WCAG 2 - Die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte 2.0

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Präsentation des Vortrags bei der Stiftung «Zugang für alle» am 22. Oktober 2009 in Zürich (Schweiz). (Eine Transkription ist auf Anfrage erhältlich)

Text of WCAG 2 - Die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte 2.0

  • 1. WCAG 2.0 Die Richtlinien fr barrierefreie Webinhalte 2.0 Web Content Accessibility Guidlines 2.0 Access-for-all.ch 22.10.2009 Zugang fr alle Schweizerische Stiftung zurbehindertengerechten Technologienutzung Sven Jenzer, Interaction Designer MAS, Stiftung Zugang fr alle Kontakt: sven.jenzer@access-for-all.ch

2. Inhalt

  • Einleitung
  • Der Aufbau der WCAG 2
  • Konformittsbedingungen
  • Konformitt mit P028
  • WCAG 2 als Evaluationsinstrument
  • WCAG 1 und 2 Einige Unterschiede
  • WAI ARIA
  • Schlussbemerkung

3. Die Autoren der WCAG

  • Die Seite der WAI (Web Accessibility Initative)
  • http://www.w3.org/WAI/
  • Die aktuelle (noch inoffizielle) deutsche bersetzung bei:
  • http://wcag2.0-blog.de/2009-09-16/
  • How to meet WCAG 2.0
  • http://www.w3.org/WAI/WCAG20/quickref/Overview.php?introopt=N
  • Techniques for WCAG 2.0:
  • http://www.w3.org/TR/WCAG20-TECHS/

4.

  • Der Aufbau der WCAG 2
  • Richtlinien fr barrierefreie Webinhalte (WCAG) 2.0
  • (Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0)

5. Der Aufbau der WCAG 2 der Standard

  • Die Ebenen des W3C-Standards WCAG 2
  • Prinzipien (normativ)
  • Richtlinien (normativ)
  • Erfolgskriterien (normativ)
  • Ausreichende und empfohlene Techniken (informativ)
  • Wichtige Begriffe (normativ)
    • Konformitt
    • Webinhalts-Techniken (Baseline Assumption)
    • Barrierefreiheit untersttzend
    • Glossar
  • Die WCAG 2 wurden am 11. Dezember 2008 offizielle Empfehlung des W3C
  • Damit sind die WCAG 2 ein W3C-Standard mit international anerkannter Weisungskraft
  • (Kein internationaler DIN-Standard)

6. Der Aufbau der WCAG 2

  • 4 Prinzipien
  • Richtlinien
    • Erfolgskriterien
  • Konformitt

WCAG 2.0

  • Richtlinien
    • Erfolgskriterien
    • Techniken

WCAG erfllen

  • HTML, CSS, JS, ...
    • Anwendungs-Beispiele - Code-Beispiele - Testvorgehen

Techniken

  • Absicht
    • Vorteile f. Menschen m. Behinderung
    • Szenarien

Verstehen Normativer W3C-Standard Anpassbare Referenz Informativ, erweiterbar Informativ, erweiterbar 7. Die WCAG 2.0 Prinzipien

  • Wahrnehmbar (Perceivable) zum Beispiel durch Textalternativen fr Bilder, Untertitel fr Audio, Anpassbarkeit der Darstellung und Farbkontraste
  • Bedienbar (Operable) Maus- und Tastaturbedienung, Farbkontraste, Zeitbegrenzungen bei Eingaben, Navigierbarkeit
  • Verstndlich (Understandable) Lesbarkeit, Vorhersagbarkeit, Hilfen bei Fehlern und bei der Eingabe
  • Robust (Robust) durch Kompatibilitt mit Browsern und mit assistierenden Technologien

8. Prinzip 1: Wahrnehmbar

  • Informationen und Bestandteile der Benutzerschnittstelle mssen den Benutzern so prsentiert werden, dass diese sie wahrnehmen knnen.
  • Das Prinzip "wahrnehmbar" umfasst folgende einzelne Richtlinien:
  • 1.1. Stellen Sie Textalternativen fr alle Nicht-Text-Inhalte zur Verfgung, so dass diese in andere vom Benutzer bentigte Formen gendert werden knnen, wie zum Beispiel Groschrift, Braille, Symbole oder einfachere Sprache.
  • 1.2.Zeitbasierte Medien: Stellen Sie Alternativen fr zeitbasierte Medien zur Verfgung.
  • 1.3.Anpassbar: Erstellen Sie Inhalte, die auf verschiedene Arten dargestellt werden knnen (z.B. einfacheres Layout), ohne dass Informationen oder Struktur verloren gehen.
  • 1.4.Unterscheidbar: Machen Sie es Benutzern leichter, Inhalt zu sehen und zu hren einschlielich der Trennung von Vorder- und Hintergrund.

9. Prinzip 2: Bedienbar

  • Bestandteile der Benutzerschnittstelle und Navigation mssen bedienbar sein.
  • Das Prinzip "bedienbar" umfasst folgende einzelne Richtlinien:
  • 2.1.Per Tastatur zugnglich: Sorgen Sie dafr, dass alle Funktionalitten per Tastatur zugnglich sind.
  • 2.2.Ausreichend Zeit: Geben Sie den Benutzern ausreichend Zeit, Inhalte zu lesen und zu benutzen.
  • 2.3.Anflle: Gestalten Sie Inhalte nicht auf Arten, von denen bekannt ist, dass sie zu Anfllen fhren.
  • 2.4.Navigierbar: Stellen Sie Mittel zur Verfgung, um Benutzer dabei zu untersttzen zu navigieren, Inhalte zu finden und zu bestimmen, wo sie sich befinden.

