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Niedersächsisches Kultusministerium Arbeitsfassung Januar 2013 Kerncurriculum für das Gymnasium Schuljahrgänge 5 -10 Politik - Wirtschaft Niedersachsen

Politik - Wirtschaft - nline.nibis.denline.nibis.de/cuvo/.../public/...politik-wirtschaft-sek-i_01.2013.pdf · An der Weiterentwicklung des Kerncurriculums für das Unterrichtsfach

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  • Niederschsisches Kultusministerium

    Arbeitsfassung

    Januar 2013

    Kerncurriculum

    fr das Gymnasium

    Schuljahrgnge 5 -10

    Politik - Wirtschaft

    Niedersachsen

  • An der Weiterentwicklung des Kerncurriculums fr das Unterrichtsfach Politik-Wirtschaft in den Schul-

    jahrgngen 8 10 des Gymnasiums waren die nachstehend genannten Personen beteiligt:

    Das Kerncurriculum kann als PDF-Datei vom Niederschsischen Bildungsserver (NIBIS) unter

    http://www.cuvo.nibis.de heruntergeladen werden.

  • Inhaltsverzeichnis Seite

    1 Bildungsbeitrag des Faches Politik - Wirtschaft 5

    2 Kompetenzorientierter Unterricht 6

    2.1 Kompetenzbereiche 6

    2.2 Kompetenzentwicklung 9

    2.3 Innere Differenzierung 16

    3 Erwartete Kompetenzen im Fach Politik - Wirtschaft 18

    3.1 Prozessbezogene Kompetenzen 18

    3.2 Inhaltsbezogene Kompetenzen 19

    3.3 Zusammenfhrung der Kompetenzen/Kompetenzbereiche 20

    4 Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung 23

    5 Aufgaben der Fachkonferenz 25

    Anhang 26

  • 5

    1 Bildungsbeitrag des Faches Politik - Wirtschaft

    Die Komplexitt moderner Gesellschaften, die sich aus den strukturellen Zusammenhngen zwischen

    Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ergibt, erschliet sich den Brgerinnen und Brgern nicht allein

    aus eigenen Alltagserfahrungen. Die zentrale Aufgabe des Unterrichtsfaches Politik-Wirtschaft ist es

    die Schlerinnen und Schler in die Lage zu versetzen, politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche

    Sachverhalte, Probleme und Interdependenzen zu erfassen und zu beurteilen sowie Interessen zu

    artikulieren und Entscheidungen zu treffen. Die im Bereich der politischen und konomischen Bildung

    erwarteten Kompetenzen sollen die Lernenden dazu befhigen, sich auf einer demokratischen Grund-

    lage in ffentlichen Angelegenheiten und konomischen Situationen verantwortungsvoll einzubringen.

    Der Unterricht im Fach Politik-Wirtschaft frdert dabei auch das selbststndige Lernen.

    Das Leitbild des Faches Politik-Wirtschaft ist der politisch und konomisch mndige Brger in unserer

    demokratischen Gesellschaft. Aus der Sicht des Einzelnen bedeutet politische und konomische

    Mndigkeit die Fhigkeit zu selbstbestimmtem Handeln in sozialer Verantwortung. Mndigkeit

    impliziert damit die Wahrnehmung von Verantwortung sowohl gegenber sich selbst als auch gegen-

    ber den Mitmenschen und der Umwelt. Die so verstandene Mndigkeit ist eine Bedingung fr erfolg-

    reiche Partizipation - die Teilhabe an demokratischen und marktwirtschaftlich geprgten Prozessen

    als interventionsfhiger Brger, mndiger Verbraucher und Erwerbsttiger.

    Der politisch und konomisch mndige Brger ist eine unerlssliche Zielperspektive schulischer

    Bildung fr die Erhaltung und Weiterentwicklung der demokratischen Kultur, des demokratischen

    politischen Systems und einer auf freiheitlichen und sozialen Prinzipien beruhenden Wirtschafts-

    ordnung.

    Das Spannungsverhltnis zwischen Konflikt und Konsens bzw. Konkurrenz und Kooperation ist ein

    wesentliches Charakteristikum politischer und konomischer Prozesse. In einer freiheitlichen, demo-

    kratischen, sozialen und marktwirtschaftlich organisierten Ordnung muss politische und konomische

    Bildung dazu beitragen, die Schlerinnen und Schler zu befhigen, Konflikte auszuhalten, gewaltfrei

    auszutragen und vernunftgeleitet zu lsen sowie Konkurrenz und Kooperation als produktive

    Elemente wirtschaftlicher Austauschprozesse zu erkennen. Das Fach Politik-Wirtschaft folgt dem

    Bildungsauftrag des Niederschsischen Schulgesetzes ( 2), indem es die Lernenden dazu befhigt,

    die Grundrechte fr sich und jeden anderen wirksam werden zu lassen, konomische (...) Zu-

    sammenhnge zu erfassen, sich im Berufsleben zu behaupten, das soziale Leben verantwortlich

    mitzugestalten und zur demokratischen Gestaltung der Gesellschaft beizutragen.

    Der Anspruch des Faches Politik-Wirtschaft beinhaltet, dass die innere Logik der beiden Domnen

    Politik und Wirtschaft gewahrt bleibt und integrierende Potenziale genutzt werden. Nur wenn die

    Schlerinnen und Schler ber grundlegende und vernetzte Sach- und Analysekompetenz,

    Methodenkompetenz und Urteilskompetenz verfgen, ist es mglich, gesellschaftliche Phnomene

  • 6

    umfassend zu erarbeiten und dabei sowohl die Leistungsfhigkeit als auch die Grenzen domnen-

    spezifischer und integrativer Zugnge zu erfahren.

    Als Grundlage fr einen systematischen, kumulativen Kompetenzaufbau und eine umfassende Ver-

    netzung von Erkenntnissen im Unterricht dienen Basiskonzepte, die die wesentlichen Strukturen der

    Domne Politik und der Domne Wirtschaft zusammenfhren. Diese Basiskonzepte werden in

    politischen, konomischen Fachkonzepten sowie integrierenden Fachkonzepten ausdifferenziert und

    im Unterricht konkretisiert.

    Der Unterricht im Fach Politik-Wirtschaft gengt dabei stets den drei grundstzlichen Anforderungen

    nach dem Beutelsbacher Konsens: berwltigungsverbot, Kontroversittsgebot und Schler-

    orientierung.

    Das Fach Politik-Wirtschaft thematisiert soziale, konomische, kologische und politische Problem-

    stellungen der nachhaltigen Entwicklung und trgt dazu bei, wechselseitige Abhngigkeiten zu er-

    kennen und Wertmastbe fr eigenes Handeln sowie ein Verstndnis fr gesellschaftliche Ent-

    scheidungen zu entwickeln.

    Das Leitziel des interventionsfhigen, politisch und konomisch mndigen Brgers macht die

    Frderung von Medienkompetenz bei den Lernenden unabdingbar. Politik und Wirtschaft werden

    heute berwiegend medial vermittelt und erfordern einen reflektierten Umgang mit Medien als Voraus-

    setzung fr eine selbstbestimmte Partizipation am demokratischen Willensbildungsprozess und an

    Konsumentscheidungen. Die Beschftigung mit Medien, ihrer gesellschaftlichen, politischen und ko-

    nomischen Bedingtheit, ihrer Organisation und Struktur, ihrer Informations-, Meinungsbildungs- und

    Kontrollfunktion sowie ihren Mglichkeiten zur Manipulation und Inszenierung ist konstitutiver Be-

    standteil des Fachs.

