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Junge Geflüchtete Übersicht über zentrale Angebote zur Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt (Stand: 13. Oktober 2017)

Übersicht über zentrale Angebote zur Integration in den ... · Integration von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen (IvAF) ... NRWege ins Studium - Integration von Flüchtlingen

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    Übersicht über zentrale Angebote zur Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt (Stand: 13. Oktober 2017)

  • Junge Geflüchtete: Übersicht über zentrale Angebote zur Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

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    Download-Dokument der G.I.B. (www.gib.nrw.de) Bearbeitungsstand: 13.10.2017

    Inhalt 1. Zum Aufbau und zur Nutzung der Übersicht ............................................................................................................................................................4

    2. Tabellarische Übersicht der Angebote für junge Geflüchtete .................................................................................................................................7

    2.1 Angebote zum Erwerb der deutschen Sprache ..........................................................................................................................................................8

    2.2 Angebote zur Ausbildungsvorbereitung/Integration in Ausbildung, Studium und Beschäftigung ................................................................................. 12

    2.3 Strukturen zur Beratung und Begleitung ................................................................................................................................................................ 20

    3. Detailinformationen zu ausgesuchten Angeboten ................................................................................................................................................. 24

    18/25 Förderzentrum für Flüchtlinge in Kombination mit Berufskolleg ..................................................................................................................................... 24

    Basissprachkurse zur Arbeitsmarktintegration für Flüchtlinge ................................................................................................................................................. 25

    Berufsbezogene Deutschsprachförderung nach § 45a Absatz 3 des Aufenthaltsgesetzes .......................................................................................................... 26

    Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF) ............................................................................................................................................................................... 27

    Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule ......................................................................................................................................................................... 28

    Care for Integration ............................................................................................................................................................................................................ 29

    Einwanderung gestalten NRW – Modellprojekt für Kommunen ............................................................................................................................................... 30

    Erstorientierungskurse für Asylbewerber mit unklarer Bleibeperspektive ................................................................................................................................. 31

    Fit für mehr! (Berufskolleg Bildungsangebot) ........................................................................................................................................................................ 32

    Förderzentrum für Flüchtlinge .............................................................................................................................................................................................. 33

    Integrationskurse für Asylbewerber ...................................................................................................................................................................................... 34

    Integration Points ............................................................................................................................................................................................................... 35

    Integration von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen (IvAF) ................................................................................................................................................ 37

    Internationale Förderklassen am Berufskolleg ....................................................................................................................................................................... 38

    Jugendmigrationsdienste - Modellprojekt „jmd2start – Begleitung für junge Flüchtlinge im Jugendmigrationsdienst“ ................................................................. 39

    http://www.gib.nrw.de/

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    KAoA-kompakt .................................................................................................................................................................................................................... 40

    KAUSA – Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration ........................................................................................................................................................ 41

    KomBer – Kombination von berufsbezogener Sprachförderung mit den Eingliederungsleistungen des SGB II / III ..................................................................... 42

    Kommunale Integrationszentren/Landesweite Koordinierungsstelle der Kommunalen Integrationszentren NRW ........................................................................ 43

    Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte ................................................................................................................................. 44

    KompAS – Kompetenzfeststellung, frühzeitige Aktivierung und Spracherwerb ......................................................................................................................... 45

    Mentorenprogramm SES-KAUSA ........................................................................................................................................................................................... 46

    NRWege ins Studium - Integration von Flüchtlingen an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen ................................................................................................... 47

    Perspektiven für junge Flüchtlinge (PerjuF) ........................................................................................................................................................................... 48

    Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk (PerjuF-H) ................................................................................................................................................... 49

    Perspektiven für weibliche Flüchtlinge (PerF-W) -. Potentiale identifizieren, Integration ermöglichen ........................................................................................ 50

    Sonderprogramm "Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug" .......................................................................................................................................... 51

    Soziale Teilhabe durch Arbeit für junge erwachsene Flüchtlinge und erwerbsfähige Leistungsberechtigte (STAFFEL) ................................................................. 52

    Sprachförderung für neu Zugewanderte ab 16 Jahre ............................................................................................................................................................. 53

    START-Stipendienprogramm in NRW .................................................................................................................................................................................... 54

    Wege in Ausbildung für Flüchtlinge (BMBF/BA/ZDH) .............................................................................................................................................................. 55

    Weiterbildungskollegs: Spezifische Vorkurse für neu Zugewanderte ........................................................................................................................................ 57

    [email protected] – Koordinierungsstelle für Geflüchtete in Pflege- und Gesundheitsfachberufen NRW ............................................................................... 58

    Willkommenslotsen ............................................................................................................................................................................................................. 59

    4. Einbeziehung junger Geflüchteter im Rahmen der Umsetzung des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) ................. 60

    5. Zugangsvoraussetzungen und Förderangebote für junge Geflüchtete: Übersichten der Bundesagentur für Arbeit........................................ 62

    6. Ergänzende Informationen und Linktipps .............................................................................................................................................................. 66

    Anhang: Informationen zu den letzten Aktualisierungen des Dokumentes ............................................................................................................... 73

    http://www.gib.nrw.de/

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    1. Zum Aufbau und zur Nutzung der Übersicht Diese Übersicht listet Angebote für junge Geflüchtete auf. Die Arbeitshilfe soll insbesondere den Partnern im Ausbildungskonsens NRW, aber auch anderen interessierten Akteuren wie den Kommunalen Koordinierungsstellen (Kein Abschluss ohne Anschluss) oder den Regionalagenturen eine schnelle Übersicht über zentrale Förderinstrumente des Landes Nordrhein-Westfalen, des Bundes und der Bundesagentur für Arbeit für die Ziel-gruppe „Junge Geflüchtete“ verschaffen.

    Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und listet eine Auswahl an zentralen Angeboten auf. Förderangebote zur Integration in Ausbildung und Beschäftigung, die sich nicht speziell an die Zielgruppe junger Geflüchteter richten, aber auch von ihnen genutzt werden können (wie z. B. ausbildungsbegleitende Hilfen oder Assistierte Ausbildung), werden nicht berücksichtigt. Vgl. hierzu auch die Übersichten der Bundesagentur für Arbeit (Seite 62 ff.).

    Die Übersicht beinhaltet die nachfolgend beschriebenen Teile:

    Kapitel 2 besteht aus einer tabellarischen Übersicht mit stichwortartigen Informationen zu zentralen Angeboten in den Themenfeldern

    1. Angebote zum Erwerb der deutschen Sprache

    2. Angebote zur Ausbildungsvorbereitung/Integration in Ausbildung und Beschäftigung

    3. Strukturen zur Beratung und Begleitung

    Kapitel 3 besteht aus Detailinformationen zu den Förderangeboten und vermittelt – wo möglich - Angaben zum aktuellen Umsetzungsstand des jeweiligen Förderangebotes in NRW.

    Kapitel 4 beschreibt die Einbeziehung junger Geflüchteter im Rahmen des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule und Beruf“.

    Kapitel 5 enthält verschiedene Übersichten der Bundesagentur für Arbeit, die über den Förderprozess und die Zugangsvoraussetzungen für Aus-länder/-innen zu SGB-III-geförderten Angeboten zur Berufsvorbereitung bzw. zur Integration in Ausbildung.

    http://www.gib.nrw.de/

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    Kapitel 6 verweist auf zentrale Internetseiten, über die die rechtlichen Grundlagen und die Fachdiskussion zur Integration junger Geflüchteter recherchiert werden können.

    Der Zugang zu den aufgeführten Angeboten unterscheidet sich je nach Aufenthaltsstatus der jungen Geflüchteten. Unterschieden wird wie folgt:

    Asylbewerber, Asylbewerberinnen erhalten mit der Antragstellung auf Asyl eine Aufenthaltsgestattung, die sie während des gesamten Asylverfahrens behalten.

    Werden Asylbewerber bzw. Asylbewerberinnen als Asylberechtigte anerkannt oder wird ihnen ein anderer Schutzstatus zuerkannt, erhalten sie eine Aufenthaltserlaubnis. Flüchtlinge, die über ein Aufnahmeprogramm (z. B. aus Syrien) aufgenommen werden, besitzen eine Aufent-haltserlaubnis.

    Wird der Asylantrag abgelehnt, ist der Ausländer/die Ausländerin ausreisepflichtig. Kann die Ausreise oder eine zwangsweise Aufenthaltsbeen-digung nicht zeitnah zur Entscheidung über den Asylantrag erfolgen, wird die Aufenthaltsbeendigung vorübergehend ausgesetzt und zum Nachweis eine Duldung erteilt; der Ausländer, die Ausländerin bleibt ausreisepflichtig.0F1

    Bis zur formellen Antragstellung auf Asyl ist eine Teilnahme an Angeboten zur Integration für Asylsuchende in der Regel nicht möglich. In vielen Fällen vergehen von der ersten Registrierung bis zur Asylantragstellung mehrere Monate. Die Agenturen für Arbeit können aber auch Asylsu-chende (diejenigen mit einer BÜMA1F2 o oder einem Ankunftsnachweis, die noch keinen formellen Asylantrag gestellt haben) mit guter Bleibeper-spektive frühzeitig fördern.

    Zur Nutzung der Übersicht:

    Die Angebote sind jeweils alphabetisch sortiert.

    Zu den meisten Angeboten werden Links angegeben, über die detaillierte Förderinformationen bzw. weitergehende Materialien zur Umsetzung des jeweiligen Programms/Angebotes gegeben werden. Zur besseren Lesbarkeit (insbesondere bei Ausdruck des Dokumentes) sind die URL-Adressen nur in einer verkürzten Form angezeigt. Alle Links sind aktiviert und führen direkt auf Unterseiten, so dass über das Dokument auch eine vertiefende Recherche auf programmbezogenen Internetseiten und/oder in anderen Dokumenten möglich ist.

    1 Quelle: Fragen und Antworten zum Aufenthaltsstatus und zum Zugang zur Berufsausbildung 2 Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender

    http://www.gib.nrw.de/http://www.zdh.de/fileadmin/user_upload/publikationen/flyer/Flyer_2015/Flyer_Fluechtlinge_in_Berufsausbildung_9_2015.pdf

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    Die Programmübersicht steht ausschließlich in der PDF-Version zur Verfügung und wird regelmäßig aktualisiert. Die aktuellste PDF-Version wird zum Download über die Internetseite www.gib.nrw.de/service/downloaddatenbank/junge-gefluechtete zur Verfügung ge-stellt.

    Als Anhang zu der Veröffentlichung wird eine Tabelle zur Verfügung gestellt mit Angaben zu den letzten Aktualisierungen, so dass Nutzer und Nut-zerinnen der Übersicht sich schnell orientieren können, ob sich durch eine Aktualisierung wesentliche inhaltliche Änderungen ergeben haben.

