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  • OPERATIONSTECHNIK

    Instrumente und Implantate von der AO Foundation zugelassen. Dieses Dokument ist nicht zur Verteilung in den USA bestimmt.

    PHILOS™ MIT AUGMENTATION

  • Bildverstärkerkontrolle

    Diese Beschreibung reicht zur sofortigen Anwendung des Instrumentariums nicht aus. Eine Einweisung in die Handhabung dieses Instrumentariums durch einen darin erfahrenen Chirurgen wird dringend empfohlen.

    Aufbereitung, Wartung und Pflege von Synthes Instrumenten Allgemeine Richtlinien und Informationen zur Funktionskontrolle und Demontage mehrteiliger Instrumente erhalten Sie bei Ihrer lokalen Synthes Vertretung oder unter: www.synthes.com/reprocessing

  • PHILOS Augmentation Operationstechnik DePuy Synthes 1

    EINLEITUNG

    OPERATIONSTECHNIK

    PRODUKTINFORMATION

    BIBLIOGRAPHIE 44

    MRT-HINWEISE 45

    PHILOS Augmentation 2

    AO Prinzipien 4

    Indikationen 5

    Patientenlagerung und Zugang 6

    Implantation 8 Option: Schraubenkonfiguration für Augmentation der Schraubenspitzen mit Traumacem V+ definieren 14 Augmentation der Schraubenspitzen mit Traumacem V+ 27

    Implantat entfernen 36

    Implantate 37

    Instrumente 39

    Sets 43

    INHALTSVERZEICHNIS

  • 2 DePuy Synthes PHILOS Augmentation Operationstechnik

    PHILOS Vertrauen, das auf mehr als 10 Jahren klinischer Erfahrung, über 500 000 Implantationen und den wissenschaftlichen Ergebnissen aus über 50 Fachartikeln basiert.

    Vertrauen, das anhält: Alle sieben Minuten entscheidet sich ein Operateur für die Implantation einer PHILOS Platte und alle sieben Minuten vertraut ein Patient dieser Entscheidung. Weltweit.

    VERTRAUEN IN STABILE FIXATION

  • PHILOS Augmentation Operationstechnik DePuy Synthes 3

    Korrelation zwischen Ver- sagenszyklen bei Varus- Belastung und BMD-Werten. Nachdruck der Daten mit freundlicher Genehmigung des Labors für Biomechanik, Klinik für Unfallchirurgie, Medizinische Universität Innsbruck, Österreich.

    PHILOS Standard PHILOS Augmentation

    Knochenmineraldichte mg/cm3

    niedrig hoch

    10.000

    6.000

    2.000Zy kl

    en b

    is V

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    PHILOS AUGMENTATION Bei osteoporotischem Knochen kann ein Versagen der knöchernen Strukturen in der Umgebung des Implantats zu Fixationsversagen und sekundären Schraubenperforationen führen.1,3

    Die Schraubenaugmentation erhöht die Stabilität der PHILOS Fixation. Biomechanische Studien belegen, dass die PHILOS Augmentation zu einer verbesserten Verankerung in Knochen mit geringer Dichte führt.4,5

    Die Repositions- und Fixationstechnik bleibt bei der PHILOS Augmentation unverändert. In einem abschliessenden Schritt werden die Schrauben an der Spitze mithilfe eines einfachen Adapters augmentiert.

    VERTRAUEN IN STABILE FIXATION

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    4_Priciples_03.pdf 1 05.07.12 12:08

    4 DePuy Synthes PHILOS Augmentation Operationstechnik

    AO PRINZIPIEN

    1958 formulierte die Arbeitsgemeinschaft für Osteosyn- these (AO) vier Grundprinzipien, die heutigen Leitlinien für Osteosynthese 1, 2.

    1 Müller ME, M Allgöwer, R Schneider, H Willenegger. Manual of Internal Fixation. 3rd ed. Berlin Heidelberg New York: Springer. 1991. 2 Rüedi TP, RE Buckley, CG Moran. AO Principles of Fracture Management. 2nd ed. Stuttgart, New York: Thieme. 2007.

    Anatomische Reposition Wiederherstellung der anatomi- schen Verhältnisse durch Fraktur- reposition und Fixation.

    Frühzeitige, aktive Mobilisierung Frühzeitige und sichere Mobilisie- rung des verletzten Körperteils und Rehabilitation des Patienten.

    Stabile Osteosynthese Absolute oder relative Stabilität durch Fixation der Fraktur, je nach den Erfordernissen des Patienten, der Verletzung und den Eigen- schaften der Fraktur.

    Erhalt der Blutversorgung Erhalt der Blutversorgung von Weichteilen und Knochen durch schonende Repositionstechniken und vorsichtige Handhabung.

  • PHILOS Augmentation Operationstechnik DePuy Synthes 5

    INDIKATIONEN

    Indikationen für PHILOS • Dislozierte Zwei-, Drei- und Vierfragmentfrakturen

    des proximalen Humerus, auch bei osteoporotischem Knochen

    • Pseudarthrosen im proximalen Humerus • Osteotomien des proximalen Humerus

    Indikationen für PHILOS Lang • Wie PHILOS, jedoch für bis in den Schaftbereich hinein-

    reichende Frakturen oder Frakturen ohne mediale Abstützung

    Indikationen für PHILOS Augmentation • Wie PHILOS und PHILOS Lang, jedoch nur bei osteo-

    porotischem Knochen • Die perforierten Schrauben können auch ohne Zement-

    augmentation verwendet werden (siehe Seite 15).

