Erste Hilfe fأ¼r Sأ¤uglinge und Kinder - Erste Hilfe fأ¼r Sأ¤uglinge und Kinder Definition eines Notfalls

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  • Erste Hilfe für Säuglinge und Kinder

    Definition eines Notfalls

    Störung der Lebensfunktion (Bewusstsein, Atmung, Herz-Kreislauf)

    Ohne Bewusstsein: Notruf absetzen (Tel. 112, s. Kasten) Atmung vorhanden: Verletzten in stabile Seitenlage bringen Keine Atmung: Atemwege freimachen, 5-mal Atemspende Herzdruckmassage: 15 Thoraxkompressionen, 2-mal Atemspende

    Fortsetzen der Maßnahmen ohne Unterbrechung bis zu einem Lebenszei- chen oder bis Rettungsdienst eintrifft.

    Was muss der Anrufer beim Notruf beachten: ● Wo ist der Unfallort? ● Was ist passiert? ● Wie viele Verletzte/Erkrankte? ● Welche Verletzung/Erkrankung liegt vor? ● Wer macht die Meldung?

    Warten auf Rückfragen

    Zu beachten bei der Herzdruckmassage: ● harte Unterlage ● Kontakt: ein Finger kranial Xyphoid ● Kompression Thorax ein Drittel ● Kontakt: Säugling mit zwei Fingern, Kinder mit Handballen ● Atemspende: Unterkiefer nach vorne ● Kopfstellung:

    Säugling: Nacken gerade Kleinkind Nacken in Schnüffelstellung Kind/Jugendlicher in Hyperextension

    Atemspende ruhig eine Minute einpusten. Die Intensität ist abhängig vom Alter des Kindes. Der Brustkorb muss sich einer Einatmung entsprechend heben.

  • 1 Autoren

    Kristin Peters ● 1986/87 Ausbildung Krankengymnastik in Bochum ● 1988–1994 Kreiskrankenhaus Lüdenscheid

    (Leitung der Ambulanz) ● 1994 Praxis für Physiotherapie ● 1995–1999 Ausbildung osteopathische Medizin am

    Institut für angewandte Osteopathie (IFAO) in Düsseldorf ● 2001 DO-Arbeit ● 2003 HP-Prüfung ● Praxis für Osteopathie in Lüdenscheid zusammen

    mit Bert van Loo D.O. ● seit 2000 Lehrtätigkeit am Institut für angewandte

    Osteopathie (IFAO), dort Leitung Postgraduate Ausbildung osteopathische Pädiatrie

    Dr. med. Christine Bauer ● Studium der Humanmedizin und Weiterbildung zur

    Kinderärztin ● Ausbildung am Deutschen Osteopathie Kolleg (DOK) ● seit 2007 in eigener Praxis in München tätig ● seit 2011 für Divinity Foundation e.V. in Kenia tätig

    Foto: Silvia Kirchhoff, Bildzone

  • Checkliste Kinderosteopathie 150 Abbildungen

    Karl F. Haug Verlag · Stuttgart

    Kristin Peters, Christine Bauer

  • 4

    Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen National- bibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    Anschriften Kristin Peters Praxis für Osteopathie Schillerstr. 8 a 58511 Lüdenscheid

    Dr. med. Christine Bauer Osteopathie für Kinder Kaiserstr. 63 80801 München

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    © 2017 Karl F. Haug Verlag in Georg Thieme Verlag KG Rüdigerstr. 14 70469 Stuttgart Deutschland

    www.haug-verlag.de

    Printed in Italy

    Zeichnungen: Angelika Brauner, Hohenpeißenberg Fotos: Thieme Verlagsgruppe/Thomas Möller Umschlaggestaltung: Thieme Verlagsgruppe Umschlagfoto: Thomas Möller, Ludwigsburg Satz: L 42 AG, Berlin Druck: LEGO S.p.A, Vicenza

    DOI 10.1055/b-004-129 987

    ISBN 978-3-13-219921-7 1 2 3 4 5 6

    Auch erhältlich als E-Book: eISBN (PDF) 978-3-13-219911-8 eISBN (epub) 978-3-13-219891-3

    Wichtiger Hinweis: Wie jede Wissenschaft ist die Medizin ständigen Entwicklungen unter- worfen. Forschung und klinische Erfahrung erweitern unsere Erkenntnisse, insbesondere was Behandlung und medikamentöse Thera- pie anbelangt. Soweit in diesemWerk eine Dosierung oder eine Applikation erwähnt wird, darf der Leser zwar darauf vertrauen, dass Autoren, Herausgeber und Verlag große Sorgfalt darauf verwandt haben, dass diese Angabe demWissensstand bei Fertigstellung des Werkes entspricht. Für Angaben über Dosierungsanweisungen und Applikationsformen kann vom Verlag je- doch keine Gewähr übernommen werden. Je- der Benutzer ist angehalten, durch sorgfältige Prüfung der Beipackzettel der verwendeten Präparate und gegebenenfalls nach Konsulta- tion eines Spezialisten festzustellen, ob die dort gegebene Empfehlung für Dosierungen oder die Beachtung von Kontraindikationen gegenüber der Angabe in diesem Buch ab- weicht. Eine solche Prüfung ist besonders wichtig bei selten verwendeten Präparaten oder solchen, die neu auf den Markt gebracht worden sind. Jede Dosierung oder Applikation erfolgt auf eigene Gefahr des Benutzers. Auto- ren und Verlag appellieren an jeden Benutzer, ihm etwa auffallende Ungenauigkeiten dem Verlag mitzuteilen.