    Für Rückfragen zur Veröffentlichung wenden Sie sich bitte an

    Christiane Siegel (Tel. 02041 767-205; [email protected])

    Thomas Lindner (Tel. 02041 767-276; [email protected])

    http://www.gib.nrw.de/http://www.gib.nrw.de/service/downloaddatenbank/junge-gefluechtetemailto:[email protected]:[email protected]

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    2. Tabellarische Übersicht der Angebote für junge Geflüchtete Die Übersicht gibt stichwortartig Informationen zu zentralen Angeboten in den Themenfeldern

    1. Angebote zum Erwerb der deutschen Sprache

    2. Angebote zur Ausbildungsvorbereitung/Integration in Ausbildung und Beschäftigung

    3. Strukturen zur Beratung und Begleitung

    Die Angebote2F sind alphabetisch sortiert nach dem Programmnamen bzw. der Bezeichnung des Förderinstrumentes und den jeweiligen Themenfel-dern zugeordnet. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; sie konzentriert sich auf zentrale Förderinstrumente des Landes Nord-rhein-Westfalen, des Bundes und der Bundesagentur für Arbeit für die Zielgruppe „Junge Geflüchtete“.

    Förderangebote zur Integration in Ausbildung und Beschäftigung, die sich nicht speziell an junge Geflüchtete richten, aber auch von ihnen genutzt werden können (wie z. B. ausbildungsbegleitende Hilfen oder Assistierte Ausbildung), werden in der Übersicht nicht berücksichtigt. Vgl. hierzu die Übersichten der Bundesagentur für Arbeit im Kapitel 5 (Seite 62 ff.).

    http://www.gib.nrw.de/

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    2.1 Angebote zum Erwerb der deutschen Sprache

    Bezeichnung Fördergeber

    (Grundlage der Förderung)

    Kurzbeschreibung Zielgruppe Weitere

    Informationen/ Linktipps

    Apps zum Deutschler-nen

    diverse Die Stiftung Warentest hat im Mai 2016 zwölf Apps für arabischsprachi-ge Erwachsene und Kinder auf ihre Tauglichkeit zum Deutschlernen ge-testet. Nur zwei davon sind ohne Einschränkung empfehlenswert, nämlich die App "Ankommen" vom BAMF und das Lernspiel "Lern Deutsch - Stadt der Wörter" vom Goethe-Institut. Drei weitere sind für Erwachsene mit Einschränkung emp-fehlenswert.

    Geflüchtete, die bis zum Integrati-onskurs Wartezeit überbrücken müs-sen bzw. als Ergänzung zum Deutschkurs.

    www.test.de

    ankommenapp.de

    Basissprachkurse zur Arbeitsmarktintegrati-on von Flüchtlingen

    MKFFI, ESF

    (ESF-Förderrichtlinie 2014 - 2020)

    Angebote zur Sprachförderung bis zum Sprachniveau A1; die Kurse umfassen 300 Unterrichtseinheiten (UE). Ziel ist es, den Anschluss an weiterführende Sprach- und Schu-lungsangebote zu ermöglichen, dadurch die Potenziale der Flüchtlin-ge zu nutzen und einen möglichst frühzeitigen Arbeitsmarktzugang zu gewährleisten.

    Zur Teilnahme sind Personen mit individuell guter Bleibeperspektive berechtigt, die zu Beginn des Basis-sprachkurses keinen Zugang zu den Sprachkursangeboten des Bundes haben. Die Teilnehmenden werden durch die örtlichen Integration Points zugewiesen.

    www.mkffi.nrw

    Vgl. auch Seite 25

    Berufsbezogene Deutschsprachförde-rung

    BMAS

    (§ 45a Absatz 3 des Aufenthaltsgesetzes)

    Das Regelinstrument der berufsbezo-genen Deutschsprachförderung wird vom BAMF umgesetzt und baut un-mittelbar auf den Integrationskursen auf: In den Integrationskursen lernen Zugewanderte die deutsche Alltags-sprache. In daran anschließenden

    Zielgruppe sind Personen mit Migra-tionshintergrund und Bedarf an sprachlicher Weiterqualifizierung. Sie müssen arbeitssuchend gemeldet sein und/oder in der Regel Leistun-gen nach SGB II (Hartz IV) oder SGB III (Arbeitslosengeld) beziehen. Sie

    www.bamf.de

    Vgl. auch Seite 26

    http://www.gib.nrw.de/https://www.test.de/Apps-zum-Deutschlernen-Nur-zwei-von-zwoelf-empfehlenswert-4989440-0/https://ankommenapp.de/http://www.europaeischer-referenzrahmen.de/sprachniveau.phphttp://www.mkffi.nrw/http://www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/DeutschBeruf/Bundesprogramm-45a/bundesprogramm-45a-node.html

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    Bezeichnung Fördergeber

    (Grundlage der Förderung)

    Kurzbeschreibung Zielgruppe Weitere

    Informationen/ Linktipps

    berufsbezogenen Sprach- und Wei-terqualifizierungsmodulen werden arbeitssuchende Migranten und Flüchtlinge kontinuierlich auf den Arbeitsmarkt vorbereitet

    haben bereits einen Integrationskurs absolviert und/oder sprechen bereits Deutsch auf B1, B2 oder C1 Niveau nach dem Gemeinsamen Europäi-schen Referenzrahmen (GER).

    Erstorientierungskurse für Asylbewerber mit unklarer Bleibeper-spektive

    BAMF (Richtlinie zur Förderung von Maß-nahmen zur Erstori-entierung und Wer-tevermittlung für Asylbewerber)

    Um Asylbewerberinnen und Asylbe-werber dabei zu unterstützen, sich in Deutschland zurechtzufinden, fördert das Bundesamt Erstorientierungskur-se, die auf dem Konzept "Erstorien-tierung und Deutsch lernen für Asyl-bewerber" basieren. In diesen Kur-sen erhalten Asylbewerberinnen und Asylbewerber wesentliche Informati-onen über das Leben hier und er-werben gleichzeitig erste Deutsch-kenntnisse.

    Asylbewerberinnen und -bewerber, die weder aus einem Land mit hoher Anerkennungsquote (gute Bleibeper-spektive) noch aus einem sicheren Herkunftsland stammen.

    www.bamf.de/eok

    Vgl. auch Seite 31

    Integrationskurse für junge Erwachsene

    BAMF

    (Integrationskursver-ordnung – IntV)

    Im Jugendintegrationskurs erwerben junge Erwachsene alle sprachlichen Mittel und Kenntnisse, die sie für einen möglichst raschen Eintritt ins deutsche Bildungssystem oder in den Arbeitsmarkt benötigen (Deutsch bis zum Sprachniveau B1, Umfang: 1000 UE).

    Junge Zugewanderte ohne ausrei-chende deutsche Sprachkenntnisse, die zu Kursbeginn das 27. Lebensj. noch nicht vollendet haben, nicht mehr schulpflichtig sind und die Auf-nahme einer schulischen oder beruf-lichen Ausbildung anstreben.

    Asylbewerber und andere Personen-gruppen mit jeweils guter Bleibeper-spektive können gem. § 44 Abs. 4 S. 2 Nr. 1 – 3 AufenthG im Rahmen verfügbarer Kursplätze zum Integra-tionskurs zugelassen werden.

    www.bamf.de

    Vgl. auch Seite 34

    http://www.gib.nrw.de/http://www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/Integrationskurse/integrationskurse-node.htmlhttp://www.europaeischer-referenzrahmen.de/http://www.bamf.de/eokhttp://www.europaeischer-referenzrahmen.de/sprachniveau.phphttp://www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/Integrationskurse/SpezielleKursarten/JugendlicheKurse/jugendlichekurse-node.html

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    Bezeichnung Fördergeber

    (Grundlage der Förderung)

    Kurzbeschreibung Zielgruppe Weitere

    Informationen/ Linktipps

    Integrationskurse mit Alphabetisierung

    BAMF (Integrations-kursverordnung - IntV)

    Aufgabe des Alphabetisierungskurses ist es, die Teilnehmenden innerhalb von 960 bis maximal 1.260 Unter-richtseinheiten dem Ziel der funktio-nalen Alphabetisierung möglichst nah zu bringen und gleichzeitig Deutsch-kenntnisse zu vermitteln.

    Seit März 2017 stehen zudem spezi-elle Zweitschriftlernerkurse zum Er-lernen des lateinischen Schriftsys-tems zur Verfügung.

    Migrantinnen und Migranten, die gemäß § 4 Abs.1 IntV teilnahmebe-rechtigt sind und bei welchen der Besuch eines allgemeinen Integrati-onskurses oder eines anderen Integ-rationskurses für spezielle Zielgrup-pen auf Grund fehlender oder unge-nügend vorhandener Kompetenzen im schriftsprachlichen Bereich nicht sinnvoll ist.

    Asylbewerber und andere Personen-gruppen mit jeweils guter Bleibeper-spektive können gem. § 44 Abs. 4 S. 2 Nr. 1-3 AufenthG im Rahmen ver-fügbarer Kursplätze zum Integrati-onskurs zugelassen werden.

    www.bamf.de

    Vgl. auch Seite 34

    Garantiefonds Hoch-schule

    BMFSJ - Richtlinien zur Förderung junger Zuwanderinnen und Zuwanderer zur Vor-bereitung und Durch-führung eines Hoch-schulstudiums Garan-tiefonds – Hoch-schulbereich (RL-GF-H)

    - in Zusammenarbeit mit der Otto Benecke Stiftung e.V.

    Über die Richtlinien werden insbe-sondere studienvorbereitende Deutschsprachkurse gefördert, die mit einem Zertifikat abschließen. Falls erforderlich wird zusätzlich auf den Test „Deutsch als Fremdsprache“ bzw. die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang vorbereitet.

    Eine Zulassung zur Förderung ist nur in Zusammenhang mit einer Bera-tung und Bildungsplanung möglich – vgl. auch S. 27

    Junge Zuwanderer und Zuwanderin-nen mit einem dauerhaften Bleibe-recht, die in Deutschland eine aka-demische Laufbahn beginnen oder fortsetzen möchten.

    www.jugend-staerken.de Vgl. auch Seite 28

    http://www.gib.nrw.de/http://www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/Integrationskurse/SpezielleKursarten/Alphabetisierung/alphabetisierung-node.htmlhttps://www.jugend-staerken.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/neuer-garantiefonds-hochschule-unterstuetzt-junge-fluechtlinge-beim-hochschulzugang.html

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    Bezeichnung Fördergeber

    (Grundlage der Förderung)

    Kurzbeschreibung Zielgruppe Weitere

    Informationen/ Linktipps

    Sprachförderung für neu Zugewanderte ab 16 Jahre

    MKW

    (Projektförderung)

    Ziel ist es, ein lebensnahes und all-tagsorientiertes erstes Sprachhan-deln zu ermöglichen. Angebote zur Sprachförderung bis einschließlich zum Sprachniveau A2; die Kurse umfassen zwischen 70 und 100 UE.

