Ausgabe 11/13 (Spezial: Die besten Mischfonds)

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Text of Ausgabe 11/13 (Spezial: Die besten Mischfonds)

  • J u b i l u m2003 - 2013

    P f l i c h t b l a t t d e r b r s e n d s s e l d o r f s t u t t g a r t h a m b u r g b e r l i n m n c h e n

    11 Sonntag , 17 . mrz 2013

    Da n k e , l i e be l e s e r !ein offener brief zum Jubilum zehn Jahre brse am sonntag

    Gerhard schrder verkndet seine agenda 2010, der irak-krieg bricht aus, der DaX war im Vorjahr um 43,9% abgesackt, roland koch holt fr die CDU die absolute Mehrheit in Hessen und die Mllemann-affre steuert auf ihr tragisches ende zu. Vor zehn Jahren schwankt die stimmung in Deutschland zwi-schen depressiv und angespannt, die nation fhlt sich in einer strukturellen Wirtschafts-

    krise, der DaX sackt am 12. Mrz 2003 auf einen Tiefststand von 2202,96 Punkten ab. Just in diesem Moment startet in Frankfurt eine junge und mutige redaktion um den Medienunternehmer Christian Frenko das Projekt brse am sonntag. ihr Ziel: auf-klrung. Die Mrkte beleuchten, Trends hinterfragen, Zusammen-hnge aufdecken. Das brsengeschehen fr anleger transparent machen und analysieren, damit die leser auch in strmischen Zeiten einen gewissenhaften navigator an ihrer seite wissen. Und zwar mit Qualittsjournalismus in der ruhe des sonntags

    bewusst bevor die nchste wilde Woche lostobt. ihr ueres hat die brse am sonntag immer wieder modernisiert und verbes-sert, ihre Haltung und ihr anspruch aber sind geblieben.nun wird die brse am sonntag zehn Jahre alt. sie hat sich fest etabliert unter Deutschlands Wirtschaftsmedien als eine ruhige und serise stimme der brsenwelt. Mehr als 100.000 abonnenten folgen jeden sonntag den analysen und einscht-zungen unserer autoren.Wir mchten ihnen, liebe leser, herzlich danken fr die Treue und fr die vielfltigen reaktionen, die uns laufend erreichen und hufig besser machen. Die brse am sonntag hat mit ihnen manche brsenkrise berstanden und manchen boom ge-nossen. ihnen fhlen wir uns auch in Zukunft verpflichtet. Und wir freuen uns natrlich, wenn sie uns auch in den kommen-den zehn Jahren so fleiig weiterempfehlen wie bislang.

    Mit herzlichen Gren, ihr Wolfram Weimer

    Dr. Wolfram Weimer

    Verleger

  • sonnTaG, 17. MrZ 2013

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    akTien & MrkTeschliekers Woche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3Markt im Fokus: Gold neuer skandal in sicht . . . . . . . . . 4Mrkte im berblick: s&P 500, DaX, eUro sToXX 50 . . . . 5aktie der Woche: aurelius aG . . . . . . . . . 6

    sPeZialDie besten Mischfonds . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

    UnTerneHMenUnternehmen der Woche: Gnzburger steigtechnik . . . . . . . . . . . . 12news: nordex, k+s . . . . . . . . . . . . . . . . 13

    FonDsFonds der Woche: Vontobel emerging Markts equity . . . . 14Fonds-news . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

