Pflege und P¤dagogik - ph- ?_WS_Pflege...  Mit welcher fachlichen Kompetenz erm¶glicht P¤dagogik

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  • 1

    Pflege und Pdagogikein Spannungsverhltnis!?

    Theo Klau

    Workshop Marburg

    21. 09.2017

  • 2

    Inhalt

    Weshalb befassen wir uns mit Pflege und Pdagogik?

    Was ist Pflege? Was ist Pdagogik/Andragogik? Gemeinsamkeiten und unterschiedliche

    Kompetenzen von Pflege und Pdagogik: Worin begrndet sich ihr Spannungsverhltnis?

    Der Anspruch einer teilhabeorientierten Pflege

    Arbeitsteilung und Kooperation zwischen den Professionen

  • 3

    (Weshalb) Gibt es ein Spannungsverhltnis zwischen Pflege und Pdagogik? Wenn man Leistungen der

    Pflege und der EGH trennen kann, muss man klren, was diese unterscheidet und welche davon die Menschen bentigen.

    Leistungs-/Kostentrger knn(t)en bei manchen Menschen davon ausgehen, diese brauchten nur Pflege - und sich von deren Kosten entlasten.

    Weshalb befassen wir uns mit Pflege und Pdagogik?

  • 4

    Vorstellung: Ihr Hintergrund? Erfahrungen mit beiden Professionen?

    Nehmen Sie ein Spannungsverhltnis wahr? Wenn ja, woher rhrt es? Braucht die Pdagogik/Andragogik eine Ergnzung

    durch pflegerische Kompetenz!?

    (Wie) werden Pflegekrfte einbezogen? Wer hat das Sagen?

    Gibt es Spannungen wegen unterschiedlicher Qualifikationen, Prioritten, Zielen, Vorstellungen und Haltungen?

    Weshalb befassen wir uns mit Pflege und Pdagogik?

  • 5

    Wer von Ihnen ist pflege-bedrftig? Niemand?

    Der Pflegebedarf aller Menschen Selbst- und Fremdpflege Wer ist pflegebedrftig?

    Selbstpflegedefizit Professionelle Pflege

    Allgemeine und Behandlungspflege Fr alle Menschen: Allgemeine oder

    Universelle Pflege (inkl. Grundpflege) Nur bei Krankheit:

    Behandlungs- oder Krankenpflege

    Was ist Pflege?

  • 6

    Worum geht es (bei) der Pflege? Nur Satt-und-sauber-Pflege?

    Pflege aus der Perspektiveder Pflegeversicherung

    Handlungskonzepte der Pflege

  • 7

    Begutachtungskriterien der Pflegeversicherung

    z. B. den Tagesablauf selbststndig gestalten zu knnen; mit anderen Menschen in direkten Kontakt zu treten oder Gesprchskreise ohne Hilfe aufsuchen zu knnen

    Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

    z. B. die Fhigkeit, Medikamente selbst einnehmen zu knnen; Blutzuckermessungen selbst durchzufhren und deuten zu knnen; gut mit einer Prothese oder einem Rollator zurechtzukommen; selbststndige Arztbesuche

    Bewltigung von und selbststndiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen

    z. B. selbststndiges Waschen und Anziehen, Essen und Trinken, selbststndige Benutzung der Toilette

    Selbstversorgung

    z. B. Unruhe in der Nacht, ngste und Aggressionen, die fr den Betroffenen selbst und andere belastend sind, Abwehr pflegerischer Manahmen

    Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

    Verstehen und Sprechen, Orientierung zu Ort und Zeit, Sachverhalte begreifen, Risiken erkennen, andere Menschen im Gesprch verstehen

    Kognitive und kommunikative Fhigkeiten

    krperliche Beweglichkeit, z. B. morgens vom Bett aufstehen und ins Bad gehen; Fortbewegen innerhalb der Wohnung, des Wohnbereichs oder Treppensteigen

    Mobilitt

  • 8

    Pflege aus der Perspektive der ICF

    Handlungskonzepte der Pflege

    Sorge fr den

    Organismus

    Sorge fr gesundheitlich

    bedingte Beeintrchtigungen der Selbstndigkeit

    oder der Fhigkeiten

    Sorge fr den

    Organismus

  • 9

    Was kennzeichnet Pflege in der Praxis? Was vermittelten Qualifikation und Ausbildungen?

