Ausgabe 21/13 (Spezial: Unternehmensanleihen)

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Text of Ausgabe 21/13 (Spezial: Unternehmensanleihen)

  • J u b i l u m2003 - 2013

    P f l i c h t b l a t t d e r b r s e n d s s e l d o r f s t u t t g a r t h a m b u r g b e r l i n m n c h e n

    21 Sonntag , 26 . ma i 2013

    Editorial

    Unternehmens anleihen immer beliebter

    SPEZIAL > SEItE 10

    L I E B E L E S E R I N N E N U N D L E S E R ,

    die vergangene Woche bescherte vielen der weltweit wich-tigsten Aktienindizes neue Rekordstnde. Dow Jones, S&P 500 und DAX markierten neue Allzeithochs, whrend der japanische Nikkei die Wahnsinnsrally der vergangenen Mo-nate fortsetzte und auf ein neues Mehrjahreshoch kletterte. Als einer der wichtigsten Treibstoffe fr die Brsenhausse gilt weiterhin das billige Geld der Notenbanken, das man-gels Anlagealternativen in die Aktienmrkte strmt. Die ver-gangene Woche zeigte aber auch, was passieren kann, sollten die Zentralbanker den Geldhahn pltzlich zudrehen. So deu-tete die amerikanische Fed erstmals vorsichtig an, zuknftig

    von der bedingungslosen Geldschwemme abrcken zu kn-nen, was an den hei gelaufenen Aktienmrkten sogleich fr scharfe Korrekturen sorgte. Die Brsenrally drfte sich in den kommenden Monaten zwar weiter fortsetzen, auf hhe-ren Niveaus wchst aber auch die Gefahr von Zwischenkor-rekturen. Anleger sollten den Kursen daher nicht blindlings hinterherlaufen, sondern fr Zukufe besser die erwarteten Rcksetzer nutzen.

    HerzlichstIhre Redaktion von BRSE am Sonntag

  • SoNNTAG, 26. MAI 2013

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE

    AKTIEN & MRKTESchliekers Woche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3Markt im Fokus: Schweiz Hochs in Helvetia . . . . . . . . . . 4Mrkte im berblick: S&P 500, DAX, EURo SToXX 50 . . . . . 6Aktie der Woche: Technotrans . . . . . . . . . 7

    SPEZIALUnternehmensanleihen . . . . . . . . . . . . . 10Gastbeitrag: Alexander von Preysing . . . 13

    UNTERNEHMENUnternehmen der Woche: Wehrle Werk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14News: Home Depot, United Internet, Hewlett-Packard . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .15

    FoNDSFonds der Woche: DWS Health Care Typ 0 . . . . . . . . . . . . 16Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

    ZERTIFIKATEZertifikate-Idee: SToXX-Europe-600-Banks-Zertifikat . . . .18Gastbeitrag: Walter Schwinghammer . . . . 19Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

    RoHSToFFERohstoff der Woche: Gold . . . . . . . . . . . . 21Rohstoffanalysen: Kaffee, Weizen, Aluminium, Platin. . . . . . 22Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 23

    WAS DENKEN SIE BER DIESES THEMA? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de

    Es wird Zeit, sich einmal ernste Ge-danken zu machen. Wir erleben seit eini-ger Zeit ein Phno-men, das uns Rtsel aufgeben sollte, et-was, das vielleicht berhaupt nur in e iner ph nome-nalen Zeit wie der unsrigen denkbar und mglich ist: die Schwellensenkung