    In 2016/2017 neu zugewanderte Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren, die über keine oder nur ge-ringe Deutschkenntnisse verfügen und – sofern nachweisbar - von der Teilnahme an den Integrationskursen des BAMF und der Bundesagentur für Arbeit ausgeschlossen sind.

    www.mkw.nrw

    Vgl. auch Seite 53

    http://www.gib.nrw.de/http://www.europaeischer-referenzrahmen.de/sprachniveau.phphttps://www.mkw.nrw/weiterbildung/sprachfoerderung-fuer-neu-zugewanderte-ab-16-jahren/

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    2.2 Angebote zur Ausbildungsvorbereitung/Integration in Ausbildung, Studium und Beschäftigung

    Bezeichnung Fördergeber

    (Grundlage der Förderung)

    Kurzbeschreibung Zielgruppe Weitere Informationen/ Linktipps

    18/25 Förderzentrum für Flüchtlinge in Kombination mit Berufskolleg

    BA (§ 45 I S. 1 SGB III bzw. § 16 I SGB II i. V. m. § 45 I S. 1 SGB III)/ MSB (APO BK § 22 Absatz 2)

    Junge Geflüchtete nehmen an drei Tagen/Woche an der Maßnahme „Förderzentrum für Flüchtlinge“ der Bundesagentur für Arbeit teil und besuchen an zwei Tagen/Woche den Bildungsgang „Ausbildungsvorberei-tung Teilzeit“ im Berufskolleg.

    Dauer: Ein Schuljahr bzw. 12 Monate

    Asylbewerber und Geduldete mit Arbeitsmarktzugang im Alter von 18 bis 25 Jahren, die keinen Zugang in BvB haben.

    www.schulministerium.nrw.de

    Vgl. auch Seite 24

    Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)

    BMBF, BA, ZDH Bestandteil der Initiative „Wege in Ausbildung“.

    BOF bereitet die jungen Flüchtlinge mit vertiefter fachlicher und prakti-scher Berufsorientierung in den Überbetrieblichen Berufsbildungsstät-ten des Handwerks auf eine Ausbil-dung im Handwerk vor.

    Dauer: 13 Wochen

    Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge sowie Asylbewerber oder Geduldete mit Arbeitsmarktzugang. Anschlussangebot für Absolventen von PerjuF-H und PerjuF (vgl. un-ten); ggf. auch für TN aus anderen Maßnahmen.

    Voraussetzung für die Teilnahme an dem Programm ist, dass die jungen Flüchtlinge nicht mehr schulpflichtig und unter 25 Jahre sind, über gute Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen und sich im deutschen Aus-bildungs- und Beschäftigungsmarkt orientieren können.

    www.berufsorientierungsprogramm.de

    Vgl. auch Seite 27

    http://www.gib.nrw.de/https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Integration/Gefluechtete/index.htmlhttps://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Integration/Gefluechtete/index.htmlhttps://www.berufsorientierungsprogramm.de/de/berufsorientierung-fuer-fluechtlinge-1782.htmlhttps://www.berufsorientierungsprogramm.de/de/berufsorientierung-fuer-fluechtlinge-1782.html

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    Download-Dokument der G.I.B. (www.gib.nrw.de) Bearbeitungsstand: 13.10.2017

    Bezeichnung Fördergeber

    (Grundlage der Förderung)

    Kurzbeschreibung Zielgruppe Weitere Informationen/ Linktipps

    Care for Integration MAGS/ESF-Sozialfonds/BA

    Geflüchtete Menschen, die in NRW in der Altenpflege arbeiten möchten, sollen durch das Projekt bei der Be-rufsausbildung, beim Erlernen der deutschen Sprache und bei der In-tegration unterstützt werden.

    Geflüchtete Menschen, die in NRW in der Altenpflege arbeiten möchten

    www.land.nrw

    Vgl. auch Seite 29

    Fit für mehr!

    (Berufskolleg Bil-dungsangebot)

    MSB Das Angebot „Fit für mehr!“ nimmt 16- bis 25-jährige Neuzugewanderte unabhängig von der Schulpflicht auf. Sie können auch im laufenden Schul-jahr in das Bildungsangebot eintreten und sich dort bis zu einem Jahr lang sprachlich, mathematisch, kulturell und politisch-gesellschaftlich für ih-ren weiteren Bildungsweg vorberei-ten.

    Geflüchtete Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren, unabhängig von der Schulpflicht, die bisher nicht in ein anderes Angebot übernommen wer-den konnten.

    www.schulministerium.nrw.de Vgl. auch Seite 32

    Förderzentrum für Flüchtlinge

    BA (§ 45 I S. 1 SGB III bzw. § 16 I SGB II i. V. m. §45 I S. 1 SGB III)

    i. d. R. drei- bis sechsmonatige Maß-nahme zur Förderung des Integrati-onsfortschritts bzw. zur beruflichen Eingliederung, Vermittlung bzw. Er-weiterung berufsbezogener Sprach-kenntnisse

    Angebot sozialintegrativer Ansätze zur individuellen Hemmnisbeseiti-gung.

    Teilnehmer sind

    arbeitslose Asylbewerber und Geduldete mit Arbeitsmarktzu-gang,

    Asylbewerber mit guter Bleibe-perspektive mit Aufenthaltsge-stattung, die keine Erwerbstätig-keit ausüben dürfen,

    Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge sowie

    erwerbsfähige Leistungsberech-tigte mit Migrationshintergrund und

    Vgl. auch Seite 33

    http://www.gib.nrw.de/https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/ministerin-steffens-ausbildung-der-pflege-bietet-gefluechteten-menschenhttps://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Integration/Gefluechtete/index.htmlhttps://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Integration/Gefluechtete/index.html

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    Download-Dokument der G.I.B. (www.gib.nrw.de) Bearbeitungsstand: 13.10.2017

    Bezeichnung Fördergeber

    (Grundlage der Förderung)

    Kurzbeschreibung Zielgruppe Weitere Informationen/ Linktipps

    arbeitslose und von Arbeitslosig-keit bedrohte Arbeitsuchende mit Migrationshintergrund.

    Teilnahme an einem Jugendintegrati-onskurs des BAMF hat Vorrang

    Internationale Förderklasse am Berufskolleg (IFK)

    MSB (§ 21 Abs. 3 APO-BK Anlage A)

    Einjähriger vollzeitschulischer Bil-dungsgang (Ausbildungsvorberei-tung) mit einer Gesamtstundenzahl von 1.240 – 1.440 Unterrichtsstun-den. Die IFK ermöglicht einen dem Hauptschulabschluss vergleichbaren Abschluss. SuS können die IFK ein-mal wiederholen.

    Jugendliche mit Zuwanderungsge-schichte, die schulpflichtig in der Sekundarstufe II sind, die erstmals oder seit kurzer Zeit eine deutsch-sprachige Schule besuchen und nicht über die erforderlichen Sprachkennt-nisse für die erfolgreiche Teilnahme in einer Regelklasse verfügen.

    www.schulministerium.nrw.de Vgl. auch Seite 38

    KAoA-kompakt Land NRW/BMBF Trägergestütztes Kompaktangebot zur systematischen Berufsorientie-rung im Rahmen von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ bestehend aus den Elementen Potenzialanalyse (zweitä-gig), drei Berufsfelderkundungstagen und einem Praxiskurs.

    Neu zugewanderte SuS in Klasse 10 der allgemeinbildenden Schulen und in den Internationalen Förderklassen am Berufskolleg sowie Jugendliche in Jahrgangsstufe 10 der allgemeinbil-denden Schulen nach Wohnort- oder Schulwechsel ohne Erstberufsorien-tierung.

    Vgl. auch Seite 40

    KomBer – Kombination von berufsbezogener Sprachförderung mit den Eingliederungsleis-tungen des SGB II / III

    BA (§ 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 45 SGB III) in Zusammenar-beit mit BAMF

    Der Besuch des Berufssprachkurses wird mit einer Maßnahme zur Aktivie-rung und beruflichen Eingliederung kombiniert.

    Das Angebot richtet sich an

    erwerbsfähige Leistungsberech-tigte, Migrantinnen und Migran-ten,

    Ausländerinnen und Ausländer, deren Rechtsstellung sich nach dem Freizügigkeitsgesetz/EU be-

    Vgl. auch Seite 42

    http://www.gib.nrw.de/https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Integration/Gefluechtete/index.htmlhttps://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Integration/Gefluechtete/index.html

  • Junge Geflüchtete: Übersicht über zentrale Angebote zur Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

    15

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    Bezeichnung Fördergeber

    (Grundlage der Förderung)

    Kurzbeschreibung Zielgruppe Weitere Informationen/ Linktipps

    stimmt, Geduldete nach § 60a Absatz 2

    Satz 3 AufenthG, Personen mit Aufenthaltsgestat-

    tung aus den Herkunftsländern Eritrea, Irak, Iran, Somalia und Syrien (Stand 06/2017)

    die Deutsch als Zweitsprache erler-nen, das Stundenkontingent des Integrationskurses im Vorfeld ausge-schöpft haben im Alter ab 18 Jahren.

    KompAS – Kompetenz-feststellung, frühzeiti-ge Aktivierung und Spracherwerb

    BA (§ 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 45 SGB III) in Zusammenar-beit mit BAMF (§§ 18 ff IntV)

    Der Besuch des Integrationskurses wird mit einer Maßnahme zur Aktivie-rung und beruflichen Eingliederung kombiniert. In den Zeiträumen, in denen der Integrationskurs nicht besucht wird, sollen flankierende Elemente die frühzeitige Aktivierung und Kompetenzfeststellung der Teil-nehmer sicherstellen.

    Dauer: 6 – 8 Monate; 660 UE

    Das Angebot richtet sich an

    erwerbsfähige Leistungsberech-tigte,

    Migrantinnen und Migranten, Ausländerinnen und Ausländer,

    deren Rechtsstellung sich nach dem Freizügigkeitsgesetz/EU be-stimmt,

    Geduldete nach § 60a Absatz 2 Satz 3 AufenthG,

    Personen mit Aufenthaltsgestat-tung aus den Herkunftsländern Eritrea, Irak, Iran, Somalia und Syrien (Stand 06/2017)

    im Alter ab 18 Jahren.

    Vgl. auch Seite 46

    NRWege ins Studium -

    Integration von Flücht-

    MKW – Mittel aus dem Hochschulpakt

    Breites Angebot an unterschiedlichen Maßnahmen zum Spracherwerb an Hochschulen, zur Herstellung der

    Studierwillige Flüchtlinge, die die notwendigen Zugangsvoraussetzun-gen grundsätzlich erfüllen und in

    www.mkw.nrw

    Vgl. auch Seite 47

    http://www.gib.nrw.de/https://www.mkw.nrw/studium/informieren/nrwege-ins-studium-integration-von-fluechtlingen-an-hochschulen-in-nordrhein-westfalen/

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    16

    Download-Dokument der G.I.B. (www.gib.nrw.de) Bearbeitungsstand: 13.10.2017

    Bezeichnung Fördergeber

    (Grundlage der Förderung)

    Kurzbeschreibung Zielgruppe Weitere Informationen/ Linktipps

    lingen an Hochschulen in NRW

    sprachlichen Studierfähigkeit bis zur Stufe C1.

