Ab dem Folgejahr werden Kinder nur noch zum gemein- samen Haushalt gezählt, sofern sie gesetzlich familienversichert sind. Haben Sie die 2-%-Grenze erreicht, sind Sie und alle im Haushalt lebenden Familienmitglieder für das restliche Kalenderjahr von weiteren Zuzahlungen befreit. Wie hoch die Grenze Ihrer Zuzahlungen in etwa ist, können Sie online unter sbk.org/zuzahlungsrechner ermitteln oder Sie fragen Ihren persönlichen SBK- Kundenberater. Kinder bis zum 18. Lebensjahr brauchen keine Zuzahlungen zu leisten – außer bei Fahrkosten. Die Höchstgrenze jeder Zuzahlung sind die tatsächlichen Kosten des Mittels oder der Behandlung.

Gesetzliche Zuzahlungen. - sbk.org · Zuzahlungen aller Familienmitglieder im gemeinsamen Haushalt betrachtet. Zum ... Antrag auf Befreiung von Zuzahlungen Persönliche Angaben

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  • Behalten Sie Ihre Zuzahlungen im Blick. So zahlen Sie nicht mehr als ntig. Steffen Herold, SBK-Kundenberater

    Starke Leistung. Ganz persnlich.

    Seite 1/2 09/2015 sbk.org

    Gesetzliche Zuzahlungen.Ein berblick von Steffen Herold, SBK-Kundenberater.

    Als gesetzlich Versicherter bernehmen Sie bei einigen medizinischen Leistungen einen Teil der Ausgaben selbst, zum Beispiel bei Krankengymnastik, Medikamenten oder einer Behandlung im Krankenhaus. Diesen Anteil nennt man Zuzahlung.

    Die wichtigsten Zuzahlungen auf einen Blick.

    Zuzahlungen fr

    Arzneimittel Fahrkosten Hilfsmittel Verbandmittel

    10 % der Kosten, mindestens 5, und maximal 10, .

    Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind (z. B. Windeln bei krankhafter Inkontinenz): Zuzahlung ist auf 10, pro Monat begrenzt und es gibt keine Mindestgrenze von 5, .

    Husliche Krankenpflege Heilmittel (Bder, Massagen etc.)

    10 % der Kosten plus 10, je Verordnung. Husliche Krankenpflege: Die 10 %ige Zuzahlung ist auf die ers-ten 28 Behandlungstage pro Kalenderjahr begrenzt.

    Haushaltshilfe Soziotherapie

    Je Tag 10 % der Kosten, mindestens 5, , maximal 10, .

    Stationre Krankenhaus- behandlung

    10, je Tag, fr maximal 28 Tage pro Kalenderjahr.

    Die 28 Tage umfassen auch Anschlussheilbehandlungen.

    Stationre oder ambulante Reha

    10, je Tag. Bei Anschlussheilbehandlungen nach Ihrer stationren Krankenhausbehandlung bezahlen Sie die 10, nur fr insgesamt maximal 28 Tage.

    Stationre Vorsorgemanahme 10, je Tag.

    Hhe der Zuzahlung Ausnahme

    Wie viel Zuzah- lungen sind von mir zu leisten?

    Ihre Zuzahlungen sind auf 2 % der jhrlichen Bruttoeinnahmen Ihres Haushalts begrenzt. Fr die Berechnung dieser Grenze werden immer die Einnahmen und Zuzahlungen aller Familienmitglieder im gemeinsamen Haushalt betrachtet. Zum Haushalt gehren Ihr Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner und Kinder bis zum Kalenderjahr, in dem sie ihren 18. Geburtstag feiern unabhngig davon, wie sie krankenversichert sind. Ab dem Folgejahr werden Kinder nur noch zum gemein-samen Haushalt gezhlt, sofern sie gesetzlich familienversichert sind. Haben Sie die 2-%-Grenze erreicht, sind Sie und alle im Haushalt lebenden Familienmitglieder fr das restliche Kalenderjahr von weiteren Zuzahlungen befreit.

    Wie hoch die Grenze Ihrer Zuzahlungen in etwa ist, knnen Sie online unter sbk.org/zuzahlungsrechner ermitteln oder Sie fragen Ihren persnlichen SBK- Kundenberater.

    Kinder bis zum 18. Lebensjahr brauchen keine Zuzahlungen zu leisten auer bei Fahrkosten. Die Hchstgrenze jeder Zuzahlung sind die tatschlichen Kosten des Mittels oder der Behandlung.

