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Momentaufnahme 2 Engagement von und mit Flüchtlingen

Momentaufnahme 2 - Engagement von und mit Flüchtlingen

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  • Momentaufnahme 2Engagement von und mit Flchtlingen

  • Wir haben uns die Frage gestellt:

    Was haben wir aus den bisherigen Erfahrungen im Umgang mit Asylsuchenden gelernt? Wie muss es weiter gehen, damit wir auch mit der zuknftigen Entwicklung gut umgehen knnen? Was kann ich als

    Einzelperson dazu beitragen?

    Diese zweite Ausgabe widmet sich Bettigungsfeldern fr Engagierte im Flchtlingswesen, zeigt Praxisbeispiele und Untersttzungsangebote auf.

    Es ist eine MOMENTAUFNAHME des Engagements von und mit Flchtlingen in Vorarlberg.

  • Asylsuchende pro Einwohner: 154 VorarlbergerInnen: 1 Asylsuchende/r

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    Asylsuchende in Vorarlberg Aufteilung der Asylsuchenden

    in der Grundversorgung nach

    Regionen (12. Oktober 2015)

    ~

    1 Blumenegg / Grosses

    Walsertal, 176

    2 Bregenz, 200

    4 DORNBIRN, 291

    5 FELDKIRCH, 293

    3c HINTERWALD, 41

    6 HOFSTEIG, 222

    7 HOHENEMS, 52

    8 KLEINWALSERTAL, 0

    9 KLOSTERTAL /ARLBERG, 71

    10 KUMMENBERG, 196

    11 LEIBLACHTAL, 28

    12 LUSTENAU, 48

    3b MITTELWALD, 22

    13 MONTAFON, 322

    14 RANKWEIL /VORDERLAND, 101

    15 RAUM BLUDENZ, 163

    16 RHEINDELTA, 40

    17 UNTERER WALGAU, 125

    3a vorderwald, 85

    GESAMT 2.476

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  • SYSTEMPARTNER im Asyl- und

    Flchtlingswesen in Vorarlberg und ihre

    Aufgabenfeldern

    Okay.zusammen leben

    Deutsch lernen mit Flchtlingen (Von Mund zu Mund) Untersttzung fr Gemeinden bei Integrationsprozessen

    Land vorarlberg

    Koordination Grundversorgung Quartiersbeschaffung Koordination Spracherwerb Koordination Integrations angelegenheiten Koordination Freiwilliges Engagement Untersttzung bei rechtlichen Fragen Arbeitsmarkt

    ORS Service GmbH

    Betreuung bergangsquartiere (Dornbirn, Gtzis, Feldkirch)

    vorarlberger kinderdorf

    Unterbringung und Untersttzung bei der Betreuung von unbegleiteten minderjhrigen Flchtlingen (UMF)

    caritas vorarlberg

    operative Abwicklung der Grundversorgung Kommunikation & Information Freiwilligenarbeit & Nachbarschaftshilfe Integrationsbegleitung Existenz & Wohnen Gemeinde Koordination Flchtlingsarbeit

    Rotes kreuz vorarlberg

    Untersttzung und Betreuung bei Not- und Groquartieren

    Gemeindeverband

    Informations- und Kommunikationsdrehscheibe Koordination & Abstimmung mit Gemeinden/Regionen Lokale/regionale Kmmerer

    ifs vorarlberg

    Unterbringung und Untersttzung bei der Betreuung von UMF Coaching am bergang Asylsuchende / Konventionsflchtling

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  • Engagiert fr Flchtlinge Viele Menschen untersttzen derzeit auf unterschiedlichste Art und Weise die in Vorarlberg ankommenden Asylsuchenden. Auch die Begleitung von Konventionsflchtlingen bei der Integration in unserer Gesellschaft basiert in vielen Bereichen auf dem Einsatz freiwillig engagierter Menschen. Im Zu-sammenspiel mit den Akteuren auf institutioneller Ebene, wie dem Land Vorarlberg, dem Gemeindeverband, der Caritas, der ORS, dem Roten Kreuz oder der Projektstelle okay. zusammen leben, sind Freiwillige essentielle

    Wegbegleiter beim Ankommen in sterreich bzw. Europa.

    Michael Lederer, Bro fr Zukunftsfragen

    Wer macht was? Wie ist die Freiwilligenarbeit strukturiert?