    Ausbau von studienvorbereitenden Angeboten für Geflüchtete an Hoch-schulen in NRW zur Herstellung der fachlichen Studierfähigkeit; Stärkung der Beratungsstrukturen für Geflüch-tete an Hochschulen

    Deutschland ein Studium aufnehmen bzw. fortsetzen möchten bzw. aufge-nommen haben.

    Perspektiven für junge Flüchtlinge (PerjuF)

    BA (§ 45 I S. 1 SGB III bzw. § 16 I SGB II i. V. m. § 45 I S. 1 SGB III)

    Die i. d. R. vier- bis max. sechsmona-tige Maßnahme richtet sich an junge Flüchtlinge unter 25 Jahren, die per-spektivisch eine berufliche Ausbil-dung anstreben und stellt ein nied-rigschwelliges Angebot im Vorfeld von Berufswahl, Ausbildung und Qualifizierung dar.

    Junge Asylbewerber oder Geduldete mit Arbeitsmarktzugang sowie Asyl-berechtigte und anerkannte Flücht-linge unter 25 Jahren mit besonde-rem Unterstützungsbedarf

    www.arbeitsagentur.de

    Vgl. auch Seite 89

    Perspektiven für junge Flüchtlinge im Hand-werk (PerjuF-H)

    BMAS, BA, ZDH

    (§ 45 Abs. 1 Nr. 1 SGB III bzw. nach § 16 Absatz 1 SGB II i. V. m. § 45 Abs. 1 Nr. 1 SGB III

    Bestandteil der Initiative „Wege in Ausbildung für Flüchtlinge“. Das niedrigschwellige Angebot insbeson-dere für junge Flüchtlinge unter 25 Jahren richtet sich hier auf die Vor-bereitung einer dualen Ausbildung im Handwerk.

    Junge Asylbewerber oder Geduldete mit Arbeitsmarktzugang sowie Asyl-berechtigte und anerkannte Flücht-linge unter 25 Jahren mit besonde-rem Unterstützungsbedarf

    www.bmbf.de

    Vgl. auch Seite 49

    Perspektive für weibli-che Flüchtlinge (PerF-W)

    BA (§ 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 SGB III)

    Gegenstand der Maßnahme ist es, weibliche Flüchtlinge an den deut-schen Arbeitsmarkt heranzuführen, ihre berufsfachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten festzu-stellen sowie ihnen berufsfachliche Sprachkenntnisse zu vermitteln bzw.

    Teilnehmerinnen (TN) im Rechtskreis SGB III sind arbeitslose Asylbewerbe-rinnen und geduldete Frauen mit Arbeitsmarktzugang, bis zum 31.12.18 Asylbewerberinnen mit guter Bleibeperspektive, arbeitslose Ausländerinnen, die im Rahmen des

    Vgl. auch Seite 50

    http://www.gib.nrw.de/https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mjk5/~edisp/l6019022dstbai820006.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI820010https://www.bmbf.de/files/Erklaerung-BMBF-BA-ZDH-Ausbildung-Fluechtlinge.pdf

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    17

    Download-Dokument der G.I.B. (www.gib.nrw.de) Bearbeitungsstand: 13.10.2017

    Bezeichnung Fördergeber

    (Grundlage der Förderung)

    Kurzbeschreibung Zielgruppe Weitere Informationen/ Linktipps

    diese zu erweitern. Familiennachzuges nach Deutschland gekommen sind und eine Aufent-haltserlaubnis nach § 27 Abs. 5 Auf-enthG besitzen.

    TN im Rechtskreis SGB II sind weibli-che erwerbsfähige Leistungsberech-tigte, bei denen die Voraussetzungen des § 7 SGB II erfüllt sind.

    Sonderprogramm "Bundesfreiwilligen-dienst mit Flüchtlings-bezug" (BFD)

    BMFSFJ Befristet bis zum 31.12.2018 stehen bundesweit zusätzliche BFD-Plätze mit Flüchtlingsbezug bereit.

    Bei einem BFD-Einsatz von Flüchtlin-gen sind bei Bedarf Intensivsprach-kurse von vier Wochen zu Dienstbe-ginn und einsatzbegleitende Maß-nahmen zur Erlangung beziehungs-weise Verbesserung deutscher Sprachkenntnisse möglich.

    Deutsche Freiwillige und Asylberech-tigte sowie Asylbewerber, bei denen ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist. Die Frei-willigen müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

    www.bundesfreiwilligendienst.de

    Vgl. auch Seite 51

    Soziale Teilhabe durch Arbeit für junge, er-wachsene Flüchtlinge und erwerbsfähige Leistungsberechtigte (STAFFEL)

    BMAS Ziel ist, erwerbsfähige, leistungsbe-rechtigte Flüchtlinge und andere Leistungsberechtigte im Rechtskreis SGB II zwischen 25 und 35 Jahren an Beschäftigung oder Ausbildung her-anzuführen u. langfristig in den Ar-beitsmarkt sowie in die Gesellschaft zu integrieren. Gefördert werden sozialversicherungspflichtige Arbeits-verhältnisse mit einer Arbeitszeit von 20 Stunden/Woche sowie die Anlei-tung, Betreuung und das Coaching.

    Die Förderung konzentriert sich auf zwei Personengruppen im SGB II im Alter zwischen 25 und 35 Jahren mit besonderen Problemlagen:

    anerkannte Flüchtlinge, die einen gültigen Aufenthaltstitel besitzen

    erwerbsfähige Leistungsberech-tigte, deren Vermittlung auf Grund ihrer individuellen Vermitt-lungshemmnisse erschwert ist.

    www.bmas.de

    Vgl. auch Seite 52

    http://www.gib.nrw.de/http://www.bundesfreiwilligendienst.de/aktuelles/news/detail/News/sonderprogramm-bfd-mit-fluechtlingsbezug-gestartet.htmlhttp://www.bundesfreiwilligendienst.de/aktuelles/news/detail/News/sonderprogramm-bfd-mit-fluechtlingsbezug-gestartet.htmlhttp://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsmarkt/Modellprogramme/soziale-teilhabe-durch-arbeit-fuer-junge-erwachsene.html

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    Bezeichnung Fördergeber

    (Grundlage der Förderung)

    Kurzbeschreibung Zielgruppe Weitere Informationen/ Linktipps

    START-Stipendienprogramm in NRW

    START-Stiftung gGmbH; MSB, MKFFI; Stadt Wup-pertal

    Das START-Stipendium umfasst eine materielle und eine ideelle Förde-rung. Die Stipendiaten profitieren für drei Jahre nicht nur von einer finan-ziellen Unterstützung für ihre Bil-dungsausgaben, sondern insbeson-dere von der persönlichen Betreuung durch die START-Landeskoordinatoren und einem umfassenden Bildungsprogramm.

    START ist ein Schülerstipendienpro-gramm für motivierte Jugendliche mit Migrationserfahrung, die nach einer Bewerbung noch mindestens drei Jahre Schule / Ausbildung vor sich haben . (Online-Bewerbung jeweils ab 1. Februar – 15.3. des Jahres)

    www.start-stiftung.de

    Vgl. auch Seite 54

    Unterstützung studierfähiger Flüchtlinge – DAAD-Programme "Integra" und "Welcome"

    BMBF Der DAAD möchte das Potenzial stu-dierfähiger Flüchtlinge fördern und ihnen den Anschluss an die deut-schen Hochschulen ermöglichen. Daher realisiert er gemeinsam mit Hochschulen und Partnerorganisatio-nen verschiedene Programme und Maßnahmen, um die Integration von Flüchtlingen an den deutschen Hoch-schulen zu unterstützen (ergänzend zum Landesprogramm "NRWege ins Studium").

    Studierfähige und -willige Flüchtlinge www.daad.de

    Wege in Ausbildung für Flüchtlinge

    BMBF, BA, ZDH Die gemeinsame Initiative von BMBF, BA und ZDH fördert die individuelle Begleitung und Unterstützung junger Flüchtlinge am Übergang von der allgemeinbildenden Schule in Ausbil-dung. Die Initiative ist zunächst auf 24 Monate angelegt und umfasst die Angebote PerjuF-H und BOF.

    Junge Asylbewerber oder Geduldete mit Arbeitsmarktzugang sowie Asyl-berechtigte und anerkannte Flücht-linge unter 25 Jahren mit besonde-rem Unterstützungsbedarf

    www.bmbf.de

    Vgl. auch Seite 55

    http://www.gib.nrw.de/http://www.start-stiftung.de/index.php?id=862https://www.daad.de/der-daad/fluechtlinge/de/https://www.bmbf.de/de/aus-fluechtlingen-werden-auszubildende-2434.html

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    Download-Dokument der G.I.B. (www.gib.nrw.de) Bearbeitungsstand: 13.10.2017

    Bezeichnung Fördergeber

    (Grundlage der Förderung)

    Kurzbeschreibung Zielgruppe Weitere Informationen/ Linktipps

    Weiterbildungskolleg: Spezifische Vorkurse für neu Zugewanderte

    MSB Schaffung geeigneter Rahmenbedin-gungen, um jungen neu Zugewan-derten einen Schulabschluss zu er-möglichen.

    Zur Vorbereitung auf den jeweiligen Bildungsgang werden Vorkurse an-geboten, die auf die spezifischen Bedürfnisse der neu Zugewanderten im Hinblick auf die deutsche Sprache und Kultur sowie auf die Vorberei-tung auf den Bildungsgang abgestellt sind.

    Junge neu Zugewanderte, die keinen Abschluss haben und eine vorherige Berufstätigkeit nachweisen.

    www.schulministerium.nrw.de

    Vgl. auch Seite 57

    http://www.gib.nrw.de/https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Schulformen/WBK/index.html

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    20

    Download-Dokument der G.I.B. (www.gib.nrw.de) Bearbeitungsstand: 13.10.2017

    2.3 Strukturen zur Beratung und Begleitung

    Bezeichnung Fördergeber

    (Grundlage der Förderung)

    Kurzbeschreibung Zielgruppe Weitere Informationen/ Linktipps

    Bildungsberatung Ga-rantiefonds Hochschu-le

    BMFSJ - Richtlinien zur Förderung junger Zuwanderinnen und Zuwanderer zur Vor-bereitung und Durch-führung eines Hoch-schulstudiums Garan-tiefonds – Hoch-schulbereich (RL-GF-H)

    Die Bildungsberatung GF-H entwi-ckelt gemeinsam mit den Ratsuchen-den einen individuellen Ausbildungs-plan und unterstützt junge Zugewan-derte bei der Umsetzung dieses Plans. Sie prüft bei Flüchtlingen und Spätaussiedler/-innen die Vorausset-zungen für eine Förderung nach den Richtlinien Garantiefonds Hochschul-bereich und entscheidet, ob Bewer-ber/-innen für die Förderung zuge-lassen werden.

