Sonderbeilage 20 Jahre Landkreis MOL

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Sonderbeilage zum Landkreis Märkisch Oderland

Text of Sonderbeilage 20 Jahre Landkreis MOL

  • Mrkische Oderzeitung Sonderbeilage am 6. April 2013

    150 JAHRE

    Kreisstadt Seelow20 JAHRELandkreis Mrkisch-Oderland

  • n Der Landkreis Mrkisch-Oderland entstand im Zuge der Kreisgebietsreform 1993. Die drei Kreise Strausberg, Seelow und Bad Freienwalde fusionierten. Per Beschluss des Landtages wurde Seelow Kreisstadt.n Mrkisch-Oderland er-streckt sich auf einer Flche von 2127,7 km. Das ent-spricht 7,2 Prozent der Ge-samtflche des Landes.n Grte Stadt ist Strausberg mit rund 26 000 Einwoh-nern. Weitere Stdte sind Altlandsberg, Buckow, Bad Freienwalde, Wriezen, Seelow und Lebus.n Bei Bad Freienwalde gibt es schwefelhaltige Moore und sprudelnde Quellen. Schon 1684 begrndete Kur-frst Friedrich Wilhelm ei-nen Gesundbrunnen. 1995 erhielt Bad Freienwalde die staatliche Anerkennung als Moor- und Heilbad.n In zahlreichen Orten hin-terlie der berhmte Bau-meister Karl Friedrich Schin-kel seine Spuren, u.a. in Neuhardenberg. Der Spar-kassen- und Giroverband er-warb 1997 das Areal Schloss und Park, sanierte es auf-wendig. Die Stiftung Schloss Neuhardenberg lockt seit 2002 jhrlich Tausende Besu-cher zu hochkartig besetz-ten Veranstaltungen.n mter im Kreis: Mrki-sche Schweiz, Falkenberg-Hhe, Barnim-Oderbruch, Neuhardenberg, Seelow-Land, Lebus und Golzow.n Amstfreie Kommunen: Strausberg, Hoppegarten, Neuenhagen, Fredersdorf/Vogelsdorf, Altlandsberg, Rdersdorf, Mncheberg, Wriezen, Seelow, Letschin

    Mrkisch-Oderland

    In diesem Jahr gibt es im Osten Branden-burgs gleich doppelten Anlass zum Fei-ern: Der Landkreis Mrkisch-Oderland besteht seit 20 Jahren, und Seelow blickt sogar schon auf 150 Jahre als Kreisstadt zurck. Dazu gratuliere ich!Ihre Heimat ist mehr als der Vorgarten von Berlin. Landschaft und Menschen sind unverwechselbar, und gerade die Entwicklung der letzten Jahre und Jahr-zehnte bietet allen Grund, auf das Er-reichte mit Stolz zurck und mit Optimis-mus nach vorn zu schauen. Wer hier lebt, wei warum. Auch immer mehr Auswrtige fhlen sich durch die Attraktivitt der Gegend angesprochen nicht immer auf den ers-ten Blick, aber dafr umso intensiver. Das gilt gleichermaen fr Besucherinnen und Besucher aus Berlin, Brandenburg und von weiter her wie auch fr beruflich hier Ttige. Zunehmend mehr Menschen erkennen gerade in der Kombination von Arbeit und Erholung einen Standort-vorteil. Hinzu kommt: Die vermeintliche Randlage im Osten Brandenburgs und damit auch Deutschlands ist ja in Wirk-lichkeit eine Lage im Herzen Europas. Das bietet neue Chancen fr die Zukunft!Es sind zunchst zwei Landschaften, durch die Ihr Kreis mit Seelow als kleinster Kreisstadt Brandenburgs auch berregional bekannt geworden ist. Die Mrkische Schweiz, jene Minialpen vor den Toren der Millionenstadt und Branden-burgs ltester Naturpark, ist ebenso in aller Munde wie das Oder-bruch, einer der eindrucksvollsten Kulturrume Deutschlands. Aber am wichtigsten sind die Menschen. Sie, die Mrkisch-Oderlnder, sind das beste Aushngeschild fr Ihren Landkreis. Sie haben viel geleistet, um MOL in nah und fern zu einem Begriff werden zu lassen. Dadurch haben auch das Strausberger Wald- und Seenge-biet, die Kurorte Buckow und Bad Freienwalde sowie eine Viel-zahl weiterer Anziehungspunkte sowohl bei Erholungssuchenden als auch bei Aktivurlaubern einen guten Klang bekommen. Die re-gionalen kulturellen Angebote bieten Ihnen als Bewohnern ebenso wie Besuchern einen hohen Freizeitwert. Aber auch im Alltag hat Ihr Kreis viel zu bieten. Hier ansssige Industrie und Gewerbe ver-schaffen vielen Menschen Erwerbsperspektiven. Die Nhe zu Berlin und zu Polen sowie die gut entwickelte Infrastruktur erffnen wei-tere Entwicklungspotenziale fr die Zukunft.Dass Ihr Landkreis Mrkisch-Oderland heute so gut aufgestellt ist, ist vor allem jenen Menschen unter Ihnen zu danken, die sich fr

