Unterwegs 28

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Unterwegs 28

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    unterwegs1112Auf AchseGuido Lenz ist Chauffeur aus Leidenschaft. Bei Brggli fhlt er sich rundum wohl.

    Gesund lebenunterwegs tischt Ssses und Salziges, Vegetarisches und Wegweisendes auf.

    25 JahreWie aus Brggli eine stabile Brcke mit vielen Pfeilern wurde.40 08 30

    Die Mitarbeiter- & Kundenzeitschrift von Brggli Ausgabe Nummer 28, November 2012 www.unterwegs.brueggli.ch

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    04 100% erfolgreiche Ausbildungsabschlsse07 Nachgefragt: Die ersten Eindrcke der Neuen16 Ein Wohnhaus fr Lernende19 Ein neues Arztzeugnis22 Adriano Greco: Gehrlos glcklich25 Floriano Santoro: Ein Leben fr die Musik32 Anuncia Balanta: Mit Wachsmalerei zur inneren Mitte34 Wenn Social Media schtig oder vergesslich macht38 Berufsmesse Thurgau: Brggli mittendrin39 Brgglianer: 10 Fragen an 44 Rituale vor dem Schlafengehen46 Das Bewerbungsdossier, ein persnlicher Leistungsausweis47 Auch das noch: Rauchfrei48 Zu viel Auswahl berfordert uns 50 Dies & Das52 Brckenschlag: Unser Partner LEGo Wear53 Rtsel: Wer findet die fnf Unterschiede?

    Inhalt Editorial

    Auf AchseSein Lebensweg hatte viele Kurven. Heute fhlt sich Guido Lenz bei Brggli rundum wohl. Er tut, was er seit bald 40 Jahren aus Leidenschaft tut: chauffieren, disponieren, organisieren.

    40

    28 Brggli ist 25

    08 Gesund leben

    Unterwegs fr die Helden des AlltagsEin Mann fllt vom Himmel. ber 39 000 Meter ist er mit einem Heliumballon hochgestiegen, um im freien Fall auf die Erde zurckzukehren. Mit 1342 km/h durchbricht er die Schallmauer und stellt drei Weltrekorde auf: der hchste Fallschirmsprung, der hchste Ballonflug, das erstmalige Durchbre-chen der Schallmauer im freien Fall. Etwa 200 TV-Stationen und Netzwerke rund um die Welt berichten live vom Spektakel. Allein auf YouTube sehen sich 8Millionen die Live-bertragung an so viele wie noch nie. Dabei lsst Extremsportler Felix Baum-gartner sogar US-Prsident Barack obama hinter sich: Bei dessen Amtseinfhrung verzeichnete You-Tube lediglich 7 Millionen Zuseher.

    Die Welt braucht Helden. Wir sehnen uns nach Wagemut. In Zeiten, in denen Mssigung und Vernunft von denen gepredigt werden, die sich am wenigsten daran halten, hat die Mglichkeit eines Scheiterns einen besonderen Reiz. Bewundernd schauen wir zu, wie ein einfacher Mann aus der Riege der Gemssigten hinaustritt, um etwas zu tun, was andere nie wagen wrden. Der toll khne Felix stellt fr einen Moment unsere Welt auf den Kopf wir sind fasziniert und danken es ihm.

    Vergessen wir nicht, dass der Alltag zahllose kleine Helden hat. Was dem einen sein Stratosphren-Sprung, ist dem anderen ein bodenstndigerer Le-benstraum. Guido Lenz, zum Beispiel, ging als Last-wagenchauffeur ber seine Grenzen hinaus. Die Titelgeschichte in diesem unterwegs erzhlt, wie

    er fiel und wieder auf-stand und wie zufrie-den er heute bei Brgg-li ist. Ein anderer Held ist Adriano Greco. Er ist gehrlos und sagt, dass das berhaupt kein Pro-

    blem fr ihn sei. Von ihm berichtet unterwegs genauso wie von Anuncia Balanta, die ihr Glck in der Wachsmalerei gefunden hat, oder von Floriano Santoro, der als Musiker Welten verbindet.