    Eine zentrale Schnittstelle sind die Gemeinden und/oder Regionen: Sie agieren meist als Drehschei-be (Koordination) und erste Anlaufstelle (Infopoint) fr Menschen, die sich gerne engagieren mchten. Die in dieser Momentaufnahme beschriebenen Beispiele Feldkirch und Lustenau zeigen zwei Vor-gehensweisen, wie freiwilliges Engagement von kommunaler Seite strukturiert und begleitet wer-den kann. Die Caritas als einer der Hauptakteure in der Flchtlingshilfe bietet zudem unterschiedliche Angebote an: Beispielsweise Betreuung in den bis Jahresende rund 40 stationren Quartieren oder das Modell der Nachbarschaftshilfe. Von Seiten des Lan-des ist das Bro fr Zukunftsfragen damit befasst unterschiedliche Angebote zu koordinieren und ins-besondere den Erfahrungsaustausch und Informati-onsfluss zu gewhrleisten.

    Die letzten Wochen haben gezeigt, in welchen Bereichen die Untersttzung der ankommenden Asylsuchenden und Konventionsflchtlinge not-wendig und sinnvoll ist:

    Spracherwerb ist ein wesentlicher Schlssel auf dem Weg zu einer erfolgreichen Integration. Neben professionell angebotenen Deutsch-kursen, die Flchtlinge erhalten, untersttzen auch zahlreiche Freiwillige beim Spracherwerb durch Alphabetisierungs- und Deutschkurse. Aber auch unterschiedliche Gelegenheiten um im Alltag zu kommunizieren und das Gelern-te zu ben, tragen wesentlich zum Lernfort-schritt bei, z.B. durch Konversations-Cafs, Lesestunden.

    Freizeitgestaltung: Gemeinsame Spaziergnge, kochen, musizieren oder sportliche und kul-turelle Aktivitten bieten ebenfalls eine gute

    Gelegenheit Sprachkenntnisse auszubauen, sich gegenseitig und die neue Heimat besser kennenzulernen und bei den ersten Schritten in die Gesellschaft zu begleiten.

    Beschftigung: Asylsuchende drfen keiner regulren Arbeit nachgehen. Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe besteht fr Privatpersonen und Gemeinden die Mglichkeit, kleine Hilfs-dienste in einem zeitlich begrenzten Rahmen in Anspruch zu nehmen. Die zweckgebundene Spende fr verrichtete Hilfsttigkeiten kommt den Asylsuchenden zugute. Derzeit wird die Nachbarschaftshilfe ber die Caritas abgewi-ckelt. Modelle dezentraler Nachbarschaftshilfe und des betrieblichen Schnupperns befinden sich im Aufbau.

    Mentoring & Begleitung: Eine langfristige Be-gleitung ist besonders fr unbegleitete min-derjhrige Flchtlinge (UMF) und Konventi-onsflchtlinge eine groe Chance. Sei es in der Wohnungs- und Arbeitssuche oder bei Behr-dengngen. Dies kann auf informelle Art und Weise passieren oder im Zuge begleiteter Mo-delle wie beispielsweise der Familienpaten-schaften (Vorarlberger Kinderdorf) bzw. des Mentorenprogramms fr UMFs und der Sozialpaten (Caritas).

    Ob einmaliges, unregelmiges oder langfris-tiges Engagement wichtig um zu einer positiven Erfahrung auf beiden Seiten beizutragen, ist das Abklren geeigneter Qualifikationen und rechtli-cher Rahmenbedingungen sowie das Anbieten notwendiger Informationen und Weiterbildungen.

    Proaktive Kommunikation gewhrleistet, dass weniger Gerchte und ngste entstehen, klare Strukturen (mit Ansprechpartnern) erleichtern die Organisation der Untersttzungsangebote.

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  • Untersttzungsangebote fr Gemeinden und freiwillig

    Engagierte Vielerorts wurden in den letzten Monaten untersttzende Rahmenbedingungen fr die zahlreichen Engagierten

    entwickelt. Das Bro fr Zukunftsfragen bietet gemeinsam mit den Systempartnern Orientierung und Information fr Engagierte, Weiterbildungs- und Vernetzungsangebote sowie

    Begleitung im Aufbau von Koordinationsstrukturen.

    Julia Stadelmann, Bro fr Zukunftsfragen

    InformationDie zentralen Akteure in der Betreuung der an-

    kommenden Asylsuchenden in Vorarlberg haben eine gemeinsame Kommunikationsplattform ins Leben gerufen: Auf www.handinhandinvorarlberg.at informieren Gemeindeverband, Caritas und Land Vorarlberg ber die aktuelle Situation in Vo-rarlberg, relevante Kontaktstellen, Informationen und Praxisbeispiele rund um das Thema. Auch die Projektstelle okay. zusammen leben ist als Kom-petenzstelle fr Migrations- und Integrationsfragen in der Bewusstseinsbildung, Beratung und Weiter-bildung besonders im Bereich Spracherwerb ttig. Ein, auch fr Vorarlberg relevantes Handbuch, wurde vom baden-wrttembergischen Staatsministe-rium gemeinsam mit haupt- und ehrenamtlichen Ak-teuren erarbeitet. Es bietet die wichtigsten Fragen und Antworten fr die tgliche Arbeit und Begleitung von Flchtlingen auf einen Blick (www.fluechtlingshilfe- bw.de/praxistipps/handbuch).