    des Skandals. Zwar gibt es das Wort und da-mit auch den Sachverhalt mindestens seit alt-griechischer Zeit: skandalon, das rgernis, das Ansto Erregende; zu uns kam es, glaubt man den Sprachforschern, ber Frankreich (Ausgerechnet! Ein Skandal!).Mglicherweise also gab es vor diesem Wort-import bei uns keine Skandale? Das wrde zu den ungerhrten, wenn auch dabei etwas grob geschnitzten Germanen schon passen: Bevor etwas zum rgernis werden konnte, hatten sie die Sache sicher schon mit der Keule erledigt. Das waren die Zeiten der kla-ren Ansage, und die sind ganz offensichtlich vorbei. Anders das schon vom Grundsatz her stets pikierte 19. Jahrhundert; und im 20. lste ein Krieg den nchsten ab, dazwischen Pleiten, Inflationen und Straenschlachten, ehe man seit den 50er-Jahren sich wieder etwas beruhigte und die Hrde fr einen echten, bundesweit beachteten Skandal wie-der hher gelegt wurde. Damit ist es vorbei, heute sind wir empfindlich wie sonst was, leben sehr viel bewusster und aufmerksamer und werden dabei von Massenmedien, vor allem dem Internet, beherzt untersttzt. Uns entgeht kein Lftchen von einem anstigen Ereignis mehr, und da Aufregung stets gut fr den Kreislauf ist, machen wir reichlich Gebrauch von den sich bietenden und ge-gebenenfalls zu schaffenden Gelegenheiten. Weitgehend skandalfreie Zwischenzeiten gibt es nicht mehr. Unsere Gesellschaft ist derart alert, dass beispielsweise die Erff-nung eines rosafarbenen Hauses in Berlin mindestens ebenso skandals gert wie die

    Nichterffnung eines Flughafens ebendort. Eine zugegebenermaen recht kleine, aber laute Gruppe junger Leute, teils vollstndig bekleidet, hat die kommerzielle Ausrichtung und die politisch fragwrdige Prsenz eines

    Barbie-Hauses zum Anlass genommen, hef-tig zu protestieren. Der US-Spielwarenher-steller Mattel erdreistet sich dort, auf selbst bezahltem Grund und Boden eine Verkaufs-ausstellung seines Produkts zu errichten und gegen Eintritt den Kindern (Zielgruppe) und ihren Eltern (mitgefangen, mitgehangen) seine Kollektion vorzufhren, in rosa, wie es so Brauch ist. Der bewaffnete Arm des Feminismus hat mit Feuer und Schwert und Kreuz dagegen anzugehen versucht und die ideologisch korrekte Untersttzerszene redet sich in Spiegel und Cicero mit Feuer und Flamme schwindlig, was fr ein rckschritt-licher Geschlechterbegriff wohl bei Mattel herrsche (rosa!), obwohl Mattel doch firmen-intern sicher alle Gleichstellungsvorschriften beachtet. Aber gendermig kann das nie rei-chen, denn Geschlechter gibt es wie Sand am Meer, und wer das nicht glaubt, soll einmal die Diskussion um ffentliche Prenzlauer-Berg-Klos verfolgen, da bleibt kein Auge trocken. Leider, leider, ist so eine Debatte ja schnell vorbei und nicht einmal der Fakt, dass Barbie-Puppen ursprnglich eine deut-sche Erfindung sind, hat gengt, um auch die Antifa-Gruppen aus dem Tiefschlaf zu holen (von rosa bis braun ist doch bekanntlich nur ein kleiner Schritt). Wir mssen also auf den nchsten Rcher der Enterbten warten, auf den nchsten Skandal. Irgendwie kriegen wir die fiesen Kapitalisten schon. Vielleicht so etwa: Widerlich: Fett in Butter nachgewie-sen! Foodwatch, bernehmen Sie!

    Welch ein Skandal!

    Schliekers Woche

    Reinhard Schlieker

    ZDF Wirtschafts-korrespondent

    BRSE am Sonntag 21/1 302

  • Yahoo: Groeinkauf in New YorkInternet-Urgestein Yahoo (WKN: 900103) bernimmt die New Yorker Blogger-Plattform Tumblr fr 1,1 Mrd. US-Dollar. Tumblr soll (zunchst) unabhngig bleiben und als sepa-rate Geschftseinheit von Firmengrnder David Karp weitergefhrt werden. Karp hatte den Dienst 2007 gegrndet. Inzwischen besuchen monatlich mehr als 300 Mio. Nutzer das Netz-werk. Tglich soll es 120.000 Neuanmeldungen geben. 2012 setzte Tumblr laut US-Medien-berichten mit 175 Mitarbeitern lediglich 13 Mio. US-Dollar um.

