Beitrag zur Physiologie des Ohres

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    19-Aug-2016

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  • XVil.

    Beitrag zur Physiologic des 0hres. Von

    Dr. Hess le r in Halle a/S.

    H ensen sagt in seiner Physiologic des Geh~rs (Handbueh der Physiologic yon Hermann, III. 2. S. 26) bei der Abhand- lung der cranio-tympanalen Leitung: , An den Geh~rgang kntipft sieh eine far die Lehre yon der Kopfknoehenleitung wichtige Erf~hrung. Wenn man eine schwingende, ziemlich dicht an das Ohr gehaltene Stimmgabel eben night mehr hSrt, bemerkt man den Ton wieder, wenn man ihren Stiel an die Z~hne setzt, ver- sehwindet dann der Ton, so h~rt man ihn yon Neuem, wenn man den Geh~rgang eines Ohres sehliesst und zwar in diesem Ohre (R in n e, Prager Vierteljahrsschrift far praktisehe Medicin. I. 1855. S. 72); verklingt er aueh dann, so tritt er noch wieder auf, wenn der entsprechend gefbrmte Stiel in den Geh~rgang hincingesehoben wird. ,Besonders den ersten Theft dieser Ver- suche wiederholte ich mehrt~ch, zu verschiedenen Tageszeiten und sowohl mit dem rcehten, als dem linken 0hre, konnte ihu aber keineswegs best~tigen. Als Tonquelle benutzte ich die Stimmgabel c ~ 256 Schwingunffen in der Secunde. Stets be- kam ieh dasselbe Resultat: war der Eigenton der zwischen den Z~hnen gehaltenen sehwingenden Stimmgabel vollst~ndig ver- klungen und unh~rbar geworden, hSrte ich ihn ungef~hr noch eine Minute l~tnger, wenn ich sofbrt die Stimmgabel vor ein Ohr hielt und austSnen liess. Unsere Befunde widerspraehen sich direct. Da ich nun glaubte, dass vieIleieht an der Methode dieser meiner Versuche gewisse Vorsichtsmaassregeln unberiicksichtigt ffeblieben w~ren, schlug ieh die Originalarbeit yon R i n n e nach. Ich war nicht wenig erstaunt dartlber~ dass ich hier die beztig- lichen Beobachtungen gerade umgekehrt angegeben fand~ als sic

    Archly f, Ohrenht~ilkunde. xvn I . Bd. 16

  • 228 XVII. HESSLER

    yon Hen sen citirt waren. R inne sagt: Ein leicht anzustellen- tier Versuch zeigt uns, in welchem Grade die Leitung durch die Schadelknochen slbst ftir Tiine, die dureh Sehwingungen eines festen Kiirpers entstehen und unmittelbar auf das feste Skelet iibertragen werden, hinter der normalen Leitung durch Luft~ Trommelfell etc. zurticksteht. Ich stemme eine durch Anschlagen zum Ttinen gebraehte Stimmgabel gegen die oberen Schneide- ztihne und lasse sie in dieser Lage bis zu dem Momente, wo der im Anfange sehr klare Ton ftir mieh unhtirbar wird. Jetzt bringe ich die Stimmgabel vor das tiussere Ohr und h~ire auf's Neue den Ton mit grosser Intensitiit. Erst naeh geraumer Zeit verklingt derselbe aueh hier. Bei allen Personen mit gesundem Ohr~ bei denen ieh diesen Versueh wiederholte, war der Erfolg derselbe. Gegen die unteren Sehneidezi~hne gesetzt, wird die Stimmgabel etwas liinger geh(irt~ aber aueh hier merklieh ktlrzere Zeit, als wenn wir sic dem ~iusseren Gehiirgange geffentiber abklingen lassen. Diese bei dem Durehgange tier Sehallwellen durch das Unterkiefergelenk bemerkenswerthe Thatsaehe erkllirt sigh durch die stabfiirmige Bildung des Unterkiefers und die Lage des Ge- lenkes in der N~he des Ohres. 1)