    weiterbildungOkay. zusammen lernen ist ein Angebot fr

    SprachkursleiterInnen und niedrigschwellige An-bieter von Deutschkursen und bietet neben Bera-tung und Reflexion umfassende Unterrichtsmateri-alien. Im Lehrgang des Katholischen Bildungswerks (KBW) und der Caritas Aufeinander zugehen fr freiwillig Engagierte wird auf die Situation der Asylsuchenden sowie auf notwendige Begleitung im Alltag und Mglichkeiten der Selbstorganisation eingegangen. Ebenso werden relevante rechtliche Grundlagen, Methoden beim Erwerb der deutschen

    Sprache und der Umgang mit Traumata und deren Folgen aufgezeigt. In Gemeinden und Organisatio-nen spielt die Untersttzung, Begleitung und Ko-ordination von freiwillig Engagierten eine wichtige Rolle. Im Basislehrgang Freiwilligen Koordination werden Instrumente der besseren Zusammenar-beit und praxisnahe Modelle fr strukturelle und kulturelle Rahmenbedingungen gemeinsam erar-beitet. Im Frhjahr 2016 wird der BasisLehrgang in Vorarlberg angeboten, mit der Mglichkeit sich in Aufbaumodulen im Strategischen Freiwilligen -Management zu vertiefen.

    Aufbau von Strukturen in Gemeinden Das Bro fr Zukunftsfragen untersttzt Ge-

    meinden beim Aufbau geeigneter Strukturen fr freiwilliges Engagement mit Know-How und Beglei-tung. Empfehlungen von Fachleuten, spezielle He-rangehensweisen einzelner Gemeinden und ntz-liche Adressen und Links finden sich im Offenen Handbuch fr Gemeinden: Wege aus der Asylquartier-krise Ratschlge, Ausknfte und Erfahrungen fr die erfolgreiche Integration von Flchtlingen von Brger-meisterInnen, fr BrgermeisterInnen. Es entstand Anfang September bei einem Treffen von 100 Br-germeisterinnen und Brgermeistern beim Forum Alpbach. Das Dokument ist als open source, als offene Datei konzipiert und kann von Interessier-ten ergnzt und weiter verbreitet werden. Es ist un-ter www.alpbach.org zum Download zu finden.

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  • information online

    www.handinhandinvorarlberg.atpraktische Informationen zum Engagement im Flchtlingsbereich

    www.okay-line.at/deutsch/aktuell/flucht-und-asyl-in-vorarlbergallgemeine Informationen zum Thema Flchtlings- und Asylwesen

    weiterbildungen

    KBW/Caritas: Lehrgang Aufeinander zu gehen (ab Herbst 2015)

    Bro fr Zukunftsfragen: Lehrgang Freiwilligenkoordination (Frhjahr 2016)

    Landes-Koordinationsstelle fr Integrationsangelegenheiten:Lehrgang Interkulturelle Kompetenz (Mrz 2016)

    okay.zusammen leben: okay.zusammen lernen Programm zur Untersttzung von Deutsch- und Orientierungskursen

    aufbau von strukturen

    Untersttzung von Gemein-den, Vereinen und Initiativen beim Aufbau von Strukturen fr freiwilliges Engagement.

    versicherung fr freiwillige

    Das Land Vorarlberg bietet eine kostenlose Unfall- und Haftpflicht-versicherung fr Frei-willige an.

    Vernetzungund Erfahrungs-

    austausch

    In unregelmigen Ab-stnden werden Vernet-zungsveranstaltungen zum Thema Engagement im Bereich Flchtlinge und Asyl angeboten.

    Untersttzung fr gemeinden+ Engagierte im

    FLchtlings- und Asylwesen

    versicherungPersonen, die sich freiwillig mit bzw. fr Flcht-

    linge(n) engagieren, sei es im Verein oder einer Initiative, sind prinzipiell durch die Freiwilligen-versicherung des Landes, die einen Unfall- und Haftpflichtschutz umfasst, abgesichert. Lose oder rechtlich unselbststndige Initiativen sind unein-geschrnkt durch den Versicherungsschutz abge-deckt (Haftpflicht bis zu 3.000.000,-; Unfall bis zu 212.500,-). Vereine bedrfen einem eigenen be-darfsgerechten Versicherungsschutz (Haftpflicht bis 1.000.000,-), ab dieser Schadenshhe wirkt ergn-zend die Freiwilligenversicherung (bis 3.000.000,-). Asylsuchende Flchtlinge und Konventionsflcht-linge sind whrend der Ausbung einer freiwilligen Ttigkeit, ebenfalls durch die Freiwilligenversiche-rung des Landes abgesichert.