  • Sind noch Fragen offen?

    Weitere Informationen zu Zuzahlungen und ein Rechenbeispiel erhalten Sieonline unter sbk.org/zuzahlungen. Ihr persnlicher Kundenberater steht Ihnenauch gerne mit Rat und Tat zur Seite. Seine Kontaktdaten finden Sie untersbk.org/kundenberater. Oder nutzen Sie unser SBK-Kundentelefon0800 0 725 725 725 0 (gebhrenfrei innerhalb Deutschlands).

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    Gibt es auch eine niedrigere Grenze?

    Diese Grenze wird auf 1 % gesenkt, wenn ein Familienmitglied im gemeinsamen Haushalt schwerwiegend chronisch erkrankt ist. Dies ist bei einer Dauerbehandlung der Fall, das heit, dass die Krankheit wenigstens ein Jahr lang, mindestens einmal pro Quartal rztlich behandelt wurde.

    Zustzlich muss mindestens einer der folgenden Punkte zutreffen:

    Das Familienmitglied braucht eine kontinuierliche medizinische Behandlung: Ohne diese wrde sich die Erkrankung lebensbedrohlich verschlimmern, die Lebenserwartung vermindern oder die Lebensqualitt dauerhaft beeintrchtigen.

    Das Familienmitglied ist pflegebedrftig in der Pflegestufe 2 oder 3.

    Bei dem Familienmitglied liegt ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 60 % oder eine Minderung der Erwerbsfhigkeit (MdE) von mindestens 60 % vor.

    Welche Einnahmen werden in die Berechnung einbezogen?

    Alle persnlichen Einnahmen, mit denen Sie Ihren Lebensunterhalt bestreiten, spielen bei der Berechnung eine Rolle. Zu diesen Einnahmen gehren zum Beispiel gesetzliche Renten, Gehalt oder Lohn, Sparzinsen, Unterhaltszahlungen und Mieteinnahmen.

    Es werden immer die Bruttobetrge Ihrer Einnahmen betrachtet, das heit vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben.

    Sparen Sie sich das Sammeln der Belege: Wenn Sie schon vorab wissen, dass Sie im kommenden Jahr 2 % bzw. 1 % Ihrer Einnahmen fr Zuzahlungen ausgeben, knnen Sie den Betrag im Voraus an uns berweisen. Sie erhalten dann pnktlich zu Beginn des Jahres Ihren Befreiungsausweis, sodass unterjhrig keine weiteren Zuzahlungen auf Sie zukommen. Bitte sprechen Sie dafr einfach Ihren persnlichen SBK-Kundenberater an.

    Kann ich meinen Zuzahlungsbetrag auch im Voraus bezahlen?

    Wie erhalte ich zu viel gezahlte Zuzahlungen zurck?

    Haben Sie im Kalenderjahr bereits Zuzahlungen geleistet, die zusammengerechnet ber 2 % bzw. 1 % Ihrer Einnahmen liegen? Dann bekommen Sie diesen Teil zurck. Laden Sie einfach online unter sbk.org/zuzahlungsbefreiung Ihren persnlichen Antrag herunter oder lassen Sie sich den Antrag von Ihrem persnlichen SBK- Kundenberater zuschicken. Bitte sammeln Sie dafr Ihre Belege.

    Mein Tipp: In vielen Apotheken knnen Sie sich am Jahresende einen Sammel-beleg ausdrucken lassen.

  • Seite 1/3 04/2014 sbk.org

    Antrag auf Befreiung von Zuzahlungen

    Persnliche Angaben Name, Vorname des Versicherten Geburtsdatum Versichertennummer

    Strae, Hausnummer PLZ Ort

    Telefon Abweichende Kontaktadresse (Name, Anschrift, Telefonnummer)

    ber welche Bruttoeinnahmen verfgen Sie? (Bitte Nachweis beifgen)

    Einkommensart Monatlicher Betrag Jhrlicher Betrag

    Lohn, Gehalt, Einkommen aus selbststndiger Ttigkeit

    Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II

    Gesetzliche Rente (LVA, BFA, Knappschaft usw.)