    Also hatten meine Versuche die Beobachtungen R inne's vollstRndig bestiitigt. Aber weder bier noch in dcr tibrigen Lite- ratur land ieh genauere Angaben dariiber, wie lange im Verh~lt- hiss zur Luftleitung die T(ine absehwingender Stimmgabeln yon verschiedenen Punkten der Kopfknoehen geh(irt werden. Nur bei Hensen findet sieh ebendort in einer Anmerkung die folgende Angabe: , Eine Stimmgabel yon 1000 Schwingungen hSre ich z. B. an den Z~hnen 4", nach Sehluss des 0hres weitere 4", in den Gehi~rgang gesehoben noch 1--3". Das Ohr muss nattirlich ge- sund sein, auch ist zu bemerken, dass im Alter sigh diese Wahr- nehmungen versehleehtern." Im Verlaufe des letzten Sommer- semesters habe ieh versueht, diese Verhi~ltnisse des physiologi- schen Hiirens nliher zu untGrsuchen und erlaube mir im Folgenden die Resultate meiner Beobaehtungen mitzutheilen. Benutzt habe ich hierzu so viel Stimmgabeln, als iGh gerade in meinem Be- sitze habe. Diese sind:

    1) Nach Abschluss dieser Arbeit machte reich Herr Prof. Schwar tze darauf aufmerksam, dass bereits L u c a e in seiner Bespreehung yon H e n s e n 's Physiologie des GehSrs (Archiv f. Ohrenheilkunde XVI. S. 88) diesen Irrthum H ensen 's widerlegt und sich durch 7j~hrige Erfahrung an Gesunden und Kranken yon der Richtigkeit der Angaben R inn e's tiberzeugt hat.

  • Beitrag zur Physiologie des Ohres. 229

    c ~ 128 Sehwingungen in der Secunde e r ~ 256 , , , , e rr -~- 512 , , , , c "t ~--- 1024 , , , , emr~ 2048 , , , ,

    Dieselben sind yore Mechanicus Wesselhtift hierselbst ge- arbeitet und nach einer Koen ig ' sehen Stimmgabel c r - - - 256 Schwingungen in der Secunde abgestimmt worden. Sie sind ganz genau gearbeitet und ergeben keinerlei Sshwebungen, wcnn man mehrere derselben anschl~igt und zusammen ausschwingen l~isst. ]hr Stiel ist verschieden lang~ um bei der versehiedenen Lange und Schwere der Gabsln sine gate Handhabe zum Halten zu ge- w~ihren, sonst gleish dick bei allen. Ebenso sind ihre Zinken gleiehm~issig dick and breit oben an ihrer Spitze und am Bogen tiber dem Stiele. Die im Folgenden angegebenc L~tnge ihrer Zinken ist yon der Spitze dersclben his zum innsren Rande ihrer Bogen gsmessen. Die 1V[aasse sind genau angegeben, um eventasll die Resultats meinsr Untersuchungen nut mit dcnselben Stimm- gabeln prtifen zu lassen, da eben Stimmgabeln mit demselben Grundton doch vsrschiedene Gestalt bssitzcn und vislleicht da- durch eine verscbiedene Schwingungsdauer haben ktinnen.

    Die Zinken yon c ~ 12S Schwingungen in dsr Secunde sind 2:i~3 Cm. lang', I Cm. dick~ 1,9 Cm. breit.

    Die Zinken yon d ---~ 256 Schwingungen in der Secunde sind 14~6 Cm. lang, 0~6 Cm. dick, 1~45 Cm. breit.

    Die Zinken yon c"-----512 Schwingungen ill der Secunde sind 10,2 Cm. lang, 0,55 Cm. dick~ 1,3 Cm. breit.

    Die Zinken yon d'~--- 1024 Schwingungen in dsr Secunde sind (*~8 Cm. lang, 0~54 Cm. dick, 1,2 Cm. breit.