    Junge Zuwanderer und Zuwanderin-nen mit einem dauerhaften Bleibe-recht, die in Deutschland eine aka-demische Laufbahn beginnen oder fortsetzen möchten.

    www.bildungsberatung-gfh.de

    Vgl. auch Seite 28

    Einwanderung gestal-ten NRW – Modellpro-jekt für Kommunen

    MKFFI

    (Förderaufruf)

    Rechtskreisübergreifende Zusam-menarbeit zur Integration von allen zugewanderten Menschen in den Kommunen (Einwanderungsma-nagement)

    Kreise, kreisfreie Städte und große kreisangehörige Städte mit eigener Ausländerbehörde in Nordrhein-Westfalen

    www.kfi.nrw.de

    Vgl. auch Seite 30

    Integration Points BA in Zusammen-arbeit mit MAGS und Kommunen in NRW

    Unter dem Dach der Arbeitsagentur werden alle Hilfen angeboten, die für eine Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern in Arbeit und Ausbil-dung erforderlich sind. Dazu werden die Kompetenzen von Arbeitsagentur, Jobcenter und Kommunalverwaltung (z. B. Ausländeramt) gebündelt. So können schnell koordinierte Hilfen geboten und Entscheidungen aus einer Hand getroffen werden, um den Weg in Beschäftigung zu be-

    Integration Points als die Anlaufstelle zur Beratung und Vermittlung von Flüchtlingen sind die erste Anlaufstel-le für:

    Personen mit Aufenthaltsgestat-tung,

    Personen, mit einem humanitären Aufenthaltstitel nach Kapitel 2, Abschnitt 5 Aufenthaltsgesetz und

    Personen mit einer Duldung nach § 60a Aufenthaltsgesetz.

    Vgl. auch Seite 35

    http://www.gib.nrw.de/http://www.bildungsberatung-gfh.de/index.php/was-wir-machenhttp://www.bildungsberatung-gfh.de/index.php/was-wir-machenhttp://www.kfi.nrw.de/Foerderprogramme/Modellprojekt-_Einwanderung-gestalten-NRW/index.php

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    Download-Dokument der G.I.B. (www.gib.nrw.de) Bearbeitungsstand: 13.10.2017

    Bezeichnung Fördergeber

    (Grundlage der Förderung)

    Kurzbeschreibung Zielgruppe Weitere Informationen/ Linktipps

    schleunigen. Das Beratungsangebot der In-tegration Points steht jedem offen. Initiativ werden im Rechtskreis SGB III jedoch nur diejenigen Personen angesprochen, bei denen

    ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist („hohe Bleibewahrscheinlichkeit“) und

    für absehbare Zeit ein grundsätz-licher Arbeitsmarktzugang be-steht, also nicht aufgrund z. B. einer Abschiebeverfügung oder eines längerfristig verfügten Be-schäftigungsverbots von vornhe-rein ausgeschlossen ist.

    Integration von Asyl-bewerber/-innen und Flüchtlingen – IvAF

    BMAS, ESF-Integrationsrichtlinie Bund

    Die über IvAF geförderten Modellpro-jekte und Netzwerke richten sich an Asylbewerber/-innen und Flüchtlinge mit mindestens nachrangigem Zu-gang zum Arbeitsmarkt. Im Mittel-punkt stehen Maßnahmen der spezi-ell auf diese Zielgruppe ausgerichte-ten Beratung, betriebsnahen Aktivie-rung und Qualifizierung sowie Ver-mittlung in Arbeit oder Ausbildung.

    Asylbewerberinnen, Asylbewerber, Geduldete und Flüchtlinge mit Auf-enthaltstitel

    www.esf.de

    Vgl. auch Seite 37

    Jugendmigrations-dienste/Modellprojekt „jmd2start“

    BMFSFJ Die Jugendmigrationsdienste unter-stützen mit niedrigschwelligen Ange-boten alle jungen Menschen mit Mig-rationshintergrund. Das Modellpro-jekt „jmd2start – Begleitung für jun-

    Flüchtlinge zwischen 12 und 27 Jah-ren, die entweder eine Duldung ha-ben oder sich im Asylverfahren be-finden.

    www.jmd-portal.de

    Vgl. auch Seite 39

    http://www.gib.nrw.de/http://www.esf.de/portal/SharedDocs/Meldungen/DE/2016/leitfaeden-ivaf.htmlhttp://www.jmd-portal.de/

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    Download-Dokument der G.I.B. (www.gib.nrw.de) Bearbeitungsstand: 13.10.2017

    Bezeichnung Fördergeber

    (Grundlage der Förderung)

    Kurzbeschreibung Zielgruppe Weitere Informationen/ Linktipps

    ge Flüchtlinge im Jugendmigrations-dienst“ erprobt noch bis Ende 2017 eine qualifizierte Beratungsarbeit für junge Flüchtlinge zu den Schwer-punkten Ausbildungs-/Arbeitsmarkt, Gesundheit, Wohnsituation oder schulische Integration.

    KAUSA – Koordinie-rungsstelle Ausbildung und Migration

    BMBF

    (Jobstarter plus)

    KAUSA Servicestellen entwickeln und etablieren regionale Beratungsnetz-werke, um Selbstständige, Jugendli-che und Eltern mit Migrationshinter-grund in Ausbildungsfragen zu unter-stützen.

    Selbstständige, Jugendliche und El-tern mit Migrationshintergrund. Die KAUSA Servicestellen beraten seit dem 1. Februar 2016 auch junge Flüchtlinge.

    www.jobstarter.de

    Vgl. auch Seite 41

    Kommunale Integrati-onszentren / Landes-weite Koordinierungs-stelle Kommunale In-tegrationszentren

    MKFFI, MSB

    (Teilhabe- und Integ-rationsgesetz)

    Die KI vernetzen vor Ort die integra-tionsrelevanten Akteure. Sie bündeln ihre Aktivitäten und stimmen sie aufeinander ab. Schwerpunkte liegen jeweils in den Bereichen „Integration durch Bildung“ und „Integration als Querschnittsaufgabe in kommunalen Handlungsfeldern“.

    Zielgruppe sind integrationsrelevante Akteure in den Verwaltungen, bei den freien Trägern und in den Mig-rantenselbstorganisationen sowie Schulen, die sich eine interkulturelle Schul- und Unterrichtsentwicklung zum Ziel gesetzt haben.

    www.kommunale-integrationszentren-nrw.de

    Vgl. auch Seite 43

    Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte

    BMBF (Transferinitia-tive Kommunales Bildungsmanage-ment)

    Kernaufgabe der Koordinator/-innen ist es, die Vielzahl der kommunalen Bildungsakteure zu vernetzen sowie die Bildungsangebote und Bildungs-bedarfe vor Ort aufeinander abzu-stimmen.

    Um Kreise und kreisfreie Städte bei der Integration von Flüchtlingen op-timal zu unterstützen, ermöglicht das BMBF die Finanzierung von Koordina-toren

    www.transferagenturen.de

    Vgl. auch Seite 44

    http://www.gib.nrw.de/http://www.jobstarter.de/http://www.kommunale-integrationszentren-nrw.de/http://www.kommunale-integrationszentren-nrw.de/http://www.transferinitiative.de/bildung-fuer-neuzugewanderte.php

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    Bezeichnung Fördergeber

    (Grundlage der Förderung)

    Kurzbeschreibung Zielgruppe Weitere Informationen/ Linktipps

    Mentorenprogramm SES-KAUSA

    BMBF

    (Jobstarter plus), SES

    Die Kooperation zwischen dem SES und KAUSA soll jungen Flüchtlingen den Weg in die Ausbildung zu er-leichtern.

    Junge Geflüchtete, die eine Ausbil-dung beginnen wollen.

    www.bmbf.de

    Vgl. auch Seite 46

    [email protected] – Koordinierungsstelle für Geflüchtete in Pfle-ge- und Gesundheits-fachberufen NRW

    MAGS Um geflüchtete Menschen für das Arbeitsfeld Pflege und Gesundheit zu gewinnen und zu qualifizieren, soll die Koordinierungsstelle Informatio-nen, Konzepte und erprobte Hand-lungsansätze bündeln, bewerten, weiterentwickeln und zur landeswei-ten Verbreitung beitragen.

    Akteurinnen und Akteure im Pflege- und Gesundheitsbereich

    www.healthcare-nrw.de

    Vgl. auch Seite 58

    Willkommenslotsen BMWi, ESF (Pro-gramm „Passgenaue Besetzung …“)

    Die Willkommenslotsen unterstützen Unternehmen als zentrale Stelle bei allen Fragen rund um die Integration von Flüchtlingen in Ausbildung, Prak-tikum oder Beschäftigung.

    KMU; junge Flüchtlinge www.bmwi.de

    Vgl. auch Seite 59

    http://www.gib.nrw.de/https://www.bmbf.de/de/ehrenamtliche-begleiten-junge-fluechtlinge-in-ausbildung-3212.htmlhttp://www.healthcare-nrw.de/https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Wirtschaft/willkommenslotsen.html

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    3. Detailinformationen zu ausgesuchten Angeboten 18/25 Förderzentrum für Flüchtlinge in Kombination mit Berufskolleg

    1. Durchführung

    In Kooperation mit der Maßnahme „Förderzentrum für Flüchtlinge“ der Bundesagentur für Arbeit (vgl. Seite 33) gibt es für nicht mehr schulpflichtige neu Zuge-wanderte im Alter zwischen 18 und 25 Jahren die Möglichkeit zum Besuch der Teilzeitform der Ausbildungsvorbereitung am Berufskolleg. Grundlage der Umset-zung ist eine Vereinbarung zwischen RD und MSB – vgl. auch Beschluss des Beirates Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen (RD) „Bildungsteilhabe und nachhaltige berufliche Integration von volljährigen jungen Flüchtlingen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren“ von März 2016

    2. Inhalt/Ziel

    RD und MSB gehen übereinstimmend davon aus, dass es für eine nachhaltige Integration dieser Zielgruppe in den Ausbildungsmarkt wichtig ist, dass Angebote vorgehalten und eröffnet werden, die nach der erfolgreichen Teilnahme an Sprach- und Integrationskursen zu einem Schulabschluss sowie zur Ausbildung hin-führen. Asylbewerber und junge geduldete Geflüchtete haben aufgrund der bestehenden Wartezeiten faktisch keinen Zugang zu Berufsvorbereitenden Bildungs-maßnahmen (BvB) und können deshalb auch nicht in die Ausbildungsvorbereitung Teilzeit aufgenommen werden.

    Die RD und das MSB verfolgen das Ziel, den beschriebenen Engpass bei den nicht mehr schulpflichtigen Asylbewerbern und Geduldeten mit Arbeitsmarktzugang im Alter von 18 bis 25 Jahren, die keinen Zugang in BvB haben, durch eine Bündelung von Angeboten der BA und Beschulungsmöglichkeiten im Rahmen der Ausbildungsvorbereitung Teilzeit in Berufskollegs in den Blick zu nehmen. Dazu soll den Teilnehmern an der RD-Maßnahme „Förderzentrum für Flüchtlinge“ im Alter von 18 bis 25 Jahren mit Ausbildungspotential der Zugang in die Ausbildungsvorbereitung Teilzeit des Berufskollegs ermöglicht werden. Die jungen Geflüch-teten erhalten berufliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten und berufliche Orientierung und erhalten die Möglichkeit einem dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Schulabschluss zu erwerben. Eine Beschulung findet an zwei Tagen pro Woche statt, an drei Tagen pro Woche die Teilnahme am Förderzentrum. Das Förderzentrum für Flüchtlinge als Maßnahme nach §45 SGB III kann alle Aktivitäten umfassen, mit denen ein Integrationsfortschritt der Teilnehmer erreicht werden kann bzw. die eine berufliche Eingliederung herbeiführen. Darüber hinaus werden berufsbezogene deutsche Sprachkenntnisse vermittelt bzw. erweitert. Ergänzend kommen auch sozialintegrative Ansätze zur individuellen Hemmnisbeseitigung zum Einsatz. Die maximale Förderdauer beträgt 12 Monate.

