Richtig schön! - 9783865919144

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Hier bekommst du eine Menge Tipps zu Themen wie Haarpflege, Schminken, Styling und clever Shoppen. Schön aussehen ist toll - aber nicht alles! Wahre Schönheit entwickelt sich, wenn du immer mehr lernst, du selbst zu sein, und Gott in deinem Leben immer mehr Raum gibst. Denn er hat dich einzigartig gemacht, unverwechselbar, unersetzlich. Dieses Buch zeigt dir, wie du deine Schönheit entdecken kannst. Du wirst sehen, dass das viel Spaß macht. Dabei geht es nicht nur um die äußere Schönheit, sondern auch um dein einzigartiges, inneres Wesen, das der Ursprung für deine wahre Schönheit ist.

Text of Richtig schön! - 9783865919144

  • Nancy Rue

    Dein Stil, dein Look, dein Leben

    richtig schn!

    Aus dem Englischen von Marion Achenbach

  • InhaltKapitel 1: Irgendwie muss es ja weitergehen 9

    Kapitel 2: Fhl dich wohl in deiner Haut! 27

    Kapitel 3: Coole Tipps frs Haarstyling 49

    Kapitel 4: Rasierer & Co 67

    Kapitel 5: Manikre und Pedikre 81

    Kapitel 6: Outfit und Styling 101

    Kapitel 7: Beauty-Flops 127

    Kapitel 8: Zeig mir, wie du aussiehst, und ich sag dir, wer du bist! 141

    Kapitel 9: Wahre Schnheit kommt von innen 161

  • Kapitel 1:

    Irgendwie muss es ja weitergehen

  • 11

    An dem Morgen, als Betty elf Jahre alt wurde, warf sie einen lan-gen, prfenden Blick in den Spiegel. Was sie dort sah, gefiel ihr berhaupt nicht.

    Eigenartig Erst gestern noch hatte sie dasselbe Gesicht im Spiegel betrachtet. Dabei hatte sie sich jedoch nicht viele Gedan-ken um ihre Sommersprossen, die blauen Augen und die honig-braunen Haare gemacht. Gestern war sie einfach nur Betty gewe-sen. Aber heute du lieber Himmel!

    War meine Nase schon immer so lang?, fragte sie sich entsetzt.Und was ist blo mit meinen Augen los? Irgendwie stehen die pltz

    lich enger zusammen ganz eindeutig!Betty betrachtete ihre Lippen. Wie schmal sie waren! Nicht so

    prall und sinnlich wie die der Mdchen auf dem Zeitschriftenpos-ter, das sie sich erst vor Kurzem bers Bett gehngt hatte. Genau genommen hatte sie nicht im Entferntesten hnlichkeit mit einem Model, noch nicht einmal mit den Trendsettern in der Schule, denen jeder hnlich sein wollte. Mit zusammengekniffenen Augen sah sie ihr Spiegelbild an.

    Ihre Haare waren nicht so schn lang, glnzend und krftig wie die von Mia.

    Ihre Zhne konnten nicht mit den strahlend weien und ge-raden Zhnen von Timo mithalten.

    Und wo um alles in der Welt kam dieser Pickel auf einmal her? Anna hatte berhaupt keine Pickel!

    Betty schnappte nach Luft und ging mit ihrem Gesicht noch n-her an den Spiegel heran. Das Mistvieh sa genau zwischen ihren Augenbrauen, leuchtend rot und hsslich. Tuschte sie sich oder wurde das Ding bei lngerer Betrachtung immer grer?

    Sie trat einen Schritt zurck, in der Hoffnung, dass es aus eini-ger Entfernung nicht mehr ganz so abscheulich aussah. Puste-kuchen! Das hssliche Etwas sah aus wie von einem Scheinwerfer beleuchtet, unbersehbar fr den Rest der Welt. Aber das war noch nicht alles. Aus dieser Entfernung blieb ihren Augen von Kopf bis Fu kein Detail mehr verborgen.