    Wofr reicht das Geld?

    Was zhlt in der Pflegedokumentation?

    Was erscheint prioritr bei Personalknappheit?

    Handlungskonzepte der Pflege

  • 10

    Gilt fr die Pdagogik das Gleiche wie fr die Pflege?

    Wer von Ihnen ist ohne Pdagogik aufgewachsen?

    Wer nutzt Pdagogik/Andragogik noch heute?

    Teilhabe/Pdagogik aus der Perspektive der ICF

    Der Bedarf an Pdagogik/Andragogik als Teilhabeermglichung fr alle Menschen

    Teilhabe in allen Lebensbereichen als pdagogische Aufgabe

    Was ist Pdagogik/Andragogik?

  • 11

    Pdagogik aus der Perspektive der ICF

    Was ist Pdagogik/Andragogik?

    Sorge fr den

    Organismus

    Sorge fr gesundheitlich

    bedingte Beeintrchtigungen der Selbstndigkeit

    oder der Fhigkeiten

    Frderung von Kompetenzen und Assistenz

    Ziel: Teilhabe

    (capacity)

    Bedingungen fr Teilhabe

    schaffen (performance)

  • 12

    Pdagogik hat die Aufgabe, Teilhabe zu ermglichen, das gilt fr alle Menschen Behinderung = Hinderung an der Teilhabe Pdagogik ermglicht Menschen mit Behinderung Teilhabe = realisiert EGH

    Sie folgt dabei Prinzipien: Normalisierungsprinzip Inklusion und Integration Selbstbestimmung und

    Empowerment Teilhabe

    Was ist Pdagogik/Andragogik?

  • 13

    Teilhabe in allen Lebensbereichen als pd. Aufgabe

    BTHG: Bedarfsermittlung muss sich an den Lebensbereichen (Domnen) der ICF orientieren vs. Leistungsbereiche

    Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben

    [Assist./ soz. TH],

    Freizeitgestaltung einschlielich

    sportlicher Aktivitten [Assist./ soz. TH]

    Erstattung von angemessenen Aufwendungen bei Ausbung eines Ehrenamts

    Gemeinschafts-, soziales und

    staatsbrgerliches Leben (9)

    (Gemeinschaftsleben, Erholung und Freizeit,

    Religion und Spiritualitt, Menschenrechte,

    Politisches Leben und Staatsbrgerschaft, Leben

    in der Gemeinschaft, soziales und

    staatsbrgerliches Leben)

    Wirtschaftliches Leben (Bed. LB 8)

    Leistungen zur Teilhabe am ArbeitslebenArbeit und Beschftigung (Bed. LB 8)

    Leistungen zur Teilhabe an BildungErziehung/Bildung (Bed. LB 8)

    Gestaltung sozialer Beziehungen, [Assist./ soz. TH]Interpersonelle Interaktionen u. Beziehungen (7)

    Leistungen fr Wohnraum [soz. TH]

    Die persnliche Lebensplanung [Assist./ soz. TH]

    Husliches Leben (6)

    allgemeine Erledigungen des Alltags (wie Haushaltsfhrung), [Assist./ soz. TH]

    Hilfsmittel

    Selbstversorgung (5)

    Leistungen zur Mobilitt [soz. TH]Mobilitt (4)

    Leistungen zur Frderung der Verstndigung [soz. TH]

    Verstndigung mit der Umwelt. [Assist./ soz. TH]

    Kommunikation (3)

    Leistungen zum Erwerb und Erhalt praktischer Kenntnisse und Fhigkeiten [soz.