    die Entwicklung der Region starkge-macht haben. Seitdem 1993 aus den Altkreisen Bad Freienwalde, Seelow und Strausberg der jetzige Kreis MOL hervor-ging, wurde viel unternommen, um ihn fr die Herausforderungen der Zukunft fitzumachen. Manahmen zur Wirt-schaftsfrderung, zur weiteren Erh-hung der Lebensqualitt, zur Schaffung effizienter Verwaltungsstrukturen und noch vieles mehr gehren dazu. Dabei gab es immer wieder auch unvorherge-sehene Bewhrungsproben. Das Hochwasser 1997 hat sich allen, die es seinerzeit miterleben mussten, unaus-lschlich ins Gedchtnis gebrannt. Ne-ben den Bildern von Naturgewalt und bedrohten Lebensgrundlagen stehen aber vor allem unvergessliche Eindrcke der Hilfsbereitschaft, der Mitmenschlich-keit in Zeiten der Not. Ich werde nie ver-gessen, wie damals Alte und Junge, Be-troffene und Helfer, Mnner und Frauen gemeinsam Hand in Hand dort zupack-ten, wo Hilfe dringlich gebraucht wurde. Fr mich sind das ganz persnliche Er-innerungen voller Hochachtung. Es war eine sachlich zwingende Notwendig-keit und auch aus Sicht der Landespolitik selbstverstndlich, dass seitdem enorme

    Anstrengungen unternommen wurden, um den Hochwasserschutz deutlich zu verbessern.Die Zukunft wird sicher auch andere Herausforderungen fr den Landkreis und fr uns alle bereithalten, die wir gemeinsam bewl-tigen werden. Der demographische Wandel wird neue Wege er-fordern, um Bestehendes besser an knftige Rahmenbedingun-gen anzupassen. Als Teil der Planungsregion Oderland-Spree sehe ich den Landkreis Mrkisch-Oderland dafr schon jetzt gut gers-tet. Das Land Brandenburg steht zu seiner Verantwortung und wird kommende Vernderungsprozesse nach besten Krften begleiten und untersttzen. Sie, die Menschen, stehen dabei im Mittelpunkt aller Bemhungen.Allen hier Lebenden und allen Besuchern der Stadt Seelow und des Kreises Mrkisch-Oderland wnsche ich einen schnen Festtag und alles Gute fr die Zukunft!Ihr

    Liebe Leserinnen und Leser!

    Matthias Platzeck: Ministerprsident des Landes.

