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Kärntner Nachrichten - Ausgabe 40.2011

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Die Ausgabe 40 der Kärntner Nachrichten

Text of Kärntner Nachrichten - Ausgabe 40.2011

  • Nr. 40 57. Jahrgang Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. P.b.b. 02Z032986 Verlag: 9020 Klagenfurt, 7. Oktober 2011

    Handschlag mit Peter Suntinger!

    Die Agrarpolitik von Krnten aus verndern!Liebe Krntnerinnen,liebe Krntner!Am 6. November wird dieInteressensvertretungder Buerinnen und Bau -ern wieder neu gewhlt.Es ist mir gelungen, einsehr breit gefchertesTeam fr die LK-Wahl2011 zu gewinnen. DieFreiheitliche Bauern -schaft mit den FP- undden BZ-Bauern, der Un -ab hngige Bauern ver -band und Vertreter vonIG Milch und IG Fleischwerden gemeinsam an -treten und fr die Inter -essen der Krntner Bau -ern arbeiten. Geht es denBauern gut, geht es allengut. Agrarpolitik gehtuns schlielich alle an!

    ln den letzten 5 Jahrenhabe ich als Vizeprsi -dent in der KrntnerLandwirtschaftskammerleidvolle Erfahrungenmit dem System vonBauernbund und AMAmachen mssen. Aberjetzt, nach Jahrzehntenerfolgloser schwarzer Ag -rarpolitik, ist es Zeit freine Vernderung! Dafrgarantiere ich mit mei-nem Handschlag!

    VizeprsidentPeter Suntinger

    Prsidentschaftskandidat

    Landeshauptmann GerhardDrfler im Interview zumLandesfeiertag 10. OktoberSeite 6

    Nachtragsvoranschlag:Nettodefizit des Landesdeutlich verringert! Seite 7

    AusfhrlicheBerichte zurLandwirtschafts-kammerwahlSeite 2 bis 5

  • 2 KrntnerNachrichten I 7. Oktober 2011 THEMA DER WOCHE

    Bauern drfen nicht lnger dieSklaven unserer Zeit sein!

    KN-Interview mit Peter Suntinger, dem Spitzenkandidaten der Freiheitlichen und unab-hngigen Bauernschaft fr die Landwirtschaftskammer-Wahl am 6. November 2011

    KN: Herr Suntinger, Siesind seit fnf Jahren alsVizeprsident der Krnt -ner Landwirtschafts kam -mer ttig. Nun wollen SiePrsident werden?

    Suntinger: In der Agrar -politik geht es nicht ummter und Positionen,sondern um einen Hand -schlag mit den Bauern. Ichhabe in den letzten fnfJahren die leidvolle politi-sche Erfahrung gemacht,wie brutal das System vonAgrarmarkt Austria (AMA),Bauernbund und VPabluft. Heute sind dieBuerinnen und Bauern zumodernen Sklaven gewor-den. Ich stehe fr eineBefreiung der Landwirteund der Hfe.

    KN: Was drfen wir unsdarunter vorstellen?

    Suntinger: ber Jahr zehn -te hinweg wurden dieBauern in die Ab hngig -keit von Ausgleichs zahl -ungen gezwungen. Es gibtkeine andere Be rufs -gruppe, die von der Politikso schbig behandelt wirdwie unsere Bauern.

    KN: Richtet sich Ihre Kri -tik nun an die Agrar -markt Austria (AMA) oderan das Parlament?

    Suntinger: Das Schlimmeist, dass vornehmlich dieschwarzen Bauernver tret -er ein System erfundenhaben, aus dem es fr dieBauern kein Entrinnengibt. Dieses System heitAMA und es wird berwie-

    gend von den Bauern -bndlern kontrolliert, diehier ihre Finger drinhaben. Gefrdert wird dieAgrarindustrie und Kon -zerne, die Hfe bleiben aufder Strecke.

    KN: Sie werfen der AMASchikanen vor.

    Suntinger: Um nichts An -deres geht es. ber Jahr -hunderte konnte der Bau -er selbst entscheiden, waser wann und wo anbaut.Heute gibt es hier nichtnachvollziehbare Vor -schriften. Wer sich nichtdaran hlt, be kommtkeine Ausgleichs zahlun -gen.

    KN: Haben Sie ein Bei -spiel?