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    Die abgebildeten Personen haben in keiner Weise etwas mit der Krankheit zu tun.

  • Vorwort

    Die Arbeit mit Kindern ist eine Arbeit, die das Herz berührt.

    Die Idee, eine Checkliste für die osteopathische Behandlung von Kindern zu verfassen, entstand aus demWunsch, die Vielfalt der verschiedenen Be- handlungsansätze und Herangehensweisen zu erfassen, zu sortieren und übersichtlich darzustellen. Wichtige und etablierte Techniken aus dem Be- reich der Kinderosteopathie werden in diesem Buch vorgestellt – aller- dings haben wir eine Auswahl getroffen, die auf eigenen Erfahrungen bei der Behandlung von Kindern beruht. Von herausragender Bedeutung sind – wie überall in der osteopathi-

    schen Praxis – sichere Kenntnisse in der Anatomie und Physiologie der zu behandelnden Gewebe und Systeme. Das Wissen zur Anatomie und Phy- siologie des Erwachsenen und die osteopathische Behandlung von aus- gereiftem Gewebe werden vorausgesetzt. In diesem Buch werden nur die Abweichungen der Anatomie und Physiologie beim heranwachsenden Kind im Vergleich zum Erwachsenen und die damit im Zusammenhang stehende Veränderung der Herangehensweise für die osteopathische Un- tersuchung und Behandlung genauer betrachtet. Zu beachten ist, dass die Behandlung von Kindern immer im Kontext

    der Familie und deren besonderer Situation steht. Die Anamnese erfasst die Situation des Kindes ebenso wie die der Mutter und der weiteren Be- zugspersonen. Die Checkliste Kinderosteopathie ist folgendermaßen aufgebaut:

    ● Teil 1 beschäftigt sich mit dem Beginn des menschlichen Lebens im Mutterleib, der Embryologie und Fetalperiode, die eine wichtige Grund- lage für das Verständnis der Gewebebeschaffenheit nach der Geburt bil- den; v. a. im viszeralen Bereich können aus den Wachstumsbewegungen osteopathische Behandlungen abgeleitet werden. Die Geburt sowie die verschiedenen Aspekte der kindlichen Entwicklung bis zur Ausreifung

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  • der unterschiedlichen Systeme schließen sich an. Hierzu gehören eben- falls verschiedene Aspekte der Entwicklungsdiagnostik.

    ● In Teil 2 werden die osteopathische Diagnose und Behandlung im kra- nialen, viszeralen und parietalen Bereich in Wort und Bild beschrieben. Im Vordergrund stehen v. a. Herangehensweisen speziell für den kindli- chen Organismus. Techniken, die identisch mit denen beim Erwachse- nen sind, werden erwähnt, aber nicht explizit dargestellt. Gleiches gilt für die Anatomie und Physiologie – auch hier werden nur die Abwei- chungen vom erwachsenen Gewebe gezeigt.

    ● In Teil 3 schließen sich häufig in der osteopathischen Kinderpraxis vor- gestellte Krankheitsbilder geordnet nach Alter und Körperregionen an.

    ● Teil 4 beinhaltet tabellarische Übersichten zur Reifung der verschiede- nen Systeme und kindlichen Entwicklung und bietet einige Zusatzinfor- mationen zu speziellen Themen, z. B. das Drucksäulenmodell nach Finet/ William bei kindlicher Dranginkontinenz.

    ● Der Anhang liefert mit dem Abkürzungs- und Sachverzeichnis eine schnelle Orientierung.

    Lüdenscheid und München, im Januar 2017 Kristin Peters und Christine Bauer

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  • Inhalt

    Vorwort 5

    Teil 1 Grundlagen der Osteopathie in der Pädiatrie 19

    1 Geschichte 20

    2 Kinder in der osteopathischen Praxis – die besondere Verantwortung 22

    3 Embryologie und Fetalperiode 23 3.1 Intrauterine Entwicklung 23 3.2 Blasten- und Embryonalzeit 24 3.2.1 Blastenzeit 24 3.2.2 Embryonalzeit 26 3.3 Fetalperiode 35

    4 Geburt 38 4.1 Regelrechter Geburtsverlauf 38 4.2 Abweichender Geburtsverlauf 40 4.2.1 Abweichende Kindslagen 40 4.2.2 Abweichende Präsentationen 40 4.2.3 Operative Entbindung 41

    5 Entwicklung 42 5.1 Sensomotorik 42 5.2 Psychoemotionale Entwicklung 45 5.2.1 Emotionale Kompetenz 45 5.2.2 Soziale Kompetenz 48

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  • 5.3 Kognitive Fähigkeiten 50 5.4 Entwicklungsdiagnostik 52 5.4.1 Motoskopie 52 5.4.2 Reflexstatus 52 5.4.3 Lagereaktionen nach Vojta 52 5.4.4 General Movements 53

    6 Reifung 54 6.1 Skelett 54 6.2 Organe 54 6.3 Nervensystem 55

    Teil 2 Untersuchung und Behandlung 57

    7 Allgemeine osteopathische Untersuchung und Behandlung 58

    7.1 Osteopathische Untersuchung 58 7.1.1 Säugling 58 7.1.2 Kleinkind 60 7.1.3 Schulkind 61 7.2 Behandlungsprinzipien 61 7.3 Indikationen 62 7.3.1 Kraniale Behandlungen 62 7.3.2 Viszerale Behandlungen (allgemein) 63 7.3.3 Parietale Behandlung (allgemein) 63 7.4 Kontraindikatione