    Es gibt ein Leben jenseits des Gemssigten, Kont-rollierten und Standardisierten. Wir mssen nicht zwingend vom Himmel fallen, um als Helden durch unsere eigene kleine Welt zu schreiten. Wenn unterwegs ein bisschen Mut macht und Ihnen Freude bereitet, dann ist das ein zwar winziger, aber schner Schritt fr die Menschheit.

    Michael Haller

    Leiter Unternehmenskommunikation

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    Die Welt braucht Helden. Wir sehnen uns nach Wagemut.

    Impressum

    Idee, Redaktion: Michael HallerMitarbeit: Daniel KppelSatz, Bild: Manuela Gloor, Polygrafin in AusbildungTitelbild: Arrangiert von Nicole Bernhardsgrtter mit einem Bild von Michael Haller Druck, Auflage: Printagentur by Brggli, 2000 Ex.Herausgeber: Brggli, 8590 Romanshorn www.brueggli.ch, www.unterwegs.brueggli.ch

    unterwegs ist ausgezeichnet mit der Goldenen Feder des Schweizerischen Verbandes fr Interne Kommunikation (SVIK).

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    LernenLernen

    Fr den Ausbildungsbetrieb Brggli mit ber 220Lernenden in einem vielfltigen Ausbildungs-angebot ist es nicht selbstverstndlich, dass alle Lernenden eines Jahr-ganges die Lehre er-folgreich abschliessen knnen. In den vergan-genen Jahren lag die Erfolgsquote mit ber 95 % schon sehr hoch. Doch in diesem Jahr war sie 100 %: 79 Lernende sind zu den Schlussqualifikationen angetreten, und alle haben erfolgreich bestanden einige davon sogar mit Auszeichnung. Damit das mglich ist, sind einige Faktoren entscheidend: Es braucht das Zusammenspiel aller Beteiligten und die entspre-chenden Umfelder. Dazu gehren nebst Lernenden und Berufsbildnern auch Lehrpersonen, Eltern, Freunde sowie Therapeuten und rzte.

    Vertrauen schaffenGrundlage jeden Er-folges ist Ver-trauen in sich

    und andere. Und Ver-trauen wiede-rum wird geschaffen durch Beziehung. Lehrper-sonen und Berufsbildnerinnen und Berufsbildner mssen daher als erstes immer Beziehungsar-beit leisten. Damit schaffen sie die Voraussetzung fr eine vertrauensvolle Arbeits- und Lernatmosphre: die Lernen-den teilhaben lassen an verantwortungsvollen Aufgaben, ihnen zutrauen, dass sie es schaffen werden, und eine Kultur praktizieren, die es den

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    Lernenden ermglicht, ber sich hinaus zu wach-sen. Zum Handwerk der Ausbildner gehrt auch Motivationsarbeit, damit die Lernenden nicht nur

    ihr Pflichtprogramm absolvieren, sondern dass sie ihr Bestes geben. Dabei gilt es von den Berufsbilden-den immer

    wieder zu beachten, dass auch sie einmal Lernende waren, fr sie auch alles neu war und sie nicht auf Anhieb alles richtig machten. Mit die-sem Fokus und dem stndigen Austausch mit den Lernenden kann es gelingen,

    100 % erfolgreiche AusbildungsabschlsseAlle 79 Lernenden von Brggli, die dieses Jahr zur Lehrabschlussprfung angetreten sind, haben ihre Ausbildung erfolgreich bestanden. Wie ist eine solch hohe Erfolgsquote mglich?

    Grundlage jeden Erfolgs ist Vertrauen in sich und andere.

