Fortschritte der Psychotherapie - Fortschritte der Psychotherapie Herausgegeben von Kurt Hahlweg, Martin

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  • Fortschritte der Psychotherapie Herausgegeben von Kurt Hahlweg, Martin Hautzinger, Tania Lincoln, Jürgen Margraf, Winfried Rief und Brunna Tuschen-Caffier

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    Die Herausgeber

    Bezugsmöglichkeiten

    Die Begründer

    Prof. Dr. Dietmar Schulte, Prof. Dr. Klaus Grawe, Prof. Dr. Kurt Hahlweg und Prof. Dr. Dieter Vaitl

    Wenn Sie die Reihe „Fortschritte der Psycho- therapie“ zur Fortsetzung bestellen, erhalten Sie alle Bände automatisch nach dem Erscheinen zum vergünstigten Preis von je € 15,95 / CHF 21.50. Sie sparen somit mehr als 20 % gegenüber dem Einzelpreis von je € 19,95 / CHF 26.90! Alle Neu- abonnenten erhalten als Dankeschön ein hoch- wertiges FABER-CASTELL-Office-Set (bestehend

    aus Broadpen, Textliner, Spitzer und Radierer). Ihre Fortsetzungsbestellung umfasst eine Mindest- abnahme von vier Titeln in Folge, danach können Sie das Abonnement jederzeit schriftlich kündigen.

    Fast alle Bände der Buchreihe sind auch als eBook erhältlich.

    Nutzen Sie die Vorteile des Reihen-Abonnements!

    Exklusiver Download-Bereich für Abonnenten

    Bestellen Sie die Reihe „Fortschritte der Psycho- therapie“ zur Fortsetzung und profitieren Sie von:

    • der direkten und bequemen Lieferung jedes neuen Bandes sofort nach Erscheinen

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    • einer attraktiven Prämie (FABER-CASTELL- Office- Set) für alle Neuabonnenten

    • der Möglichkeit, die Materialien kostenlos von der Website herunterzuladen.

    Als Abonnentin bzw. als Abonnent der Reihe „Fortschritte der Psychotherapie“ haben Sie die Möglichkeit, alle Arbeitsmaterialien der einzelnen Bände (wie z. B. Checklisten, Merkblätter, Protokoll-

    bögen und vieles mehr) bequem und kostenlos als PDF im DIN A4-Format herunterzuladen. Den Link für die Registrierung erhalten Sie mit Ihrer Abonne- ment-Bestellung!

    Attrak tive

    Prämie Prof. Dr. Kurt Hahlweg 1988-2012 Professor für Klini- sche Psychologie, Psychotherapie und Psychodiagnostik an der TU Braunschweig.

    Prof. Dr. Martin Hautzinger Seit 1996 Ordinarius für Psycho- logie und Leiter der Abteilung Klinische und Physiologische Psychologie am Psychologischen Institut der Universität Tübingen.

    Prof. Dr. Jürgen Margraf Seit 2010 Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie und Leiter des Forschungs- und Behandlungszentrums für psychische Gesundheit an der Ruhr-Universität Bochum.

    Prof. Dr. Tania Lincoln Seit 2011 Inhaberin der Profes- sur für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Hamburg sowie Leiterin der Psychotherapeu- tischen Hochschulambulanz.

    Prof. Dr. Brunna Tuschen-Caffier Seit 2007 Lehrstuhlinhaberin für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Freiburg sowie Leiterin der Psychotherapeutischen Ambu- lanzen für psychische Störungen des Erwachsenenalters sowie für Kinder, Jugendliche und Familien.

    Prof. Dr. Winfried Rief Seit 2000 Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Philipps-Universität Marburg sowie Leiter der Psychotherapie-Ambulanz Marburg.

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    Bände in PlanungDie Reihe

    Gliederung der Bände

    Alle Bände haben den gleichen Aufbau, so dass eine schnelle Orientierung möglich ist. Im Mittel- punkt stehen diejenigen Informationen, die die Therapeutin bzw. der Therapeut in der täglichen

    Praxis benötigt. Die wesentlichen Informationen sind in Tabellen, Schaubildern, Leitfäden und Mar- ginalien zusammengefasst. Jeder Band der Reihe umfasst 80 bis 100 Druckseiten.

    Übersichtlich und praxisrelevant: mit zahlreichen Übersichten, Tabellen und Marginalien.

    1. Beschreibung der Störung • Bezeichnung • Definitionskriterium

    nach ICD / DSM • Differenzialdiagnose • Epidemiologische Daten • Verlauf und Prognose • Komorbidität • Diagnostische Verfahren und

    Dokumentationshilfen

    2. Störungstheorien und -modelle

    3. Diagnostik und Indikation • Regeln und Handlungs-

    anweisungen für diagnostische Entscheidungen

    • Hinweise für die Indikation

    4. Behandlung • Darstellung der Therapie-

    methoden • Wirkungsweisen der Methoden • Effektivität und Prognose • Probleme bei der Durch-

    führung

    5. Fallbeispiel

    6. Literatur

    7. Anhang • Kurzanleitungen für

    Diagnostik und Therapie

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    betroffen. Dabei leiden deutlich mehr ältere (6,2 %) als jüngere Menschen (2,3 %) unter dieser Erkrankung. Frauen erfüllen mit (2,6 %) etwa halb so oft wie Männer (5,6 %) die Kriterien für pathologisches Horten.