    Vernetzung und ErfahrungsaustauschVernetzungsveranstaltungen fr freiwillig En-

    gagierte bieten die Gelegenheit, sich ber Erfah-rungen, Herausforderungen und offene Fragen auszutauschen. Das erste dieser Art fand am 25. September 2015 in Feldkirch statt. Rund 150 Inte-ressierte, MitarbeiterInnen von Organisationen, Engagierte in Vereinen und Initiativen sowie poli-tische VertreterInnen nutzten die Gelegenheit, um aktuelle Herausforderungen und Lsungen zu dis-kutieren. Die detaillierten Themen finden Sie auf Seite 14.

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  • Freiwilligenarbeit im Rahmen der Caritas Die Caritas Vorarlberg betreut und begleitet einen Groteil der hier

    lebenden Asylsuchenden und Konventionsflchtlinge. ber 400 freiwillig Engagierte bereichern die Arbeit der Organisation mit Zeit, Wissen und Kompetenz in diesem Aufgabenbereich. In unterschiedlichen

    Betreuungsphasen und Projekten bringen sie sich und ihre Fhigkeiten ein. Koordiniert wird die Freiwilligenarbeit vor Ort von den Gemeinden

    in enger Abstimmung mit den regionalen StellenleiterInnen und FreiwilligenkoordinatorInnen der Caritas.

    Claudio Tedeschi, Caritas Vorarlberg, Freiwilligenarbeit

    Freiwillige untersttzen in stationren Quartieren

    Zahlreiche Caritas-Freiwilligen-Teams helfen in den rund 40 stationren Quartieren (mit jeweils mehr als 25 BewohnerInnen) in Vorarlberg beim Spracherwerb, in der Freizeitgestaltung oder mit Sachspenden. Betreut werden diese Teams direkt von MitarbeiterInnen der Caritas. Parallel dazu gibt es von Seite der Gemeinden von Freiwilligen getra-gene Aktivitten, die mit der Caritas jeweils vor Ort abgestimmt sind, speziell dort, wo die Angebote in stationren Quartieren der Caritas angeboten wer-den. Bei zustzlichem Bedarf greift die Caritas auch auf die Freiwilligen-Pools der Gemeinden zurck.

    MentorInnen fr unbegleitete, minderjhrige Flchtlinge

    MentorInnen sind besonders bei Minderjhri-gen eine groe Chance, um sich in der neuen Ge-sellschaft zurecht zu finden und anzukommen. Zunchst erfolgt eine Kennenlernphase durch Mit-wirkung bei Freizeitaktivitten in den Wohnge-meinschaften. Stimmt die Chemie auf beiden Sei-ten, erfolgt die Begleitung individuell. MentorInnen erhalten durch eine spezielle Einschulung und fort-laufende Begleitung entsprechende Untersttzung.

    Sozialpaten als IntegrationspatenSozialpaten sind speziell geschulte Freiwillige,

    die in schwierigen Zeiten fr Menschen da sind. Sie kennen ffentliche Einrichtungen und Stellen, die Hilfe und Untersttzung anbieten, und beglei-ten bei Bedarf. Was bentigen Flchtlinge, wenn sie in Vorarlberg bleiben drfen? Wie knnen wir sie im Alltagsleben gut begleiten? Gerade fr Konventi-onsflchtlinge knnen Sozialpaten als Integrations-paten wichtige BrckenbauerInnen sein.

    NachbarschaftshilfePrivatpersonen, die Hilfsdienste bentigen

    zum Beispiel fr Haus- und Gartenarbeit haben die Mglichkeit, Asylsuchende zu engagie-ren. Ihre zweckgebundene Spende fr verrichte-te Ttigkeiten kommt den Asylsuchenden zugute. Aufgrund des Auslnder beschftigungsgesetzes und der sterreichischen Sozialversicherungs- und Lohnsteuergesetzgebung ist es verboten, Asylsu-chende direkt zu bezahlen. Die Flchtlinge sind ber die Caritas unfall- und haftpflichtversichert.

    SchulprojekteBewusstseinsbildung um die aktuelle Situation

    zu verstehen und sich in die Lage der Asylsuchen-den hineinversetzen zu knnen, ist Ziel der Work-shops und Aktionen der youngCaritas. Verschiedene Angebote mit Schulen, Vereinen und Organisatio-nen sind in Entwicklung.

    Darber hinaus untersttzt die Caritas Gemein-den mit ihrer Expertise und bietet Schulungen fr MultiplikatorInnen an (siehe Lehrgang Aufeinan-der zugehen auf S. 6).