    Suntinger: Ich htte hun-derte Beispiele. Wenn etwanur eine Tierkennzeich -

    nung nicht passt, be -kommt der Bauer sofortFr derkrzungen. Damitwerden die Bauern zuBittstellern degradiert.

    KN: Was wrde passieren,wenn die Ausgleichszahl -ungen ausbleiben?

    Suntinger: Ohne Aus -gleichs zahlungen msstensofort die Hlfte allerBauernhfe zusperren. Dasist eine Entwicklung, dieso nicht weitergehen darf.

    KN: Wo ist der Ausweg?

    Suntinger: Es muss einenraschen Kurswechsel inder Agrarpolitik geben.Die AMA-Gelder gehrenin die Bauernhuser unddrfen nicht von derAgrarindustrie verschlun-gen werden.

    KN: Immer mehr Bauern -

    hfe mssen zusperren.Wo fhrt diese Entwick -lung hin?

    Suntinger: Mit jedem Hof,der zusperrt, stirbt einStck Kultur, ein StckGesellschaft und ein StckHeimat. Die Bauern sinddie einzige Bevlkerungs -gruppe, die sich freiwillig,kostenlos sozial und gesell-schaftlich engagiert. Nichteinmal ein Brauchtums -fest wrde es geben, wennsich daran nicht die buer-liche Be vlk erung beteili-gen wr de.

    KN: Sehe ich das richtig:Viele profitieren von denBauern, aber die Bauernselbst drohen auszuster-ben?

    Suntinger: Genau. Mit derLanwirtschaft blhen vieleGeschfte auf. Der Masch -in en handel, die Bauwirt -

    Peter Suntinger versteht die Anliegen der buerlichen Bevlkerung.

  • THEMA DER WOCHE 7. Oktober 2011 I KrntnerNachrichten 3

    schaft, die Lebens mittel -industrie, die Hand els -ketten. Nur die Bauernwerden mit Ausgleichs -zahl ungen abgespeist undam Gngelband der AMAgefhrt.

    KN: Gibt es unter diesenVoraussetzungen eigent-lich noch Vollerwerbsbau -ern?

    Suntinger: Sie sprechenein weiteres Problem an.

    Immer mehr Bauern, vorallem Jungbauern, mssensich ihr Einkommen aufdem Arbeitsmarkt suchen.Landwirte sind auf demArbeitsmarkt sehr beliebt,weil sie wissen, was arbei-ten heit. Nur dort ver-drngen sie andereArbeitskrfte. Jeder wirdeinsehen, dass es geschei-ter wre, wenn die Bauernauf ihren Hfen wirtschaf-ten knnten. Und zwar zugerechten Bedingungen.

    KN: Wie kann man daserreichen?

    Suntinger: Ganz einfachmit einer Ermigung derSozialversicherungsbei tr -ge fr Jungbauern. Immermehr Betriebe finden kei-nen Hofbernehmermehr, der den Betriebweiterfhrt, weil oft ineinem anderen Job einebessere Bezahlung winktund natrlich auch dieArbeitszeiten angenehmergeregelt sind. Daher ist es

    wichtig, dass sich auch dieZukunftsper spektiven frJungbauern verbessern.

    KN: Die Kritik an der AMAzieht sich wie ein roterFaden durch ihr Pro -gramm.

    Suntinger: Die AMA undihre Schikanen sind auchdie Hauptursache fr dieProbleme, mit denen unse-re Bauern heute zu kmp-fen haben. Die KrntnerBuerinnen und Bauernproduzieren gengend tie-rische Produkte mit besterQualitt. Dennoch lsst esdie Agrarpolitik zu, dasstierische Produkte in enor-men Mengen importiertwerden, und zwar ber-wiegend aus Lndern, indenen es keine Kammer -umlagen, keine buer-lichen Sozialversich er -ungs beitrge, keine extre-me Minerallsteuer undsonstige Erschwernissegibt. Ganz klar, dass dieseKonkurrenz bermchtigist. Das ist eine Wett -bewerbsverzerrung, diezum Himmel stinkt.

    KN: Aber auf vielen billi-gen Fleischprodukten fin-det sich ja auch der AMA-Stempel.

