Ausgabe 15/13 (Spezial: Invest 2013)

  • View
    225

  • Download
    13

Embed Size (px)

DESCRIPTION

 

Text of Ausgabe 15/13 (Spezial: Invest 2013)

  • J u b i l u m2003 - 2013

    P f l i c h t b l a t t d e r b r s e n d s s e l d o r f s t u t t g a r t h a m b u r g b e r l i n m n c h e n

    15 Sonntag , 14 . Apr i l 2013

    Editorial

    Invest 2013 Pflichttermin fr Anleger

    SPEZIAL > SEItE 9

    L I E B E L E S E R I N N E N U N D L E S E R ,

    ich muss mich verlesen haben, dachte ich zuerst. Totaler Realittsverlust, war mein zweiter Gedanke. Oder war es nur ironisch gemeint, was der seit Januar amtierende neue Chef der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem, jngst zu den wirtschaftli-chen Perspektiven in Spanien und der Eurozone sagte? Spaniens Wirtschaft habe demnach das Potenzial fr eine positive ber-raschung. Das Land knne sogar wieder zu einem der Treiber der europischen Konjunktur werden. Zwar befinde sich Spanien in einer tiefen Rezession, die Basis fr eine konjunkturelle Erho-lung sei jedoch gelegt. Das gelte seiner Ansicht nach auch fr Europa insgesamt, das aus dem tiefen Tal herauskommen knne.

    Dijsselbloem schrnkte dabei immerhin ein, erst zum Jahresende mit einer Erholung zu rechnen. Zuversicht und Hoffnung zu ha-ben ist ja gut und schn, allerdings sollte man nicht bertreiben und vor allem nicht die Leute fr dumm verkaufen. Das wurde bei dem Versuch, die Euro-Krise zu bewltigen, schon gengend praktiziert. Was da alles schon vergebens gehofft und ertrumt wurde! Daher bleibt nur zu sagen: Willkommen in Wolkenku-ckucksheim Herr Dijsselbloem!

    HerzlichstIhre Redaktion von BRSE am Sonntag

  • SONNTAG, 14. APRIL 2013

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    AKTIEN & MRKTESchliekers Woche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3Markt im Fokus: Solarwerte . . . . . . . . . . . 4Mrkte im berblick: S&P 500, DAX, EURO STOXX 50 . . . . 5Aktie der Woche: CompuGroup Medical . . . . . . . . . . . . . . 6

    SPEZIALInvest 2013 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

    UNTERNEHMENUnternehmen der Woche: Trumpf . . . . . . . 12News: Merkur Bank, Barry Callebaut, RBI . . . . . 13

    FONDSFonds der Woche: RobecoSAM Sustainable Healthy Living . . . . . . . . . . 14Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

    ZERTIFIKATEZertifikate-Idee: Generika-Select-Zertifikat . . . . . . . . . . . 16Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

    ROHSTOFFERohstoff der Woche: Kakao . . . . . . . . . . . 18Rohstoffanalysen: WTI, Sojabohnen, Palladium, Baumwolle . . . . . . . . . . . . . . 19

    LEBENSARTProdukt der Woche: FASHION FOR FLOORS . . . . . . . . . . . 21Refugium der Woche: Palais Namaskar, Marrakesch . . . . . . . . . . 22 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 23

    Man kann es alles wirklich auf die Spitze treiben, natrlich auch den vllig in neue Sphren vordrin-genden, potenzierten Unsinn. Solch geho-bener Nonsens schafft es spielend in die Me-dien des Mainstreams.Seit den Dadaisten haben vermutlich keine Aktionsknstler