  • 12

    Betty sthnte. Oh, Mann, ich bin so was von hsslich!Das Mdchen im Spiegelbild sah in ihren Augen aus wie ein

    unfrmiges Schreckgespenst in einem viel zu kleinen T-Shirt und einer schlabbrigen kurzen Hose, aus der zwei Beine zum Vorschein kamen, die noch haariger waren als ein Cockerspaniel. Als Betty sich angeekelt die Hand vor den Mund hielt, fiel ihr Blick auf den froschgrnen Nagellack, den sie sich letzte Woche bei der Pyjama-party aufgetragen hatte. Seitdem hatte sie unablssig an ihren N-geln herumgekaut.

    Wie seh ich erst aus, wenn ich das Licht anmache?!, klagte Betty.

    Sie drehte ihrem Spiegelbild den Rcken zu und warf einen wehmtigen Blick auf die makellosen Gesichter der Girls auf dem Poster. Werde ich jemals auch so hbsch sein?, dachte sie traurig.

    Sie konnte sich nicht vorstellen, dass sie diese Frage irgendwann einmal bejahen wrde.

    Was nun?Was ist dir beim Lesen gerade durch den Kopf gegangen? Welche der folgenden Aussagen trifft da am ehesten auf dich zu?

    O Keine Ahnung, was das Problem ist. Ich stehe nur ganz selten vor dem Spiegel.

    O Hm, wenn ich in den Spiegel schaue, gefllt mir eigentlich ganz gut, was ich sehe.

    O Aber hallo! Ich wei genau, was Betty meint!

    Fast jedes Mdchen im Alter zwischen acht und zwlf Jahren macht sich Gedanken ber sein Aussehen mal mehr, mal weniger. Dein Aussehen ist ein wichtiger Teil deiner Individualitt. Sobald dir das bewusst wird, begibst du dich auf eine Reise. Dabei rennst du

  • 13

    entweder stndig zum Spiegel und findest immer irgendetwas, das nicht in Ordnung ist. Oder du machst ein Abenteuer daraus und entdeckst die wahre, absolute und unbestreitbare Schnheit, die jedes Mdchen besitzt auch du.

    Die Frage, wofr du dich entscheidest, ist leicht zu beantworten. Schlielich hltst du gerade dieses Buch in der Hand. Es soll dir helfen und dir zeigen, wie du dich auf den Weg machen und dei-ne Schnheit entdecken kannst. Du wirst sehen, dass du viel Spa dabei haben wirst. Dabei geht es nicht nur um die uere Schn-heit also um Haare, Haut und Kleidung , sondern auch um dein einzigartiges inneres Wesen, das der Ursprung fr deine wahre Schnheit ist. Aber dazu spter mehr.

    Bevor du dich in das Abenteuer strzt, solltest du zunchst ein-mal herausfinden, wo du gerade stehst. Weiter unten kannst du no-tieren, was du Betty sagen wrdest, wenn du neben ihr im Schlaf-zimmer stehen und sehen wrdest, wie sie leidet. Als Hilfe kannst du noch einmal nachsehen, welche Aussage du links angekreuzt hast. Deine Antworten sind weder falsch noch richtig. Schreib ein-fach offen und ehrlich auf, was du denkst. Falls du spter, nachdem du dieses Buch gelesen hast, deine Meinung ndern solltest, hast du am Ende dieses Buches die Mglichkeit, deine Gedanken noch einmal neu zu formulieren.

    Liebe Betty,

  • 14

    Info-EckeWenn du ber dein Aussehen nachdenkst, liegst du gedanklich wahrscheinlich irgendwo zwischen h, was ist noch mal ein Spie-gel? und Am liebsten wrde ich mir einen Sack ber den Kopf ziehen!. Was auch immer du ber Schnheit denkst aller Wahr-scheinlichkeit nach bist du nicht von selbst darauf gekommen, sondern deine Vorstellungen haben sich durch Aussagen in deinem Umfeld und durch deine persnlichen Beobachtungen entwickelt. Vielleicht hast du schon Bemerkungen gehrt wie:

    O Sie ist so was von dnn! Ich wnschte, ich wrde auchsoaussehen.

    O Ihre Haut ist perfekt. Sieh dir das mal an! Ich wette, diehat noch nie einen Pickel gehabt.

    O Lange blonde Haare und groe blaue Augen beneidenswert!

    O Die sieht aus wie ein Model. Wenn man so aussieht, dannist man beliebt.

