Ausgabe 47/12 (Spezial: Luxus-Investments)

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    P f l i c h t b l a t t d e r b r s e n d s s e l d o r f s t u t t g a r t h a m b u r g b e r l i n m n c h e n

    L I E B E L E S E R I N N E N U N D L E S E R ,

    in den USA scheinen die Demokraten und Republikaner auf Ku-schelkurs zu sein. Glaubt man den Aussagen der Volksvertreter vor einigen Tagen, gibt es konstruktive Gesprche im Haushalts-streit. Offenbar wollte man den US-Brgern vor dem Truthahn-Schlachtfest nicht den Appetit verderben. Auerdem startete am Freitag, dem sogenannten Black Friday, der weihnachtliche Shopping-Wahnsinn in den USA. Im Vorfeld positive Tne zu verbreiten ist daher keine schlechte Strategie der Politiker. Auch die Wall Street zeigte sich angesichts der versprhten Zuversicht auf eine baldige Einigung im Haushaltsstreit in festlicher Stim-mung und brannte zu Wochenbeginn ein kleines Kursfeuerwerk am US-Aktienmarkt ab. Aber ob damit nun die Kuh vom Eis,

    besser gesagt von der Klippe, ist? Zwar werden sich Demokraten und Republikaner schon auf einen Kompromiss einigen, ja ei-nigen mssen, aber auch das wird nichts daran ndern, dass die USA sowohl auf der Einnahmen- als auf der Ausgabenseite an den Stellschrauben drehen mssen, um das Haushaltsdefizit zu verkleinern. So oder so drfte es somit negative Rckkopplungen auf die Wirtschaft geben. Zudem knnte ein Kompromiss, der erst einmal grere Einschnitte verhindert, dafr sorgen, dass dann schon bald eine noch grere Klippe droht.

    Herzlichst,Ihre Redaktion von BRSE am Sonntag

    Editorial

    47 Sonntag , 25 . November 2012

    Luxurises, nicht nur zum Fest

  • AKTIEN & MRKTE

    Schliekers Woche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3Markt im Fokus: Frankreich Dickes Plus . . . . . . . . . . . . . . 4Mrkte im berblick: S&P 500, DAX, EURO STOXX 50 . . . . . . .5In eigener Sache: LESER-AWARD 2013 . . . .6Aktie der Woche: Dollar Tree . . . . . . . . . . 7

    SPEZIAL

    Luxus-Investments . . . . . . . . . . . . . . . . . .11

    UNTERNEHMEN

    Unternehmen der Woche: Heuschrecke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14News: Hewlett-Packard, Lowes, United Internet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

    FONDS

    Fonds der Woche: M&G Optimal Income . . . . . . . . . . . . . 16Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

    ZERTIFIKATE

    Zertifikate-Idee: Gagfah-Discount-Zertifikat . . . . . . . . . . 19Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

    ROHSTOFFE

    Rohstoff der Woche: Sojabohnen. . . . . . . . .21Rohstoffanalysen: Orangensaft, Weizen, Silber, Mageres Schwein . . . . . . . . . . . . . 22

    LEBENSART

    Produkt der Woche: Die GIGA 5 von JURA . . . . . . . . . . . . . . . 23Coffeetable-Favourites: Das Erbe der Welt . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 26

    SONNTAG, 25. NOVEMBER 2012

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    Dass man aufseiten der Bundeslnder (oder einiger Bun-deslnder) bereit ist, mal eben so 10 Mrd. Euro ziehen zu las-sen, lsst tief blicken. Zunchst gibt es im Bundesrat natrlich hehre Argumente dafr, ein Steuer-abkommen mit je-nem Land, das man am liebsten mit der

    Kavallerie zur Rson bringen wrde, abzu-lehnen: Schlielich htte die Ratifizierung bedeutet, dass Steuerflchtlinge ohne harte Strafen davongekommen wren. Und so et-was widerspricht der Gerechtigkeit, wie die SPD sie definiert (dass es eine allgemeingl-tige Definition von Gerechtigkeit nicht gibt, obwohl die Menschheit sich mindestens seit Plato darum bemht, kommt dem sozialde-mokratischen Elan dabei nicht in die Quere).Wir sind nicht kuflich, trompeten die entsprechend regierten Lnder dem Bundes-finanzminister entgegen, als jener auch seine 30 Bundesprozent am Rcklauf der Steuern aus der eidgenssischen Republik groherzig den Lndern bereignen wollte. Nun, nicht kuflich, das muss man erst mal so dahinklin-gen und leise verhallen lassen. In der Politik hrt man das nmlich selten zwischen Deals und Geschften und do ut des und Wes Brot ich ess, des Lied ich sing, so klingt eigent-lich eher der Nachrichtenalltag. Nun gut, hier gebe ich zu Protokoll, dass das Steuer-abkommen mit der Schweiz jener einmalige Fall gewesen wre, in dem ich die Kuflich-keit fr das einzig Wahre halte. Denn dem hehren Gut einer wie auch immer definierten Gerechtigkeit gegenber htte hier zum einen Rechtsfrieden gestanden, des weiteren eine Menge Geld, das uns Steuerzahlern gehrt und geflligst von Politikern nicht ausgeschla-gen werden darf, und so weiter: Die SPD und ihre grnen Mitstreiter wollen uns glauben machen, dass sie die Steuerhinterzieher mit or-dentlicher Strafverfolgung erwischen und den einen oder anderen Geldschein noch dazu. Und dabei eben die Gerechtigkeit auch noch.