    Die Zinken yon c"'---~ 2048 Schwingungen in der Secunde sind 5 Cm. lang, 0,(;0 Cm. dick~ 1,2 Cm. breit.

    lMit dicsen Stimmgabeln stellte ich die folgenden 4 Versuchs- reihen an:

    In der 1. Versuchsre ihe nahm ich die mittelstark and an ihrer S1)itze angeschlagene Sfimmgabel lest zwischen die Z~thne und liess hier ihren Ton vollstiindig ausschwingen und unht~rbar werdcn; dana brachte ich die noch schwingende Stimmgabel dieht an das Ohr und liess sie auch hier ganz ausklingen. Dann notirte ich miiglichst genan dig Anzahl der Secunden~ um welche ich bei letzterer Prilfung den Stimmgabelton langsr als durch die Z~thne gchSrt hatte.

    16"

  • 230 XVII. HESSLER

    In der II. V e r s u e h s r e i h e hielt ich ebenfalls zuerst die Stimmgabel lest zwischen den Z~hnen, bis der Ton vSllst~ndig unh~rbar gewol'den war, dann steckte ich ihren Griff m~glichst tier in den rechten Geh~r~ang hinein. SoMe ich auch hier den Ton nicht mehr h~rte, sah 'ich nach der Uhr und konnte so genau bestimmen, um wie viel Secunden ich so den Ton l~nger gehiJrt hatte.

    In der III. V e r s u e h s r e ih e hielt ich wieder die Stimmgabel zwischen den Z~hnen fest~ his sie ganz ansgeklungen war. In diesem Moment bemerkte ich genau den Stand tier Uhr. Nun verstopfte ich beide Geh~rg~nge gleichm~ssig mit Wattepfr~pfen, die ich noch mit zwei Fingern festhielt, und so wie auch hier der Ton verklungen war, notirte ich die Differenz in tier Zeit.

    In der IV. Versuchsre ihe hielt ich die Stimmgabel zuerst dicht am reehten Ohre~ bis ihr Ton unh~rbar geworden war, dann hielt ich sie mit ihrem Stiel m~glichst fest in den Geh~r- gang hinein, his sie auch hier vollstandig ausgeklungen war und notirte nun die Anzahl der Secunden, um welche ich den Ton yon der letzteren Stelle langer als vom Ohre geh~rt hatte.

    Wenige Versuehe gentigten, reich davon zu iiberzeugen, dass die Stimmgabel e"" in der beschriebenen Form zu dem gedachten Zwecke unbrauchbar war. Einmal schwang sie iiberhaupt nur kurze Zeit, wenn ieh sic dicht an's Ohr hielt. Sowie ich sie ferner zwischen die Z~ihne nahm und festhielt, ftihlte ich, dass hierdurch wie mit einem Schlage die dem Stiel mitgetheilten Schwingungen der Stimmgabel gehemmt wurden. In Folge dessert war der Ton meistens sofort ausgeklungen, oder wenigstens nach 2--3 Secunden, je naehdem ich ihren Stiel mit den Z~hnen mehr oder weniger festhielt. Hielt ich'ihn in den Gehi~rgang, klang die Stimmgabel langsamer aus, weil sie weniger lest yon dem weiteren Geh~rgange eingeklemmt wurde. Sobald ieh nun den Unterkiefer fest an den Oberkiefer andrtickte und mehr gegen die Seite verschob, in welcher die Stimmgabel eingelegt war, desto schneller wurde der Ton unh~rbar. Legte ich sie endlich gegen die obere Zahnreihe allein, fllhlte ich im Augenblicke des Anlegens die Schwingungen der Stimmgabel sehr gehemmt und h~rte den Ton schnell ausklingen. In Folge dessen beschr~inken sich meine Untersuchungen nur auf die vier ersten Stimmgabel- t~ne. Da ich beabsichtige, zuerst einzelne Vorsichtsmaassregeln und die allgemeinen Beobaehtungen zu besprechen, die ich bei diesen Versuchen gemacht habe, und erst sparer n~her auf die

  • Beitrag zur Physiologie des Ohres. 231

    Resultate einzugehen gedenke, halte ieh kS far geeigneter, dig letzteren in der Reihenfolge zu bringen, die yon mir dabei inne- gehalten ~worden war. Hiernaeh folgen sie in der Art, dass an jeder Stimmgabet die vier versehiedenen Vel~uchsreihen gleieh naeh einander angefUhrt werden. Die rSmisehen Zahlen am Kopfe der Tabelle bezeiehnen die Versuehsreihen und die anderen Zahlen die Differenz in der HSrzeit far die zwei in den Ver- suehsreihen angeftihrten Stellen.