    Gleichzeitig werden Medien im Fachunterricht genutzt, um die individuelle und aktive Wissens-

    aneignung und selbstverantwortliches, kooperatives und kreatives Lernen zu frdern. Sie sind

    wichtiges Element zur Erlangung fcherbergreifender Methodenkompetenz und dienen Schlerinnen

    und Schlern dazu, sich Informationen zu beschaffen, zu interpretieren sowie kritisch zu bewerten und

    frdern die Fhigkeit, Aufgaben und Problemstellungen selbststndig und lsungsorientiert zu be-

    arbeiten.

    Das Unterrichtsfach Politik-Wirtschaft wirkt im Besonderen an der Befhigung zur Aufnahme einer

    Berufsttigkeit und an der Vorbereitung auf eine begrndete Berufswahlentscheidung der

    Schlerinnen und Schler durch die Beteiligung an berufsorientierenden Konzeptionen mit. Das

    Schlerbetriebspraktikum, die Betriebserkundung und die Zusammenarbeit mit Betrieben, der Berufs-

    beratung der Arbeitsagenturen, mit Kammern, Wirtschaftsverbnden und anderen geeigneten Ein-

    richtungen sind zielfhrende Manahmen, um die Schlerinnen und Schler im Rahmen politischer

    und konomischer Bildung auf diese Aufgaben vorzubereiten.

  • 7

    2 Kompetenzorientierter Unterricht

    Im Kerncurriculum des Faches Politik-Wirtschaft werden die Zielsetzungen des Bildungsbeitrags durch

    verbindlich erwartete Lernergebnisse konkretisiert und als Kompetenzen formuliert. Dabei werden im

    Sinne eines Kerns die als grundlegend und unverzichtbar erachteten fachbezogenen Kenntnisse und

    Fertigkeiten vorgegeben.

    Kompetenzen weisen folgende Merkmale auf:

    - Sie zielen ab auf die erfolgreiche und verantwortungsvolle Bewltigung von Aufgaben und

    Problemstellungen.

    - Sie verknpfen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fhigkeiten zu eigenem Handeln. Die Be-

    wltigung von Aufgaben setzt gesichertes Wissen und die Beherrschung fachbezogener Ver-

    fahren voraus sowie die Bereitschaft und Fhigkeit, diese gezielt einzusetzen.

    - Sie stellen eine Zielperspektive fr lngere Bildungsabschnitte dar.

    - Sie sind fr die persnliche Bildung und fr die weitere schulische und berufliche Ausbildung

    von Bedeutung und ermglichen anschlussfhiges Lernen.

    Die erwarteten Kompetenzen werden in Kompetenzbereichen zusammengefasst, die das Fach

    strukturieren. Aufgabe des Unterrichts im Fach Politik-Wirtschaft ist es, die Kompetenzentwicklung der

    Schlerinnen und Schler anzuregen, zu untersttzen, zu frdern und langfristig zu sichern. Dies gilt

    auch fr die fachbergreifenden Zielsetzungen der Persnlichkeitsbildung.

    2.1 Kompetenzbereiche

    Damit die Schlerinnen und Schler sich in politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen

    Situationen verantwortlich aktiv verhalten knnen, mssen sie handlungskompetent sein. Im Unterricht

    des Faches Politik-Wirtschaft grnden und erweitern die Schlerinnen und Schler unterschiedliche

    Kompetenzen mit Hilfe von systematisch aufbauenden und problemorientiert gefassten Inhalten.

    Problemstellungen finden sich in der Realitt und mssen in einem Prozess der didaktischen

    Rekonstruktion fr den Unterricht ausgewhlt, reduziert und aufbereitet werden. Dazu werden

    didaktischen Prinzipien wie etwa Problemorientierung, Kontroversitt, Aktualitt, Exemplaritt,

    Wissenschaftspropdeutik, Zukunftsorientierung und Handlungsorientierung genutzt.

    Die Kompetenzbereiche verorten die unterschiedlichen Kompetenzen. Kompetenzen werden an

    aktuellen Problemstellungen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft so erworben, dass sie in unter-

    schiedlichen Kontexten nutzbar ist und auf neue Problemstellungen bezogen werden knnen.

    Dazu nutzen die Lernenden fachbezogene Kompetenzen aus drei Kompetenzbereichen: Sach-und

    Analysekompetenz, Methodenkompetenz und Urteilskompetenz. Durch das Zusammenwirken der drei

    Kompetenzbereiche erwerben die Schlerinnen und Schler Handlungskompetenz. Die Handlungs-

  • 8

    kompetenz versetzt sie in die Lage, neue und komplexe Prozesse der Meinungsbildung zu be-

    wltigen, Strategien zu Problemlsungen zu entwickeln und Chancen bei der Mitgestaltung politischer,

    gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Prozesse zu nutzen sowie Partizipationsmglichkeiten wahrzu-

    nehmen.

    Schlerinnen und Schler agieren als mndige politisch und wirtschaftlich Handelnde in gesellschaft-

    lichen Herausforderungen verantwortungsbewusst. Sie halten dabei auch zunehmend Widersprche

    aus.

    Sach- und Analysekompetenz

    Als Sach- und Analysekompetenz wird die Verfgbarkeit von anwendungsbezogenem Fachwissen

    bezeichnet. Damit sind nicht nur kognitiv geprgte Wissensaspekte und deren Verbindungen gemeint,

    sondern auch Ordnungen des Wissens, welche den Schlerinnen und Schlern das Erkennen von

    politischen, konomischen und gesellschaftlichen Strukturen, Prozessen und Motivationen ermg-

    lichen.

    Die Anforderungen in diesem Kompetenzbereich steigen wie folgt an:

    Anforderungsbereich I: Phnomene und Problemstellungen be-

    schreiben

    Anforderungsbereich II: Zusammenhnge und funktionale Gegeben-

    heiten analysieren und erklren

    Anforderungsbereich III: politische und konomische Problemstellungen

    errtern und reflektieren

    Methodenkompetenz

    Als Methodenkompetenz wird die Fhigkeit zur zielgerichteten Nutzung fachspezifischer Instrumente

    verstanden, welche zur Erlangung neuer Erkenntnis beitrgt. Die Schlerinnen und Schler er-

    schlieen sich zunehmend selbststndig gesellschaftliche Problemstellungen. Fachspezifische

    Methoden und Arbeitstechniken sind an inhaltliche Kontexte gebunden. Die Methodenkompetenz be-

    inhaltet auch eine wachsende Reflexionsfhigkeit hinsichtlich der Potenziale und Grenzen von fach-

    spezifischen Methoden.

    Die Anforderungen in diesem Kompetenzbereich steigen wie folgt an:

    Anforderungsbereich I: fachspezifische Methoden und Arbeits-

    techniken beschreiben

    Anforderungsbereich II: fachspezifische Methoden und Arbeits-

    techniken der Aufgabenstellung entsprechend

    auswhlen und produktiv anwenden

    Anforderungsbereich III: fachspezifische Methoden und Arbeits-

  • 9

    techniken problem- und problemlsungs-

    bezogen entwickeln und die Erkenntniswege

    reflektieren

    Urteilskompetenz

    Unter Urteilskompetenz wird die fachlich fundierte und intersubjektive Darlegung eines Urteils oder

    einer Haltung verstanden. In Entscheidungssituationen im Unterricht zeigt sich die Fhigkeit, in

    komplexen Zusammenhngen zu argumentieren, sowie Empathiefhigkeit und Ambiguittstoleranz.

