Paraschat Terumah

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Der wöchentliche Newsletter der Zentralen Orthodoxen Synagoge zu Berlin

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    Paraschat HaSchawua: Truma

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    Maran HaRaw Elijaschiw SaZal

    beim Schacharitgebet

    Bar Mizwa

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    Zentrale Orthodoxe Synagoge der Jdischen Gemeinde zu Berlin Joachimstaler Strae 13 Truma 06. Adar 5773 16. Februar 2013

    Liebe Freunde

    Gebets- und Lichtzndezeiten S. 5

    Purimparty am 23.02.2013 ab 19.00 Uhr, S. 3

    Foto: Angelika Wolter/pixelio.de

    Masal Tow zum 101. Geburtstag von Frau Willinger! S. 1

    Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, und ich werde unter ihnen wohnen (Schmot 25:8) S. 1

    Masal Tow zur Bar Mizwa von Netanel Gottlieb S. 2

    Diesen Erew Schabbat wieder: Unser traditioneller Kabbalat Schabbat! S. 4

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    Massechet Taanit 29a

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    Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, und ich

    werde unter ihnen wohnen (Schmot 25:8) Was fr ein Haus knntet ihr mir bauen (Jeschajah 66:1)

    Der Midrasch erzhlt, dass als der Ewige zu Mosche sagte: und macht mir ein Heiligtum, sich Mosche wunderte und sagte: Seine Herrlichkeit erfllt Himmel und Erde und er sagt mir: Macht mir ein Heiligtum! Die Kommentatoren der Schrift beschftigen sich mit diesem Gegenstand und versuchen wie Mosche, zu verste-hen, wie es sein kann, dass wir einerseits mit vollkom-menem Glauben daran glauben, dass der Ewige geistig ist und jenseits von Ort und Zeit und ER andererseits be-fiehlt, ihm ein Heiligtum zu errichten. Der Midrasch fhrt damit fort, dass der Ewige sagte: Ich werde hinabsteigen und meine Schechina (gttliche Einwohnung) innerhalb

    einer Quadratelle beschrnken (). Widerspricht diese Sache nicht der Aussage in den zehn Geboten Du sollst dir kein geschnitztes Bild und kein Abbild machen usw. (Schmot 20:4)? Die Antwort ist, dass der Ewige zwar absolut geistig ist, dass er aber kein Heiligtum fr sich erbittet, sondern fr das Volk Israel. Sie fragten nach einem Heiligtum: Herr der Welt, klagten die Kinder Israel, die Knige der Vlker haben Zelt, Tisch, Leuchter usw. Warum hast du das alles nicht? Da sagte er ihnen: Meine Kinder, sie sind Knige aus Fleisch und

    Blut, ich brauche das nicht (Midrasch). Ich brauche es nicht, aber das Volk Israel mchte etwas zur Veranschau-lichung, so ich bin einverstanden. Nicht Gtt braucht das Heiligtum, sondern der Mensch. Das Heiligtum ist ein Kompromiss zwischen der begrenzten Natur des Men-schen und der absoluten Wahrheit. Der Mensch braucht etwas zur Veranschaulichung, ein Heiligtum, zu dem er kommen und beten und sich durch die Opfer Gtt nhern

    kann. Doch muss man wissen, dass wir nicht vermgen, Gtt ein Haus zu bauen, wie es heit: Was fr ein Haus knntet ihr mir bauen (Jeschajah 66:1). Der Ewige braucht kein Haus. Der Tempel bzw. das Zelt-Heiligtum (Mischkan) sind eine Antenne, durch die wir uns mit dem Ewigen verbinden. Es steht nicht geschrieben, dass er in ihm, d.h. in dem Tempel wohnen wird, sondern: Und ich werde unter ihnen wohnen, das bedeutet: in dem Herzen eines jeden Einzelnen.

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    Herzlichst Masal Tow zum

    101. Geburtstag

    von Frau Willinger!