    Die Angaben beziehen sieh in allen Tabellen nm- auf das rechte Ohr, das ieh gew~thlt habe~ weil ieh mit der rechten Hand geschikter bin im Halten der Stimmgabeln.

    Tabe l le A. c ~ 128 Schw. i. S.

    I . I I . I I I . IV .

    l l

    13

    1I

    13

    ]2

    13

    I3

    t3

    13

    13

    [2

    12

    13

    12

    13

    13

    13

    13

    13

    13

    12

    13

    Secunden

    Sec. in 15 %

    ,. ., 20,,

    . , 65 .

    23 Secunden

    23

    23

    25

    24 , .

    2l ,,

    24

    20 ,,

    21

    22

    22

    24

    25

    22

    22 ,.

    24 .. 24 .

    23 .,

    2() ,,

    22

    S SeClllld,~

    8 $

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    9

    7

    7

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    8

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    7

    7

    7

    2O

    22 ,,

    23

    23

    21

    24

    22

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    24

    24

    21 ,,

    23

    24

    22 ~,

    21 ..

    22 ,,

    22 .,.

    22

    21

    23

    2~} Sec. in 10/o 7 Sec. in 45% 20 See. in

    21 ,, 10 ;.

    22 . . . . 25 .

    23 ,, 20 ,,

    24 , . 25 ,.

    25 . I0 . ,

    . 50 ,,

    9 . 5, .

    5 o/~

    21 . 25 .

    22 . . . . 25 ,,

    23 ,, ,, 25 ,.

    24 ,, 20 ,.

  • 232 XVII. ttESSLER

    Tabello B. c'~--~ 256 Schw. i. S.

    I . I I . I I I .

    65 8ecunden

    66

    65

    67

    65 ,,

    65

    65 ,,

    65

    66 ,.

    67

    66 ,,

    66 ,,

    66 ,,

    65 ,,

    67 ,,

    65 ,.

    66

    67

    65 ,,

    66 ,,

    65 Sec , in 45 %

    66 . ,, 40 .

    67 . . 35 .

    69 Secunden

    69 ,,

    67

    67

    68 ,,

    69 ,,

    67

    6~

    69 ,.

    68

    69

    68

    69 ,,

    69 ,,

    67

    69 ,,

    67

    69 ,.

    67 ,,

    68 ,,

    67 Sec . in 30 %

    68 ,, . 25 ,,

    69 ,, ,, 45 ,,

    39 Secundea

    39

    39

    37

    37 ,,

    37

    39

    37

    38

    39 ,,

    38 ,,

    37 ,,

    39

    37

    37

    38 ,,

    38 ,,

    37 ,,

    39 ,,

    3~ ,,

    37 Sec . in 40 ~o

    38 . . . . 25 ,,

    39 . . . . 35 ,,

    Es fehlt in dieser Tabelle die IV. Beobachtungsreihe, in welcher untersucht werden soll, wie lange man den Stimmgabel- ton, wenn er dicht am Ohre ausgeklungen ist~ noch hSrt, wenn man die noch schwingende Stimmgabet tief in den Geh~irgang hineinsteckt, und dort ausschwingen li~sst. Stellte ich in dieser Reiheniblge den Versuch an, land ich jedes Mal, dass der Ton verschwunden war, wenn ich die Stimmgabel yore Ohre weg- nahm und in den GehSrgang hineinstreckte. Manchmal schien es mir, als ob ich hier doch noch den Ton h~rte; aber vielfach~ und besonders zur ~achtzeit, also in der gr(isstm~iglichsten Ruhe wiederholte Versuche iiberzeugten reich, dass der Stimmgabelton auch hier wirklich unh~rbar geworden war. Es war noch die M~iglichkeit gegeben, dass bei umgekehrter Versuchsanordnung sich ein befi'iedigendes Resultat ergeben werde. Sowie ich nun den Ton der in den Geh~irgang hineingesteckten Stimmgabel nieht mehr hiirte, hielt ich dieselbe miifflichst nahe an's rechte 0hr

  • Beitrag zur Physiologie des Ohres. 233

    heran. Aber aueh so war der Ton gleiehzeitig an beiden Stelleu unh0rbar geworden, und dieses Resultat war das gleiehe bei min- destens 20 Controtversuchen.