    Die Schlerinnen und Schler knnen mgliche individuelle und institutionell geprgte Problem-

    lsungen beurteilen und begrndet Stellung nehmen. Dabei wenden sie Sach- und Analyse-

    kompetenzen und Methodenkompetenzen an und reflektieren die eigenen Sach- und/oder Werturteile.

    Die Anforderungen in diesem Kompetenzbereich steigen wie folgt an:

    Anforderungsbereich I: Kriterien fr Sach- und/oder Werturteile be-

    schreiben

    Anforderungsbereich II: Kriterien fr Sach- und/oder Werturteile

    problem- und problemlsungsbezogen nutzen,

    Entscheidungen begrnden und Handlungen

    nachvollziehbar erlutern

    Anforderungsbereich III: politische und konomische Problemstellungen

    kriteriengeleitet beurteilen, dazu Stellung

    nehmen und die Wertmastbe reflektieren

    2.2 Kompetenzerwerb

    Im Fach Politik-Wirtschaft werden Gegenstandsbereiche und Perspektiven der beiden Domnen

    politische und konomische Bildung entfaltet und aufeinander bezogen. Im Unterricht des

    Integrationsfaches werden von den Schlerinnen und Schlern politische, konomische und soziale

    Phnomene, die individuell und gesellschaftlich relevant sind, als didaktisch aufbereitete Problem-

    stellungen erschlossen und kompetent bewltigt.

    Unter Konzepten werden mentale Ordnungen verstanden, mithilfe derer im Bildungsprozess aus

    Wahrnehmungen Erfahrungen werden und sich schlielich verfgbare Kompetenzen beziehungs-

    weise Kompetenzerweiterungen herausbilden.

    Unter Basiskonzepten werden hier fachlich begrndete Ordnungen verstanden, die die Kerne der

    Domnen Politik und Wirtschaft abbilden. Sie dienen als Strukturhilfen sowohl fr domnenspezifische

  • 10

    als auch fr integrative Lehr-Lern-Prozesse im Fach Politik-Wirtschaft. Mit den Basiskonzepten

    werden individuell und gesellschaftlich relevante Phnomene fr den Unterricht erschlossen und fach-

    lich systematisiert. Basiskonzepte bieten so eine integrierende Ordnung, welche die Dimensionen und

    Perspektiven zweier naher, sich fr den unterrichtlichen Zweck ergnzender Domnen zusammen-

    fhrt. Soziologische und rechtliche Perspektiven auf gesellschaftliche Problemstellungen lassen sich

    ebenfalls integrieren.

    Als gemeinsamer Kern des Faches Politik-Wirtschaft sind drei Basiskonzepte grundlegend: Motive

    und Anreize, Interaktionen und Entscheidungen und Ordnungen und Systeme.

    Das Basiskonzept Motive und Anreize ordnet gesellschaftliche Problemstellungen den Handlungen

    von Individuen zu, die als politisch, wirtschaftlich oder normativ motiviert betrachtet werden knnen.

    Das Basiskonzept Interaktionen und Entscheidungen ordnet dagegen gesellschaftliche Problem-

    stellungen den Interaktionszusammenhngen sozialer, politischer und konomischer Akteure zu. Das

    Basiskonzept Ordnungen und Systeme ordnet gesellschaftliche Problemstellungen den politischen,

    konomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu, die durch soziale Ordnungsstrukturen

    entstehen.

    Die Basiskonzepte werden mit Hilfe politischer, konomischer und integrierender Fachkonzepte

    inhaltlich differenziert. Fachkonzepte legen die Fragestellungen und Erkenntniswege fr die fachlich

    fundierte und domnenspezifisch differenzierte Bearbeitung von gesellschaftlichen Problemstellungen

    fest. Sie stellen somit ein fachliches Ordnungssystem fr die Betrachtungsweise von Problem-

    stellungen dar und dienen im Fach Politik-Wirtschaft dazu, Problemstellungen kategorial zu er-

    schlieen, Zusammenhnge und Interdependenzen aufzuzeigen und Verknpfungen zwischen

    sozialen Phnomenen nachzuvollziehen. Durch die Unterscheidung von konomischen und

    politischen Fachkonzepten wird im Integrationsfach Politik-Wirtschaft die innere Logik der Domnen

    gewahrt. Durch die integrierenden Fachkonzepte wird diese Logik durch umfassendere sozialwissen-

    schaftliche Ordnungsgedanken ergnzt. So generiert zum Beispiel das Fachkonzept Effizienz eine

    konomische Perspektive auf gesellschaftliche Phnomene, das Fachkonzept Legitimitt dagegen

    stellt politische Fragestellungen anheim. Fachkonzepte wie Nachhaltigkeit oder Freiheit erffnen

    jedoch umfassendere sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Problemlagen, die das Zusammen-

    wirken von konomischen, politischen, rechtlichen und soziologischen Erklrungsanstzen einfordern.

    Die Fachkonzepte dienen sowohl bei der Unterrichtsgestaltung als auch im Lernprozess als ordnende

    und verknpfende Instrumente, da sie einerseits die Auswahl und didaktische Aufbereitung relevanter

    Problemstellungen anleiten, andererseits im Lernprozess eine Strukturierung bieten.

    Die didaktische Aufbereitung von Problemstellungen wird grundlegend durch Fachkonzepte geleistet,

    die schwerpunktmig einem Basiskonzept zugeordnet sind, es knnen aber immer auch Ver-

    netzungen zu den anderen beiden Basiskonzepten nutzbar gemacht werden. Darber hinaus kann

    der integrative Ansatz des Faches Politik-Wirtschaft durch die Zusammenfhrung domnenspezi-

    fischer Fachkonzepte vor allem in Reflexionsphasen des Unterrichts gewhrleistet werden.

  • 11

    Die Anlage des Unterrichts im Fach Politik-Wirtschaft orientiert sich auch an folgenden didaktischen

    Grundstzen:

    - dem Prinzip vom Nahen zum Fernen": von der Politik im Nahbereich zum

    politischen Prozess und System auf nationaler und internationaler Ebene; von der Situation

    und dem Verhalten des jugendlichen Konsumenten zur Wirtschaftsordnung und Wirtschafts-

    politik auf nationaler und internationaler Ebene,

    - dem Grad der Differenziertheit: von konkreten und relativ berschaubaren zu abstrakteren und

    komplexeren Strukturen von Politik und Wirtschaft, von einem eher beschreibenden zu einem

    strker analytischen Zugriff,

    - den Stufen der kognitiven Entwicklung: von interpersonalen Deutungen, die an konkret

    handelnde Personen gebunden sind, zu transpersonalen Deutungen, die auf funktionale

    Strukturen der Gesellschaft gerichtet sind,

    - dem Postulat des kumulativen" Lernens, d. h. dass die Lernprozesse aufeinander aufbauen,

    systematisch vernetzt, immer wieder angewandt und aktiv gehalten werden,

    - der Problemorientierung, die besagt, dass nicht schlichtes Sachwissen, sondern exemplarisch

    gesellschaftlich kontroverse Meinungen und Interessenpositionen vermittelt werden und dass

    Diskrepanzen zwischen Sollen und Sein, Norm und Wirklichkeit errtert werden.