    Suntinger: Hier werdendie Konsumenten ge -

    tuscht. Die AMA-Richt -linien besagen, dass Tierenach sterreich impor-tiert werden knnen.Soferne diese Tiere insterreich ge schlachtetwerden, kommt der soge-nannte AT-Stempel drauf.Und das gilt dann alssterreichische Qual itt.In Wahrheit wird hier ausBilliglndern, wo es keineso strengen Vorschriftenwie in sterreich gibt,Lebendvieh importiertund in sterreich verarbei-tet. Fragen Sie doch dieMitglieder der Interessens -gemeinschaft Fleisch, etwaunseren Kandidaten Man -fred Muhr, wie hart es ist,mit bester einheimischerQualitt auf dem Marktberhaupt zu bestehen.

    KN: Wie kann denn derKonsument etwas dazubeitragen, dass es denBauern besser geht?

    Suntinger: Ich glaube,dass die Konsumentennoch bewusster zu ein-heimischer Qualitt grei-fen wrden, wenn dieseauch gekennzeichnetwre. Deshalb sagen wir:Wo Krnten oder ster-reich draufsteht, mussauch tatschlich Krntenund sterreich drin sein!Ich will kein Rindfleischmit AT-Stempel, und in

    Wahr heit handelt es sichum Fleisch aus einer polni-schen Billig-Produktion.Das gilt selbstverstndlichauch fr die Milchpro -duktion, wo sich dieVertreter der IG Milch, z.B.unser Kandidat BertramTerkl, einen erbittertenKampf mit der AMA lie-fern, um sterreichischeQualitt zu fairen Preisenfr die Bauern durchzuset-zen.

    KN: Wo kauft denn derKonsument noch einiger-maen sicher ein?

    Suntinger: Ganz sicherkauft er direkt am Hofoder bei den Bauernmrkt -en ein. Die Direktver -markter gehen den richti-gen Weg. Und natrlichgibt es beste heimischeQualitt auch bei denFeinkostlden, die bereitsumgedacht haben.

    KN: Allerdings zu hohenPreisen.

    Suntinger: Das ist nichtganz richtig. Unser Pro -blem sind die Eigen -marken der Lebensmittel -ketten. Wir werden mitVertrgen gezwungen,uns ere Produkte zu Billig -preisen anzugeben. DerHandel verdient, dieBauern zahlen dazu. DasGeld, das der Bauer ver-liert, fliet in kostspieligeWerbekampagnen undMarketingmanahmen.

    KN: Was ist Ihr erklrtesWahlziel fr den 6. Nov -ember?

    Suntinger: Es gibt die hist -orische Chance, einen frei-heitlichen Prsidenten derLandwirtschaftskammerKrnten zu stellen. Einerder den Bauern die Handzu einem fairen Bndnisreicht!

    KN: Danke fr das Gesprch.

    Mit jedemHof stirbt ein Stck

    Gesellschaft, ein StckKultur und ein Stck

    Heimat. Das muss verhindert werden!

    Peter SuntingerPrsidentschaftskandidat

    Auf dem Weg zum Gipfel: Peter Suntinger.

  • 4 KrntnerNachrichten I 7. Oktober 2011 HINTERGRUND

    Kompetente Kandidaten frdie Landwirtschaftskammer

    Peter Suntinger, Vizeprsident der Krntner Landwirtschaftskammer, geht mit einem bun-ten Team aus erfahrenen Agrariern in das Rennen um das Amt des Kammerprsidenten.Freiheitliche Bauernschaft, die Bauernvertreter von FP und BZ, die Vertreter desUnabhngigen Bauernverbandes und Vertreter von IG Milch und IG Fleisch stehen fr eineTotalreform der Agrarpolitik unter freiheitlicher Fhrung!

    Manfred Muhr, Obmann IGFleisch, SpitzenkandidatKlagenfurt

    Rosemarie Schein, Spitz -en kandidatin BezirkWolfs berg

    Ing. Helmut Fleiner,Obmann UnabhngigerBauernverband

    Thomas Rinner, Spitzen -kandidat fr den BezirkSt. Veit

    DI (FH) Peter Ertl, Spitz en -kandidat Villach

    Walter Winkler, Spitzen -kandidat Feld kirchen

    J. F. Stattmann, Spitzen -kandidat Hermagor

    Anton Lobnig, Spitzen -kan di dat Vlker markt

    Bertram Terkl, Bundesvor -stands mitglied IG Milch

    Christine Schneider, Bu -erin, Seebod

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