    1.4 Verlauf und Prognose

    Unbehandelt verläuft die Erkrankung in der Regel chronisch progredient. Häufig zeigen sich erste Symptome im Alter von 12 bis 13 Jahren. Mitte drei­ ßig ist die Symptomatik zumeist auf ein deutlich beeinträchtigendes Ausmaß angestiegen und nimmt mit wachsendem Alter eher noch weiter zu (Tolin, Meunier, Frost & Steketee, 2010).

    Darüber hinaus spielen auch genetische Faktoren mit hoher Wahrscheinlich­ keit eine Rolle. So weiß man, dass pathologisches Sammeln und Horten bei Verwandten ersten Grades deutlich häufiger auftritt als bei Personen ohne Hortproblematik im familiären Umfeld; die Heritabilität für zwanghaftes Hor­ ten schätzt man auf 50 % (Lervolino et al., 2009).

    1.5 Differenzialdiagnose

    1.5.1 Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik

    Einige körperliche oder psychische Erkrankungen können sekundär ein Ver­ müllungssyndrom mit sich bringen, wie etwa Demenzen, hirnorganische Schädigungen oder Psychosen. Ursachen sind die durch die psychische Er­ krankung bedingte Antriebsstörung und Vernachlässigung alltäglicher Auf­ gaben. Ebenso sind affektive Störungen, Alkoholismus und Impulskontroll­ störungen in Betracht zu ziehen, bei denen es sekundär zu einer exzessiven Anhäufung von Gegenständen kommen kann (Steketee & Frost, 2014). Ta­ belle 1 fasst wichtige Differenzialdiagnosen und ihre Unterscheidungsmerk­ male zu pathologischem Horten zusammen.

    Differenzialdiagnostisch bedeutsam ist schließlich noch das „Diogenes­Syn­ drom“ oder „Vermüllungssyndrom“. Dieses ist durch Vernachlässigung des körperlichen Erscheinungsbildes und des Wohnumfelds sowie durch starken sozialen Rückzug gekennzeichnet. Die Vernachlässigung des Wohnbereiches kann sich allerdings auch in unhygienischen Lebensbedingungen äußern, ohne dass sie mit der Ansammlung von Gegenständen einhergehen muss. Hilfe von außen wird zumeist vehement abgelehnt, da die Problematik von­ seiten des Betroffenen nicht als solche erkannt wird. Während man früher eher von einem eindimensionalen Phänomen ausging, nimmt man heute eine Vielzahl unterschiedlicher Hintergründe und Ursachen wie zerebrale Erkran­ kungen, körperliche Behinderungen, schwere Persönlichkeitsstörungen und psychiatrische Störungen an (Snowdon, Shah & Halliday, 2007).

    Verlauf

    Genetische Faktoren

    Differenzial- diagnose

    Differenzial- diagnose zu

    Diogenes- oder Vermüllungs-

    syndrom

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    b) Stabilisierung: Diese ebenfalls kurze Phase zeichnet sich durch ein Infor- mationsbedürfnis der Angehörigen zu Folgen, Schwere und Konsequen- zen des Schlaganfalls, aber auch oft durch das Bedürfnis, am Rehabilitati- onsprozess mitzuwirken, aus.

    c) Vorbereitung: Die Länge dieser Phase hängt davon ab, ob der Schlaganfall- patient nach der Akutbehandlung direkt nach Hause zurückkehrt oder aber eine stationäre rehabilitative Weiterbehandlung erhält. Eine (potenzielle) zukünftige Pflegeperson fragt sich, ob sie der Aufgabe gewachsen ist, ver- sucht, sich Informationen zu verschaffen (z. B. über mögliche Hilfen, Sym- ptome eines erneuten Schlaganfalls) und Fähigkeiten anzueignen, um die häusliche Versorgung zu leisten. Angehörige verbringen in dieser Phase häufig viel Zeit in den behandelnden Einrichtungen auf Kosten bisheriger Routinen in der Arbeit oder Familie.

    d) Implementierung: Die ersten Monate nach der Rückkehr des Schlaganfall- Betroffenen sind durch vielfältige Lernprozesse, den Versuchen, neue Routinen zu entwickeln, der häufig erstmaligen Zusammenarbeit mit am- bulanten Diensten oder auch anderen mitbetreuenden Angehörigen ge- kennzeichnet. In dieser Phase werden in der Regel erstmals die Konse- quenzen der Pflege auf das eigene Leben wahrgenommen.

    e) Adaption: In dieser letzten, chronischen Phase ist die Rehabilitation des Schlaganfallpatienten in der Regel abgeschlossen. Es werden meist keine weiteren rehabilitativen Verbesserungen mehr erzielt. In dieser Phase tre- ten die Konsequenzen der übernommenen Pflege noch deutlicher hervor.

    Abbildung 2: Integriertes Stressmodell

    Bedeutsame Orientierungen + Lebensziele

    Emotions- fokussiertes

    Coping

    Bedeutungs- fokussiertes

    Coping

    Stressoren Häuslicher

    pflege- kontext

    Bewertungsprozess kontextbezogen

    sensitiv ↔ insensitiv flexibel ↔ unflexibel

    Problem- fokussiertes

    Coping

    Wohlbefinden des

    pflegenden Angehörigen

    Qualität der Pflege

    werteorientierte Aktivitäten

    Angebote + Leistungen des Versorgungssystems

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    tet, dass negative Gedanken Anspannung und unangenehme Gefühle auslö- sen, und dass diese Gefühle wiederum