    - an prgenden didaktischen Prinzipien wie Kontroversitt, Aktualitt, Exemplaritt, Wissen-

    schaftspropdeutik, Zukunftsorientierung und Handlungsorientierung, mit deren Hilfe

    Problemstellungen rekonstruiert, Lernwege beschritten und adressatenorientiert Unterricht

    geplant, durchgefhrt und reflektiert werden kann.

    - dem Prinzip der Mehrdimensionalitt, nach dem bei der Analyse komplexer gesellschaftlicher

    Probleme sowohl politische, konomische als auch integrierende Fachkonzepte Berck-

    sichtigung finden.

  • 12

    Kompetenzerwerb im Fach Politik-Wirtschaft

    Basiskonzept Motive und Anreize

    Das Basiskonzept Motive und Anreize bezieht sich auf die inhaltlich-normative Dimension von Politik

    und die konomische Nutzung der Kategorien Anreiz und Restriktionen. Gesellschaftliche Phnomene

    und Problemstellungen werden in den Sozialwissenschaften auch auf die Handlungen von Individuen

    zurckgefhrt. Sowohl politische als auch konomische Handlungen lassen sich auf die individuellen

    Motive der jeweiligen Akteure und die handlungsbedingenden Anreize und Restriktionen in den

    jeweiligen sozialen Situationen zurckfhren. Die konomische Perspektive fokussiert die Handlungs-

    bedingungen einer sozialen Situation und unterstellt zu Analysezwecken, dass sich die Individuen

    rational und vorteilsorientiert verhalten (konomische Verhaltenstheorie), aber auch soziologische

    und psychologische Aspekte konomischen Handelns finden zunehmend Bercksichtigung (Ver-

    haltenskonomik). In der Politik geraten die Interessen und Wertorientierungen in den Blick, die das

    Handeln politischer Akteure leiten (inhaltlich-normative Dimension von Politik). Neben den

    domnenspezifischen Fachkonzepten erschlieen domnenverbindende Konzepte Motive und An-

    reize individuellen Handelns, die ber die spezifischen Grenzen der Domnen hinausweisen.

    konomische Fachkonzepte: z. B. Knappheit, Effizienz, Bedrfnisse

    Politische Fachkonzepte: z. B. Gerechtigkeit, Menschenwrde, Sicherheit

    Integrierende Fachkonzepte: z. B. Nachhaltigkeit, Freiheit, Werte

  • 13

    Basiskonzept Interaktionen und Entscheidungen

    Das Basiskonzept Interaktionen und Entscheidungen verweist auf die gesellschaftlichen Prozesse in

    Politik und Wirtschaft, in denen Problemlsungen angestrebt werden. Die Handlungen politischer und

    konomischer Akteure sind stets eingebettet in Interaktionszusammenhnge. In konomischen

    Kontexten vollziehen sich Interaktionen vor allem auf Mrkten (Tausch). Kennzeichnend sind die

    Wechselbeziehungen zwischen den Akteuren (Haushalt, Unternehmen, Staat), die in vielen Formen

    mit Hilfe von Kreislaufmodellen veranschaulicht werden knnen (Kreislaufzusammenhnge).

    Prozesse der politischen Willensbildung und Entscheidungsfindung werden diskursiv ausgetragen und

    sind durch Konflikte und das Bemhen um Kompromisse gekennzeichnet (prozessuale Dimension

    von Politik). Das Modell des Politikzyklus erleichtert die Vermittlung komplexer Prozessablufe.

    Neben den domnenspezifischen Fachkonzepten erschlieen domnenverbindende Konzepte

    Prozesse der Interaktionen und Entscheidungen, die ber die spezifischen Grenzen der Domnen

    hinausweisen.

    konomische Fachkonzepte: z. B. Mrkte, Kreislufe, Risiko

    Politische Fachkonzepte: z. B. Legitimation, Konflikt, Partizipation

    Integrierende Fachkonzepte: z. B. Macht, Interdependenzen, Interesse

    Basiskonzept Ordnungen und Systeme

    Das Basiskonzept Ordnungen und Systeme umfasst die konomische Dimension der Ordnungs-

    zusammenhnge und die politische Dimension in institutionell-formaler Hinsicht. konomische und

    politische Handlungen vollziehen sich stets im Kontext staatlicher Rahmenbedingungen. Die Ko-

    ordination und Steuerung konomischer Aktivitten bedarf eines Institutionen- und Regelsystems in

    Form einer Wirtschaftsordnung. Die Ausgestaltung dieser Ordnung hat Auswirkungen auf das Ver-

    halten der Akteure (Ordnungszusammenhnge). Die Prozesse der politischen Willensbildung und

    politische Konflikte werden ebenso durch Institutionen kanalisiert. Politische Ordnungen ermglichen

    verbindliche Entscheidungen (institutionell-formale Dimension von Politik). Neben den domnen-

    spezifischen Fachkonzepten erschlieen domnenverbindende Konzepte Ordnungs- und System-

    zusammenhnge, die ber die spezifischen Grenzen der Domnen hinausweisen.

    konomische Fachkonzepte: z. B. Wettbewerb, Institutionen, Marktwirtschaft

    Politische Fachkonzepte: z. B. Rechtsstaat, Grundrechte, Demokratie

    Integrierende Fachkonzepte: z. B. Sozialstaat, Integration, Wirtschaftsordnungen

    Die erwarteten Kompetenzen nach den Schuljahrgngen 8 und 10 lassen sich aus den Fach-

    konzepten herleiten und den Basiskonzepten zuordnen. Fr die Bewltigung neuer Problemstellungen

    nutzen die Schlerinnen und Schler Fachkonzepte als Instrumente, damit eine umfassende Analyse

    der Inhalte und des eigenen Vorgehens zu intersubjektiven und kriteriengeleiteten Sach- und Wert-

    urteilen gelingen kann. Die Verbindungen zwischen den Fachkonzepten sind vielfltig und reichen

    auch ber die Grenzen eines Basiskonzepts hinaus. Fachkonzepte dienen darber hinaus vor allem

  • 14

    dazu, die fr das Fach Politik-Wirtschaft wesentliche vernetzte Struktur des Wissens zu entfalten und

    erfahrbar zu machen. Beispielhaft werden unten Fachkonzepte auf ausgewhlte Unterrichtsinhalte

    bezogen, um Vernetzungen und den kumulativen Kompetenzaufbau zu veranschaulichen.

    Fachkonzept Effizienz: Die Schlerinnen und Schler erarbeiten den Effizienzbegriff im Schuljahr-

    gang 8 in der Auseinandersetzung mit dem Marktmodell, dem konomischen Prinzip und den

    Konsumentscheidungen Jugendlicher. Darauf aufbauend wird das Fachkonzept Effizienz im Hinblick

    auf Unternehmensziele und Aufgaben von Unternehmen grundlegend entfaltet, um im Schuljahrgang

    10 Ursachen, Erscheinungsweisen und Folgen wirtschaftlichen Strukturwandels zu analysieren und zu

    beurteilen.