    3. Stand der Umsetzung in NRW

    Im Schuljahr 2016/17 sind 562 Plätze für Teilnehmende der Maßnahme „Förderzentrum für Flüchtlinge“, die nicht mehr schulpflichtig sind, in den Klassen der Ausbildungsvorbereitung Teilzeit im Berufskolleg bereitgestellt worden. Eine Umsetzung erfolgte an ausgewählten Standorten. Hierfür sind sowohl ländliche Regi-onen als auch städtische Ballungsgebiete ausgewählt worden. Auch im Schuljahr 2017/18 wird die Kooperation im gleichen Umfang fortgeführt. Derzeitige Schul-standorte sind: Aachen, Ahlen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Detmold, Duisburg, Düsseldorf, Dortmund, Herford, Köln, Ibbenbüren, Lemgo, Lippstadt, Oberhausen, Siegen, Steinfurt, Wuppertal.

    4. Weitere Informationen im Internet

    Beschulung von Geflüchteten: www.schulministerium.nrw.de; Kurzinfo der RD zum Modellprojekt 18/25: www.unternehmer.nrw

    http://www.gib.nrw.de/https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Integration/Gefluechtete/index.htmlhttp://www.unternehmer.nrw/fileadmin/Fluechtlinge/Modellprojekt_1825_-_Foerderzentrum_fuer_Fluechtlinge.pdf

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    Basissprachkurse zur Arbeitsmarktintegration für Flüchtlinge

    1. Durchführung

    Förderprogramm „Basissprachkurse zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen“ der ESF-Förderrichtlinie; zur Teilnahme sind Personen mit individuell guter Bleibeperspektive berechtigt, die zu Beginn des Basissprachkurses keinen Zugang zu den Sprachkursangeboten des Bundes haben. Die Teilnehmenden werden durch die Integration Points zugewiesen.

    2. Ziel/Inhalt

    Aktuell haben noch immer nicht alle Geflüchteten mit einer individuell guten Bleibeperspektive Zugang zu den Deutschsprachförderangeboten des Bundes (z.B. Integrationskurse). Eine berufsbezogene Sprachförderung (z. B. ESF-BAMF) ist zudem erst ab dem Sprachniveau A1 entsprechend des Gemeinsamen Europäi-schen Referenzrahmens für Sprachen (GER) möglich. Das Modellprojekt „Basissprachkurse zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen“ verfolgt daher den An-satz, die Lücke der fehlenden Sprachkompetenz bei den Flüchtlingen zu schließen und ermöglicht den Teilnehmenden den Erwerb der Sprachkompetenz (A1 GER).

    Die Basissprachkurse dieses Modellprojekts bestehen aus 300 Unterrichtseinheiten (UE = 45 Minuten) pro Kurs. Ergänzend können Fahrtkosten gefördert wer-den.

    3. Stand der Umsetzung in NRW Volkshochschulen, anerkannte Weiterbildungseinrichtungen, vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge anerkannte Integrationskursträger, anerkannte Träger der Jugendhilfe aus dem Bereich der Jugendberufshilfe mit einschlägigen Erfahrungen oder Partner eines regionalen Bleiberechtsnetzwerks (mit Ausnahme von Jobcentern und Agenturen für Arbeit) können direkt bei der örtlich zuständigen Bezirksregierung einen Antrag stellen. Dort wird im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel ganzjährig über die Anträge entschieden.

    4. Weitere Informationen im Internet

    www.mkffi.nrw

    (übergangsweise vgl. auch: www.mags.nrw)

    BIBB-Förderprogrammdatenbank: www.ueberaus.de

    http://www.gib.nrw.de/http://www.mkffi.nrw/http://www.mags.nrw/https://www.ueberaus.de/wws/9.php%23/wws/24282270.php?sid=79131391745233169147816951774960

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    Berufsbezogene Deutschsprachförderung nach § 45a Absatz 3 des Aufenthaltsgesetzes

    1. Durchführung

    Am 1. Juli 2016 erweiterte der Bund das Angebot an berufsbezogener Sprachförderung für Menschen mit Migrationshintergrund: die berufsbezogene Deutsch-sprachförderung wurde zu einem Regelinstrument der Sprachförderung des Bundes nach § 45a Absatz 3 des Aufenthaltsgesetzes. Sie wird vom BAMF umgesetzt und baut unmittelbar auf den Integrationskursen auf.

    Das Regelangebot der nationalen berufsbezogenen Deutschsprachförderung löst bis Ende 2017 sukzessive das ESF-BAMF Programm ab.

    2. Ziel/Inhalt Die nationale berufsbezogene Deutschsprachförderung setzt sich aus verschiedenen Modulen zusammen, die sich baukastenähnlich individuell kombinieren las-sen und den berufsbezogenen Deutschunterricht mit Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit verbinden. Zielgruppe sind Personen mit Migrationshintergrund und Bedarf an sprachlicher Weiterqualifizierung. Sie müssen arbeitssuchend gemeldet sein und/oder in der Regel Leistungen nach SGB II (Hartz IV) oder SGB III (Arbeitslosengeld) beziehen. Nach Entscheidung des BMAS haben Asylbewerberinnen und Asylbewerber aus Afghanistan seit 1. Juli 2017 Zugang zu den Berufs-sprachkursen. Dies umfasst auch den Zugang zu den Modulen unterhalb von B1, ohne vorherige Teilnahme an einem Integrationskurs.

    Wer an den Modulen der nationalen berufsbezogenen Deutschsprachförderung teilnimmt, entscheiden die Arbeitsagenturen und Jobcenter.

    Die nationale berufsbezogene Deutschsprachförderung baut unmittelbar auf der allgemeinen Sprachförderung durch die Integrationskurse des BAMF auf. Bei beiden Angeboten handelt es sich um ein Regelangebot des Bundes.

    3. Stand der Umsetzung in NRW

    Es haben derzeit 615 Träger in NRW die Zulassung für die Durchführung von Berufssprachkursen. Seit Start der Förderung sind in NRW bereits 458 Kurse mit 7.216 Teilnehmenden durchgeführt worden (Stand 24.08.2017)

    4. Weitere Informationen im Internet

    www.bamf.de

    BIBB-Förderprogrammdatenbank: www.ueberaus.de

    http://www.gib.nrw.de/http://www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/DeutschBeruf/Bundesprogramm-45a/bundesprogramm-45a-node.htmlhttps://www.ueberaus.de/wws/23052958.php?sid=85643007958946972347747224786900

  • Junge Geflüchtete: Übersicht über zentrale Angebote zur Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

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    Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)

    1. Durchführung

    Das Angebot ist Bestandteil der Initiative „Wege in Ausbildung für Flüchtlinge“ (vgl. Seite 55). BOF bereitet die jungen Flüchtlinge auf eine Ausbildung im Hand-werk vor und setzt dabei auf eine vertiefte fachliche und praktische Berufsorientierung in den Überbetrieblichen Berufsbildungsstätten des Handwerks. Das Pro-gramm ist zunächst auf 24 Monate angelegt. Die BOF-Förderrichtlinie gilt bis zum Ende des Jahres 2018.

    2. Ziel/Inhalt

    Das Angebot richtet sich an Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge sowie Asylbewerber oder Geduldete mit Arbeitsmarktzugang. Um junge Flüchtlinge für eine betriebliche Ausbildung im Handwerk fit machen, startete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Programm „Berufsorientierung für Flüchtlinge - BOF“. Das Förderprogramm ist die dritte Stufe der Initiative „Wege in Ausbildung für Flüchtlinge“. Die erste Stufe ist ein Integrationskurs des Bun-desamts für Migration und Flüchtlinge (vgl. S. 34). Hier erwerben die jungen Flüchtlinge Sprachkenntnisse und lernen grundlegende Werte der deutschen Gesell-schaft, Rechtsordnung, Geschichte und Kultur kennen. Die zweite Stufe ist die BA-Maßnahme „Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk – PerjuF-H“ (vgl. S. 49). BOF ist ebenfalls offen für Geflüchtete, die auf anderen Wegen die Teilnahmevoraussetzungen erworben haben. Voraussetzung für die Teilnahme an dem Programm ist, dass die jungen Flüchtlinge nicht mehr schulpflichtig und unter 25 Jahre sind, über gute Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen und sich im deutschen Ausbildungs- und Beschäftigungsmarkt orientieren können.

    Mit BOF erhalten junge Flüchtlinge vertiefte Einblicke in Ausbildungsberufe des Handwerks. Während der gesamten Maßnahme werden sie fachsprachlich qualifi-ziert und von einem Projektbegleiter individuell unterstützt. Das Programm gliedert sich in Werkstatttage, welche in Lehrwerkstätten in geschütztem Raum statt-finden, und eine anschließende Betriebsphase. Bis zu 10.000 junge Flüchtlinge sollen eine Chance auf eine Ausbildung im Handwerk erhalten.

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat am 29.8.2017 die Richtlinie zur Förderung der vertieften Berufsorientierung junger Flüchtlinge (BOF) erweitert und ermöglicht damit flexiblere und umfangreichere Unterstützung für Geflüchtete.

    3. Stand der Umsetzung in NRW

    In NRW werden insgesamt 23 Projekte gefördert (Stand: Mai 2017). Zum Stand der Umsetzung der Initiative „Wege in Ausbildung für Flüchtlinge“ insgesamt vgl. Seite 55 f.

    4. Weitere Informationen im Internet

    Informationen zum Programm: www.berufsorientierungsprogramm.de

    Verzeichnis der Projekte und Standorte: www.berufsorientierungsprogramm.de

    BIBB-Förderprogrammdatenbank: www.ueberaus.de

    http://www.gib.nrw.de/http://berufsorientierungsprogramm.de/html/de/berufsorientierung-fuer-fluechtlinge.phphttps://www.berufsorientierungsprogramm.de/files/2017-05-16_Berufsorientierung%20f%c3%bcr%20Fl%c3%bcchtlinge_%c3%9cbersicht_Projekttr%c3%a4ger%20mit%20Links.pdfhttps://www.ueberaus.de/wws/9.php#/wws/23054494.php?sid=79131391745233169147816951779930

  • Junge Geflüchtete: Übersicht über zentrale Angebote zur Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

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    Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule

    1. Durchführung Die Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule (GF-H) ist ein aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförder-tes Bundesprogramm. Die Bildungsberatung setzt die Richtlinien Garantiefonds Hochschule gemeinsam mit der Otto Benecke Stiftung e. V. um. Die zentrale Ko-ordinierung befindet sich bei der Geschäftsstelle der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. Am 20. September 2016 veröffentlichte das BMFSFJ die neuen „Richtlinien zur Förderung junger Zuwanderinnen und Zuwanderer zur Vorbereitung und Durch-führung eines Hochschulstudiums Garantiefonds – Hochschulbereich (RL-GF-H)“. Sie treten am 1. Januar 2017 in Kraft.

