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Leitfaden zur Erstellung einer kirchgemeindlichen Gebäudekonzeption 1

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Text of Leitfaden zur Erstellung einer kirchgemeindlichen Gebäudekonzeption 1

  • Folie 1
  • Leitfaden zur Erstellung einer kirchgemeindlichen Gebudekonzeption 1
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  • Sinn und Zweck des Leitfadens Reaktion auf anhaltenden Schrumpfungsprozess der Gemeindegliederzahlen 2 Einerseits Demografischer Wandel Mitgliederschwund Andererseits 4.500 Gebude im Kirchgemeinde-Eigentum 193320122040 4.500.000 Mitglieder 750.000 Mitglieder 440.000 Mitglieder Rckgang der Mitglieder um 90 % beibehalten von 100 % des Gebudebestandes
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  • Sinn und Zweck des Leitfadens Entwicklung der finanziellen Rahmenbedingungen 3
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  • Sinn und Zweck Ansto fr Konzentrationsprozess bei kirchgemeindlichen Gebuden (Paradigmenwechsel: kirchgemeindliche Gebude werden nicht mehr auf Biegen und Brechen erhalten) mehr wirtschaftlich orientierte Betrachtungsweise fr jedes einzelne Gebude 4 Hauptziel: Schaffung struktureller Voraussetzungen, um die fr die Erfllung des Verkndigungsauftrages unbedingt notwendigen Gebude langfristig zu erhalten nachhaltige Sicherung des Kernbereiches der kirchgemeindlichen Arbeit
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  • 9 Schritte 1.Schritt:Bestandsaufnahme 2.Schritt:Finanzielle Transparenz 3.Schritt:Handlungsbedarf erkennen 4.Schritt:Konsolidierungsphase 5.Schritt:Verringerung der Gebudelast 6.Schritt:Dokumentation der Ergebnisse 7.Schritt:Einbeziehung des Kirchenbezirks 8.Schritt:Kommunikation 9.Schritt:Fortschreibung 5 Liste A und Liste B
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  • wesentliche Neuerungen 6 Substanzerhaltungsrcklage je Gebude als Pflichtrcklage Rcklagenberechnung anhand Luftbildvermessung/Volumen Sakralgebudezuweisung Kategorisierung von Kirchgebuden Sonderregelung Kirchgemeindevereinigungen nach 30.06.1998 kalkulatorische Miete, Gebudehaushalte kirchgemeindliche Gebudekonzeption: Liste A und B Voraussetzung fr auerordentliche Zuweisungen, Verkaufsgenehmigungen
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  • Gebudeeinteilung: Liste A und Liste B 7 Liste A alle fr den Verkndigungsdienst notwendigen und finanzierbaren kirchgemeindlichen Gebude Gebude sind dauerhaft zu erhalten auerordentliche Zuweisungen im Antragsverfahren zustzlich: rentable Gebude des sog. Fiskalvermgens (z.B. Mietshuser) grundstzlich keine Zuweisungsberechtigung Liste B alle anderen Gebude grundstzlich keine Zuweisungsberechtigung bauliche Erhaltung wird reduziert (Verkehrssicherung) Stilllegung nach entfallener Nutzungsmglichkeit (Kirchen) Veruerung oder Abriss
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  • Finanzielle Transparenz: wesentliche Neuerungen 8 Bisher keine Pflicht zur Rcklagenbildung keine Miete fr selbst genutzte Rume Verschleierung der tatschlichen finanziellen Situation! Neu Abbildung des Werteverzehrs durch Pflicht zur Bildung einer Substanzerhaltungsrcklage (Mindesthhe) Substanzerhaltungsrcklage kalkulatorische Miete fr selbstgenutzte nichtsakrale Flchenkalkulatorische Miete Einbeziehung aller versteckten Kosten