    Wir wnschen von Herzen viel Gesundheit, Naches und viel Freude mit der Familie und

    weiterhin viel Freude beim Unterrichten!

    (Frau Willinger gibt bis heute Klavierunterricht!)

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    Rcktritt des Papstes Liebe Freunde, im Judentum gibt es kein Amt wie das des Papstes. Das Volk Israel wird in allen Gene-rationen durch die groen Toragelehrten gelei-tet, die nicht ernannt werden oder sich selbst ernannt haben, sondern aufgrund der Kraft ihrer Gre in der Tora anerkannt werden. Man vernimmt ihre Auffassungen als Auffassung der Tora. Vor kurzem starb in Jerusalem Maran Ha-Raw Eljaschiw SaZal, der ber viele Jahre die grte Autoritt in der Welt der Tora war. Zu-vor war dies Raw Schach. Sie hatten ein langes Leben; sie wurden mehr als 100 Jahre alt.

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    Foto: bagal/pixelio.de

    Ein Mensch ohne Freunde ist so wie die

    linke ohne die rechte Hand

    Man fragte einen Weisen: Wen liebst du mehr, deinen Bruder oder deinen Freund?. Er antwortete: Ich liebe

    meinen Bruder, sofern er mein Freund ist.

    Rabbi Schlomo ibn Gabirol aus: Perlenauslese, Kapitel: Freunde

    Schuschan Purim Der Tag nach Purim (15. Adar) wird Schuschan Purim genannt, weil die Juden in der Hauptstadt Schuschan auch am 14. Adar gegen ihre Feinde kmpften und den Sieg am 15. Adar feierten. Daher feierte Schuschan alle Jahre Purim einen Tag nach dem allgemeinen Purimfest. Unsere Weisen sel. Andenkens setzten fest, dass nicht nur Schuschan, sondern auch alle anderen Stdte, die Schuschan hnlich sind, d.h., solche, die seit der Zeit Jehoschua bin Nuns von Mauern umgeben waren, Purim am 15. Adar feiern. Daher feiert man auch in Jerusalem Purim am 15. Adar.

    Begriffe im Judentum

    Sprichwort der Woche

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    Herzlichst Masal Tow zur Bar Mizwa von

    Netanel Gottlieb!

    Wir wnschen der ganzen Familie alles Gute, viel Gesundheit,

    Naches und Simche!

    Vielen Dank

    Wir danken

    Herrn Karl und Frau Sigal Ansorg

    fr den Kidusch am heiligen Schabbat anlsslich der Bar Mizwa von

    Netanel Gottlieb.

    Wir danken Ihnen und wnschen Ihnen viel Gesundheit, Naches

    und Simche

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    Rabbi Jacob Margalit Rabbi Jacob Margalit (gestorben 5261/1501) war Talmudgelehrter und eine allseits hochgeschtzte halachische Autoritt seiner Zeit. Er stammte aus Worms und wurde Stadtrabbiner in Nrnberg. Sein Hauptwerk Seder HaGet ( Regeln des Scheidungsbriefes) behandelt den Prozess der Scheidung, das Schreiben des Get und die Art und Weise der bergabe des Scheidungsbriefes. Dieses Buch ist in einer krzeren Variante bekannt, die ca. 1540 herausgegeben wurde. Die aschkenasischen Rabbiner benutzen dieses Buch bis zum heutigen Tag als Nachschlagewerk. : R. Margalit unterrichtete viele Schler, deren herausragendster R. Jacob Polak (gestorben 1530) war, der spter die jdische Gemeinde von Polen leitete. 1499, als die Juden aus Nrnberg ausgetrieben wurden, fand R. Margalit eine Zuflucht in der Stadt Regensburg. Er starb zwei Jahre spter am 18. Schwat 5261/1501. Seine Shne zogen weiter nach Osteuropa. R. Jizchak Margalit wurde Rabbiner von Prag, der Hauptstadt von Bhmen; der jngste Sohn, R.Schmuel Margalit, wurde Rabbiner von Warschau, der Haupstadt Gross-Polens.