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  • Die Freundes- oder Helferkreise setzen sich aus ehrenamtlich ttigen BrgerInnen zusammen und untersttzen anerkannte Konventionsflcht-linge und asylsuchende Menschen beim Ankom-men sowie bei der Integration in der Region. Zu-dem versuchen sie die einheimische Bevlkerung zur konstruktiven Auseinandersetzung mit der Asyl-Thematik zu bewegen und zivilgesellschaftli-ches, ehrenamtliches Engagement zu inspirieren. Begegnungen zwischen BrgerInnen und Flcht-lingen sollen ermglicht und das Potential aus der Bevlkerung im Umgang mit der Herausforderung steigender Flchtlingszahlen ausgeschpft werden.

    Diese Initiativen sind unterschiedlich struktu-riert. Manche als loses Netzwerk andere als eigen-stndiger Verein. Dadurch sind sie flexibel skalierbar und knnen gut an bestehende Strukturen ando-cken. Auch berregionale Abstimmungen und der Austausch mit anderen Freundes- und Helferkrei-sen sind sinnvoll. In Stuttgart beispielsweise haben sich die lokalen, ehrenamtlich ttigen Flchtlingsi-nitiativen im Arbeitskreis Asyl Stuttgart (AK ASYL) zusammengeschlossen einem Verein, der sich der Koordination von Flchtlingsinitiativen in Stuttgart und Umgebung widmet. Whrend die einzelnen Freundeskreise gezielt versuchen Flchtlinge in den jeweiligen Stadtteilen in praktischen Fragen zu un-tersttzen, ist der AK ASYL vernetzend ttig. Er ko-ordiniert die Initiativen, leistet ffentlichkeitsarbeit und steht im Kontakt mit regionalen Organisationen sowie mit Vertretern aus Verwaltung und Kirche, um die Freundeskreise organisatorisch zu entlasten.

    Die Angebote und Aufgabenbereiche der Freun-des- und Helferkreise orientieren sich zunchst am Bedarf der Flchtlinge, aber auch an den Fhigkei-ten und Ressourcen der ehrenamtlichen Helfer. Ihre Ttigkeit umfasst jedoch in den meisten Fllen die Bereiche finanzielle Untersttzung, Sachspen-den, Dienstleistungen und Hilfestellung im Alltag, Integration, Einzelbetreuung durch Patenschaften sowie ffentlichkeitsarbeit.

    koordinationsteam

    Systemerhaltende Aufgaben: Abstimmung, Koordination mit Caritas und Gemeinde Betreuung der Ehrenamtlichen (Information, Erfahrungsaustausch) Kommunikation, Verwaltung & Vernetzung

    arbeitsgruppen sprecherinnen

    Operative Aufgaben: Planung und Durch- fhrung der Projekte Abstimmung mit Koordinationsteam

    Mgliche Arbeitsgruppen (AG): Deutscherwerb Wohnen + Arbeit Sport und Freizeit Sachspenden Untersttzung im Alltag Begegnung /Zusammenleben Nachbarschaftshilfe

    Gute Praxis Neben der guten Praxis in Vorarlberg, die in dieser Momentaufnahme nur

    ansatzweise dargestellt werden kann, lohnt sich auch ein Blick ber die Gren-zen. In Deutschland haben sich in den letzten Jahren einige ehrenamtliche

    Initiativen gebildet, die sich Freundes- oder Helferkreis Asyl nennen.

    Michael Lederer, Bro fr Zukunftsfragen

    CARITASgemeinde

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  • Netzwerk fr Flchtlinge Erfahrungen aus Lustenau

    Im Juni 2015 kamen 18 mnnliche Asylsuchende aus Syrien in Lustenau an.Seit den Sommermonaten leben weitere zehn syrische Familien mit Konventionsstatus in der Marktgemeinde. Wie wurde mit den neuen

    Herausforderungen umgegangen?

    Andrea Hollenstein,Flchtlingskoordinatorin der Marktgemeinde Lustenau

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  • information Mitte Juni bereits vor Ankunft der syrischen

    Asylsuchenden organisierte die Marktgemein-de Lustenau ein Netzwerktreffen mit engagierten Brger Innen, Pfarren und unterschiedlichen Ver-einen, sowie zeitnah nach der Ankunft eine allge-meine Infoveranstaltung. Mit einem persnlichen Brief informierte der Brgermeister die Anraine-rInnen der Flchtlingsunterkunft und lud sie zur Teilnahme an der Infoveranstaltung ein. Darber hinaus verffentlichte das Gemeindeblatt vermehrt redaktionelle Beitrge sowie erklrende Inserate. Die Bevlkerung gut zu informieren, war uns von Beginn an sehr wichtig.