    Betriebsrenten

    Sonderzahlungen (z.B. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld)

    Sonstige Einnahmen (z.B. Zinsen, Dividenden, Mieten)

    Familienstand

    ledig/geschieden/verwitwet verheiratet getrennt lebend

    mitversicherte Kinder: Anzahl

    ber welche Bruttoeinnahmen verfgen Ihre Angehrigen, die mit Ihnen in einem gemeinsamen Haushalt leben? (Zu den Bruttoeinnahmen gehren alle Einknfte eines Haushaltes. Bitte jeweiligen Nachweis einfgen. Fr Angehrige werden u. U. Freibetrge abgezogen.)

    Vor- und Nachname Ehegatte/Kind Geburtsdatum Krankenkasse Einkommensart Monatlicher Betrag Jhrlicher Betrag

    Die steuerliche Veranlagung fr mich und meinen Ehegatten erfolgt getrennt

    zurck an:

    SBK 80227 Mnchen

  • Seite 2/3 04/2014 sbk.org

    Zuzahlungen im laufenden Jahr

    Bitte legen Sie alle Zuzahlungsquittungen fr das laufende Jahr bei. (Sammeln Sie unbedingt Ihre Belege! Lassen Sie sich stets eine Besttigung ber die jeweils geleistete Zuzahlung ausstellen.)

    Den sich ergebenden Erstattungsbetrag bitte ich auf folgendes Konto zu berweisen:

    Kontoinhaber IBAN

    Geldinstitut BIC

    Ich bitte die SBK, diese Bankverbindung nur einmalig fr die Erstattung zu nutzen.

    Ich wnsche, dass diese Bankverbindung auch fr alle zuknftigen Transaktionen gespeichert wird.

    Ort, Datum Unterschrift des Versicherten Telefonnummer (fr Rckfragen)

  • Bescheinigung zum Erreichen der Belastungsgrenze zur Feststellung einer schwerwiegenden chronischen Krankheit im Sinne des 62 SGB V

    55

    Die Feststellung, dass der Versicherte an einer schwerwiegenden chronischen Krankheit leidet, wird durch die Krankenkassen getroffen. Eine Krankheit ist schwerwiegend chronisch, wenn eine Dauerbehandlung gem Abschnitt B 1 vorliegt und eines der Merkmale (A 1 bis A 3) vorhanden ist.

    Zuerst von der Krankenkasse auszufllen!

    Name, Vorname des Versicherten

    Geburtsdatum Versichertennummer

    A 1 Es liegt eine Pflegebedrftigkeit der Pflegestufe 2 oder 3 nach dem zweiten Kapitel SGB XI vor.

    ja nein A 2 Es ist ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 60 % oder der Schdigungs-

    folgen (GdS) bzw. eine Minderung der Erwerbsfhigkeit (MdE) von mindestens 60 % nach Mastben des 30 Abs. 1 BVG oder des 56 Abs. 2 SGB VII festgestellt worden.

    ja nein

    Ausstellungsdatum

    _______________________________________________________________________________________________________ _______________________________________________________________________________________________________ _______________________________________________________________________________________________________

    _______________________

    Muster 55 (7.2008)

    Stempel/Unterschrift der Krankenkasse

    Vom Vertragsarzt auszufllen!

    B 1 Der oben genannte Versicherte istwegen derselben Krankheit in Dauerbehandlung

    seit dem

    Eine Dauerbehandlung liegt vor, wenn die/der Versicherte mindestens ein Jahr lang vor Ausstellen dieser Bescheinigung jeweilswenigstens einmal im Quartal wegen derselben Krankheit in rztlicher Behandlung war.

    Dauerdiagnose(n)

    Ende der Dauerbehandlung

    nicht absehbar voraussichtlich am

    B 2 Es ist eine kontinuierliche medizinische Versorgung der unter B 1 genannten Krankheit erforderlich (rztliche oder psychotherapeutische Behandlung, Arzneimitteltherapie, Behandlungspflege, Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln), da ohne Behandlung nach rztlicher Einschtzung eine lebensbedrohliche Verschlimmerung, eine Verminderung der Lebenserwartung oder eine dauerhafte Beeintrchtigung der Lebensqualitt zu erwarten ist.

    ja nein

    Die Vergtung fr das Ausstellen dieser Bescheinigung erfolgt ber die hausrztliche Versichertenpauschale bzw.ist die Nr. 01610 EBM berechnungsfhig.

    Ausstellungsdatum

    Vertragsarztstempel/Unterschrift des Arztes

    Abschlieend von der Krankenkasse auszufllen!A 3 Es liegt eine rztliche Bescheinigung der kontinuierlichen Behandlungserfordernis gem Abschnitt B 2 vor.

    ja nein