    Doch die ist schon lange entkommen und die Steuersnder sind auf Reisen, in der Sdsee oder auch der Nordsee, je nach Temperament, wo sie die SPD nicht fassen kann. Die Ka-vallerie mutet eher an wie die Blechbchsen-armee der Augsburger Puppenkiste und die Erfolge der Fahndung wie des Wachtmeisters Durchgreifen gegen den Ruber Hotzenplotz ebendort: rhrend, komisch, ergreifend. Der Kampf jedenfalls darum, dass die sogenann-ten Reichen nicht davonkommen mit ih-rer Steuerflucht, erklrt sich ideologisch: In einem Geistesgebude, in dem Wohlstand schon per se etwas Schmutziges ist, egal wie gerecht (!) es bei dessen Erwerb zuging, in ei-nem solchen Gebude ist dann die Hinterzie-hung von Steuern natrlich ein Abgrund von Landesverrat. Da man auch nicht im Traum darauf kme, das Steuersystem des Landes zu durchlften und auf die Suche nach Ge-rechtigkeit auch da zu gehen, wo der Staat rafft und giert und prohibitiv kassiert, muss man die logischen Folgen natrlich tragen: Der Mensch entzieht sich dem Wirken des Fiskus, wo er kann, und ber Gerechtigkeit macht er sich so seine eigenen Gedanken. Und so kommt es, dass auch SPD-Anhnger unter den Verfolgten sein mssen, denn in der Schweiz treffen sich nicht nur Superrei-che, sondern auch Handwerksleut zum frh-lichen Steuersparen. Auf mancher heimli-chen CD drfte es da noch berraschungen geben. Den anderen bleibt ja der traditionelle Fuvolkssport Schwarzarbeit. Ein Geheim-nis sei hier noch verraten: Die meisten Leute wrden sogar ohne Murren Steuern zahlen. Tatschlich. Aber nicht, solange man in den etablierten Parteien fr ein ansatzweise ge-rechtes (!), weil durchschaubares Steuersys-tem, nur ein fieses Grinsen brig hat.

    Wir habens ja

    WAS DENKEN SIE BER DIESES THEMA? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de

    Schliekers Woche

    Reinhard Schlieker

    ZDF Wirtschafts-korrespondent

    bRSE am Sonntag 47/1 202

  • Pronova BioPharma: bernahmeangebot von BASFDer Chemiekonzern BASF (WKN: BASF11) will fr umgerechnet 664 Mio. Euro die norwe-gische Pronova BioPharma (WKN: A0M2D1) bernehmen. Je Aktie werden 12,50 norwegi-sche Kronen geboten. Der Hersteller von Omega-3-Fettsuren hatte zuvor mit 12,00 Kronen geschlossen. Die Ludwigshafener haben nach eigenen Angaben verbindliche Zusagen fr rund 60% des Grundkapitals von Pronova. Management und Verwaltungsrat des bernahmekan-didaten empfehlen die Annahme der Offerte. Die Mindestannahmeschwelle liegt bei 90%.

    H. J. Heinz: Gewinnprognose berbotenIm zweiten Geschftsquartal steigerte der US-Ketchup- und Soenproduzent H. J. Heinz (WKN: 851291) den Gewinn dank reduzierter Kosten von 237,0 auf 289,4 Mio. US-Dol-lar. Der Gewinn je Aktie legte von 0,73 auf 0,90 US-Dollar zu. Der operative Gewinn zog von 358,1 auf 391,7 Mio. US-Dollar an, der Umsatz von 2,81 auf 2,83 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten mit 2,85 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 0,88 US-Dollar Gewinn je Aktie gerechnet. Im Gesamtjahr soll der Umsatz organisch nach wie vor um 4% zulegen.

    Hochtief: Kurssprung nach FhrungswechselZerschlagungsfantasien beflgelten den Aktienkurs von Hochtief (WKN: 607000). Auf Druck des hoch verschuldeten spanischen Mehrheitsaktionrs ACS musste Vorstandschef Frank Stieler seinen Posten rumen. Nachfolger wurde der ACS-Manager Marcelino Fern-andez Verdes. Aufsichtsratschef Manfred Wennemer scheidet am Jahresende aus. Verdes kndigte bereits eine neue Strategie fr den Baukonzern an. Prioritt habe die Erhhung der Profitabilitt. Details sollen allerdings erst in drei bis vier Monaten vorgelegt werden.

    Tops und Flops der Woche

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    TERMINE DER WOCHE

    26.11. 13:00 DE GfK, Konsum-klimaindikator Dezember

    27.11. 14:30 USA Auftragseingnge langlebige Gter Oktober

    27.11. 16:00 USA Verbraucherver-trauen, Conference Board November

    28.11. 20:00 USA Fed-Konjunkturbe-richt (Beige Book)

    30.11. 08:00 DE Einzelhandelsum-satz Oktober

    30.11. 11:00 EU Arbeitsmarktdaten Oktober

    30.11. 15:45 USA Chicago-Einkaufs-managerindex November

    ZITAT DER WOCHE

    Unsere Regierung ist die erfolgreichste seit der Einheit.Whrend SPD-Kanzlerkandidat Peer Stein-brck in der Generaldebatte zum Bundes-haushalt die schwarz-gelbe Koalition heftig angegriffen hat, lobte die Bundeskanzlerin ihre Regierung als erfolgreichste seit der Einheit.

    ZAHL DER WOCHE

    441 Mrd. EuroDie deutschen Steuereinnahmen sind in die-sem Jahr gem Bundesfinanzministerium weiter auf Rekordkurs: Von Januar bis Oktober summierten sie sich ohne reine Gemeinde-steuern auf 441 Mrd. Euro. Das sind 5,4% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

    Bayer: Schiff-bernahme gescheitertBayer (WKN: BAY001) will sein Ende Oktober verffentlichtes bernahmeangebot von 34 US-Dollar je Aktie fr den US-Hersteller von Vitaminen und Nahrungsergnzungs-mitteln Schiff N