10. Prinzip 3: Verstndlich

  • Informationen und die Bedienung der Benutzerschnittstelle mssen verstndlich sein.
  • Das Prinzip "verstndlich" umfasst folgende einzelne Richtlinien:
  • 3.1.Lesbar: Machen Sie Inhalt lesbar und verstndlich.
  • 3.2.Vorhersehbar: Sorgen Sie dafr, dass Webseiten vorhersehbar aussehen und funktionieren.
  • 3.3.Hilfestellung bei der Eingabe: Helfen Sie den Benutzern dabei, Fehler zu vermeiden und zu korrigieren.

11. Prinzip 4: Robust

  • Inhalte mssen robust genug sein, damit sie zuverlssig von einer groen Auswahl an Benutzeragenten einschlielich assistierender Techniken interpretiert werden knnen.
  • Das Prinzip "robust" umfasst folgende Richtlinie:
  • 4.1.Kompatibel: Maximieren Sie die Kompatibilitt mit aktuellen und zuknftigen Benutzeragenten, einschlielich assistierender Techniken

12. Beispiel einer Richtlinie und ihren Erfolgskriterien Alternativ-Text:Blindenfhrhund Leo Beispiel-Beurteilung Alternativtext von Bildern: 13. Beispiel einer Richtlinie und ihren Erfolgskriterien 14. Beispiel Richtlinie 1.1 und Erfolgskriterium 1.1.1 15. Erfolgskriterium 1.1.1 verstehen 16. Erfolgskriterium 1.1.1 erfllen

  • Sufficient Techniques
  • Advisory Techniques
  • Failures

17. Beispiel einer Technik fr EK 1.1.1

  • Jede Technik:
  • Beschrieb
  • Beispiele
  • Ressourcen

G = Generelle Techniken H = HTML Techniken S = Scripting Techniken T = Text Techniken A = ARIA Techniken F = Failures 18.

  • Demonstration
  • WCAG 2.0 deutsch:
  • http://wcag2.0-blog.de/2009-09-16/index.html
  • How to meet WCAG 2.0:
  • http://www.w3.org/WAI/WCAG20/quickref/Overview.php?introopt=N

19.

  • Konformittsbedingungen

20. Konformittsbedingungen

  • Konformittsstufen
  • Ganze Seiten
  • Vollstndiger Prozess
  • Barrierefreiheit untersttzend
  • Nicht strend

21. 1. Konformittsstufen

  • Eine der folgenden Stufen der Konformitt ist vollstndig erfllt.
  • Stufe A:Fr eine Konformitt auf Stufe A (die minimale Konformittsstufe) muss die Webseite alle Erfolgskriterien der Stufe A erfllen oder es wird eine konforme Alternativversion zur Verfgung gestellt.
  • Stufe AA:Fr eine Konformitt auf Stufe AA muss die Webseite alle Erfolgskriterien der Stufen A und AA erfllen oder es wird eine Stufe AA-konforme Alternativversion zur Verfgung gestellt.
  • Stufe AAA:Fr eine Konformitt auf Stufe AAA muss die Webseite alle Erfolgskriterien der Stufen A, AA und AAA erfllen oder es wird eine Stufe AAA-konforme Alternativversion zur Verfgung gestellt.

22. 2. Ganze Seiten

  • Konformitt (und Konformittsstufen) gelten nur fr (eine) ganze Webseite(n) und kann nicht erreicht werden, wenn ein Teil einer Webseite ausgeschlossen ist.
  • Anmerkungen:
  • Anmerkung 1: Zum Zweck der Bestimmung der Konformitt geltenAlternativenzu einem Teil der Inhalte einer Seite als Teil der Seite, wenn die Alternativen direkt von der Seite aus erreicht werden knnen, z.B. eine lange Beschreibung oder eine alternative Darstellung eines Videos.
  • Anmerkung 2: Autoren von Webseiten, die aufgrund von Inhalten, die auerhalb der Kontrolle des Autors liegen, nicht konform sein knnen, knnen eine Erklrungpartieller Konformittin Betracht ziehen.

23. 2.b. Partielle Konformitt Inhalte von Dritten

  • Wenn eine Seite dieses Typs berwacht und innerhalb von 2 Arbeitstagen repariert wird (nicht-konformer Inhalt wird entfernt oder konform gemacht), kann eine Konformitts-Erklrung gemacht werden. Eine Konformittserklrung kann nicht gemacht werden, wenn es nicht mglich ist, nicht-konforme Inhalte zu berwachen oder zu korrigieren; ODER
  • Man kann eine Erklrung partieller Konformitt abgeben, dass die Seite nicht konform ist, aber konform sein knnte, wenn bestimmte Teile entfernt wrden. Die Form dieser Erklrung wre: Diese Seite ist nicht konform, wre aber konform zu WCAG 2.0 auf Stufe X, wenn die folgenden Teile aus unkontrollierten Quellen entfernt wrden. In der Erklrung partieller Konformitt wird beschrieben:
    • Es handelt sichnicht um Inhalt, welcher der Kontrolle des Autors unterliegt .