    Hilfe und Untersttzung Die Ankunft der ersten Flchtlinge im Fasten-

    monat Ramadan erwies sich fr uns als groer Glcksfall, denn dieser bot viele Gelegenheiten, um gemeinsam zu Essen, zu Trinken und sich kennen-zulernen. Das Engagement in der Bevlkerung war bald von allen Seiten deutlich sprbar. Auch der Beginn der Sommerferien erleichterte den Einstieg und ermglichte in krzester Zeit die Organisation von zwei Sommerschulen, mit insgesamt 30 Pdago-gInnen. Damit konnten die Asylsuchenden, wie auch die Familien von Beginn an Deutschkurse besuchen. Grozgige Spenden von Seiten der Gemeinde, der BrgerInnen und eines Lustenauer Sportgeschfts, gewhrleisteten die gute Ausstattung der Flcht-linge mit Sportschuhen, Saisonkarten frs Freibad, Fahrrdern sowie weiteren Sachspenden. Fr letz-tere bewhrte sich der Einsatz einer genau definier-ten Bedarfsliste auf der Website der Marktgemeinde. Ebenso wurden sehr gute Erfahrungen mit geziel-ten Aufrufen auf Facebook und im privaten Um-feld gemacht. Hier war das Ergebnis meist schnel-ler und zielgruppenorientierter. Ein leerstehender Dachbodenrohbau konnte mit einfachsten Mitteln (Wasserrohre als Kleiderstangen, Mbel von auf-gelstem Blumengeschft) kurzerhand zum Sach-spendenlager umfunktioniert werden. Einen beson-deren Beitrag leisteten auch vier Lustenauer Kinder mit dem Verkauf von Spielsachen bei einem priva-ten Kinderflohmarkt. Mit den Einnahmen haben sie den syrischen Kindern Schulstart-Pakete gekauft.

    Begegnung Feste und Veranstaltungen sind erfahrungsge-

    m der ideale Ort, um miteinander in Kontakt zu kommen und Berhrungs- und Begegnungsngste abzubauen. So wurde das W*ORT, ein auerschuli-scher Bildungsraum fr Kinder, bald zum zentralen Begegnungsraum ohne Konsumzwang. Beim Be-nefizkonzert organisiert von Lustenauer Jugend-lichen im August, wurde zusammen gesungen, getanzt, gegessen und geredet. Der Erls kam der Lustenauer Flchtlingshilfe zugute.

    In einer angenehmen Lernumgebung im W*ORT organisieren wir regelmige Infoveranstaltungen und Workshops fr die syrischen Familien, beispielsweise zu den Themen Schule, Mlltrennung und Recycling. Die-se sollen bald um die Bereiche Gesundheitssystem und Behrdengnge sowie andere Themen erweitert werden.

    Seit September hat die Gemeinde Lustenau auch ihre eigene Flchtlingskoordinatorin. In den kom-menden Monaten werden fr mich vor allem die Themen Wohnen, Spracherwerb, Ehrenamtsnetz-werk, Behrdengnge und Familienpatenschaften im Mittelpunkt stehen. Die Themen Beschftigung, Bildung und die Integration der Konventionsflcht-linge in den Vorarlberger Arbeitsmarkt werden eine besonders wichtige Rolle fr die kommunale Integ-ration und das gesellschaftliche Klima einnehmen.

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  • Flchtlings- und Freiwilligenkoordination

    der Stadt Feldkirch In Feldkirch sind derzeit 293 Flchtlinge vorbergehend beheimatet. Mit einem umfassenden Handlungsplan stellen sich Verwaltung und

    Politik auf die neuen Herausforderungen ein.

    Heike Sprenger, Abteilungsleiterin Jugend, Ehrenamt und Integration

    Handlungsplan Flchtlingsarbeit

    SPRACHE Vermittlung in bestehende Sprachkurse Vernetzung und Koordination von ehrenamtlichen SprachkursanbieterInnen

    Organisation von Deutschkursen

    WOHNEN Anlaufstelle fr Personen, die Wohnraum zur Verfgung stellen wollen

    Vermittlung von Wohnungen an anerkannte Flchtlinge

    ARBEIT Vermittlung von Arbeitspltzen an anerkannte Flchtlinge

    Hilfestellung bei Bewerbungen (gemeinsam mit Ehrenamtlichen)

    Suche nach Firmen, die Flchtlinge untersttzen wollen

    Arbeit fr Asylsuchende (Nachbarschaftshilfe)

    ffentlichkeitsarbeit Verstndnis fr Verstndnis fr die Situation der Flchtlinge erzeugen der Flchtlinge

    Eigeninitiative der BrgerInnen untersttzen: Freizeitgestaltung/gemeinsame Aktivitten, Sprachfrderung, Wohnraum, Arbeitsplatz

    Koordination Ehrenamt Aufbau eines Ehrenamtspool Deutschkurse koordinieren und bereitstellen von Unterlagen

    Regelmige themenspezifische Austauschtreffen

    Informationsveranstaltungen Projekte (Kontaktchor, Rad-Reperatur-Workshop, Begegnungsgarten, ...)