    2 20 JAHRE Landkreis Mrkisch-Oderland 150 JAHRE Kreisstadt Seelow 6. April 2013 | Mrkische Oderzeitung

    Verlag:Mrkisches Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KGRedaktion:Doris SteinkrausFotos : Johann MllerGerd MarkertSren TetzlaffHorst SeeligMichael MrkerTitel-Fotos: Gerd MarkertSren TetzlaffMichael MrkerTitelgestaltung:Tanja VogelAnzeigenleitung:Andr TackenbergDruck:Druckhaus Oberhavel GmbH,An den Dnen 12,16515 Oranienburg

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  • Der Werbiger Gernot Schmidt ist nach den beiden Strausber-gern Gunter Fritsch und Jr-gen Reinking der dritte Landrat des 1993 neu gebildeten Gro-kreises Mrkisch-Oderland. Doris steinkraus sprach mit dem 50-Jhrigen.

    Herr Schmidt, Sie haben zur Wende im Meliorationskom-binat in Bad Freienwalde ge-arbeitet. Wie kamen Sie zur Kommunalpolitik?

    Durch den Schriftsteller Mar-tin Stade. Als der politische Um-schwung kam, war das einfach ein Thema fr mich. Ganz zu An-fang habe ich beim Neuen Forum mitgemacht, dann bin ich zur SPD gekommen. Im Mai 1990 gab es die ersten freien Kommunalwah-len. Es wurde ein neuer Kreis-tag gewhlt. Martin Stade wurde erster Kulturdezernent im Kreis Seelow. Er hat mich berzeugt, beim Neuaufbau dabei zu sein.

    Und wie schafften Sie es in die Schaltzentrale, zum Landrat?

    Das hat sich damals so ergeben. Ich war jung, vielleicht auch et-was hitzig, aber eben mit vielen Ideen im Kopf. Unser erster Land-rat Albert Lipfert hat mich zu sei-nem Broleiter gemacht. Da war man natrlich bei vielen Verhand-lungen, Gesprchen und Abw-gungen dabei. Aus dieser Zeit habe ich viel mitgenommen, bin Albert Lipfert bis heute dankbar. Er war und ist fr mich bis heute Vorbild, vor allem, was den Um-gang mit den Menschen betrifft.

    Die ra des Kreises Seelow ging dann aber schnell zu Ende. War das eine Enttuschung?

    Ich habe es nicht so in Erinne-rung. Wir haben die Grokreis-bildung ja ber den SPD-Unterbe-zirk vorbereitet. Ich hatte Kontakt zu den anderen beiden Landrten Gunter Fritsch und Friedhelm Zapf, auch SPD-Mitglieder.

    Obwohl es einen heftigen Kampf um den Kreissitz gab?

    Was verstndlich war. Alle woll-ten den Kreissitz, aber alle wollten auch demokratische Entscheidun-gen. Es gab den sehr turbulen-ten ersten gemeinsamen Kreistag aller in Mncheberg. Dort sollte die Entscheidung fallen. Sie ging mit einer Stimme mehr zuguns-ten Strausbergs aus. Der Seelower Kreistag hat diese Entscheidung akzeptiert. Der Kreistag Bad Frei-enwalde nicht. Damit oblag dem Landtag das endgltige Votum.

    Wie erklren Sie sich, dass es zugunsten Seelows ausfiel?

    Wir haben auf allen Ebenen dafr geworben und zwar par-teibergreifend. Es zeichnete die Region schon damals aus, dass wir nicht als zerstrittene Landstri-

    che zusammen gingen, sondern durchaus gemeinsam etwas bewe-gen wollten. Der Landtag hat das Tortenprinzip durchgesetzt und Seelow als Kreisstadt festgelegt.

    War es rckblickend die rich-tige Entscheidung?

    Auf alle Flle. Ohne den Kreis-sitz wre die strukturschwache Region rund um Seelow noch schwcher geworden. Natr-lich gibt es bis heute Vorbehalte dagegen, aber es war die beste Entscheidung, so wie auch die Grndung des Grokreises. Bad Freienwalde und Seelow htten es allein nicht geschafft. Wir brauch-ten in den Kreisen starke wirt-schaftliche Zentren, um Arbeits-pltze und Einnahmen zu sichern und damit Aufga