    Wenn man die Leute so reden hrt, knnte man meinen, dass nur die Mdchen hbsch sind, die aussehen wie ein Strich in der Landschaft, die eine makellose Haut haben, lange blonde Haare und groe blaue Augen und die sich nur nach der allerneuesten Mode kleiden. Aber berleg mal, wie viele Mdchen und Frauen du kennst, die du hbsch findest. Entsprechen sie wirklich alle diesem Bild?

    Was ist mit deinerbestenFreundin? deinerLieblingslehrerin? deinercoolenTante,deinerCousine,derdugernehnlichsehen

    wrdest, und deiner Mutter?

  • 15

    Und, hallo was ist mit dir?

    Ja, du! All die Menschen, die dich mgen und lieb haben, kannst du nicht an einer Hand abzhlen. Es sind ganz bestimmt mehr als fnf Leute! Frag doch mal einen von ihnen, ob er dich hbsch findet. Garantiert wirst du zu hren bekommen: Du siehst ein-fach umwerfend aus! Oder so hnlich. Bei deiner Suche nach dei-ner eigenen Schnheit kommt es eigentlich nur darauf an, dass die Menschen, die dir in deinem Leben viel bedeuten, in der Lage sind, echte und einzigartige Schnheit zu erkennen. Dabei ist es egal, was andere darunter verstehen. Wie kommt ein Mdchen, das hbsch sein will, dann aber darauf, dass es aussehen muss wie das Covergirl von Bravo Girl?

    Wichtig!Wenn du wissen willst, ob ein Junge dich hbsch findet, stell ihm diese Frage niemals, wenn er noch nicht mindestens 25 ist. Eher kann er nmlich mit solchen Fragen noch nicht umgehen. Du wirst garantiert irgendeine blde Antwort bekommen, die vielleicht so-gar bedeutet, dass er dich mag. Besser ist, du fragst ihn erst gar nicht.

    Problem Nr. 1: Der Einfluss der Medien. Dazu gehren das In-ternet, Fernsehen, Filme, Reklame, Zeitschriften all das, wo-mit mglichst viele Menschen erreicht werden sollen. Die gut aussehenden Frauen (und Mnner), die dort zu sehen sind, sind zwar alle ganz unterschiedlich, aber sie haben eines gemeinsam: Sie sind perfekt. Ups halt! Ich meine, sie sehen perfekt aus. Aber wenn du einer von ihnen auerhalb des Studios begegnen wr-dest, knntest du sofort erkennen, dass auch sie, wie jeder andere Mensch, nicht ohne Makel sind: Sie haben Haare, die nicht richtig

  • 16

    liegen, vielleicht eine Zahnspange, die in einem scheinbar unbe-obachteten Moment in den Mund geschoben wird, vielleicht sogar einen Pickel. All diese Details kannst du in dem Werbespot oder auf der Filmleinwand natrlich nicht sehen. Das liegt zum einen daran, dass ein ganzes Team von Visagisten (so nennt man die Leu-te, die andere professionell stylen und schminken), Trainern und Kostmbildnern mit den Darstellern und Models beschftigt wa-ren, bevor diese vor die Kamera traten. Zum andern knnen Film-redakteure mithilfe digitaler Technik erstaunliche Tricks anwen-den. Nur ein paar Klicks in einem Computerprogramm und schon ist die nervige Haarstrhne oder der Riesenpickel verschwunden. Die Augen werden in Sekundenschnelle dunkler gemacht. Eine kleine Vernderung auf dem Bildschirm und schon sitzt das Kleid besser. Na, geht dir ein Licht auf? Cindy Crawford, ein berhmtes Model, hat einmal gesagt: Sogar ich wache morgens nicht auf und sehe sofort aus wie Cindy Crawford.

    Problem Nr. 2: Das Vorbild der Models. Vielleicht hast du schon einmal eine Ausgabe von Germanys next Topmodel gesehen und in deinen Augen sahen die Mdchen ziemlich perfekt aus. Die Frauen hatten nicht ein Gramm Fett am Krper Bevor du dir jetzt aber vorkommst wie ein Walross, weil du mit deinen zehn Jah-ren mehr wiegst als sie mit zwanzig, vergiss Folgendes nicht: Mo-dels sind von Natur aus eher dnn und sehr gro. Wenn sie dann in den Beruf einsteigen, mssen sie darauf achten, ihr Gewicht im-mer mglichst gering zu halten. Viele Models mssen stndig eine Dit einhalt