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  • Substanzerhaltungsrcklage 9 Fiskalvermgen Gebude ohne kirchliche Nutzung (Miethuser) nach 25 Jahren muss Betrag vorhanden sein, der wesentliche Erhaltungsmanahmen ohne auerordentliche Zuweisung ermglicht nichtsakrales Zweckvermgen Gebude mit kirchlicher Nutzung (Kirchgemeindehuser, Dienst- wohnungen, Verwaltungsgebude) nach 25 Jahre muss Betrag vorhanden sein, der wesentliche Erhaltungsmanahmen mglichst ohne auerordentliche Zuweisung garantiert Berechnung angemessene Hhe der jhrlichen Zufhrung: 8,00 bis 13,00 pro m 2 Nettogeschossflche pro Jahr (abhngig vom Zeitpunkt der letzten grundhaften Sanierung) = echte Ausgabe im Haushalt
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  • Substanzerhaltungsrcklage Berechnung angemessene Hhe der jhrlichen Zufhrung: 0,50 bis 1,00 pro m 3 umbauten Raumes des Kirchgebudes pro Jahr (abhngig von Einordnung der Kirche in groe, mittlere oder kleine Kirche) 10 Sakrales Zweckvermgen Kirchen und Kapellen nach 25 Jahren muss Grundstock vorhanden sein, der zusammen mit Frdermitteln und auerordentliche Zuweisungen die wesentlichen Erhaltungsmanahmen ermglicht Untersttzung durch Sakralgebudezuweisung in gestufter Hhe
  • Folie 11
  • Finanzielle Transparenz: wesentliche Neuerungen 11 Bisher keine Pflicht zur Rcklagenbildung keine Miete fr selbst genutzte Rume Verschleierung der tatschlichen finanziellen Situation! Neu Abbildung des Werteverzehrs durch Pflicht zur Bildung einer Substanzerhaltungsrcklage (Festlegung Mindesthhe) Substanzerhaltungsrcklage kalkulatorische Miete fr selbstgenutzte nichtsakrale Flchenkalkulatorische Miete Einbeziehung aller versteckten Kosten
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  • Kalkulatorische Mieten haushaltneutral kalkulatorische Miete als Einnahme im Gebudehaushalt fr alle von der KG selbst genutzten Rume kalkulatorische Miete als Ausgabe im Kirchgemeindehaushalt; Aufschlsselung auf jeweiligen Arbeitsbereich mglich Ziel: korrekte Abbildung der finanziellen Situation/Leistungsfhigkeit des Gebudes entspricht ortsblicher Vergleichsmiete 12
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  • 2. Schritt: Finanzielle Transparenz 13 Einnahmen Kirchgemeindehaushalt bisheriges System Ausgaben Substanzerhaltungs- rcklage Arbeitsbereich 1 Arbeitsbereich 2 Arbeitsbereich 3 Arbeitsbereich 4 Gebudehaushalt A Gebudehaushalt B Gebudehaushalt C Gebudehaushalt D Kalk. Miete Substanzerhaltungs- rcklage zustzliche Haushaltbelastung/Defizit Gebudehaushalt ausgeglichener Haushalt Kirchgemeindehaushalt neues System
  • Folie 14
  • 3. Schritt: Handlungsbedarf erkennen 14 Handlungsbedarf aus finanziellen Grnden besteht, wenn: Substanzerhaltungsrcklagen (unter Bercksichtigung der Sakralgebudezuweisung) zu Defizit im Haushalt fhren Sonderfall: bestehende Schuldendienste Gebude nicht solide bewirtschaftet werden knnen Instandhaltungsstau besteht Handlungsbedarf aus strukturellen Grnden besteht, wenn: berkapazitten vorhanden sind. Prognose der Gemeindegliederentwicklung beachten.