    Wenn man versehieden starke Messingklemmen an versehie- dene Stellen der Zinken anschraubt~ kann man den Ton der Stimmgabel bis zur tieferen Octave herab beliebig tiefer stimmen. Ich brachte solche Messingklemmen an die Stimmgabel e r an, so dass ieh die TOne A and F erhielt. Stellte ich mit diesen beiden Ttinen die letzten beiden Versuehsreihen an, bekam ich stets auch dasselbe Resultat. Bedenkt man abet, dass dieselbgn doch nur mit ein and derselben Stimmgabel, welehe nur be- stimmten Schwingungsverha, ltnissen unterworfen ist, angesteIlt sind~ wird es nicht Wunder nehmen kOnnen, dass die letzten Ergebnisse die gleichen wie die frtiheren waren. Vielleicht wtir- den dieselben anders ausfallen~ wenn mit den A und F gebenden Stimmgabeln experimentirt wtirde. Ich bedauere~ dieselben nieht zu bcsitzen and deshalb die vorliegende Frage nicht in der ge- wtinsehteu Weise untersuchen und entscheiden zu kOnnen.

    Aber noch ein Moment spricht daftir, dass der Ton d an den beiden Stetlen der Versuehsreihe IV gleichzeitig ausgeklungea geh~h't Werden muss. LOsst man nihnIich eine Stimmgabel atl- miihlich his zum v011igen Verschwinden des Tons ausklingen, so nimmt der Ton aicht gleichmassig an Intensitat immer mehr und mehr ab, sondern der Verlauf ist angefOhr iblgender: Anfimgs tOnen dis Stimmgabeln ununterbrochen, schwacher nnd schwaeher werdcnd; dana kommt ein verschieden langer, yon der Intensit~t der Sehwingungen nnd der Dicke der Stimmgabeln abhitngiger Zeitat)schnitt, in welchem die TOne wellenf6rmig starker an- schwellen and abwechselnd damit abschwellen. Dieser Wechsel der Tonstiirke 5ndert im weitercn Verlaufe seinen Rhythmus gar nicht und ist stets isochronisch mit dem Herzschlage. Sp~tterhin kommt nurder Wellenberg zur Perception, w~ihrend das Welleu- thal des Tones mehr nnd mehr versehwindet and unhOrbar wird. Schliesslieh wird auch veto Wellenberge nur noeh der Tontheil gehOrt, der seiaer Spitze entspl'ieht - - and die Pause, in welcher der Stimmgabelton g'ar nieht mehr gehiirt wird, wird immer grOsser and deutlicher. Sehliesslich h(irt man bei gespannter Auflnerksamkeit nur noeh, dass das gewtihnliche Tagesger~tusch cinen Timbre erhitlt, der dem Stimmgabeltou entspricht --, end- lich ist auch dieses verschwunden and man htirt gar nichts mehr. Dieseu rhythmisehen Wechset der Tonstarke h~rt man besonders

  • 234 XIL HESSLEK

    leieht, wenn man die Stimmgabel entweder direct in den GehSr- gang steckt, oder zwlsehen den ZAhnen h~lt und beide GehSr- gauge mit Watte verstopft hat. Diese Erseheinung ist bereits M a e h bekannt, denn er sagt-(Ueber einige der physiologisehen Akustik angeh~rige Erseheinungen. Sitzungsberiehte der kaiserl. Acad. der Wissenscb. zu Wien. 1865. 50. Bd. I u. II. S: 342): ,Bei Versehluss der GehSrgAnge bemerkt man abwcehselnd ein leichtes Anschwellen und Na...

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