    Wissen und Knnen sind wichtig. Vor allem aber muss

    die Arbeit Sinn stiften.

    ehe. Am Finisher-Apro auf dem Schiff MS Thur-gau konnten die Berufs-Absolventen mehrfach Glckwnsche von der Geschftsleitung, den Ausbildungsverantwortlichen sowie von Berufsbil-denden und Angehrigen entgegen nehmen. Tra-

    Ausbildungsbetrieb Brggli hat als Ausbildungsbetrieb den Status

    einer Lehrwerkstatt. Die interne Fachstelle fr Berufsbildung und

    die Fachgruppe Ausbildungsverantwortliche sind zustndig fr die betriebliche Umsetzung der Bildungsplne und Verordnungen sowie fr die Qualittsentwicklung und -Sicherung (Quali-Carte) in der beruflichen Praxisausbildung.

    Betriebliche Praxisausbildung Qualifizierte Berufsbildner/innen mit agogischer

    Aus- und Weiterbildung

    Standortbestimmungen und Austausch mit Ler-nenden, Eltern, Wohnbetreuern, Therapeuten, rzten, IV-Stellen usw.

    Regelmssiger Austausch mit Lehrpersonen der Berufsfachschulen

    Internes Lerncoaching Planungs- und Lernmethoden kennen und ein-

    setzen lernen Erarbeiten von fehlendem oder mangelhaft ver-

    standenem Grundwissen Festigung des aktuellen Schulstoffes und Pr-

    fungsvorbereitung

    Rahmenbedingungen fr erfolgreiche Ausbildungen bei Brggli:

    dass diese auf dem gemeinsamen Weg nicht

    nur Wissen und Knnen ent-wickeln, sondern vor allem auch

    Zusammenhnge verstehen knnen und einen Sinn in ihrer Arbeit finden.

    Perspektiven frdernAlle berufspraktischen, arbeitsagogischen, pda-gogischen und Coaching-Anstrengungen richten sich ziel- und ressourcenorientiert auf die Ler-

    nenden als Haupt-personen in diesem Prozess. Somit ist ein Berufserfolg immer ein Gemeinschaftswerk von allen Beteiligten. Unsere Anstrengungen

    werden auch in Zukunft darauf gerichtet sein, die jungen Menschen mglichst gut fr die Bedingun-gen des Arbeitsmarktes vorzubereiten.

    Erich Heule

    Fachperson Berufsbildung

    Praktika in Betrieben der freien Wirtschaft mit der Brggli-Arbeitsassistenz Andere Betriebe kennen lernen erste Schritte

    zur Eingliederung Neue Berufserfahrungen machen Berufsiden-

    tifikation vertiefen Kompetenzen unter Beweis stellen, erweitern

    und festigen

    ditionsgemss bereicherte ein Integrationspartner den Anlass diesmal Urs Kramer, Geschftsfhrer der Kramer Immobilien GmbH in Kreuzlingen. Er zeigte den neuen Fachleuten auf, dass sie sich mit dem Ausbildungsabschluss gute Bedingungen (Vor-

    rte) fr ihre berufliche Zukunft geschaffen haben. Gleichzeitig machte er aber darauf aufmerksam, dass diese Vorrte nicht ewig halten und stndig erneuert und aufgefrischt werden mssen in Form von Erfahrungen und Weiterbildung.

    Wissen stndig erneuern

    Bei der gemeinsamen Feier auf dem Schiff konnten fast alle der 79 Ausbildungsabsolventen dabei sein. Bild: Hanspeter Bhler

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    NachgefragtLernen

    Lernen kann man lernen. An dieser Stelle (sowie im Brggli-Intranet) finden Sie in loser Folge Lerntipps, empfohlen von den Berufsbildenden im Brggli.

    Suggestopdie und SuperlearningMit Suggestopdie oder Superlearning die beiden Begriffe werden heu-te meist gleichbedeutend verwendet wird eine ganzheitliche Art des Lehrens und Lernens bezeichnet. Beim Superlearning werden whrend des Unterrichts verschiedene Elemente angewendet, wie zum Beispiel Musik, Entspannungstechniken, Konzentrationsbungen, positive Sug-gestionen, bungen fr die Vorstellungskraft und Spiele. Die Verwendung dieser Elemente ist aber so vielfltig und vielgestaltig, dass nicht von ei-ner festgelegten Methode gesprochen werden kann.

    Entspannt sein heisst, gleichzeitig den Krper u