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    Den Rabbiner gefragt

    Frage: Sind Frauen verpflichtet, die Lesung der Megilla zu hren? Antwort: Obwohl Frauen von zeitgebundenen Geboten befreit sind, sind sie trotzdem zum Hren der Megilla-lesung verpflichtet, weil auch sie bei jenem Wunder von Purim dabei waren. Man wollte das ganze Volk Israel tten, Mnner, Frauen und Kinder. Daher ist es ebenso eine Mizwa, die Kinder zum Hren der Megilla zu erziehen, obwohl sie noch nicht verpflichtet sind, die Gebote zu erfllen.

    Da sie weder ernannt waren, noch sich selbst ernannt hatten, konnten sie auch nicht zurck-treten. Das Volk Israel, das Volk der Tora, hat ei-ne direkte Verbindung mit dem Heiligen, geprie-sen sei sein Name. Jeder Mensch kann sich direkt an den Ewigen wenden. Er braucht keinen Ver-mittler. Es ist uns nach unserer Religion sogar verboten, uns eines Vermittlers zu bedienen. Ganz Israel sind Knigskinder (Massechet Schabbat 128a), Ihr seid Kinder des Ewigen, eures Gttes (Dwarim 14:1). Wer das Amt des Papstes erhlt, hat Macht und einen starken Einfluss auf die christliche Welt. Wir hoffen, dass als Nachfolger ein Mensch gewhlt wird, der Frieden, Verstndnis und Toleranz in der Welt mehren wird in einer Welt, die voller Kriege und Streitigkeiten ist. Ich erinnere mich gut an den Besuch von Papst Benedikt XVI. in der Synagoge in Kln. Der Papst zeigte trotz des Unterschieds im Glauben Freundschaft gegenber dem Volk Israel. Wir hoffen, dass der kommende Papst weiter in dieser Richtung gehen wird. Es mge der Wille des Ewigen sein, dass uns schnell und in unseren Tagen die vollkommene Erlsung mit dem Maschiach ben David be-schieden werden mge. Mit dem Segen der Tora, Rabbiner Yitshak und die Rebezzen Nechama Ehrenberg, sowie die Gabbaim der Synagoge.

    Sozialwerk

    Der Jdischen Gemeinde zu Berlin GmbH

    24 Stunden Rundumpflege

    Ambulante Hauspflege Ambulante Hauskrankenpflege

    mehrsprachiges und sicherheitsberprftes Personal

    David Mender bert Sie und Ihre

    Angehrigen.

    Tel. 030 321 35 68

    Purimparty am 23.02.2013

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    Wir lernen tglich eine Stunde HaDaf HaJomi in der Synagoge.

    Wann? Nach dem Mincha-Maarivgebet Leitung: Rabbiner Yitshak Ehrenberg!

    Rabbiner Yitshak Ehrenberg Talmud - Massechet Taanit: Jeden Schabbat 08:45 Uhr

    09:30 Uhr in der Eingangshalle der Synagoge Paraschat haSchawua. Tglich nach Schacharit in der

    Eingangshalle der Synagoge. Halacha aus dem Buch Chaje Adam. Tglich

    zwischen Mincha- und Arwitgebet in der Synagoge.

    Kantor Arie Zaloshinsky Tora und Talmud fr verschiedene Altersklassen: Tglich eine Stunde nach dem Schacharit- und zwei

    Stunden nach dem Mincha-Maariwgebet. Bitte bei Herrn Zaloshinsky anmelden (Tel.: 0176 311 744 93)

    Reuven Berenstein

    Neu: Wir lernen jeden Mittwoch um 18.00 Uhr Derech HaSchem (Der Weg des Schpfers)