    Fachkonzept Gerechtigkeit: Die Schlerinnen und Schler lernen im Jahrgang 8 rechtliche

    Rahmensetzungen kennen. Politische und konomische Aspekte der Verteilung von Ressourcen und

    deren Nutzen werden thematisiert. Am Ende des 10. Jahrganges haben die Schlerinnen und Schler

    das verfassungsgeme Verstndnis des Gerechtigkeitsbegriffs nachvollzogen. Das Erforschen von

    Erwerbsverhltnissen in wirtschaftlichen Wandlungsprozessen vertieft das Verstndnis. Die Er-

    weiterung dieses Fachkonzeptes durch die Erschlieung von Strukturen der supranationalen

    Institution EU entwickelt dieses Konzept weiter.

    Integrierendes Fachkonzept Nachhaltigkeit: Die Schlerinnen und Schler erfassen im Schuljahr-

    gang 8 das Fachkonzept Nachhaltigkeit in einfacher Form durch das kriteriengeleitete berprfen von

    Konsumentscheidungen Jugendlicher. Die Auseinandersetzung mit der Vereinbarkeit kologischer

    und konomischer Zielsetzungen wird fortgesetzt in der Beschftigung mit Unternehmenszielen und -

    leitbildern, um schlielich auf der Ebene der institutionellen Rahmenbedingungen mit Blick auf die

    Handlungsmglichkeiten des Staates in Schuljahrgang 10 analysiert zu werden. Durch die Errterung

    mglicher Instrumente zur Frderung nachhaltigen Wirtschaftens erfolgt eine Zusammenfhrung der

    Perspektiven privater Haushalte, der Unternehmen und des Staates. Die Rolle des supranationalen

    Entscheidungstrgers EU ist schlielich zu hinterfragen.

    Fachkonzept Kreislufe: Die Schlerinnen und Schler entwickeln im Schuljahrgang 8 in Aus-

    einandersetzung mit Einkommensquellen und Konsum einen einfachen Wirtschaftskreislauf, der in

    Auseinandersetzung mit Prinzipien und Elementen der Sozialen Marktwirtschaft zu einem erweiterten

    Wirtschaftskreislauf ausgebaut wird und am Ende von Schuljahrgang 10 zu einem vollstndigen

    Modell des Wirtschaftskreislaufs zur Analyse der konomischen Integration Europas erweitert wird.

    Fachkonzept Legitimation: Die Schlerinnen und Schler erarbeiten im Schuljahrgang 8 die

    Legitimitt der Machtbertragung durch demokratische Wahlen in der Kommune sowie grundlegende

    Anforderungen an die Legitimitt politischer Entscheidungen im Nahbereich. Darauf aufbauend

    werden demokratische Wahlen, die Rolle der Parteien und die Machtverhltnisse der Verfassungs-

  • 15

    organe im Hinblick auf ihre Legitimitt untersucht, um am Ende von Schuljahrgang 10 die Legitimitt

    von Entscheidungsprozessen auf supranationaler Ebene zu berprfen.

    Integrierendes Fachkonzept Interesse: Die Schlerinnen und Schler erfassen politische und ko-

    nomische Interessen in Schuljahrgang 8, wenn sie mithilfe des Politikzyklus kommunale Ent-

    scheidungsprozesse herausarbeiten. Im nchsten Schritt arbeiten sie dann wirtschaftliche, politische

    und soziale Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern am Beispiel von Unternehmenszielen

    und Arbeitsbeziehungen heraus. Soziale, politische und konomische Interessen und Mglichkeiten

    der Artikulation in Parteien und Verbnden werden darauf aufbauend auf nationaler Ebene am Bei-

    spiel eines ausgewhlten Gesetzgebungsverfahrens mithilfe eines differenzierteren Politikzyklus ana-

    lysiert. Dies wird dann genutzt, um auf supranationaler Ebene ein Rechtsetzungsverfahren der EU im

    Schuljahrgang 10 zu analysieren, in dem zustzlich regionale und nationale Interessen erfasst

    werden.

    Fachkonzept Marktwirtschaft: Die Schlerinnen und Schler erarbeiten im Schuljahrgang 8 die

    grundlegenden Funktionen von Mrkten und Preisen und erlutern die Preisbildung auf Mrkten. Sie

    erkennen im Nahbereich grundlegende Anforderungen an marktwirtschaftliche Austauschprozesse

    und hinterfragen das idealisierte Marktmodell ansatzweise bei der Analyse von Marketingstrategien

    und den Kaufentscheidungen Jugendlicher. Diese Grundlagen knnen sie anschlieend nutzen, um

    konomische, soziale und kologische Unternehmensziele im Hinblick Anforderungen der Mrkte hin

    zu untersuchen und dies im Spannungsfeld anderer Interessenlagen zu errtern. Darauf aufbauend

    erarbeiten die Schlerinnen und Schler Prinzipien und Elemente der Sozialen Marktwirtschaft und

    grenzen diese vom Begriff der Marktwirtschaft ab.

    Fachkonzept Demokratie: Die Schlerinnen und Schler thematisieren in Schuljahrgang 8 Formen

    der kommunalen Mitbestimmung und reflektieren die Partizipationsmglichkeiten Jugendlicher vor

    dem Hintergrund der Wahlordnung bei Kommunalwahlen und der Mglichkeiten direkter Demokratie

    auf kommunaler Ebene. Diese Grundlagen werden in den folgenden Schuljahrgngen genutzt, um

    das deutsche Wahlsystem und die Funktionen von Wahlen und Parteien zu verdeutlichen. Weiterhin

    erarbeiten die Schlerinnen und Schler das Demokratiemodell des Grundgesetzes und berprfen

    die Bedeutung des Demokratieprinzips im Hinblick auf Gefhrdungen durch Extremismus. Das Fach-

    konzept Demokratie knnen sie am Ende des Schuljahrgangs 10 auch nutzen, um das Zusammen-

    wirken der Institutionen der EU in einem Entscheidungsprozess im Hinblick auf das Demokratieprinzip

    zu problematisieren.

    Integrierendes Fachkonzept Wirtschaftsordnungen: Die Schlerinnen und Schler stellen in Bezug

    auf die Stationen auf dem Weg zur Mndigkeit im Schuljahrgang 8 rechtliche Restriktionen fr das

    wirtschaftliche Handeln Jugendlicher dar und erfassen anschlieend staatliche Regelungen als

    Rahmenbedingungen fr unternehmerisches Handeln, woraufhin sie die Prinzipien und Elemente der

    Sozialen Marktwirtschaft darstellen, Mglichkeiten und Grenzen staatlichen Handelns in der Wirt-

  • 16

    schaftsordnung berprfen und am Ende des Schuljahrganges 10 auf der supranationalen Ebene

    Ordnungszusammenhnge der Wirtschafts- und Whrungsunion beispielhaft bewerten.

    2.3 Innere Differenzierung

    Aufgrund der unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, der individuellen Begabungen, Fhigkeiten und

    Neigungen sowie des unterschiedlichen Lernverhaltens sind differenzierende Lernangebote und Lern-

    anforderungen fr den Erwerb der vorgegebenen Kompetenzen unverzichtbar. Innere Differenzierung

    als Grundprinzip in jedem Unterricht zielt auf die individuelle Frderung der Schlerinnen und Schler

    ab. Dabei werden Aspekte wie z.B. Geschlecht, Alter, sozialer, konomischer und kultureller Hinter-

    grund, Begabungen und motivationale Orientierungen, Leistungsfhigkeit und Sprachkompetenz be-

    rcksichtigt.