    das Publikum mehr verzaubert, als es heute die ganz Entschlossenen unter den Zukunftsfor-schern schaffen, die Klimapropheten und Un-tergangswarner. Wohliger Schauder inbegriffen und dazu gleich das bisher abgedrehteste Bei-spiel, das unlngst auf uns Irdische, die im Hier und Jetzt gefangen sind, herniedergekommen ist. Erst einmal aber zur Erinnerung die unumst-liche Logik des Seins: Die Zukunft ist ungewiss und die meisten unter uns sind sich auch ziem-lich sicher, dass sie auerdem noch unbestimmt ist. Unvorhersehbar. Sie bricht ber uns herein und man kann ihr nicht entrinnen. Das kann jeder bezeugen, der sich schon einmal den Ellbo-gen an einer Trkante gestoen hat. Wenn man das blo frher gewusst htte! Nun ist die Ver-lockung gro, es frher wissen zu wollen, und das ist eine mchtige Triebfeder, an der Brse zum Beispiel. Mit welch raffinierten Modellen an der Erkennbarkeit des morgigen Geschehens gearbeitet wird, das beschftigt die Besten unter den Weisen und die am wenigsten Schlichten unter den Gemtern. Dennoch ohne Unge-wissheit wre ein Brsenhandel gegenstandslos, denn was soll ich noch gro spekulieren, wenn ich schon jetzt wei, was der DAX am 14. Mai wert ist? Oder am 23. Juni? Also: Wissen ist das Ende des Hoffens und Bangens. Nun behaup-ten ja die Zukunftskenner unter beispielsweise den Klimaforschern, dass sie genau das knnen: komplexe Systeme untersuchen, je komplexer, desto besser, und sagen, was die in 20, 30 oder 100 Jahren so machen werden. Die Krone der Gaga-Forschung gebhrt da bis auf Weiteres dem britischen National Center for Atmos-pheric Science (knapp gefolgt von all den Zei-tungen, die deren Einlassungen diese Woche

    unbekmmert abdruckten). Das Center nm-lich geht mit seinem Forscher Paul Williams weit ber das bisherige Ma des Unerhrten hi-naus: Klimawandel fhrt zu mehr unerwarteten Turbulenzen ber dem Atlantik, sagt er. Flug-gste, seid auf so einiges gefasst: Die sogenann-ten Clear Air Turbulences (CAT), die weder mit dem Auge noch dem Radar am wolkenlosen Himmel zu erkennen und deshalb so unange-nehm sind, werden zunehmen. Um 10% bis 40% an Heftigkeit. Um 40% bis 170% (!) an Hufigkeit. Innerhalb der kommenden 40 Jahre. Stellenweise ber dem Nordatlantik. Von De-zember bis Februar. So. Da hat es der Williams nun allen gegeben, vor allem dem Flugverkehr: Der sei mitverantwortlich fr den Klimawandel und dafr rcht sich das Klima, so Williams. Rache aus der Cloud sozusagen. Nun mal abge-sehen davon, dass sich die Klimakarawane ange-sichts der seit rund 15 Jahren anhaltenden Nicht-Erwrmung des Globus langsam abzusetzen und davonzustehlen beginnt, und nur wenige wie etwa Williams (oder auch unsere wackeren Untergangspropheten aus Potsdam) den Schuss nicht gehrt haben, bringt uns der tapfere Zu-kunftsprofessor in eine Logikfalle. Denn diese Turbulenzen sind eben nicht erkennbar es sei denn, man fliegt in sie hinein. Und nur da, wo man fliegt, sind sie also mess- und zhlbar. Wo-anders nicht. Was also genau soll hier um 40% oder 170% zunehmen? Alle Turbulenzen oder nur die erlebten? Was ist, wenn mehr Flugver-kehr herrscht, gibt es dann auch mehr Rache des Klimas? Und ist es dem Klima nicht egal, wie es ist, Hauptsache es ist berhaupt? Hier khl, dort feucht und da hinten warm? Also, Klima ist im-mer, Dummheit auch. Und da dachte man, der-maen irre Professoren gbe es nur im Comic. Schade, denn die real existierenden kosten uns eine Menge Geld. Es kann einen frsteln, und das liegt nicht am Wetter.