    TH]

    Lernen und Wissensanwendung (1)

    BTHGICF

  • 14

    Was ist Pdagogik/Andragogik? Pdagogische Handlungskonzepte

    Mit welcher fachlichen Kompetenz ermglicht Pdagogik Teilhabe in allen Lebensbereichen?

    Welche Konzepte, Handlungsanstze etc. kennen Sie, die fr die ICF -Lebensbereiche relevant sind und pdagogische Professionalitt ausmachen?

    Bewusste sinnliche Wahrnehmungen (Zuschauen, Zuhren )

    Elementares Lernen (Nachmachen; ben; Lesen, Schreiben, Rechnen lernen; Fertigkeiten aneignen; Elementares Lernen )

    Wissensanwendung (Aufmerksamkeit fokussieren; Denken; Lesen; Schreiben; Rechnen; Probleme lsen; Entscheidungen treffen; Lernen und Wissen anwenden)

    Lernen und Wissens-anwendung

    Pd. Konzepte, HandlungsanstzeDetailsLebensbereich

    Einzelaufgabe bernehmen

    Mehrfachaufgaben bernehmen

    tgliche Routine durchfhren

    mit Stress und anderen psychischen Anforderungen umgehen

    Allgemeine Aufgaben und Anforderungen

    Pd. Konzepte, HandlungsanstzeDetailsLebensbereich

  • 15

    Was ist Pdagogik/Andragogik? Pdagogische Handlungskonzepte

    Mit welcher fachlichen Kompetenz ermglicht Pdagogik Teilhabe in allen Lebensbereichen?

    Welche Konzepte, Handlungsanstze etc. kennen Sie, die fr die ICF -Lebensbereiche relevant sind und pdagogische Professionalitt ausmachen?

    Kommunizieren als Empfnger

    ... gesprochener Mitteilungen

    ... non-verbaler Mitteilungen; von Mitteilungen in Gebrdensprache; schriftlicher Mitteilungen

    Kommunizieren als Sender

    Sprechen (Non-verbale Mitteilungen produzieren; Mitteilungen in Gebrdensprache ausdrcken; Mitteilungen schreiben)

    Konversation und Gebrauch von Kommunikationsgerten und -techniken (Konversation; Diskussion; Kommunikationsgerte und -techniken benutzen; Kommunikation, anders bezeichnet)

    Kommunikation

    Pd. Konzepte, HandlungsanstzeDetailsLebensbereich

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    Was ist Pdagogik/Andragogik? Pdagogische Handlungskonzepte

    Mit welcher fachlichen Kompetenz ermglicht Pdagogik Teilhabe in allen Lebensbereichen?

    Welche Konzepte, Handlungsanstze etc. kennen Sie, die fr die ICF -Lebensbereiche relevant sind und pdagogische Professionalitt ausmachen?

    Die Krperposition ndern und aufrecht erhalten (Elementare Krperposition wechseln; In Krperposition verbleiben; Sich verlagern)

    Gegenstnde tragen, bewegen und handhaben (Gegenstnde anheben und tragen; mit den unteren Extremitten bewegen; Feinmotorischer Handgebrauch; Hand- und Armgebrauch)

    Gehen und sich fortbewegen (Gehen; Sich auf andere Weise fortbewegen; Sich in verschiedenen Umgebungen fortbewegen; Sich unter Verwendung von Gerten/Ausrstung fortbewegen)

    Sich mit Transportmitteln fortbewegen (Transportmittel benutzen; Ein Fahrzeug fahren; Tiere zu Transportzwecken reiten; Sich mit Transportmitteln fortbewegen, anders oder nicht nher bezeichnet)

    Mobilitt

    Pd. Konzepte, HandlungsanstzeDetailsLebensbereich

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    Was ist Pdagogik/Andragogik? Pdagogische Handlungskonzepte

    Mit welcher fachlichen Kompetenz ermglicht Pdagogik Teilhabe in allen Lebensbereichen?

    Welche Konzepte, Handlungsanstze etc. kennen Sie, die fr die ICF -Lebensbereiche relevant sind und pdagogische Professionalitt ausmachen?

    Sich waschen, sei