    2. Ziel/Inhalt Die Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule (GF-H) berät und unterstützt junge Zuwanderer und Zuwanderinnen, die in Deutschland eine akademische Lauf-bahn beginnen oder fortsetzen möchten. Sie berät Sekundarschulabsolvent/innen und Studierende Die Bildungsberatung GF-H entwickelt gemeinsam mit den Ratsuchenden einen individuellen Ausbildungsplan und unterstützt junge Zugewanderte bei der Um-setzung dieses Plans. Sie prüft bei Flüchtlingen und Spätaussiedler/-innen die Voraussetzungen für eine Förderung nach den Richtlinien Garantiefonds Hoch-schulbereich und entscheidet, ob Bewerber/-innen für die Förderung zugelassen werden. Kernthemen der Bildungsberatung GF-H: Spracherwerb (Sprachniveaus und geeignete Sprachkurse) Bewertung der im Ausland erworbenen Vorbildung Maßnahmen zum Erwerb bzw. zur Vervollständigung der Hochschulreife Studienangebot in Deutschland Anrechnung von Studienleistungen aus dem Ausland Studienfachwahl und Studienbewerbung Maßnahmen zur Eingliederung in den Akademikerarbeitsmarkt Stipendien und Förderangebote

    Eine Zulassung zur Förderung ist nur in Zusammenhang mit einer Beratung und Bildungsplanung möglich. Der Antrag auf Förderung muss spätestens zwei Jahre nach Einreise erfolgen. Flüchtlinge, deren Statusanerkennungsverfahren zwei Jahre oder länger dauerte, können den Antrag auf Förderung noch innerhalb des ersten Jahres nach Anerkennung als Flüchtling stellen. 3. Stand der Umsetzung in NRW

    Hierzu liegen der G.I.B. zurzeit keine Informationen vor. 4. Weitere Informationen im Internet

    Bildungsberatung für Zugewanderte: www.bildungsberatung-gfh.de Informationen für Sprachkursträger: www.bildungsberatung-gfh.de

    http://www.gib.nrw.de/http://www.bildungsberatung-gfh.de/index.phphttp://www.bildungsberatung-gfh.de/index.php/informationen-fuer-sprachkurstraeger

  • Junge Geflüchtete: Übersicht über zentrale Angebote zur Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

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    Care for Integration

    1. Durchführung

    Projektträger ist die Akademie für Pflegeberufe und Management gGmbH (apm). Gemeinsam mit dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) wird das Projekt mit Unterstützung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, des ESF-Sozialfonds sowie der Bundesagentur für Arbeit umgesetzt.

    2. Ziel/Inhalt

    Geflüchtete Menschen, die in Nordrhein-Westfalen in der Altenpflege arbeiten möchten, sollen durch das Projekt „Care for Integration“ bei der Berufsausbildung, beim Erlernen der deutschen Sprache und bei der Integration unterstützt werden.

    In einer 18 monatigen, berufsbegleitenden Ausbildung können Teilnehmende den Abschluss zur Altenpflegehelferin oder zum Altenpflegehelfer erlangen. Bevor die Berufsausbildung beginnt, werden die Teilnehmenden bis zu zwölf Monate durch Sprachkurse, die Vermittlung kultureller Werte, Informationen über das Be-rufsleben in Deutschland sowie die spezifischen Bedingungen und Anforderungen in der Altenpflege vorbereitet. Bei Bedarf kann auch der Hauptschulabschluss erworben werden. Damit auch Müttern oder Vätern die Teilnahme an der Qualifizierungsmaßnahme möglich ist, wird vor Ort die Betreuung der Kinder sicherge-stellt.

    3. Stand der Umsetzung in NRW

    „Care for Integration” ist am 1. Dezember 2016 gestartet. Inzwischen sind an sieben Fachseminaren der apm in NRW Vorbereitungskurse im Rahmen des Kom-petenzzentrums Altenpflege gestartet (Bielefeld, Düsseldorf, Duisburg, Lippstadt/Soest, Heinsberg, Köln-Mülheim, Münster). Geplanter Start der Ausbildung zur Altenpflegehelferin / zum Altenpflegehelfer ist im Herbst 2017.

    4. Weitere Informationen im Internet

    Projektinformation: www.apm-nrw.de

    http://www.gib.nrw.de/http://www.apm-nrw.de/ausbildungundumschulung/projekte/

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    Einwanderung gestalten NRW – Modellprojekt für Kommunen

    1. Durchführung

    Gefördert werden mit Mitteln des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen zwölf Modellprojekte, deren Fo-kus auf der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit zwischen kommunalen Einrichtungen liegt. Die Förderung erfolgt in Form der Anteilfinanzierung. Mit je-weils 4,4 Millionen Euro können in den kommenden beiden Jahren Modellprojekte in insgesamt zwölf Kreisen, kreisfreien Städten oder großen kreisangehörigen Städten mit eigener Ausländerbehörde gefördert werden. Die Laufzeit der Modellprojekte beträgt bis zu zwei Jahre.

    2. Ziel/Inhalt

    Mit dem Förderaufruf verfolgt die nordrhein-westfälische Landesregierung das Ziel, die rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit zur Integration von allen zuge-wanderten Menschen in den Kommunen zu fördern. So soll ein systematisiertes und koordiniertes Vorgehen zwischen den kommunalen Behörden installiert wer-den, in dessen Mittelpunkt der zugewanderte Mensch mit seinen Potenzialen und individuellen Bedarfen steht.

    Es sollen Unterstützungssysteme für Zugewanderte auf der Grundlage vorhandener lokaler Strukturen und Akteure konzipiert, vernetzt und umgesetzt werden. Den zugewanderten Menschen soll unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Aufenthaltsstatus der Zugang zu den kommunalen Angeboten der Beratungseinrich-tungen und Behörden erleichtert werden.

    Durch die Modellprojekte soll ein Organisationsentwicklungsprozess in den Kommunen angestoßen werden, der die strategische Zusammenarbeit bei der Wahr-nehmung von Aufgaben fördert, die im Kontext der Integration von Zugewanderten entstehen.

    3. Stand der Umsetzung in NRW

    Das Projekt wird in 12 Modellkommunen umgesetzt: Bielefeld, Dormagen, Dortmund, Hamm, Köln, Kreis Lippe, Moers, Mülheim an der Ruhr, Rheine, Rheinisch-Bergischer Kreis, Münster, Wuppertal.

    4. Weitere Informationen im Internet

    ./.

    http://www.gib.nrw.de/

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    Erstorientierungskurse für Asylbewerber mit unklarer Bleibeperspektive

    1. Durchführung

    In enger Zusammenarbeit mit den Bundesländern bietet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Erstorientierungskurse an. Diese richten sich primär an Asylbewerberinnen und -bewerber, die nicht schulpflichtig sind und weder aus einem Land mit hoher Anerkennungsquote (gute Bleibeperspektive) noch aus ei-nem sicheren Herkunftsland stammen. Grundlage für die Kurse sind das Konzept „Erstorientierung und Deutsch lernen für Asylbewerber“ und die Förderrichtlinie „Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Erstorientierung und Wertevermittlung für Asylbewerber“.

    2. Ziel/Inhalt

    Mit den Erstorientierungskursen sollen Asylbewerberinnen und Asylbewerber über das Leben in Deutschland informiert werden, damit sie sich im Alltag zurecht-finden können. Gleichzeitig erwerben sie in den Kursen erste Deutschkenntnisse.

    Jeder Kurs besteht aus sechs Modulen bzw. 300 UE. Das Modul „Werte und Zusammenleben“ ist verpflichtend durchzuführen und soll von jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer besucht werden. In ihm wird behandelt, welche Grundwerte das Leben in Deutschland bestimmen und wie sich diese im Alltag gestalten. Der Träger kann daneben fünf weitere Module aus dem Konzept frei auswählen. Folgende Themengebiete werden behandelt: Alltag in Deutschland, Arbeit, Ein-kaufen, Gesundheit/Medizinische Versorgung, Kindergarten/Schule, Mediennutzung in Deutschland, Orientierung vor Ort/Verkehr/Mobilität, Sitten und Gebräuche in Deutschland/Lokale Besonderheiten, Sprechen über sich und andere Personen/Soziale Kontakte, Wohnen, Werte und Zusammenleben

    Ergänzt wird der Unterricht um Exkursionen, zum Beispiel zu Behörden, einer Bibliothek oder zum Markt. Diese Exkursionen helfen den Teilnehmenden zusätz-lich, sich in ihrer Umgebung zu orientieren und das Gelernte gleich in der Praxis auszuprobieren.

    3. Stand der Umsetzung in NRW

    In Nordrhein-Westfalen bieten seit Juli 2017 drei vom Bundesland ausgewählte Träger Erstorientierungskurse an: Malteser Hilfsdienst e.V. DRK-gemeinnützige Betreuungsgesellschaft für soziale Einrichtungen mbH Zukunftsorientierte Förderung Z.O.F. e.V.

    Eine Liste der Standorte und Ansprechpartner finden Sie auf der Internetseite des Bundesamtes (vgl. unten).

    4. Weitere Informationen im Internet www.bamf.de/eok

    http://www.gib.nrw.de/http://www.bamf.de/eok

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    Fit für mehr! (Berufskolleg Bildungsangebot)

    1. Durchführung

    Am 01.02.2017 wurde an den Berufskollegs zusätzlich zum bisherigen Regelangebot (Internationale Förderklasse/IFK – vgl. Seite 38 und „18/25 Förderzentrum für Flüchtlinge in Kombination mit Berufskolleg“, vgl. Seite 24) das neue Bildungsangebot „Fit für mehr!“ (FFM) für junge Zugewanderte zwischen 16 und 25 Jahren eingerichtet. Das Bildungsangebot FFM ist den Bildungsgängen des Berufskolleg vorgelagert (vgl. dazu Erlass „Besondere Bestimmungen für den Unter-richt für geflüchtete Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren Schülerinnen und Schüler in Klassen des Berufskollegs („Fit für Mehr“)“ des Ministeriums für Schu-le und Weiterbildung vom 18.01.2017).

    2. Ziel/Inhalt

    Das Bildungsangebot „Fit für mehr!“ (FFM) ist jungen Zugewanderten zwischen 16 und 25 Jahren unabhängig von der Schulpflicht auch unterjährig zugänglich. D. h. sie können auch im laufenden Schuljahr in das Bildungsangebot eintreten und sich dort bis zu einem Jahr lang sprachlich, mathematisch, kulturell und poli-tisch-gesellschaftlich für ihren weiteren Bildungsweg vorbereiten. Ein Schulabschluss wird nicht vergeben.