    Der im Bro fr Ehrenamt und Integration er-stellte Handlungsplan umfasst die Bereiche Sprache, Wohnen, Arbeit, ffentlichkeitsarbeit und Koordination Ehrenamt. Untersttzt wird er durch operative Ma-nahmen, die ein geregeltes Vorgehen ermglichen. So werden Schulungen fr MitarbeiterInnen an-geboten, die den Umgang mit Asylsuchenden und eine einheitliche Dokumentation umfassen. Auer-dem das Wissen darber, wer im Haus und dar-ber hinaus wofr zustndig ist. Die einheitliche Do-kumentation aller Erstkontakte im Brgerservice und im Bro fr Ehrenamt sorgt fr gemeinsame Standards und eine reibungslose Kommunikation mit System-partnern und Ehrenamtlichen. So wird beim Erstge-sprch neben persnlichen Daten auch der Wunsch nach Familienzusammenfhrung, Sprachkennt-nisse und Teilnahme/Bedarf an Deutschkursen ab-geklrt. Weiters werden Informationen zur Ausbil-dung und Fhigkeiten sowie Untersttzungsbedarf bei Bewerbung und Wohnungssuche abgefragt. Wichtige Informationen fr die Stadtverwaltung um langfristige Entwicklungen planen und abschtzen zu knnen. Gleichzeitig wird durch ein erstes (On-line-) Formular die Koordination der ber 100 frei-willig Engagierten erleichtert neben Kontaktdaten werden die vorstellbaren Ttigkeitsfelder (Sprach-kurs, Begleitung, Nachhilfe, Veranstaltungsmitar-beit, Kontaktchor, Jugendliche, Freizeitgestaltung, Sonstiges) angegeben.

    Als besonderes Willkommensgeschenk erhal-ten alle Neuangekommenen eine Fhrung durch die Stadt und durchs Rathaus. Mit einem Willkom-mensfest im Reichenfeld-Areal Ende September wurde eine weitere Mglichkeit zum Kennenlernen und Austausch geschaffen. In Zukunft soll ein neu geschaffener Begegnungsort im Zentrum von Feld-kirch das Ankommen erleichtern.

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  • Herausforderungen und WegeRund 150 Interessierte, MitarbeiterInnen von Organisationen, Vereinen oder Institutionen sowie politische VertreterInnen setzten sich beim Vernetzungs- und Koordinationstreffen Engagement fr Flchtlinge Ende September mit

    Erfahrungen und aktuellen Herausforderungen auseinander.

    Elisabeth Zech, Bro fr Zukunftsfragen

    Die von den Anwesenden eingebrachten Themen und Fragestellungen wurden in Kleingruppen mit den Erfahrungen und Perspektiven der Teilnehmenden ergnzt. Die Diskussionen brachten konkrete Ideen und Vorschlge hervor, zeigten jedoch auch offene Fragen auf. Whrend in den Bereichen Koordination, Vernet-zung und interkulturelle Sensibilitt bereits konkrete Vorschlge erarbeitet wurden, fhrten die Gesprche in den Bereichen Arbeit und Wohnen zu weiteren Fragen und Klrungsbedarf.

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  • Koordination, Vernetzung, kulturelle Sensibilitt konkrete Ideen

    Welche Strukturen braucht es fr eine funktionierende Ehrenamtsinitiative?

    Sogenannte Kmmerer haben sich als Freiwilli-genkoordinatoren auf Gemeindeebene bereits bewhrt. Diese knnten in gutem Austausch mit der Caritas und durch regelmige Koordinationstreffen ein landeswei-tes Netzwerk begrnden. Die landesweite Einrichtung von Koordinationsstellen auf regionaler Ebene war im Gesprch. Die Konzeption dieser regionalen Koordina-tionsstellen ist derzeit von Seiten des Landes, dem Ge-meindeverband und den Stdten in Planung.

    Welche Art von Information und Untersttzung brauchen die ankommenden Flchtlinge?

    Anhand von schematischen Ablufen soll sicher-gestellt werden, dass der notwendige Informationsaus-tausch an den Schnittstellen gewhrleistet ist. So kann in den unterschiedlichen Themenfeldern (Wohnen, Arbeit, rechtliche Informationen, etc.) eine sinnvol-le Untersttzung erfolgen. In Kooperation mit okay. zusammen leben sind derzeit Prozesslandkarten, zur Darstellung von Akteuren, Aufgaben und Schnittstel-len im Entstehen.