    Aufbauend auf einer Diagnose der individuellen Lernvoraussetzungen unterscheiden sich die Lernan-

    gebote z.B. in ihrer Offenheit und Komplexitt, dem Abstraktionsniveau, den Zugangsmglichkeiten,

    den Schwerpunkten, den bereitgestellten Hilfen und der Bearbeitungszeit. Geeignete Aufgaben zum

    Kompetenzerwerb bercksichtigen immer das didaktische Konzept des Unterrichtsfaches. Sie lassen

    vielfltige Lsungsanstze zu und regen die Kreativitt von Schlerinnen und Schlern an.

    Vor allem leistungsschwache Schlerinnen und Schler brauchen zum Erwerb der verpflichtend er-

    warteten Kompetenzen des Kerncurriculums vielfltige bungsangebote, um bereits Gelerntes an-

    gemessen zu festigen. Die Verknpfung mit bereits Bekanntem und das Aufzeigen von Strukturen im

    gesamten Kontext des Unterrichtsthemas erleichtern das Lernen.

    Fr besonders leistungsstarke Schlerinnen und Schler werden Lernangebote bereitgestellt, die

    deutlich ber die als Kern an alle Schlerinnen und Schler bereits gestellten Anforderungen hinaus-

    gehen und einen hheren Anspruch haben. Diese Angebote dienen der Vertiefung und Erweiterung

    und lassen komplexe Fragestellungen zu.

    Innere Differenzierung fordert und frdert fcherbergreifende Kompetenzen wie das eigenverantwort-

    liche, selbststndige Lernen und Arbeiten, die Kooperation und Kommunikation in der Lerngruppe

    sowie das Erlernen und Beherrschen wichtiger Lern- und Arbeitstechniken. Um den Schlerinnen und

    Schlern eine aktive Teilnahme am Unterricht zu ermglichen, ist es vorteilhaft sie in die Planung des

    Unterrichts einzubeziehen. Dadurch bernehmen sie Verantwortung fr den eigenen Lernprozess.

    Ihre Selbststndigkeit wird durch das Bereitstellen vielfltiger Materialien und durch die Mglichkeit

    eigener Schwerpunktsetzungen gestrkt.

    Um die Selbsteinschtzung der Schlerinnen und Schler zu frdern, stellt die Lehrkraft ein hohes

    Ma an Transparenz ber die Lernziele, die Verbesserungsmglichkeiten und die Bewertungsma-

  • 17

    stbe her. Individuelle Lernfortschritte werden wahrgenommen und den Lernenden regelmig

    zurckgespiegelt. Im Rahmen von Lernzielkontrollen gelten fr alle Schlerinnen und Schler einheit-

    liche Bewertungsmastbe.

  • 18

    3 Erwartete Kompetenzen

    Die Kompetenzen sind den Kompetenzbereichen Sach- und Analysekompetenz, Methoden- und

    Urteilskompetenz zugeordnet. In diesen drei Kompetenzbereichen werden die Schlerinnen und

    Schler zunehmend befhigt, als politisch und konomisch selbststndig Handelnde an der Gesell-

    schaft aktiv zu partizipieren. Eine so verstandene Handlungskompetenz wird zum Ziel eines

    kompetenzorientierten Unterrichts im Fach Politik-Wirtschaft. Die Sach- und Analysekompetenz be-

    zieht sich durchgngig auf konomische und politische sowie integrative Gegenstnde, die grund-

    legende Wissensbereiche beider Domnen darstellen und mit Hilfe von didaktischen Prinzipien fr

    den Unterricht rekonstruiert sind. Die Sach- und Analysekompetenz bildet eher die inhaltsbezogenen

    Kompetenzen ab, die Methoden- und Urteilskompetenz dagegen eher die prozessbezogene

    Kompetenzen. Der Kompetenzaufbau ist in allen drei Kompetenzbereichen kumulativ. Die Fach-

    gruppen treffen Absprachen ber die Nutzung von Basis- und Fachkonzepten.

    3.1 Prozessbezogene Kompetenzen

    Im Folgenden werden berblicksartig die Kompetenzen in den Bereichen der Methoden- und Urteils-

    kompetenz sowie der Handlungskompetenz beschrieben:

    Methodenkompetenz

    - politische und konomische Phnomene mithilfe fachspezifischer Methoden analysieren

    (z. B. Politikzyklus, Kreislaufmodell).

    - fachspezifische Arbeitstechniken zur methodischen Erschlieung anwenden

    (z. B. Statistiken, Karikaturen).

    Urteilskompetenz

    - politische und konomische Problemstellungen mithilfe von politischen, konomischen sowie

    domnenverbindenden Konzepten verstehen

    (z. B. Interesse, Effizienz, Nachhaltigkeit).

    - Wege politischen und konomischen Erkennens reflektieren und bewerten

    (z. B. Unterscheidung zwischen Sach- und Werturteil, Modellreflexion).

    Die Schlerinnen und Schler sind wahrnehmbar handlungskompetent, wenn sie begrndet eine

    eigene Meinung vertreten, andere Meinungen nachvollziehen knnen und im Konfliktfall aktiv nach

    Verstndigungsmglichkeiten suchen. Die Schlerinnen und Schler treffen rationale und reflektierte

    Entscheidungen, bercksichtigen dabei die Entscheidungen anderer, nehmen komplexe Wirkungs-

    zusammenhnge wahr und erkennen die verhaltensbestimmenden Wirkungen von Handlungs-

  • 19

    bedingungen. Die Schlerinnen und Schler nutzen die engen Verbindungen zwischen Wirtschaft und

    Politik, um bewusst multiperspektivisch zu deuten und zu argumentieren.

    Dazu whlen sie Informationsangebote reflektiert aus, nutzen Informationen sachkompetent und be-

    werten Informationen in Bezug auf Herkunft und Wirkungen.

    3.2 Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Im Folgenden werden berblicksartig die Kompetenzen im Bereich Sach- und Analysekompetenz

    beschrieben. Die Strukturierung ergibt sich aus den drei Basiskonzepten:

    Sach- und Analysekompetenz

    Basiskonzept Motive und Anreize

    - Politik in ihrer inhaltlich-normativen Dimension als Gestaltungsaufgabe und Handlungs-

    programm erfassen.

    - Individuelles wirtschaftliches Handeln in den Kategorien von Anreiz und Restriktionen er-

    fassen.

    Basiskonzept Interaktionen und Entscheidungen

    - Politik in ihrer prozessualen Dimension als Willensbildungs- und Entscheidungsprozess er-

    fassen.

    - konomische Interdependenzen und Prozesse als Kreislaufzusammenhnge erfassen.

    Basiskonzept Ordnungen und Systeme

    - Politik in ihrer institutionell-formalen Dimension als Institutionen- und Regelsystem erfassen.

    - institutionell-rechtliche Bedingungen wirtschaftlichen Handelns erfassen.