    ZerTiFikaTeZertifikate-idee: Vestas-Capped-bonus-Zertifikat . . . . . . 16Zertifikate-news. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

    roHsToFFerohstoff der Woche: Palladium . . . . . . . . 18rohstoffanalysen: baumwolle, kupfer, nickel, Platin. . . . . . . . . . . . . . . 20

    lebensarTevent der Woche: FesTTaGe-Zeit in der berliner staatsoper . . . . . . . . . . . . . 21kulturkalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21Coffeetable-Favourites: sous-Vide der leichte einstieg in die sanfte Gartechnik . . . . . . . . . . . . . 22impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 23

    sobald man sich mit den Zusammenhn-gen von ethik und Geldanlage oder von religion und weltli-chem besitz befasst, gert man auf extrem vermintes Gelnde. Der neu gewhlte Papst steht in diesen Tagen aber genauso mitten im Minenfeld

    wie die kritiker der vatikanischen bankge-schfte oder der Geschfte der kirche berhaupt.es scheint ein unlsbares Problem zu sein, ei-nerseits einen organisierten Glauben aufrecht-zuerhalten, andererseits aber einem armutsge-lbde zu folgen (wie dem des Franz von assisi zum beispiel, namenspatron des Papstes). am Mammon, wie er im Vatikan gebunkert, in den bistmern heimlich verwaltet und in kir-cheneigenen organisationen erwirtschaftet und versteckt wird, scheiden sich seit Jahrhunderten die Geister: Drastischste ausprgung des streits ums Geld war vermutlich bislang die refor-mation, die spaltung der gesamten kirche in katholiken und Protestanten, als der gngige ablasshandel der Funke war, der das Fass zum berlaufen brachte: Wenn das Geld im kas-ten klingt, die seele in den Himmel springt immerhin waren die Jnger des Mammons damals noch erfrischend ehrlich. Was man von der heutigen Vatikanbank, dem institut fr die religisen Werke, nun wirklich nicht behaup-ten kann. Zum tiefen Gram des mageblichen vatikanischen staatssekretrs bertone, der das Vatikangeld quasi unter den Fittichen hat, darf man derzeit nicht einmal mehr bargeldlose Zah-lungen annehmen im kirchenstaat, aber die Glubigen zahlen mysteriserweise gern, viel und auch bar: Die Vatikanbank unterwirft sich keinen internationalen Transparenzregeln, wes-halb man ihr vonseiten der aufsichtsbehrde im nahen italien erst einmal die abwicklungs-services sperrte. kleinkram, verglichen mit den nur mde dementierten Geldwschevorwrfen, den Diktatorengeldern auf heiligen konten, den

    Mafiamitteln im fast bodenlosen klingelbeu-tel. Gerade in Zeiten, in denen schweizer und liechtensteiner institute bue und besserung geloben mssen, tun sich da doch riesige neue Geschftsfelder auf fr die kirchliche bank, die nun wahrlich nach dem Motto handeln kann,

    ist der ruf erst ruiniert, lebt sichs gnzlich un-geniert. aber wenn nicht einmal mysterise Todesflle, wie der erhngte Chef des banco ambrosiano, enger Partner der Vatikanbank, an der londoner blackfriars bridge eine spr-bare nderung des Geschftsgebarens zeitigten, was soll man dann erwarten? es wren seitdem 30 Jahre Zeit gewesen. Papst Franziskus hat als Jesuit mit sicherheit einen scharfen blick fr die Widersprche. sein eigener orden wurde im 18. Jahrhundert von gierigen (katholischen) Herr-schern mehrfach enteignet; in den Jahrhunder-ten zuvor waren die Jesuiten aber selbst als nicht eben selbstlos aufgefallen, als Grogrundbesitzer in der neuen Welt und als sklavenhalter. lange ists her, aber das offenkundige Missverhltnis zwischen religisem anspruch und miesen Ge-schften ist weiterhin ungelst und wird es blei-ben. symbolisch hat Franziskus schon bei sei-nem ersten auftritt Zeichen gesetzt und auf den kaninchenpelzkragen des vatikanischen Haus-schneiders verzichtet (der seine schne kollek-tion Papst 2013 doch schon mit tiefem stolz in jedem bildmedium prsentiert hatte). aber das wird nicht reichen. Der Umgang der kir-che mit weltlichen Gtern ist der ganz groe Pferdefu des Unternehmens berhaupt. Dort fr Transparenz, weniger neid und Gier, mehr Gerechtigkeit und Glaubwrdigkeit zu sorgen, scheint eine bermenschliche aufgabe. Die vielleicht auch kein Papst je erledigen kann da muss vermutlich schon sein Chef selber ran.