    Propheten und Professoren

    WAS DENKEN SIE BER DIESES THEMA? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de

    Schliekers Woche

    Reinhard Schlieker

    ZDF Wirtschafts-korrespondent

    bRSE am Sonntag 15/1 302

  • Gerresheimer: Umsatz und Gewinn gesteigert Der sich auf die Pharmaindustrie spezialisierte Verpackungsproduzent Gerresheimer (WKN: A0LD6E) steigerte den Gewinn im ersten Geschftsquartal (Ende: 28. Februar) von 7,2 auf 10,2 Mio. Euro. Vor Steuern (EBT) zog der Gewinn von 10,5 auf 15,1 Mio. Euro, vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 18,2 auf 21,5 Mio. Euro an. Der Umsatz klet-terte von 268,8 auf 296,7 Mio. Euro. Im laufenden Jahr rechnet das MDAX-Mitglied weiterhin mit einem whrungsbereinigten Umsatzplus von 5% bis 6%.

    Apple: Engere Kooperation mit Yahoo?Angeblich wollen Apple (WKN: 865985) und Yahoo (WKN: 900103) ihre Zusammen-arbeit bei Diensten fr iPhone und iPad ausbauen, um Google (WKN: A0B7FY) und seinem Smartphone-Betriebssystem Android Paroli zu bieten. Eine Einigung sei aber noch nicht absehbar, berichtete das Wall Street Journal. Apple greift seit der ersten iPhone-Generation auf Brsen- und Wetterdaten von Yahoo zurck. Angedacht werde unter an-derem die Lieferung von Nachrichten, heit es.

    Bed Bath & Beyond: Mehr umgesetzt und verdientIm am 2. Mrz beendeten vierten Geschftsquartal erhhte der US-Haushaltswaren-hndler Bed Bath & Beyond (WKN: 884304) den berschuss von 351,0 auf 373,9 Mio. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie legte auch dank einer reduzierten Aktienzahl von 1,48 auf 1,68 US-Dollar zu und traf damit exakt die Durchschnittsprognose der Wall Street. Der operative Gewinn stieg von 550,8 auf 598,0 Mio. US-Dollar, der Umsatz wie erwartet von 2,73 auf 3,40 Mrd. US-Dollar. Im laufenden Quartal sollen je Aktie 0,88 bis 0,94 US-Dollar verdient werden. Analysten rechnen bisher mit 0,95 US-Dollar.

    Tops und Flops der Woche

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    TERMINE DER WOCHE

    15.04. 14:30 USA NY Empire State Manufacturing Index April

    15.04. 04:00 China BIP Q1 und Indust-rieproduktion Mrz

    16.04. 14:30 USA Baubeginne und Bau-genehmigungen Mrz

    16.04. 15:15 USA Industrieproduktion und Kapazittsaus-lastung Mrz

    16.04. 11:00 DE ZEW, Index Konjunk-turerwartungen April

    17.04. 20:00 USA Fed-Konjunktur-bericht (Beige Book) April

    18.04. 16:00 USA Philadelphia Fed Survey April

    ZITAT DER WOCHE

    Das Wir entscheidetwird offizieller Slogan der SPD im Bundestags-wahlkampf. Dumm nur, dass der Spruch ausge-rechnet eine Leiharbeitsfirma aus Weil am Rhein seit Jahren nutzt. Und die SPD in ihrem Wahl-programm fr eine Eindmmung der Leiharbeit pldiert. Die nchste Panne im SPD-Wahlkampf sorgt im Internet fr allerlei Spott und Verball-hornungen wie "Das Bier entscheidet", "Die Gier entscheidet" oder das "Das Wirr entscheidet".

    ZAHL DER WOCHE

    11.700.000.00011,7 Milliarden Dollar haben die beiden ame-rikanischen Grobanken JP Morgan und Wells Fargo im ersten Quartal zusammen verdient. Dank der Erholung am US-Huser-markt kamen die beiden US-Branchenfhrer auf eine Gewinnentwicklung von einer Milli-arde Dollar pro Woche.

    HtC: GewinneinbruchDer unter der Dominanz von Samsung und App