    Die Schlerinnen und Schler sind wahrnehmbar handlungskompetent, wenn sie in der Lage sind,

    neue und komplexe Prozesse der Meinungsbildung zu bewltigen, Strategien zu Problemlsungen zu

    entwickeln und Chancen bei der Mitgestaltung politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher

    Prozesse zu nutzen und Partizipationsmglichkeiten wahrzunehmen.

  • 20

    3.3 Zusammenfhrung der Kompetenzbereiche

    Im Fach Politik-Wirtschaft werden mithilfe der Strukturierung durch Basis- und Fachkonzepte folgende

    Kompetenzen erworben:

    Am Ende von Schuljahrgang 8:

    Die Schlerinnen und Schler analysieren und bewltigen:

    - konomische und rechtliche Problemstellungen in gesellschaftlichen Kontexten im Nah-

    bereich,

    - politische Problemstellungen in gesellschaftlichen Kontexten im Nahbereich.

    Sach- u. Analyse-

    kompetenz Methodenkompetenz Urteilskompetenz

    Die Schlerinnen und Schler

    Die Schlerinnen und Schler Die Schlerinnen und Schler ...

    beschreiben Stationen auf dem Weg zur Mndig-keit und Organe der Rechtsprechung.

    ... erarbeiten einen juristischen Fall mithilfe von Gesetzestexten.

    ... errtern rechtliche Handlungs-rahmen Jugendlicher.

    beschreiben Ein-kommensquellen und Mglichkeiten der Ein-kommensverwendung

    entwickeln einen einfachen Wirt-schaftskreislauf

    ... beschreiben Einfluss-faktoren auf das Konsum-verhalten Jugendlicher

    ... erklren Marketingstrategien an-hand von Werbung

    berprfen Konsument-scheidungen Jugendlicher

    beschreiben Funktionen von Mrkten und Preisen

    ... erlutern die Preisbildung mithilfe des Marktmodells

    ... beurteilen Potenziale und Grenzen des Marktmodells

    beschreiben Aufgaben der Kommunen und das Zusammenwirken von Organen der kommunalen Selbstverwaltung

    errtern Entscheidungen von kommunalen Institutionen

    beschreiben Formen der kommunalen politischen Beteiligung (u.a. Wahlen, Brger-begehren und entscheid)

    beurteilen Partizipations-mglichkeiten von Jugendlichen

    geben grundlegende Kenntnisse zu kommunalen Finanzen wieder

    arbeiten mithilfe des Politikzyklus kommunale Entscheidungsprozesse heraus

    nehmen zu wirtschaftlichen Bedingungen und Mglichkeiten von Kommunen Stellung

  • 21

    Am Ende von Schuljahrgang 10:

    Die Schlerinnen und Schler analysieren:

    - wirtschaftliche und rechtliche Beziehungen zwischen privaten Haushalten und Unternehmen

    und sind in der Lage, konomische Systemzusammenhnge in Bezug auf Unternehmen und

    Arbeitsplatz zu erklren,

    - den politischen Willensbildung- und Entscheidungsprozess in der Bundesrepublik Deutsch-

    land und werden befhigt, politische Rahmenbedingungen zu verstehen und zu gestalten,

    - wirtschaftliche und gesellschaftliche Wandlungsprozesse in der Sozialen Marktwirtschaft und

    sind in der Lage, diese Prozesse kriterienorientiert und aus unterschiedlichen Perspektiven zu

    beurteilen und zu bewerten,

    - politische und konomische Entscheidungsprozesse in der Europischen Union und werden

    befhigt, diese Prozesse kritieriengeleitet und multiperspektivisch zu beurteilen und zu be-

    werten.

    Sach- und Analyse-

    kompetenz Methodenkompetenz Urteilskompetenz

    Die Schlerinnen und

    Schler

    Die Schlerinnen und Schler

    Die Schlerinnen und Schler

    beschreiben betriebliche Grundfunktionen und Organisationsformen von Unternehmen

    veranschaulichen Zu-sammenhnge betrieblicher Grundfunktionen mithilfe einer Wertschpfungskette

    beschreiben Aufgaben und Ziele (konomische, soziale und kologische) von Unternehmen vor dem Hintergrund staatlicher Regelungen

    erlutern Zielsetzungen von Unternehmen am Beispiel eines Unternehmensleitbildes

    errtern Zielsetzungen von Unter-nehmen vor dem Hintergrund unter-schiedlicher Interessen

    beschreiben Elemente der Regelung von Arbeits-beziehungen (u.a. Arbeits- und Tarifrecht; Mit-bestimmung)

    arbeiten Interessen von Arbeitnehmern und Arbeit-gebern anhand eines Konfliktes heraus

    beurteilen Lsungsmglichkeiten eines Konfliktes aus der Arbeitswelt

  • 22

    beschreiben das Wahl-system und dessen Funktionen .vergleichen die Ver-fassungsorgane hinsichtlich ihrer Funktionen im Prozess der Gesetzgebung

    beschreiben Aufgaben und Funktionen der Parteien und die Rolle der Verbnde im politischen Prozess

    erklren mithilfe des Politik-zyklus einen bundespolitischen Entscheidungsprozess

    errtern multiperspektivisch Zu-sammenhnge, Interessen und Lsungsmglichkeiten anhand eines aktuellen Entscheidungsprozesses

    beschreiben die Ver-fassungsprinzipien des Grundgesetzes

    erlutern das Demokratie-modell des Grundgesetzes

    beurteilen die Bedeutung der Verfassungsprinzipen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit vor dem Hintergrund von Gefhrdungen durch politischen Extremismus

    beschreiben die Prinzipien und Elemente der sozialen Marktwirtschaft

    erklren Funktionen des Staates mithilfe des er-weiterten Wirtschaftskreislaufs

    errtern Mglichkeiten und Grenzen staatlichen Handelns in der Wirtschaftsordnung

    beschreiben den Wandel der Arbeitswelt im Hinblick auf sozialen und ko-nomischen Folgen

    arbeiten mithilfe statistischer Materialien Erklrungen ge-sellschaftlicher und wirtschaft-licher Wandlungsprozesse heraus

    errtern Chancen und Risiken in der sich wandelnden Arbeitswelt, auch im Hinblick auf die eigene Er-werbsbiographie und Geschlechter-gerechtigkeit

    beschreiben den Wandel wirtschaftlicher Strukturen und betrieblicher An-forderungen an die Be-schftigten vor dem Hinter-grund ihrer Erfahrungen im Betriebspraktikum

    erkunden betriebliche Strukturen und Anforderungen an Betrieb und Beschftigte anhand strukturierender Fragestellungen

    berprfen eigene Praktikums-erfahrungen etwa hinsichtlich der Auswirkungen des wirtschaftlichen Strukturwandels

    beschreiben das Zu-sammenwirken von Institutionen der EU

    erklren mithilfe des Politik-zyklus einen europischen Entscheidungsprozess

    errtern multiperspektivisch Interessen und Lsungsmglichkeiten anhand eines aktuellen Ent-scheidungsprozesses innerhalb der EU

    beschreiben politische Motive und die ko-nomische Ausgestaltung der europischen Integration

    entwickeln Szenarien fr die zuknftige Entwicklung der Europischen Union

    nehmen Stellung zur Bedeutung der einheitlichen Whrung vor dem Hintergrund der europischen Integration

    beschreiben Migrations-prozesse innerhalb der EU und in die EU

    arbeiten aus statistischen Materialien Erkenntnisse zu Wanderungsprozessen heraus

    errtern die europischen Migrationspolitik

  • 23

    4 Leistungsbewertung und Leistungsfeststellung

    Leistungen im Unterricht sind in allen Kompetenzbereichen festzustellen. Dabei ist zu bedenken, dass

    die sozialen und personalen Kompetenzen, die ber das Fachliche hinausgehen, von den im Kern-

    curriculum formulierten erwarteten Kompetenzen nur in Anstzen erfasst werden.