  • Folie 15
  • 4. Schritt: Konsolidierun4. Schritt: Konsolidierungsphase gsphase bis 2019: bestehender Schuldendienst kann auf die Substanzerhaltungsrcklage fr das betreffende Gebude angerechnet werden Entschuldung anstreben (Untersttzung durch landesk. Mittel mglich) ab 2020: bestehender Schuldendienst kann auf die Substanzerhaltungsrcklage fr das betreffende Gebude angerechnet werden, wenn das Gebude nach Auslaufen Schuldendienst rentabel ist mglichst vorzeitige Entschuldung (Untersttzung durch landesk. Mittel mglich) Neue Kredite: nur genehmigungsfhig, wenn Substanzerhaltungsrcklage und Schuldendienst aus dem Haushalt mglich 15 bestehende Schuldendienste
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  • 4. Schritt: Konsolidierungsphase (5 Jahre) 16 Stufenplan fr Substanzerhaltungsrcklage (Richtstze): 2015Rcklagenbildung nach Verfgbarkeit (freiwillige Eingangsphase) 2016mind. 20 % der Pflichthhe 2017mind. 35 % der Pflichthhe 2018mind. 50 % der Pflichthhe 2019mind. 75 % der Pflichthhe 2020100 % der Pflichthhe Gebudeeinnahmen gezielt erhhen (z. B. Angleichung Mietniveau an Umgebung, Erhhung Fremdvermietung) Ausgabenreduzierung (Energieeinsparungen) Nutzungskonzentrationen (Auslastung berprfen) Ausgaben des Gesamthaushalt berprfen / Priorittensetzung
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  • 5. Schritt: Verringerung der Gebudebaulast 17 notwendig, wenn Konsolidierung des Kirchgemeindehaushalts unter Beibehaltung des bisherigen Gebudebestandes nicht mglich ist Verringerung der Gebudebaulast durch: Einschrnkung der baulichen Erhaltung bestimmter Gebude (volle Nutzbarkeit i.R. des Zustandes) Abgabe im Wege des Erbbaurechtes/Verkaufs Prioritt hat die Erhaltung der Kirchen -> kein Verkauf Liste B
  • Folie 18
  • 5. Schritt: Verringerung der Gebudebaulast 18 Sakrales Vermgen (Kirchen und Kapellen) Finanzierungsvorrang Liste A
  • Folie 19
  • 5. Schritt: Verringerung der Gebudebaulast 19 Sakrales Vermgen (Kirchen und Kapellen) Liste A Liste B
  • Folie 20
  • 5. Schritt: Verringerung der Gebudebaulast 20 -Der Kategorie-1-Status wird auch dann gewahrt, wenn trotz aller Bemhungen die Substanzerhaltungsrcklage nicht in voller Hhe gebildet werden kann. -Zu Kirchspielen verbundene Kirchgemeinden drfen pro Kirchgemeinde eine Kategorie-1-Kirche besitzen Wichtig: -Nach dem 30.06.1998 vereinigte Kirchgemeinden knnen grundstzlich mehrere Kategorie-1-Kirchen benennen.
  • Folie 21
  • Sakralgebudezuweisung 21 LKA
  • Folie 22
  • 5. Schritt: Verringerung der Gebudelast Kirchgemeindevereinigungen nach dem 30.06.1998 22 Beispiel: Vereinigte Kirchgemeinde bestehend aus ehemals 3 Kirchgemeinden verfgt ber 4 Kirchen auf Antrag 3 Kategorie-1-Kirchen Kategorie-1-Kirchen Kategorie-3-Kirchen Kirche 1 Kirche 3 Kirche 2 Kirche 4 = fr alle 3 Kirchen der Kategorie 1 kann die Rcklage zu 100 % gebildet werden = Sakralgebudezuweisung fr Kategorie 1 jeweils i. H. v. 50 % der zu bildenden Substanzerhaltungsrcklage = fr die dritte der Kategorie 1 Kirchen kann die Rcklage nicht mehr zu 100 % gebildet werden Kirche 3 = bergang Kirche 3 in Kategorie 3; (Sakralgebudezuweisung i. H. v. 25 %) 50 % Zuwei- sung 25 % Zuwei- sung zu bildende Rcklage = 100 % zu bildende Rcklage = 25 % Eigen- anteil entfllt Eigen- anteil entfllt
  • Folie 23
  • 5. Schritt: Verringerung der Gebudebaulast 23 Nichtsakrales Zweckvermgen (Kirchgemeindehuser, Pfarrdienstwohnungen, Verwaltungsgebude)
  • Folie 24
  • 5. Schritt: Verringerung der Gebudebaulast 24 Fiskalvermgen (Gebude ohne kirchgemeindliche Nutzung)
  • Folie 25
  • 6. Dokumentation der Ergebnisse Einteilung der erfassten Gebude in Liste A oder B magebliche Entscheidungsgrnde nennen Liste B: weiterfhrende Manahmen angeben und

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