    Wie knnen Angebot und Nachfrage zwischen Flchtlingen und Engagierten besser vernetzt werden?

    Diskutiert wurde die Idee eines online Dating-Por-tals als konkretes und einfaches Mittel, um Talente und Fhigkeiten von Asylsuchenden, Konventionsflcht-lingen und Einheimischen zu vernetzen. Das Bro fr Zukunftsfragen klrt in Kooperation mit dem Gemein-deverband die Mglichkeit der Integration eines solchen Tools auf der Webseite handinhandinvorarlberg.at, wel-ches in der Kummenbergregion bereits verwendet wird.

    Wie knnen wir kulturelle Brcken bauen?Austausch- und Begegnungsmglichkeiten sowie

    organisierte Veranstaltungen ermglichen gemeinsame Erfahrungen und Erlebnisse und frdern die interkul-turelle Sensibilitt. ffentliche Begegnungsrume, wie beispielsweise das W*ORT in Lustenau, haben sich hier bereits sehr bewhrt. Zustzlich waren Supervisi-onsangebote und interkulturelle Erfahrungsaustausche im Gesprch.

    Arbeitsmarkt und Wohnbau ein Einblick

    Wie schaffen wir es den Einstieg in den Arbeits-markt fr Flchtlinge zu erleichtern?

    Die Diskussion ergab, dass viele Flchtlinge bereits mit guten beruflichen Qualifikationen ins Land kom-men, diese jedoch oft nicht ausgelotet werden knnen. Im Fall von Konventionsflchtlingen welche arbeits-berechtigt sind wurden die Anerkennung der Aus-bildung, zu geringe Deutschkenntnisse, aber auch ein fehlendes Bewusstsein in der Wirtschaft als bekannte Hrden erwhnt. In diesem Zusammenhang wurde der Wunsch nach einer verstrkten Zusammenarbeit mit Vertretern der Wirtschaft geuert.

    Bei Asylsuchenden bietet sich bisher allein die Nachbarschaftshilfe als Beschftigungsmglichkeit. Hier bestand fr die Anwesenden Klrungsbedarf zu den rechtlichen Rahmenbedingungen fr Schnuppe-reinstze und Praktika fr Asylsuchende.

    Wohnbau als elementares IntegrationsinstrumentAndreas Postner, vom Architekturbro in Rankweil,

    brachte die zuknftige Ausrichtung des Wohnbaus als Diskussionsthema ein. Der bereits angespannte Woh-nungsmarkt birgt Handlungsbedarf. Im Gesprch wur-de die Nutzung des Wohnbaus neu gedacht: Dieser kann eine Chance im Integrationsprozess bedeuten. Das Einbeziehen von Gemeinde, Ortsansssigen so-wie Flchtlingen in den Planungs- und Bauprozess von unterschiedlichen Wohnbauprojekten wurde hierfr als wesentlicher Erfolgsfaktor definiert.

    Ein Wohnbau fr alle parallele Planung und Um-setzung von Wohnbauten fr Flchtlinge sowie Ortsan-sssige war im Gesprch. Dazu hat sich das Architek-turbro Postner bereits Gedanken gemacht, vertiefende Gesprche auf Gemeindeebene knnten ein nchster Schritt sein.

    Die angeregten Diskussionen und intensiven Auseinandersetzungen ermglichten den Teilneh-menden ihre Erfahrungen auszutauschen und ge-meinsame Herausforderungen zu definieren. Um diese Prozesse zu frdern und weiter voranzutrei-ben, plant das Bro fr Zukunftsfragen in Zusam-menarbeit mit okay. zusammen leben weitere Vernetzungs- und Koordinationsveranstaltungen derselben Art.

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    Herausforderungen 15

  • Impressum

    Herausgeber:

    Bro fr Zukunftsfragen,

    Amt der Vorarlberger Landesregierung

    Jahnstrae 13 - 15, A-6900 Bregenz

    T 05574 511-20605

    E [email protected]

    www.vorarlberg.at/zukunft

    In Kooperation mit

    okay.zusammen leben (Verein Aktion Mitarbeit), Caritas Vorarlberg

    Vorarlberger Gemeindeverband

    Redaktion:

    Martina Hollenstein, Michael Lederer, Heike Sprenger,

    Julia Stadelmann, Claudio Tedeschi, Elisabeth Zech

    Bilder:

    Titelbild und S. 12: Willkommensfest Stadt Feldkirch, Dietmar Mathis

    S. 10: Marktgemeinde Lustenau, S. 11: Lukas Hmmerle, S. 14: Martin Rausch

    Gestaltung: Super BfG

    2015