    Der an Kompetenzerwerb orientierte Unterricht bietet den Schlerinnen und Schlern einerseits aus-

    reichend Gelegenheiten, Problemlsungen zu erproben, andererseits fordert er den Kompetenznach-

    weis in Leistungssituationen. Ein derartiger Unterricht schliet die Frderung der Fhigkeit zur Selbst-

    einschtzung der Leistung ein. In Lernsituationen dienen Fehler und Umwege den Schlerinnen und

    Schlern als Erkenntnismittel, den Lehrkrften geben sie Hinweise fr die weitere Unterrichtsplanung.

    Das Erkennen von Fehlern und der produktive Umgang mit ihnen sind konstruktiver Teil des Lern-

    prozesses. Fr den weiteren Lernfortschritt ist es wichtig, bereits erworbene Kompetenzen herauszu-

    stellen und Schlerinnen und Schler zum Weiterlernen zu ermutigen.

    In Leistungs- und berprfungssituationen ist das Ziel, die Verfgbarkeit der erwarteten Kompetenzen

    nachzuweisen. Leistungsfeststellungen und Leistungsbewertungen geben den Schlerinnen und

    Schlern Rckmeldungen ber die erworbenen Kompetenzen und den Lehrkrften Orientierung fr

    notwendige Manahmen zur individuellen Frderung. Neben der kontinuierlichen Beobachtung der

    Schlerinnen und Schler im Lernprozess und ihrer individuellen Lernfortschritte, die in der

    Dokumentation der individuellen Lernentwicklung erfasst werden, sind die Ergebnisse mndlicher,

    schriftlicher und anderer fachspezifischer Lernkontrollen zur Leistungsfeststellung heranzuziehen.

    In Lernkontrollen werden berwiegend Kompetenzen berprft, die im unmittelbar vorangegangenen

    Unterricht erworben werden konnten. Darber hinaus sollen jedoch auch Problemstellungen ein-

    bezogen werden, die die Verfgbarkeit von Kompetenzen eines langfristig angelegten Kompetenzauf-

    baus berprfen. In schriftlichen Lernkontrollen sind alle drei Anforderungsbereiche Wiedergeben

    und beschreiben, Anwenden und strukturieren sowie Transferieren und verknpfen zu berck-

    sichtigen. Festlegungen zur Anzahl der bewerteten schriftlichen Lernkontrollen trifft die Fachkonferenz

    auf der Grundlage der Vorgaben des Erlasses Die Arbeit in den Schuljahrgngen 5-10 in der jeweils

    gltigen Fassung.

    Zu mndlichen und anderen fachspezifischen Leistungen zhlen z.B.:

    Beitrge zum Unterrichtsgesprch

    Mndliche berprfungen

    Unterrichtsdokumentationen (z. B. Protokoll, Lernbegleitheft, Lerntagebuch, Portfolio)

    Anwenden fachspezifischer Methoden und Arbeitsweisen

    Prsentationen, auch mediengesttzt (z. B. durch Einsatz von Multi Media, Plakat, Modell)

    Ergebnisse von Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeiten und deren Darstellung

  • 24

    Langzeitaufgaben und Lernwerkstattprojekte

    Freie Leistungsvergleiche (z. B. Schlerwettbewerbe)

    Bei kooperativen Arbeitsformen sind sowohl die individuelle Leistung als auch die Gesamtleistung der

    Gruppe in die Bewertung einzubeziehen. So werden neben methodisch-strategischen auch die sozial-

    kommunikativen Leistungen angemessen bercksichtigt.

    Die Grundstze der Leistungsfeststellung und -bewertung mssen fr Schlerinnen und Schler sowie

    fr die Erziehungsberechtigten transparent sein.

  • 25

    5 Aufgaben der Fachkonferenz

    Die Fachkonferenz erarbeitet unter Beachtung der rechtlichen Grundlagen und der fachbezogenen

    Vorgaben des Kerncurriculums einen schuleigenen Arbeitsplan (Fachcurriculum).

    Die Erstellung des Fachcurriculums ist ein Prozess. Der schuleigene Arbeitsplan ist regelmig zu

    berprfen und weiterzuentwickeln. Die Fachkonferenz trgt somit zur Qualittsentwicklung des

    Faches und zur Qualittssicherung bei.

    Die Fachkonferenz

    legt die Themen bzw. die Struktur von Unterrichtseinheiten fest, die die Entwicklung der er-

    warteten Kompetenzen ermglichen, und bercksichtigt dabei regionale Bezge,

    legt die zeitliche Zuordnung innerhalb der Doppelschuljahrgnge fest,

    entwickelt Unterrichtskonzepte zur inneren Differenzierung,

    arbeitet fachbergreifende und fcherverbindende Anteile des Fachcurriculums heraus und

    stimmt diese mit den anderen Fachkonferenzen ab,

    legt Themen bzw. Unterrichtseinheiten fr Wahlpflichtkurse in Abstimmung mit den schul-

    eigenen Arbeitsplnen fest,

    entscheidet, welche Schulbcher und Unterrichtsmaterialien eingefhrt werden sollen,

    trifft Absprachen zur einheitlichen Verwendung der Fachsprache und der fachbezogenen

    Hilfsmittel,

    trifft Absprachen ber die Anzahl und Verteilung verbindlicher Lernkontrollen im Schuljahr,

    trifft Absprachen zur Konzeption und zur Bewertung von schriftlichen, mndlichen und fach-

    spezifischen Leistungen und bestimmt deren Verhltnis bei der Festlegung der Zeugnisnote,

    wirkt mit bei der Erstellung des fcherbergreifenden Konzepts zur Berufsorientierung und

    Berufsbildung und greift das Konzept im Fachcurriculum auf,

    entwickelt ein fachbezogenes Konzept zum Einsatz von Medien im Zusammenhang mit dem

    schulinternen Mediencurriculum,

    wirkt mit bei der Entwicklung des Frderkonzepts der Schule und stimmt die erforderlichen

    Manahmen zur Umsetzung ab,

    initiiert die Nutzung auerschulischer Lernorte, die Teilnahme an Wettbewerben etc.,

    initiiert Beitrge des Faches zur Gestaltung des Schullebens (Ausstellungen, Projekttage etc.)

    und trgt zur Entwicklung des Schulprogramms bei,

    stimmt die fachbezogenen Arbeitsplne der Grundschule und der weiterfhrenden Schule ab,

    ermittelt Fortbildungsbedarfe innerhalb der Fachgruppe und entwickelt Fortbildungs-

    konzepte fr die Fachlehrkrfte

  • 26

    Anhang

    - Operatorenliste fr das Aufgabenfeld B (Politik-Wirtschaft, Geschichte, Erdkunde)

    - Kompetenzraster im Fach Politik Wirtschaft nach Anforderungsbereichen (Vgl. 2.1)