    Campbell Soup: Prognosen berbotenIm dritten Geschftsquartal (Ende: 28. April) steigerte der US-Suppen- und Soenproduzent Campbell Soup (WKN: 850561) den berschuss von 175 auf 179 Mio. US-Dollar. Je Aktie zog der Gewinn von 0,55 auf 0,57 US-Dollar an, vor Sonderposten von 0,56 auf 0,62 US-Dollar. Der Vorsteuergewinn legte von 237 auf 241 Mio. US-Dollar zu, der Gewinn vor Zinsen und Steuern von 264 auf 272 Mio. US-Dollar. Der Umsatz kletterte von 1,82 auf 2,09 Mrd. US-Dollar. Marktbeobachter waren von 2,04 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 0,56 US-Dollar Ge-winn je Aktie vor Sonderposten ausgegangen.

    toll Brothers: Mehr umgesetzt und verdientDas Geschft brummt: Im zweiten Quartal (Ende: 30. April) erhhte der auf Luxushuser spezi-alisierte US-Baukonzern Toll Brothers (WKN: 871450) den Gewinn von 16,87 auf 24,67 Mio. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie kletterte trotz einer gestiegenen Aktienzahl von 0,10 auf 0,14 US-Dollar. Vor Steuern legte der Gewinn von 15,65 auf 40,97 Mio. US-Dollar zu. Im operati-ven Geschft zog das Ergebnis von 1,40 auf +16,44 Mio. US-Dollar an. Der Umsatz stieg von 373,68 auf 516,00 Mio. US-Dollar. Prognose: 512 Mio. US-Dollar.

    Tops und Flops der Woche

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE

    Best Buy: Rote ZahlenBest Buy (WKN: 873629) verlor im ersten Geschftsquartal (Ende: 4. Mai) 73 Mio. US-Dollar. In der entsprechenden Vorjahresperiode hatte der im Umbau befindliche US-Unterhaltungselek-tronikhndler 152 Mio. US-Dollar verdient. Das Ergebnis je Aktie brach von +0,46 auf 0,24 US-Dollar ein. Vor Sonderposten sank der Gewinn je Aktie aus fortgefhrter Geschftsttigkeit von 0,76 auf 0,32 US-Dollar. Experten hatten mit 0,24 US-Dollar je Aktie gerechnet. Der Umsatz schrumpfte von 10,37 auf 9,38 Mrd. US-Dollar. Prognose: 10,7 Mrd. US-Dollar.

    target: Gewinnprognose reduziertDer Gewinn der US-Discount-Kette Target (WKN: 856243) brach im ersten Geschftsquar-tal (Ende: 4. Mai) von 697 auf 498 Mio. US-Dollar ein. Je Aktie schrumpfte der Gewinn von 1,04 auf 0,77 US-Dollar, vor Sonderposten von 1,11 auf 1,05 US-Dollar. Inklusive der inzwi-schen verkauften Kreditkartensparte sank der Umsatz von 16,87 auf 16,71 Mrd. US-Dollar. Analysten waren von 16,85 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 0,95 US-Dollar Gewinn je Aktie ausgegangen. Fr das Gesamtjahr werden vor Sonderposten statt 4,85 bis 5,05 US-Dollar Gewinn je Aktie nur noch 4,70 bis 4,90 US-Dollar in Aussicht gestellt.

    Lowes: Erwartungen verfehltDank reduzierter Kosten steigerte die US-Baumarktkette Lowes (WKN: 859545) den Gewinn im ersten Geschftsquartal (Ende: 3. Mai) von 527 auf 540 Mio. US-Dollar. Je Aktie legte der Gewinn auch aufgrund einer reduzierten Aktienzahl von 0,43 auf 0,49 US-Dollar zu. Der Umsatz schrumpfte von 13,15 auf 13,09 Mrd. US-Dollar. Experten hatten mit 13,45 Mrd. US-Dollar sowie 0,51 US-Dollar Gewinn je Aktie gerechnet. Im Gesamtjahr soll der Umsatz um 4% anziehen. Je Aktie sollen 2,05 US-Dollar verdient wer