    Im Anschluss an das Bildungsangebot „Fit für mehr!“ stehen den geflüchteten Jugendlichen die bewährten Möglichkeiten des Berufskollegs offen. Bei Eintritt in FFM noch Schulpflichtige haben die Berechtigung zum Besuch der IFK, bei Eintritt in FFM nicht mehr schulpflichtige Jugendliche können in die Ausbildungsvorbe-reitung Teilzeit wechseln, wenn sie an einer Bildungsmaßnahme der Bundesagentur für Arbeit teilnehmen. Der Wechsel in eine Berufsausbildung oder eine Er-werbstätigkeit ist jederzeit möglich.

    Zusätzlich zu der Beschulungsoption am Berufskolleg ergeben sich auch erweiterte Optionen an Weiterbildungskollegs. Neu zugewanderte junge Erwachsene können Schulabschlüsse zukünftig ggf. auch an allen Bildungsgängen der Weiterbildungskollegs (Abendrealschule, Abendgymnasium, Kolleg – vgl. auch Seite 56) erwerben, denn der zur Aufnahme in die Bildungsgänge der Weiterbildungskollegs notwendige Nachweis einer vorherigen Berufstätigkeit kann nunmehr auch durch Glaubhaftmachung geführt werden.

    3. Stand der Umsetzung in NRW

    Landesweit wurde bis zum Ende des Schuljahres 2016/17 97 FFM-Klassen eingerichtet. Zum kommenden Schuljahr werden weitere Klassen an den Berufskollegs eröffnet. Dies geschieht bedarfsgerecht und in Abstimmung mit den beteiligten Institutionen.

    4. Weitere Informationen im Internet

    Beschulung von Geflüchteten: www.schulministerium.nrw.de

    Bildungsangebote für geflüchtete Menschen (Kurzübersicht): www.schulministerium.nrw.de

    Bildungsgänge am Berufskolleg/Ausbildungsvorbereitung: www.berufsbildung.nrw.de

    http://www.gib.nrw.de/https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Integration/Gefluechtete/index.htmlhttps://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Integration/Gefluechtete/Kontext/Dok_-1-2016-11-24-Angebote-fuer-gefluechtete-Menschen.pdfhttp://www.berufsbildung.nrw.de/cms/bildungsgaenge-bildungsplaene/ausbildungsvorbereitung-anlage-a/index.html

  • Junge Geflüchtete: Übersicht über zentrale Angebote zur Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

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    Förderzentrum für Flüchtlinge

    1. Durchführung

    Die Maßnahmen werden gefördert nach § 45 I S. 1 SGB III bzw. § 16 I SGB II i. V. m. § 45 I S .1 SGB III. 2. Ziel/Inhalt

    Zur frühzeitigen Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und zur Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit soll das Potential von geflüchteten Menschen frühzeitig, noch während des laufenden Asylverfahrens, erschlossen werden. Die Maßnahme kann alle Aktivitäten umfassen, mit denen ein Integrationsfortschritt der Teilnehmer erreicht werden kann bzw. die eine berufliche Eingliederung herbeiführen. Weiterhin sollen ihnen berufsbezogene deutsche Sprachkenntnisse vermittelt bzw. diese erweitert werden. Dabei sollen auch sozialintegrative Ansätze zur individuellen Hemmnisbeseitigung zum Einsatz kommen.

    Teilnehmer sind arbeitslose Asylbewerber und Geduldete mit Arbeitsmarktzugang (SGB III), bis zum 31.12.2018: Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive (Stand 11/2016: Eritrea, Irak, Iran, Somalia und Syrien), die eine Aufenthaltsgestattung nach dem Asylgesetz bzw. eine Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender (BüMA) besitzen und aufgrund des § 61 des Asylgesetzes keine Erwerbstätigkeit ausüben dürfen, Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge, bei denen die Voraussetzungen des § 7 SGB II erfüllt sind und erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit Migrationshintergrund.

    Die Teilnahmedauer beträgt in der Regel drei Monate für Teilnehmer aus dem Rechtskreis SGB III und sechs Monate für Teilnehmer aus dem Rechtskreis SGB II und kann in besonders begründeten Einzelfällen bis zu einer Dauer von 12 Monaten verlängert werden. Vorrangig ist die zeitnahe Teilnahme an einem Integrati-onskurs bzw. Jugendintegrationskurs des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF – vgl. auch Seite 33). Inhalt der Eingangsphase: Kompetenzfeststellung in benannten Berufsfeldern, Ermittlung/Bewertung von schulischer Qualifikation und beruflichen Vorerfahrun-gen, Bestimmung des Niveaus der Deutschkenntnisse, Ableitung der Förder- und Unterstützungsbedarfe

    Inhalt der Handlungsphase: Heranführung an den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, Förderung sozialintegrativer Aktivitäten, Förderung arbeitsmarktin-tegrativer Aktivitäten, Feststellung, Verringerung und Beseitigung von Vermittlungshemmnissen (Kenntnisfeststellung und -vermittlung in benannten Berufsfel-dern, Teile von Maßnahmen bei einem Arbeitgeber (betriebliche Erprobung), IT- und Medienkompetenz, Erweiterung berufsfachlicher Sprachkenntnisse), Hilfe-stellung bei der Anerkennung ggf. vorhandener ausländischer Schul- und Berufsabschlüsse, projektbezogene Arbeiten, Erzielung von Integrationsfortschritten, Stabilisierung der Beschäftigungsaufnahme, Gesundheitsorientierung. Beide Phasen werden durch eine sozialpädagogische Begleitung, die Unterstützung bei der Organisation einer dauerhaften Kinderbetreuung und eine Einbindung des Auftragnehmers in die regionalen Netzwerke ergänzt.

    3. Stand der Umsetzung in NRW

    Aktuelle Anzahl der Platzzahlen: 5.052 (Stand 11.08.2017: gemeinsam rechtskreisübergreifend über das Regionale Einkaufszentrum (REZ) ausgeschriebene Ge-samtkapazitäten). Achtung! Die Platzzahlen stellen den Stand zum angegebenen Datum dar und werden im Rahmen der Aktualisierung der Übersicht angepasst.

    4. Weitere Informationen im Internet ./.

    http://www.gib.nrw.de/

  • Junge Geflüchtete: Übersicht über zentrale Angebote zur Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

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    Integrationskurse für Asylbewerber

    1. Durchführung

    Mit den Integrationskursen stellt die Bundesregierung gemäß § 43 Abs. 2 Aufenthaltsgesetz ein Grundangebot zur Integration zur Verfügung.

    2. Ziel/Inhalt

    Jeder Integrationskurs besteht aus einem Sprachkurs und einem Orientierungskurs, der zum Beispiel über die Geschichte, Kultur und Rechtsordnung Deutsch-lands informiert. Die Angebote zur Sprachförderung vermitteln Deutsch bis zum Sprachniveau B1. Die Maßnahmen werden von den vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zugelassenen Sprachkursträgern angeboten. Der allgemeine Integrationskurs umfasst 660 Unterrichtseinheiten (UE); spezielle Integrati-onskurse – zum Beispiel für junge Erwachsene oder die Integrationskurse mit Alphabetisierung – dauern mindestens 960 UE.

    Asylbewerber und andere Personengruppen mit jeweils guter Bleibeperspektive können gem. § 44 Abs. 4 S. 2 Nr. 1-3 AufenthG im Rahmen verfügbarer Kursplät-ze zum Integrationskurs zugelassen werden. Hiernach können

    Ausländer, die eine Aufenthaltsgestattung gem. § 55 Abs. 1 AsylG besitzen und bei denen ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist, Ausländer, die eine Duldung gem. § 60 a Abs. 2 S. 3 AufenthG besitzen und Ausländer, die eine Aufenthaltserlaubnis gem. § 25 Abs. 5 AufenthG besitzen

    einen Antrag auf Zulassung zum Integrationskurs bei der Zentrale des BAMF stellen.

    3. Stand der Umsetzung in NRW

    Die Integrationskursgeschäftsstatistik für 2016, die auch Zahlen für Nordrhein-Westfalen enthält, ist über die Internetseite www.bamf.de abrufbar. Einen Integ-rationskursträger in Ihrer Nähe finden Sie mit Hilfe des Auskunftssystems WebGIS (vgl. unten).

    4. Weitere Informationen im Internet

    www.bamf.de

    Grafische Übersicht zum Integrationskurs

    WebGIS - Auskunftssystems des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge: www.bamf.de

    http://www.gib.nrw.de/http://www.europaeischer-referenzrahmen.de/sprachniveau.phphttp://www.bamf.de/DE/Infothek/Statistiken/InGe/inge-node.htmlhttp://www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/IntegrationskurseAsylbewerber/integrationskurseasylbewerber-node.htmlhttp://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Plakate/grafische-uebersicht-integrationskurs.htmlhttp://www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/Integrationskurse/KurstraegerNaehe/kurstraegernaehe-node.html

  • Junge Geflüchtete: Übersicht über zentrale Angebote zur Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

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    Integration Points

    1. Durchführung

    Arbeitsagentur, Jobcenter und Stadtverwaltung (z. B. Ausländerbehörde) arbeiten in den Integration Points Hand in Hand, um geflüchtete Menschen in den Aus-bildungs-und Arbeitsmarkt zu integrieren. Die räumliche Zusammenlegung unter einem Dach ermöglicht es, gemeinsam und ohne Reibungsverluste mit den Menschen zügig in Dialog zu treten, zu informieren, zu beraten und schließlich erfolgreich zu unterstützen.

    2. Ziel/Inhalt

    Integration Points sind die erste Anlauf- und Beratungsstelle für geflüchtete Menschen im Hinblick auf die Heranführung an den deutschen Arbeitsmarkt sowie für die Integration in Arbeit und Ausbildung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Integration Points sind Ansprechpartner für:

    Personen mit Aufenthaltsgestattung, Personen mit einem humanitären Aufenthaltstitel nach Kapitel 2, Abschnitt 5 Aufenthaltsgesetz und

    Personen mit einer Duldung nach § 60a Aufenthaltsgesetz.

    Der Integration Point kann von allen oben erwähnten Personengruppen genutzt werden. Initiativ werden im Rechtskreis SGB III jedoch nur diejenigen Personen angesprochen, bei denen

    ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist („hohe Bleibewahrscheinlichkeit“) und

    für absehbare Zeit ein grundsätzlicher Arbeitsmarktzugang besteht, also nicht aufgrund z. B. einer Abschiebeverfügung oder eines längerfristig verfügten Beschäftigungsverbots von vornherein ausgeschlossen ist.

    Die Vermittlungsexperten im Integration Point verfügen über Sprachkenntnisse in Englisch und z. T. auch in Französisch, Spanisch und Arabisch. Bei Bedarf kön-nen auch Dolmetscher für andere Sprachen hinzugezogen werden. Die persönlichen Anliegen der geflüchteten Menschen sind vielfältig: Der Integration Point übernimmt eine Lotsenfunktion, vermittelt die passenden zusätzlichen Beratungs- und Unterstützungsangebote weiterer Partner wie z. B. von