    Kontraindikationen für PHILOS Augmentation • Wenn das Risiko einer Zementleckage in den Fraktur-

    spalt oder in die Gelenk- oder Gefässstrukturen besteht (z. B. über Frakturen und Verletzungen mit offenem Gelenkzugang)

    Hinweise: – Informationen zu den Indikationen/Kontra­

    indikationen für das «Traumacem V+ Zement­Kit» siehe «Gebrauchsanweisung».

    – Informationen zur vorgesehenen Verwendung des «Trauma Spritzen­Kits, 4 x 1 ml, Adapter 2.3 mm, steril» siehe «Gebrauchsanweisung».

    – Informationen zu den Indikationen/Kontra­ indikationen des Röntgenkontrastmittels siehe Fach information des Herstellers.

    A U

    G M

    EN TA

    TI O

    N

  • 6 DePuy Synthes PHILOS Augmentation Operationstechnik

    Hinweis: Informationen zu den Fixationsprinzipien bei herkömmlichen und verriegelnden Verplattungs­ techniken siehe Operationstechnik LCP Verriegel­ bare Kompressionsplatte (DSEM/TRM/0115/0278).

    1 Patient lagern

    Den Patienten in halbsitzender Rückenlage (Beachchair) oder in Rückenlage auf einem röntgenstrahlendurch- lässigen OP-Tisch positionieren.

    Den Bildverstärker so positionieren, dass der proximale Humerus in zwei Ebenen visualisiert werden kann (AP sowie lateral/axial).

    Den betroffenen Arm so vorbereiten, dass er intra- operativ bewegt werden kann.

    PATIENTENLAGERUNG UND ZUGANG

  • PHILOS Augmentation Operationstechnik DePuy Synthes 7

    2 Zugang

    Es wird ein deltoideopektoraler oder transdeltoidaler Zugang empfohlen.

    Falls der transdeltoidale Zugang gewählt wird, wird die Verwendung des LCP Perkutanen Zielsystems 3.5 für PHILOS empfohlen.

    Warnhinweise: • Verletzungen des Nervus axillaris vermeiden. Der

    N. axillaris kann am unteren Rand der Inzision palpiert werden.

    • Zum Schutz des N. axillaris den M. deltoideus bis maximal 4 cm distal seines Ursprungs spalten.

  • 8 DePuy Synthes PHILOS Augmentation Operationstechnik

    1 Fraktur reponieren und temporär fixieren

    Die sachgemässe Reposition der Fraktur ist massgeblich für die erfolgreiche Heilung des Knochens und die Wiederherstellung der Funktion. In einigen Fällen ist die geschlossene Reposition vor der Vorbereitung des Patienten vorteilhaft.

    Die Frakturfragmente des Humeruskopfes reponieren und die Reposition unter Bildverstärkerkontrolle über- prüfen.

    Hinweis: Die Verriegelungsschrauben sind nicht für eine Reposition geeignet, da keine Kompression aus­ geübt werden kann. Die Kopffragmente müssen vor dem Einbringen der Verriegelungsschrauben repo­ niert sein.

    Kirschnerdrähte können in die Fragmente eingebracht werden, um bei der Reposition als Hebel eingesetzt zu werden sowie für die temporäre Fixation. Sicherstellen, dass die Kirschnerdrähte die Platzierung der Platte nicht behindern.

    IMPLANTATION

    Nahtunterstützung An den Ansätzen von M. subscapularis, M. infraspinatus und M. supraspinatus Nähte setzen, um die Tubercula provisorisch zu reponieren. Am Ende des Eingriffs wer- den die Nahtfäden an der Platte befestigt. Sie fungieren als Zugband und tragen so in der frühen Rehabilitations- phase zum Erhalt der Stabilität der Rekonstruktion bei.

  • PHILOS Augmentation Operationstechnik DePuy Synthes 9

    2 Zielgerät an Platte montieren

    Instrumente

    03.122.057 PHILOS Zielgerät, ohne Nase oder 03.122.067 PHILOS Zielgerät Stardrive, ohne Nase oder 03.122.056 PHILOS Zielgerät, mit Nase oder 03.122.066 PHILOS Zielgerät Stardrive, mit Nase

    311.431 Handgriff mit Schnellkupplung

    314.030 Sechskantschraubenzieher-Einsatz, klein, Ø 2.5 mm

    oder 314.116 Schraubenziehereinsatz Stardrive 3.5, T15, selbsthaltend, für AO/ASIF-Schnellkupplung

    Den Stabilisierungsstift des Zielgeräts in das dafür vor- gesehene Verbindungsloch der PHILOS Platte einsetzen. Die Befestigungsschraube des Zielgeräts mit dem Schraubenzieher festdrehen.

    Vorsichtsmassnahme: Vom intraoperativen Biegen des proximalen Plattenabschnitts wird abgeraten, da andernfalls die korrekte Ausrichtung von Zielge­ rät und Platte beeinträchtigt wird.

  • 11 DePuy Synthes PHILOS Augmentation Operationstechnik

    3 Platte positionieren

    Die Platte 2– 4 mm posterior des Sulcus intertubercularis und 5 – 7 mm distal der Spitze des Tuberculum majus einbringen. Die Platte ordnungsgemäss am Humerus- schaft ausrichten.

    Vorsichtsmassnahme: Wird die Platte zu weit oben angelegt, erhöht sich das Risiko eines subakro­ mialen Impingements. Wird die Platte zu weit unten angelegt, kann die optimale Verteilung der Schrauben im H