    Habemus Mammon

    Was Denken sie ber Dieses THeMa? schreiben sie direkt an den autor, Herrn reinhard schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de

    Schliekers Woche

    Reinhard Schlieker

    ZDF Wirtschafts-korrespondent

    bRSE am Sonntag 11/1 302

  • BMW: Umsatz und Gewinn erhhtbMW (Wkn: 519000) will die Dividende fr 2012 von 2,30 auf 2,50 euro je (im DaX notierte) stammaktie sowie von 2,32 auf 2,52 euro je Vorzugsaktie anheben. im vergange-nen Jahr steigerten die bayern den Gewinn von 4,91 auf 5,12 Mrd. euro, den Gewinn vor Zinsen und steuern (ebiT) von 8,02 auf 8,30 Mrd. euro. Der Umsatz zog von 68,82 auf 76,85 Mrd. euro an. insgesamt wurden 1,845 Mio. (+10,6%) Fahrzeuge ausgeliefert. eine Prognose fr das laufende Jahr will der konzern am kommenden Dienstag im rahmen der bilanzpressekonferenz abgeben.

    HeidelbergCement: Dividende steigtim vierten Quartal sank der von HeidelbergCement (Wkn: 604700) erzielte Gewinn von 130 auf 129 Mio. euro. Der operative Gewinn legte, wie bereits anfang Februar ver-ffentlicht, von 410 auf 455 Mio. euro zu. Der Umsatz kletterte von 3,28 auf 3,49 Mrd. euro. 2012 stieg der Jahresberschuss von 534 auf 545 Mio. euro, der operative Gewinn von 1,47 auf 1,61 Mrd. euro. Der Umsatz zog von 12,90 auf 14,02 Mrd. euro an. an seine aktionre will der baustoffproduzent eine von 0,35 auf 0,47 euro je aktie erhhte Dividende ausschtten. 2013 sollen Umsatz und operativer Gewinn weiter zulegen.

    E.ON: Milliarden verdiente.on (Wkn: enaG99) verdiente im vergangenen Jahr 2,64 Mrd. euro. 2011 hatte der ener-gieversorger im Zuge der politisch verordneten energiewende 1,86 Mrd. euro verloren. Der um sonderposten bereinigte Gewinn vor Zinsen und steuern (ebiT) legte von 5,44 auf 7,03 Mrd. euro zu. Der Umsatz zog von 112,95 auf 132,09 Mrd. euro an. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, steuern und abschreibungen (ebiTDa) stieg, wie bereits ende Januar berichtet, von 9,29 auf 10,79 Mrd. euro. Die Dividende wird von 1,00 auf 1,10 euro je aktie angehoben.

    Tops und Flops der Woche

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    TerMine Der WoCHe

    19.03. 11:00 De ZeW, index konjunk-turerwartungen Mrz

    19.03. 13:30 Usa baubeginne und baugenehmigungen Februar

    20.03. 17:30 Usa Fed, Zinsbeschluss der ratssitzung 19./20.03.

    20.03. 18:00 Usa FoMC, Projektionen zu Zinsen, Wachstum, inflation, arbeitsl.

    21.03. 02:45 China einkaufsmanagerindex verarb. Gew. (HsbC) (1. Verff.) Mrz

    21.03. 10:00 eWU einkaufsmanager-indizes (1. Verffentli-chung) Mrz

    21.03. 15:00 Usa Philadelphia Fed survey

    ZiTaT Der WoCHe

    De facto ist italien doch schon aus dem euro raus.beppe Grillo, der berraschungssieger der italienischen Parlamentswahl, glaubt nach eigenen Worten nicht an einen Ve